The International

13 02 2009

Donnerstag war mal wieder Kinotag. Dank billigen Eintritt und der Tatsache, dass ich nichts Besseres zu tun hatte bin ich dann einfach mal mit Kollegen ins Kino gegangen. Frisch gestartet ist der Polit-Thriller „The International“ mit Clive Owen in der Hauptrolle, welcher mit bei Filmen wie „Shoot’Em Up“ oder „Sin City“ schon sehr gut gefallen hat. Als weibliche Ergänzung fungiert quasi Naomi Watts („The Ring“), welcher auch immer schön anzuschauen ist.

Aufmerksam geworden bin ich auf den Film durch einen Trailer im Kino. Dort kam er ganz stylisch rüber und auch den aktuellen Bezug zur Wirtschaftskrise fand ich interessant. Zudem eröffnete der Film die diesjährige Berlinale. Skeptisch war ich gegenüber Regisseur Tom Twyker, der einen meiner absoluten Hassfilme „Das Parfürm“ inszeniert hat.

 

Hauptdarsteller Clive Owen und Regisseur Tom Twyker

Hauptdarsteller Clive Owen und Regisseur Tom Twyker

 

 

„The International“ handelt von einer Bank, welche in zwielichtige Geschäfte mit Waffen verwickelt ist. Interpol Agent Lous Salinger (Clive Owen) ist schon längere Zeit den dubiösen Machenschaften auf der Spur und ermittelt. Allerdings wird jeder potenzielle Zeuge oder Helfer unter mysteriösen Umständen umgebracht. Es zeigt sich, dass die Bank einfach überall drin verwickelt ist und das sie mit legalen Mitteln kaum zu stoppen ist, da Regierungen und Gerichte diese Bank und ihre illegalen Methoden nahezu decken.

In Punkto Atmosphäre kann der Film schon mal Pluspunkte verbuchen. Die Szenerie ist groß, modern und eher farblos gehalten, was einen gewissen modernen Style entwickelt. Die Bilder bei den Actionszenen und der Schnitt sind ebenso gut gelungen. An der Machart des Films kann man also kaum meckern. 

Auch die schauspielerische Darbietung lässt kaum was zu wünschen übrig. Clive Owen spielt seinen klischeehaften Charakter gut und verleiht ihm eine gute Prise Glaubwürdigkeit, die nicht jeder Schauspieler dem Charakter hätte zutun können. Naomi Watts wird nicht groß gefordert, spielt ihre Rolle aber ebenfalls durchaus solide. Bei den Nebenrollen kann man ebenso kaum meckern. Mit Armin Müller-Stahl tritt auch ein deutscher Schauspieler öfters in Erscheinung.

Der Schwachpunkt des Films ist in der Story zu suchen. Der Film hat bei knapp zwei Stunden Spielzeit die eine oder andere Länge. Zudem sind einige Sachen stark überzeichnet und auch durchaus unrealistisch. (z.B. das Untersuchen der Schussbahnen) Interessant ist wiederum, dass einige Elemente laut Filmverantwortlichen durchaus in der Realität vorkommen, was den Film durchaus brisanter und interessanter macht. Das Ende wiederum ist meiner Meinung nach kein wirkliches Ende, auch wenn es letztendlich konsequent und realistisch ist. Dennoch hat mich die Story trotz vieler positiver Aspekte und Ansätze nicht vollkommen überzeugt. Meiner Ansicht nach wurde hier ein wenig Potenzial vergeudet.

 

Clive Owen als Interpol Agent Salinger

Clive Owen als Interpol Agent Salinger

 

 

Insgesamt handelt es sich aber um einen gelungen Polit-Thriller, welcher stylisch inszeniert wurde und mit einer interessanten Story aufwartet, die allerdings auch teilweise ins Unrealistische abdriftet. Im gesamteindruck würd ich den Film 6,5 / 10 geben.





Der seltsame Fall des Benjamin Button

4 02 2009

Vor ca. einem halben Jahr habe ich den ersten Trailer zu diesem Film gesehen und war sofort begeistert von der Story als auch von Hauptdarsteller Brad Pitt, welcher eindeutig einer meiner Lieblingsschauspieler ist. Er hat es geschafft trotz seines „Beauty Boy“ Images nicht nur 0815 Hollywood Filme zu drehen, sondern auch Klassiker wie „Fight Club“ oder „Sieben“. Er ist nicht nur auf Geld aus, sondern auch auf Inhalt.

