Diese Woche war es wieder soweit. Die 66. Golden Globe Preisverleihung fand statt. Wurden die Gewinner letztes Jahr plump auf einer Pressekonferenz von der Liste abgelesen, gab es dieses Jahr wieder eine feierliche Hollywoodzeremonie. Natürlich ließ sich alles was in Hollywood Rang und Namen hat nicht bitten und erschien. So war die absolute Creme de la Creme vor Ort und man vermisste kein bekanntes Gesicht.
Generell gelten die Golden Globes ja schon als Indikatoren für die möglichen Oscar Gewinner. Wenn dem so ist wird Slumdog Millionaire groß abräumen. Ich selbst habe diesen Film noch nicht gesehen, werde das aber in naher Zukunft mal in Angriff nehmen. Der Film räumte die Preise für Bestes Drama, Bestes Drehbuch, Beste Regie und Beste Filmmusik ab. Darafhin habe ich mir auch direkt den Original Soundtrack besorgt und muss sagen, dass dieser Award absolut zurecht verliehen wurde.

Slumdog Millionaire
Auch erwähnenswert ist das Double für Kate Winslet. Sie gewann nicht nur in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama, sondern auch noch die beste Nebenrolle für ihren Part in „Der Vorleser“. Man mag von ihr halten was man will aber sie ist durchweg sympathisch und „real“ geblieben und nicht so divenhaft wie die anderen Hollywoodstars und nimmt auch durchaus schwierige Rollen an und das wurde zurecht belohnt.

Kate Winslet
In der Serienkategorie war „30 Rock“ der Abräumer schlechthin. Ich werde mich in naher Zukunft auch der Serie mal widmen. Ich bin natürlich auch ein wenig enttäuscht, da meine favorisierten Serien wie „House“, „Dexter“ und vor allen Dingen „Entourage“ leer ausgingen. Zudem hätte Neil Patrick Harris mit seiner überragenden Darbietung als Barney Stinson in „How I Met Your Mother“ sicherlich einen Golden Globe verdient. Allerdings kann ich auch nachvollziehen, dass Tina Fey durch den Boom ihrer Saturday Night Live Performance von Sarah Palinn profitiert und momentan einfach das Maß aller Dinge in diesem Sektor ist.

Neil Patrick Harris als Barney Stinson ging leer aus
Der Höhepunkt der Veranstaltung war für mich aber die Kategorie Bester Nebendarsteller. Nominiert waren u.a. zwei meiner absoluten Favoriten Tom Cruise als Studioboss in „Tropic Thunder“ und sein Schauspielkollege Robert Downey Jr. Beide gingen leer aus, denn der Golden Globe ging an den verstorbenen Heath Ledger und das durchaus zurecht. Seine Darbietung des Jokers ist einfach phänomenal. Der Moment, wo Demi Moore ihn als Sieger ankündigt und dann die Dark Knight Musik eingespielt wird ist ein wahrer Gänsehautmoment.
Ansonsten gefiel mir der Ablauf der Preisverleihung nicht so richtig. Die Nominierten wurden meist einfach vorgelesen und dann direkt der Gewinner im Eiltempo ernannt. Hier hätte ich mich z.B. über kleine Videoeinspieler, die es nur teilweise gab, gefreut. Zudem präsentierten die meisten Preisverleiher ihre Globes sehr langweilig. Lediglich Sacha Baron Cohen und Sandra Bullock brachten mal etwas Abwechslung und Stimmung rein.
Insgesamt hat mir die Preisverleihung aber gefallen. Die Preise gingen größtenteils in Ordnung. Die Preisträger sind auch größtenteils sicherlich Favoriten auf den Oscar. Letztendlich hat man bei den Globes sogar schon fast mehr Prominenz angetroffen als auf den Oscarvelreihungen, so war der Abend sehr unterhaltsam und ich ziehe ein positives Fazit aus meinen ersten Globes, die ich live mitverfolgt habe.