Poker Review #10

17 02 2009

Und mal wieder ist eine Woche verflogen. Diese Woche lief pokertechnisch mal wieder gar nicht so toll. Ich habe wie üblich meine 6 TURBO SnGs / Tag auf Full Tilt Poker gespielt und zusätzlich noch 2 5$ SnGs / ein 5$ DoN täglich bei Titan Poker mit mäßigem Erfolg.

Dabei schaut es auf Full Tilt Poker gar nicht mal so schlecht aus. Nachdem ich heute die 100$ Marke durchbrochen habe, werde ich wahrscheinich nächste Woche auf das 2$ Limit wechseln.

Dabei lief es diese Woche sehr sehr schlecht. Ich habe viele Suckouts erlitten und an einigen Tagen war mein Play auch einfach grottenschlecht. Ich hatte wieder einige Brainlags und habe unüberlegte, stumpfe Sachen gemacht. Das hat mir aber wiederum geholfen zu sehen, was nötig ist um fokussiert spielen zu können. Dies habe ich in der aktuellen Woche bislang auch ganz gut umgesetzt und es läuft wieder besser. Letzte Woche aber gab es wieder famose Suckouts wie AK vs. A7, KQ vs. K3, KK vs. A7, AQ vs. QJ, AA vs. 47o, A9 vs. A5, KK vs. 74s, KK vs. TJ uvm. Das sind alles nur Hände mit denen ich gebustet bin und so hat sich das ganze leider summiert, sodass insgesamt ein Verlust von -3,3$ zu Buche steht, was meinen Gesamtgewinn auf 36,83$ schrumpfen lassen hat. Allerdings gab es wieder eine Bonuszahlung, sodass die Sache wieder entspannter aussieht.

Auf Titan Poker hat es auch Verluste gehagelt obwohl mein Play dort wesentlich besser war als FTP. Allerdings wurde ich auch nicht ungewöhnlich oft ausgesuckt. Sondern habe leider oft in entscheidenen Situationen (meistens Bubble) in Monster gepusht oder wurde mit dem letzten Crap gecallt und hab verloren. Das geschah meistens, wenn ich selber mal Crap (natürlich korrekt) gepusht habe. Alles in allem ist ein satter Verlust von -31$ herumgekommen, was meinen Gesamtgewinn auf 194,22€ hat schrumpfen lassen. Ich hoffe, dass es diese Woche wieder besser läuft.

Ich werde diese Woche wie gewohnt weiter pokern. Nächste Woche steht dann auf FTP ein Limitwechsel an und ich hoffe dort dann bald meinen Bonus gecleart zu haben um bei Mansion Poker beginnen zu können.





Let The Party Begin…

15 02 2009

Endlich ist es soweit. Ich werde heraus gezogen aus meinem tristen, eher langweiligen Leben zu Hause. Letzte Woche habe ich die Zulassung für das Studium bekommen und werde ab dem 1. April 2009 mein BWL Studium in Münster aufnehmen.

Damit einher geht ein Umzug. Ich werde die elterliche Stube das erste Mal in meinem Leben verlassen und mit zwei Kollegen in eine hübsche WG ziehen. Zwar haben wir noch nichts Festes aber ich bin optimistisch, dass sich in dieser Hinsicht in einigen Tagen was ergibt.

Auf jeden Fall bin ich aufgeregt, denn das Ganze ist doch ein gravierender Schnitt in mein Leben. Ich werde endlich gezwungen sein auf eigenen Füßen zu stehen und mich selbst durchzuschlagen. Mir ist bewusst, dass der Anfang sicherlich holprig und hart wird aber ich freue mich auf die Aufgabe, denn endlich habe ich wieder eine.

Nach dem ich zum vergangenen Semester schon einen Ablehnungsbescheid bekommen hatte und im Januar bereits von der Uni Bochum nicht genommen wurde, hatte ich schon Angst. Doch letztendlich hat mich jede weitere Uni aufgenommen, was mein Selbstbewusstsein stärken sollte.