Jedenfalls wurde ich schon früh auf den Film aufmerksam während andere noch skeptisch dem Film gegenüber waren. Aber auch Regisseur David Fincher steht für exzellente Filme wie „The Game“ welcher immernoch einer meiner Lieblingsfilme ist oder halt „Sieben“. Zudem erfuhr man ja noch vor Deutschlandstart, dass der Film für sagenhafte 13 Oscars nominiert wurde und somit ist Benjamin Button einer der Filme wo ich nicht nur aus Langeweile oder dergleichen reingegangen bin sondern wirklich aus richtigem Interesse an den Film.

Die Story spielt teilweise in der Gegenwart wo Caroline ihrer im Sterben liegenden Mutter Daisy (Cate Blanchett) aus dem Tagebuch ihres Liebsten Benjamin Button vorliest. Der Film wandert immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit her. Benjamin Button wird am letzten Tag des 1. Weltkrieges geboren. Er kommt zwar als Säugling auf der Welt aber mit der äußerlichen Erscheinungen eines Greises und auch mit den Krankheiten und Gebrechlichkeiten eines Gleises. Seine Mutter stirbt bei der Geburt und sein Vater kann den Anblick des Säuglinges nicht ertragen und setzt ihn aus. Er wird von einer farbigen Altenpflegerin in ein Altenheim aufgenommen, wo er Bekanntschaft mit der sehr jungen Daisy macht, welche dort ihre Oma besucht. Es entsteht eine interessante Beziehung, denn vom Kopf her sind beide gleich alt, doch vom Aussehen liegen Welten zwischen ihnen. Des Weiteren wird im Film das gesamte Leben von Benjamin Button dargestellt, wie er im Gegensatz zu anderen Menschen immer jünger wird und durch die Welt reist aber immer wieder die Beziehung zu Daisy auffrischt.

 

Brad Pitt als Benjamin Button

Brad Pitt als Benjamin Button

 

 

Der Film ist einfach exzellent gemacht. Das Setting und die Atmosphäre der 20iger und den folgenden Jahrzehnten sind einfach 1A eingefangen. Man fühlt sich wirklich in diese Zeit zurückversetzt mit all ihren Eigenarten. Zudem begeistert Fincher mit brillianten Szenen z.B. eine rückwärts verlaufende Schlacht oder einen Unfall, der in all seine Kausalitäten a la „Was wäre Wenn…“ aufgeschlüsselt wird. Diese kleinen Extras runden einen so schon runden und gelungenen Film ab und machen ihn zu etwas Besonderen.

Neben Fincher sind auch die Hauptdarsteller zu loben. Brad Pitt spielt einfach fantastisch und hat meiner Meinung nach seinen ersten Oscar, der sowieso überfällig war, verdient. Als alter Greis, der immer jünger wird, spielt er absolut glaubhaft und stellt die Probleme und Konflikte sehr gut dar, sodass dem Charakter keine Glaubwürdigkeit abhanden kommt. Ebenfalls stark spielt Tilda Swinton als kurze Affäre von Benjamin Button und Taraji P. Henson als Stefmutter Queenie. Zudem begeistert auch die junge Elle Fanning als kindliche Daisy und zeigt in dem Film, dass sie ihrer Schwester Dakota Fanning in Nichts nachsteht. Cate Blanchett als ältere Daisy gefällt mir wohl aber kommt meiner Meinung nach nicht so wirklich gut rüber. 

Ein großes Lob muss man wohl auch den Maskenbildnern und den Leuten die für die CGI Effekte zuständig waren machen. Wie sie Brad Pitt z.B. veraltert haben bzw. nachher auch deutlich verjüngern ist einfach atemberaubend und man erkennt keine auffälligen Bearbeitungen oder Computereffekte. 

Insgesamt begeistert der Film also durch Story, den Darstellern und dem Setting. Alles greift gut ineinander und wird noch von ein paar Glanzmomenten abgerundet, sodass man den Film nie vergessen wird. Lediglich die Länge ist zwar wohl nötig aber überfordert teilweise, sodass man hier nd da eine gewisse Länge im Film wahrnimmt.

