Ich bin bekennender Filmliebhaber. Ich gucke sehr gerne Filme um aus der realen Welt zu entfliehen und um abzuschalten. Ein Film auf den ich mich schon seit Wochen gefreut habe war der neue Bond „Ein Quantum Trost“. Ich bin aufgewachsen in der Zeit wo Pierce Brosnan James Bond verkörperte und war daher nicht der große Bond Fan. Die Brosnan Bonds waren mir zu sehr übertrieben, lächerlich, voller Klischees, dafür aber auch sehr actionreich. Teilweise habe ich mir alte Bond Filme, sofern sie mal im TV liefen angeguckt und fand diese schon besser.

Vor zwei Jahren gab es dann die große Überraschung. Daniel Craig wird der neue James Bond. Ich hatte von Anfang an meine Zweifel, denn Daniel Craig spiegelte nicht gerade den typischen James Bond wieder. So bin ich mit viel Pessimismus in „Casino Royale“ gegangen, da ich sowieso nicht der große Bond Fan bin. Allerdings wurde ich überrascht und es stelle sich für mich heraus, dass „Casino Royale“ der beste Bond ist, den ich je gesehen habe. Daniel Craig spielt die Rolle einfach perfekt, er entspricht nicht dem Bond Stereotypen, sondern bringt dem Charakter was erfrischendes Eigenes. So wird im Film mit zahlreichen Klischees aufgeräumt (allein die Martini Szene ist göttlich) und gibt auch von der Story so einiges her. Ich war rundum überrascht und zufrieden mit dem Film.
Dementsprechend habe ich mich auch schon auf „Ein Quantum Trost“ gefreut, auch wenn ich mit dem Titel so rein gar nichts anfangen konnte. Zum ersten Mal in der Bond Saga baut ein Teil auf dem anderen auf. Die Story um die verstorbene Liebesgefährtin Bonds wird aufgegriffen und zu Ende gebracht. Allein diese Tatsache mundete mir schon sehr. Bond begibt sich quasi auf einen Amoklauf und tötet nahezu alles was sich ihm auf seinem Racheweg entgegenstellt. Dabei wird schön herauskristallisiert, dass im Leben von Bond alles vergänglich ist, die Leute mit denen er sich abgibt alle sterben, weil er sich nicht wirklich um sie kümmert. Die schmale Rache Story ist zwar etwas sehr dünn, wird aber durch die stimmungsvollen, pulsierenden, schnellgeschnittenen Actionszenen in den Hintergrund gedrückt.
Zwar ist auch bei „Ein Quantum Trost“ alles wieder ein wenig sehr übertrieben und teilweise auch logisch aber dennoch wirkt es um einiges authentischer als die Brosnan Bonds. Dennoch bin ich bedingt durch die dünne Story ein wenig enttäuscht aus dem Kino gekommen, auch aufgrund der geringen Laufzeit. (kürzester Bond aller Zeiten) Vielleicht bin ich dank „Casino Royale“ auch mit zu hohen Erwartungen in den Film gegangen. Dennoch bin ich gespannt wie die Story nun weiterverläuuft und freue mich auf den nächsten Bond und bedanke mich nochmal bei Daniel Craig, welcher mich zum Bond Fan gemacht hat.

Zum Schluss gibt es noch einen kleinen Einblick in meinen Gemütszustand der momentan eher schlecht ist. Die vorgenommene Jobsuche und die Besuche in der Fahrschule haben natürlich nicht stattgefunden, soll sich aber wieder mal in den nächsten Tagen ändern. In Sachen Gewicht musste ich dank McD auch wieder ein Kilo zunehmen und beim Pokern verfolgt mich eine Pechsträhne, sodass ich über einen eventuellen Neustart bei einem anderen Pokeranbieter nachdenke. Ich hoffe die nächsten Tage entpuppen sich positiver und ich krieg endlich was gebacken.
Tschöörööö!