Die übrige Zeit bis zum Semesteranfang wird natürlich jetzt mit Planungen etc. verbracht. Zudem bin ich nun wieder, nach einer längeren Krankheitsphase, wieder fit um endlich weiter abnehmen zu können. Bis Semesteranfang ist geplant noch weitere 4kg abzunehmen.

Ich freue mich riesig auf das Studentenleben und riesig auf meine neue, zweite Heimat Münster. Ich denke es wird eine lustige, ereignisreiche Zeit in meinem Leben. Ich werde euch hier weiterhin auf dem Laufenden halten und mich auch aus Münster regelmäßig melden.





The International

13 02 2009

Donnerstag war mal wieder Kinotag. Dank billigen Eintritt und der Tatsache, dass ich nichts Besseres zu tun hatte bin ich dann einfach mal mit Kollegen ins Kino gegangen. Frisch gestartet ist der Polit-Thriller „The International“ mit Clive Owen in der Hauptrolle, welcher mit bei Filmen wie „Shoot’Em Up“ oder „Sin City“ schon sehr gut gefallen hat. Als weibliche Ergänzung fungiert quasi Naomi Watts („The Ring“), welcher auch immer schön anzuschauen ist.

Aufmerksam geworden bin ich auf den Film durch einen Trailer im Kino. Dort kam er ganz stylisch rüber und auch den aktuellen Bezug zur Wirtschaftskrise fand ich interessant. Zudem eröffnete der Film die diesjährige Berlinale. Skeptisch war ich gegenüber Regisseur Tom Twyker, der einen meiner absoluten Hassfilme „Das Parfürm“ inszeniert hat.

 

Hauptdarsteller Clive Owen und Regisseur Tom Twyker

Hauptdarsteller Clive Owen und Regisseur Tom Twyker

 

 

„The International“ handelt von einer Bank, welche in zwielichtige Geschäfte mit Waffen verwickelt ist. Interpol Agent Lous Salinger (Clive Owen) ist schon längere Zeit den dubiösen Machenschaften auf der Spur und ermittelt. Allerdings wird jeder potenzielle Zeuge oder Helfer unter mysteriösen Umständen umgebracht. Es zeigt sich, dass die Bank einfach überall drin verwickelt ist und das sie mit legalen Mitteln kaum zu stoppen ist, da Regierungen und Gerichte diese Bank und ihre illegalen Methoden nahezu decken.

In Punkto Atmosphäre kann der Film schon mal Pluspunkte verbuchen. Die Szenerie ist groß, modern und eher farblos gehalten, was einen gewissen modernen Style entwickelt. Die Bilder bei den Actionszenen und der Schnitt sind ebenso gut gelungen. An der Machart des Films kann man also kaum meckern. 

Auch die schauspielerische Darbietung lässt kaum was zu wünschen übrig. Clive Owen spielt seinen klischeehaften Charakter gut und verleiht ihm eine gute Prise Glaubwürdigkeit, die nicht jeder Schauspieler dem Charakter hätte zutun können. Naomi Watts wird nicht groß gefordert, spielt ihre Rolle aber ebenfalls durchaus solide. Bei den Nebenrollen kann man ebenso kaum meckern. Mit Armin Müller-Stahl tritt auch ein deutscher Schauspieler öfters in Erscheinung.

Der Schwachpunkt des Films ist in der Story zu suchen. Der Film hat bei knapp zwei Stunden Spielzeit die eine oder andere Länge. Zudem sind einige Sachen stark überzeichnet und auch durchaus unrealistisch. (z.B. das Untersuchen der Schussbahnen) Interessant ist wiederum, dass einige Elemente laut Filmverantwortlichen durchaus in der Realität vorkommen, was den Film durchaus brisanter und interessanter macht. Das Ende wiederum ist meiner Meinung nach kein wirkliches Ende, auch wenn es letztendlich konsequent und realistisch ist. Dennoch hat mich die Story trotz vieler positiver Aspekte und Ansätze nicht vollkommen überzeugt. Meiner Ansicht nach wurde hier ein wenig Potenzial vergeudet.

 

Clive Owen als Interpol Agent Salinger

Clive Owen als Interpol Agent Salinger

 

 

Insgesamt handelt es sich aber um einen gelungen Polit-Thriller, welcher stylisch inszeniert wurde und mit einer interessanten Story aufwartet, die allerdings auch teilweise ins Unrealistische abdriftet. Im gesamteindruck würd ich den Film 6,5 / 10 geben.