 

Benjamin Button und seine Geliebte Daisy

Benjamin Button und seine Geliebte Daisy

 

 

Auf jeden Fall hat es der Film verdient zahlreiche Oscars mit nach Hause zu nehmen und bekommt von mir 9/10.





Gesetz der Ehre

2 02 2009

Es ist schon fast zwei Wochen her, dass ich mir den Film mit ein paar Kollegen im Kino angeschaut habe. Hauptgrund dafür sind sicherlich die beiden Hauptdarsteller Edward Norton und Colin Farrell, wobei Edward Norton in seinen Film meistens mit einer herausragenden Performance auf sich aufmerksam machen kann. Zudem gefällt mir das Genre Copthriller und ich habe bereits vorher gehört, dass der Film hart und konsequent sein soll und nicht die typischen Hollywood Klichees und Happy Endings aufgreifen soll.

 

Gesetz der Ehre

Gesetz der Ehre

 

 

Die Story ist dabei recht simpel und gleicht anderen Genrevertretern. Es geht grundsätzlich um die Familie Tierney, welche als reine Copfamilie tituliert werden kann. Oberhaupt ist der ehemalige Polizeichef Francis sr. (Jon Voight), dessen Söhne Francis Jr. (Noah Emmerich) und Ray (Edward Norton) Leiter der Drogenabteilung bzw. Mitglied beim FBI sind. Zudem ist Schwiegersohn Jimmy ebenfalls im Drogendezernat angestellt. Es beginnt damit, dass 4 Cops bei einem Einsatz getötet werden und es offensichtlich wird, dass die Killer vorher einen Tipp bekommen haben, dass die Coops anmarschieren. Das führt Francis Sr. dazu Ray wieder zu reaktivieren. Dieser hat nach einem Fall bei dem nicht alles astrein gelaufen ist und an dem er immernoch mit moralischen Fragen knabbert, quasi selbst an den Bürostuhlgefesselt. Er übernimmt die Aufgabe letztendlich und es wird schnell klar, dass die Spuren in das eigene Polizeirevier und die eigene Familie führen.

 

Die Brüder Francis Jr. (Emmerich) und Ray (Norton)

Die Brüder Francis Jr. (Emmerich) und Ray (Norton)

 

 

Was den Film zum einen sehenswert macht ist die Atmosphäre. Die Bilder sind sehr kalt und grau gehalten, ebenso wie die Nebencharaktere. New York wird eben kalt und hart dargestellt und so verlaufen auch die Ermittlungen. Es wird keine Rücksicht genommen, alle Maßnahmen sind legal solange sie zum Ergebnis führen. Neben der Atmosphäre und der rauen Umgangsart sorgen auch diverse Folterszenen dafür, dass man sich schon mal selber im Kinosessel vor Schmerz wendet. Der Film ist in dieser Hinsicht auch in Schießerein und anderen Kämpfen sehr hart ohne groß hollywoodlike zu übertreiben.

 

Ray (Edward Norton) und sein Schwiegerbruder Jimmy (Colin Farrell)

Ray (Edward Norton) und sein Schwiegerbruder Jimmy (Colin Farrell)

 

 

Die andere Stärke des Films ist die Reihe der Schauspieler. Edward Norton brilliert in seiner Rolle als gebrochener Cop. Man sieht ihm die Bürde an, die er zu tragen hat und wie innerlich zerrissen er ist. Auch Colin Farrell liefert einen guten Job ab und verkörpert seinen Charakter durchaus glaubwürdig. Zudem wird der Rest der Familie sehr gut und detailliert beschrieben. Jeder hat seine eigenen Probleme. Francis Sr. hat ein Alkoholproblem und kehrt Probleme lieber unter den Tisch anstatt sie knallhart anzugehen und Sohn Francis Jr. hat mit einer todkranken Frau ebenfalls zu kämpfen. Viele Nebenschauplätze zur eigentlichen Story frischen diese auf und lassen sie nicht 0815 vorhersehbar werden, da man die Rolle der anderen Charaktere kaum wirklich einschätzen kann.

