And The Golden Globe goes to…

17 01 2009

Diese Woche war es wieder soweit. Die 66. Golden Globe Preisverleihung fand statt. Wurden die Gewinner letztes Jahr plump auf einer Pressekonferenz von der Liste abgelesen, gab es dieses Jahr wieder eine feierliche Hollywoodzeremonie. Natürlich ließ sich alles was in Hollywood Rang und Namen hat nicht bitten und erschien. So war die absolute Creme de la Creme vor Ort und man vermisste kein bekanntes Gesicht.

Generell gelten die Golden Globes ja schon als Indikatoren für die möglichen Oscar Gewinner. Wenn dem so ist wird Slumdog Millionaire groß abräumen. Ich selbst habe diesen Film noch nicht gesehen, werde das aber in naher Zukunft mal in Angriff nehmen. Der Film räumte die Preise für Bestes Drama, Bestes Drehbuch, Beste Regie und Beste Filmmusik ab. Darafhin habe ich mir auch direkt den Original Soundtrack besorgt und muss sagen, dass dieser Award absolut zurecht verliehen wurde. 

 

Slumdog Millionaire

Slumdog Millionaire

 

 

Auch erwähnenswert ist das Double für Kate Winslet. Sie gewann nicht nur in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama, sondern auch noch die beste Nebenrolle für ihren Part in „Der Vorleser“. Man mag von ihr halten was man will aber sie ist durchweg sympathisch und „real“ geblieben und nicht so divenhaft wie die anderen Hollywoodstars und nimmt auch durchaus schwierige Rollen an und das wurde zurecht belohnt.

 

Kate Winslet

Kate Winslet

 

 

In der Serienkategorie war „30 Rock“ der Abräumer schlechthin. Ich werde mich in naher Zukunft auch der Serie mal widmen. Ich bin natürlich auch ein wenig enttäuscht, da meine favorisierten Serien wie „House“, „Dexter“ und vor allen Dingen „Entourage“ leer ausgingen. Zudem hätte Neil Patrick Harris mit seiner überragenden Darbietung als Barney Stinson in „How I Met Your Mother“ sicherlich einen Golden Globe verdient. Allerdings kann ich auch nachvollziehen, dass Tina Fey durch den Boom ihrer Saturday Night Live Performance von Sarah Palinn profitiert und momentan einfach das Maß aller Dinge in diesem Sektor ist.

 

Neil Patrick Harris als Barney Stinson ging leer aus

Neil Patrick Harris als Barney Stinson ging leer aus

 

 

Der Höhepunkt der Veranstaltung war für mich aber die Kategorie Bester Nebendarsteller. Nominiert waren u.a. zwei meiner absoluten Favoriten Tom Cruise als Studioboss in „Tropic Thunder“ und sein Schauspielkollege Robert Downey Jr. Beide gingen leer aus, denn der Golden Globe ging an den verstorbenen Heath Ledger und das durchaus zurecht. Seine Darbietung des Jokers ist einfach phänomenal. Der Moment, wo Demi Moore ihn als Sieger ankündigt und dann die Dark Knight Musik eingespielt wird ist ein wahrer Gänsehautmoment.

Ansonsten gefiel mir der Ablauf der Preisverleihung nicht so richtig. Die Nominierten wurden meist einfach vorgelesen und dann direkt der Gewinner im Eiltempo ernannt. Hier hätte ich mich z.B. über kleine Videoeinspieler, die es nur teilweise gab, gefreut. Zudem präsentierten die meisten Preisverleiher ihre Globes sehr langweilig. Lediglich Sacha Baron Cohen und Sandra Bullock brachten mal etwas Abwechslung und Stimmung rein.

Insgesamt hat mir die Preisverleihung aber gefallen. Die Preise gingen größtenteils in Ordnung. Die Preisträger sind auch größtenteils sicherlich Favoriten auf den Oscar. Letztendlich hat man bei den Globes sogar schon fast mehr Prominenz angetroffen als auf den Oscarvelreihungen, so war der Abend sehr unterhaltsam und ich ziehe ein positives Fazit aus meinen ersten Globes, die ich live mitverfolgt habe.