Poker Review #9

9 02 2009

Eine weitere Woche ist vergangen und es wurde wieder fleißig gepokert. Zum einen mit den üblichen 6 TURBO SnGs auf Full Tilt Poker und dann natürlich ein DonN bzw. 2 normale SnGs auf Titan Poker.

Auf Full Tilt Poker verlief die Woche eher weniger berauschend. Dieses Mal wurde ich zwwar nur sehr selten ausgesuckt aber ich habe immer in Monster gepusht. Zwei mal habe ich mit Kings in Aces gepusht, mit Jacks in Aces, mit Ax in Queens und und und. Es nahm kein Ende und letztendlich steht ein Verlust von -2,1$ zu Buche, welcher aber von einer weiteren Bonuszahlung aufgefangen wurde und der Gewinn somit auf +40,13$ anstieg. 10$ fehlen mir noch, bei bei 15$ Bonusdollar verbleibend, um auf das nächste Limit aufsteigen zu können. Ob sich da eine Verbesserung einstellt ist fraglich. Mein Plan sieht sowieso aus, dass ich nach dem FTP Bonus mich eh auf Mansion Poker fokussiere. Pokerstrategy hat nämlich das Angebot eröffnet dort ebenfalls nochmal mit 50$ Startkapital zu beginnen. Dort würde ich dann auch noch einen weiteren Bonus aufgabeln. Anschließend würde ich mir überlegen vielleicht meine verschiedenen Bankrolls zu verschmelzen und mich dann für einen Anbieter und ein Limit zu entscheiden.

Auf Titan Poker lief es ähnlich wie bei Full Tilt. Ich wurde zwar kaum ausgesuckt, bin aber öfters in Monster reingerannt. Allerdings werde ich immer selbstbewusster, was das pushen angeht. SnG Wizard hilft mir dabei viel. Ich analysiere die Spiele im Nachhinein immer und schaue, wo ich dort noch Leaks habe. Zum Beispiel im Small Blind pushe ich meistens viel zu tight aber das hat sich letzte Zeit schon deutlich bessert, weshalb auch ein Gewinn von +14,5$ herum gekommen ist. Dementsprechend ist meine Bankroll auch wieder auf +214,01€ angewachsen.

Ich bin mit der Woche ziemlich zufrieden. Ich habe viel gelernt und versuche nun das Erlernte auch gewinnbringend einzusetzen. Mal schauen, wie es diese Woche läuft.





Der seltsame Fall des Benjamin Button

4 02 2009

Vor ca. einem halben Jahr habe ich den ersten Trailer zu diesem Film gesehen und war sofort begeistert von der Story als auch von Hauptdarsteller Brad Pitt, welcher eindeutig einer meiner Lieblingsschauspieler ist. Er hat es geschafft trotz seines „Beauty Boy“ Images nicht nur 0815 Hollywood Filme zu drehen, sondern auch Klassiker wie „Fight Club“ oder „Sieben“. Er ist nicht nur auf Geld aus, sondern auch auf Inhalt.

Jedenfalls wurde ich schon früh auf den Film aufmerksam während andere noch skeptisch dem Film gegenüber waren. Aber auch Regisseur David Fincher steht für exzellente Filme wie „The Game“ welcher immernoch einer meiner Lieblingsfilme ist oder halt „Sieben“. Zudem erfuhr man ja noch vor Deutschlandstart, dass der Film für sagenhafte 13 Oscars nominiert wurde und somit ist Benjamin Button einer der Filme wo ich nicht nur aus Langeweile oder dergleichen reingegangen bin sondern wirklich aus richtigem Interesse an den Film.