 

So entsteht ein kurzweiliger, interessanter und harter Cop Thriller, der sich von anderen Filmen in seinem Genre durch gelungene Umsetzung, gute schauspielerische Darbietungen und interessante Charakterausarbeitungen absetzen kann. Allerdings bleibt die Hauptstory zu vorhersehbar und somit büßt der Film einiges ein, auch wenn das durch ein konsequentes Ende nahezu ausgebügelt wird.

Ich würde 8/10 Punkten vergeben.





Holydays are comin’

11 12 2008

Wie schnell die Zeit doch vergeht… Da hatten wir gerade noch Sommer und gefühlte Tage später steht Weihnachten vor der Tür. Auch meine Ansicht zum Thema Weihnachten hat sich im Lauf der Jahre natürlich verändert. Als Kind war Weihnachten natürlich das Größte aller Dinge. Man hat sich immer unendlich darauf gefreut und war unendlich enttäuscht als es vorbei war.

Mittlerweile ist man „erwachsen“ geworden und materielle Dinge sind Weihnachten nicht mehr die Priorität. An sich sind mir Geschenke fast schon gänzlich egal geworden. Es fällt einem sogar teilweise schwer einen Wunschzettel zu verfassen. Meist schreibt man dann die gewöhnlichen Sachen wie Klamotten etc. drauf aber nichts wirklich außergewöhnliches mehr.

In den letzten Jahren habe ich mich auch noch richtig auf Weihnachten gefreut, einfach der Atmosphäre wegen. Winter, Schnee, gemütliches Zusammensein, all dies hat für mich Weihnachten ausgemacht und ich konnte es in den Tagen, Wochen davor nicht erwarten, dass endlich Weihnachten ist.

Heutzutage hat sich das aber wiederum geändert. Die letzten beiden Jahre ist mir Weihnachten insgesamt ziemlich egal geworden und ich kann auch nicht wirklich beschreiben warum. Die Atmosphäre fehlt mir einfach. Dieses Jahr hat es schon geschneit aber das Weihnachten vor der Tür steht bemerke ich kaum. Die Adventstage vergehen im Flug, alles ist so schnellebig und es wird kaum noch inne gehalten. Es ist als ob man im Zeitraffer durch die Zeit fliegt.

Zudem spielt die familäre Geschichte natürlich auch eine größere Rolle. Früher war Weihnachten meist durchgeplant. Heiligabend wurde zusammen mit der Verwandtschaft mütterlicherseits gespeist, am ersten Weihnachtstag ging es dann zu den Großeltern und am zweiten waren wir dann alle nochmals kegeln und anschließend im Restaurant essen. Diese Traditionen sind zum größten Teil leider abhanden gekommen.

Heilig Abend wird immernoch so fabriziert wie die Jahre zuvor aber es wirkt irgendwie mehr gezwungen als gewolt und in einer Art und Weise farblos. Am ersten Weihnachtstag findet dieses Jahr rein gar nichts statt. Quasi ein stinknormaler Tag zum abgammeln und am letzten Tag geht es dann wieder zu den Großeltern, wo die weihnachtliche Stimmung auch eher fehlt und mehr der Zwang im Spiel ist.

Vielleicht muss ich mal auf einen Weihnachtsmarkt oder etwas in die Richtung aber auf Weihnachten habe ich mittlerweile gar keinen Bock mehr. Es sind für mich fast schon stinknormale Tage, die an einen vorbeiziehen ohne dass man sie großartig wahrnimmt. 

Ich hoffe ich komm dieses Jahr nochmal in Stimmung um erlebe ein frohes Weihnachtsfest. Egal wie es ausfällt, ich werde hier meine Gedanken dazu äußern. Vielleicht ist es ja auch gut mit niedrigen Erwartungen ins Fest hineinzugehen, denn dann kann man immerhin nicht enttäuscht werden.





Max Payne is on a killing spree

24 11 2008

Gestern Abend habe ich mir den neuen „Action Blockbuster“ Max Payne zur Gemüte geführt. Der Film ist eine Verfilmung des gleichnamigen PC-Spieles „Max Payne“, von dem es mehrere Teile gibt und welches von Genrefans geliebt wird. Auch ich habe mal ein Max Payne Teil gezockt und das war Grund genug für mich mir diesen Film zu geben.

Max Payne is in rage!