Der unmoralische Montag

30 09 2008

Ein großen Teil meiner im Moment reichlich vorhandenen Freizeit verbringe ich mit TV-Serien. Der Ursprung wurde schon früh gelegt, nämlich als GZSZ die gute alte Mini-Playback Show am Freitag Abend verdrängt hatte. Ich als kleiner Knabe musste daraufhin mit meiner Mama zwangsläufig GZSZ gucken, was denke ich mal ein wesentlicher Grund für meine heutige Serien-Affinität ist.

Ein zweiter Grund ist die US-Actionserie „24″. Als mitlerweile pubertierender Knabe war ich natürlich begeistert von der Action und von den zahlreichenden und spektakulären Twists und somit entstand auch ein Drang nach mehr. Heutzutage verfolge ich Serien wie „Heroes“, „Dr. House“ oder „Eli Stone“.

Gestern jedenfalls starteten zwei andere Serien mit dem Namen „Californication“ und „Dexter“. Beide wurden in der bislang größten Werbekampagne von RTL2 unter dem Namen „Der unmoralische Montag“ verkauft. Man musste schon sehr blind und taub sein um die Werbung im Radio, TV, Zeitung und auf Plakaten zu übersehen bzw. zu überhören. Ich jedenfalls bin schon vor einiger Zeit auf beide Serien aufmerksam geworden und habe sie mir angeguckt.

Im Großen und Ganzen handelt es sich bei beiden Serien um absolut sehenswerte Sachen. Generell bevorzuge ich mittlerweile immer öfter Serien vor Filme. Das liegt ganz und einfach daran, dass Serien die Charaktere viel genauer bescheiben und eine Story viel detaillierter wiedergeben können als das es ein Film kann.

Ein großer Pluspunkt bei Serien ist für mich immer die Wiedererkennung in den Charakteren um denen es in der Serie geht. Und diese ist bei „Dexter“ und „Californication“ sehr groß.

„Dexter“ handelt um einen Serienmörder namens Dexter Morgan, welcher trotz seines „Hobbys“ bei der Polizei als Blutspuranalytiker arbeitet. Die Serie sorgte in Amerika für heftige Kontroverse, da in der Serie ein Serienmörder sympathisch verkauft wurde. So tötet Dexter, der im Übrigen bedingt durch geschichtliche Ereignisse quasi einen Mordzwang hat, nur Menschen, die der Strafverfolgung zu Unrecht entgangen sind. Ich vergleiche mich von der Persönlichkeit her mit Dexter, da er der ganzen Welt einen anderen Menschen präsentiert, als er wirklich ist und sich dabei ziemlich geschickt anstellt. Ich bin jetzt nicht der Typ Selbstmörder aber von den Charaktereigenschaften doch sehr ähnlich, nämlich zurückhaltend, oft in meiner eigenen Welt und teilweise auch verlogen. 

„Californication“ ist hingegen ein anderes Kaliber. Diese Serie handelt um einen Schriftsteller namens Hank Moody, dessen Leben nach den Umzug von New York nach Hollywood den Bach untergeht. Er verliert seine Familie, befindet sich in einer Schaffenskrise und schaut quasi nur zu. Aus Frust vögelt er sich durch die Frauenlandschaft und nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Serie besticht durch das radikale Brechen von Tabus und ist erfrischen offen. David Duchovny, den man sonst nur als Prototypen Fox Mulder aus Akte X kennt, spielt wirklich überragend. Ich hätte nie gedacht, dass er aus seiner Akte X Rolle mal herauskommt. Auf jeden Fall wird Hollywood in dieser Serie brutalst unterschwellig auf den Arm genommen und das zurecht.

Für alle die ähnlich serienbegeistert sind, sind diese beiden Serien Pflicht. Für alle anderen der perfekte Einstieg in die Serienlandschaft. RTL2 fabriziert nicht viel gutes Fernsehen aber in Sachen amerikanischen Serien beweisen sie einen guten Geschmack. (s. Heroes, 24)

Thumbs Up für den Unmoralischen Montag!

Morgen schreib ich dann mal was über das Wochenende.

Tschööörööö!