Grundsätzlich stehe ich Spielverfilmungen dank Uwe Boll eher skeptisch gegenüber. „Far Cry“, „Dungeon Siege“ und wie sie alle heißen waren absolute Reinfälle. Lediglich die „Resident Evil“ sowie „Hitman“ wussten teilweise zu überzeugen. Max Payne bietet allerdings ein schönes Setting und eine interessante Story sowie mehrere Charakter, sodass ich mir einiges von dem Film erwartet habe.

Natürlich ist es schwer den Inhalt eines ganzen Videospieles auf einen Film zu adaptieren. Allein die interaktive und aktive Ausrichtung der Spiele bleibt beim passiven gucken natürlich außen vor und so ist man zum Zugucken verdammt während man die Story aus aktiv interaktiver Sicht ganz anders wahrnimmt.

Max Payne handelt um einen Cop im Morddezernat, der seine Frau und sein kleines Baby bei einem „Raubüberfall“ verliert, weil er selbst 10 Minuten zu spät zu Hause ankommt. Dieser tragische Verlust nimmt ihn natürlich mit und er lässt sich vom Morddezernat in die Abteilung für unbekannte Fälle versetzen, wo er einen langweiligen Verwaltungsjob ausübt. Nachts hingegen streift er durch die Stadt in abgelegene Viertel, U-Bahnen und zwielichtigen Millieus um den Mörder seiner Frau zu finden, da die Polizei ihre Bemühungen eingestellt hat. Nach dem sein Freund und ehemaliger Kollege einen Zusammenhang zwischen einem aktuellen Mord und den Mord an Max Ehefrau herausfindet, ist Max Neugier geweckt. Er gerät in einen Strudel voller Intrigen, in die Welt des Bösen, wo die Grenzen zwischen Gut und Böse sich vermischen und wodurch er selbst zweier Morde beschuldigt wird, weshalb auch die Dienstaufsicht hinter ihm her ist.

Der Film bietet einige gute Aspekte. So ist das Setting einfach atemberaubend und die Atmosphäre vom Videospiel sehr gut transportiert worden. Das Setting ist dunkel gehalten, es ist kalt und es schneit. Der Schnee liefert einen schönen Schwarz-Weiß Kontrast, nahe dem „Noir“ Stil und liefert eine emotionale Bildgewalt. Der Film liefert einige hervorragende Bilder.

Zudem kommt die schauspielerische Leistung von Mark Wahlberg. Ich hatte anfangs meine Zweifel aber die hat er absolut weggeblasen. Er spielt den zurückgezogenen, in sich gekehrten, verbitterten und rachsüchtigen Cop ideal. Es gibt nicht viele Dialoge, aber die Mimik passt genau zur Situation in der sich Max Payne befindet. Außerdem sind die weiblichen Rollen mit „Bond Girl“ Olga Kurylenko als verführerische Natasha und Mila Kunis als ihre Schwester und Komplizin von Max Payne natürlich sehr attraktiv besetzt.

Mark Wahlberg als Max Payne und Mila Kunis als Mona

Das Setting und die Schauspieler lassen also schon auf einen großartigen Film schließen, doch dem ist leider nicht so. Der Film bietet soviel Potenzial und erfüllt es leider nicht annähernd. Man hätte mit dem Setting, was einige schon mit „Sin City“ vergleichen und der schauspielerischen Leistung ohne Probleme auf dne Olymp der Videospeiladaptionen kommen können. Doch man ist mit der dünnen Story leider gescheitert. Storytechnisch hat man die Geschichte vom Original leicht abgewandelt. So sind es nun Firmenbosse statt normale Drogendealer, welche die neue Droge auf dem Markt gebracht haben um Profit rauszuschlagen. Das ändert aber nichts daran, dass die Story sehr dünn und vorhersehbar ist. Man weiß im Film eigentlich ständig was als nächstes passiert, sodass kaum Spannung aufkommt.

Dem sehr guten Setting und der annehmbaren schauspielerischen Leistung gesellt sich also eine sehr dünne, vorausschaubare Story die den Film in den Durchschnitt zieht. Bei diesem Filme wurde soviel Potenzial verschenkt, dass es schon fast weh tut. Die Randbedingungen waren optimal, aber das Wichtigste stimmt einfach nicht und so kommt der Film eher unstimmig rüber. Auf einer Skala bis 10 würde ich ihn mit einer 6,5 bewerten.