Die Story spielt teilweise in der Gegenwart wo Caroline ihrer im Sterben liegenden Mutter Daisy (Cate Blanchett) aus dem Tagebuch ihres Liebsten Benjamin Button vorliest. Der Film wandert immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit her. Benjamin Button wird am letzten Tag des 1. Weltkrieges geboren. Er kommt zwar als Säugling auf der Welt aber mit der äußerlichen Erscheinungen eines Greises und auch mit den Krankheiten und Gebrechlichkeiten eines Gleises. Seine Mutter stirbt bei der Geburt und sein Vater kann den Anblick des Säuglinges nicht ertragen und setzt ihn aus. Er wird von einer farbigen Altenpflegerin in ein Altenheim aufgenommen, wo er Bekanntschaft mit der sehr jungen Daisy macht, welche dort ihre Oma besucht. Es entsteht eine interessante Beziehung, denn vom Kopf her sind beide gleich alt, doch vom Aussehen liegen Welten zwischen ihnen. Des Weiteren wird im Film das gesamte Leben von Benjamin Button dargestellt, wie er im Gegensatz zu anderen Menschen immer jünger wird und durch die Welt reist aber immer wieder die Beziehung zu Daisy auffrischt.

 

Brad Pitt als Benjamin Button

Brad Pitt als Benjamin Button

 

 

Der Film ist einfach exzellent gemacht. Das Setting und die Atmosphäre der 20iger und den folgenden Jahrzehnten sind einfach 1A eingefangen. Man fühlt sich wirklich in diese Zeit zurückversetzt mit all ihren Eigenarten. Zudem begeistert Fincher mit brillianten Szenen z.B. eine rückwärts verlaufende Schlacht oder einen Unfall, der in all seine Kausalitäten a la „Was wäre Wenn…“ aufgeschlüsselt wird. Diese kleinen Extras runden einen so schon runden und gelungenen Film ab und machen ihn zu etwas Besonderen.

Neben Fincher sind auch die Hauptdarsteller zu loben. Brad Pitt spielt einfach fantastisch und hat meiner Meinung nach seinen ersten Oscar, der sowieso überfällig war, verdient. Als alter Greis, der immer jünger wird, spielt er absolut glaubhaft und stellt die Probleme und Konflikte sehr gut dar, sodass dem Charakter keine Glaubwürdigkeit abhanden kommt. Ebenfalls stark spielt Tilda Swinton als kurze Affäre von Benjamin Button und Taraji P. Henson als Stefmutter Queenie. Zudem begeistert auch die junge Elle Fanning als kindliche Daisy und zeigt in dem Film, dass sie ihrer Schwester Dakota Fanning in Nichts nachsteht. Cate Blanchett als ältere Daisy gefällt mir wohl aber kommt meiner Meinung nach nicht so wirklich gut rüber. 

Ein großes Lob muss man wohl auch den Maskenbildnern und den Leuten die für die CGI Effekte zuständig waren machen. Wie sie Brad Pitt z.B. veraltert haben bzw. nachher auch deutlich verjüngern ist einfach atemberaubend und man erkennt keine auffälligen Bearbeitungen oder Computereffekte. 

Insgesamt begeistert der Film also durch Story, den Darstellern und dem Setting. Alles greift gut ineinander und wird noch von ein paar Glanzmomenten abgerundet, sodass man den Film nie vergessen wird. Lediglich die Länge ist zwar wohl nötig aber überfordert teilweise, sodass man hier nd da eine gewisse Länge im Film wahrnimmt.

 

Benjamin Button und seine Geliebte Daisy

Benjamin Button und seine Geliebte Daisy

 

 

Auf jeden Fall hat es der Film verdient zahlreiche Oscars mit nach Hause zu nehmen und bekommt von mir 9/10.





Poker Review #8

3 02 2009

Diese Woche verlief auch wieder eher ernüchternd. Ich wurde wieder oft ausgesuckt, habe irrsinnige Calls bekommen usw. Bei Full Tilt Poker hat sich das zum Ende hin relativiert und wurde durch einen weiteren Bonusschritt aufgefangen während ich bei Titan Poker in den letzten Tagen ziemlich leiden musste.

Angefangen bei Full Tilt Poker habe ich diese Woche wieder durchweg 6 TURBO SnGs / Tag gespielt. Dabei ist mir so einiges Wahnwitziges passiert, was eigentlich nur auf diesem Limit passiert. Es ist schwer dieses Limit ohne Boni zu schlagen, da man eigentlich nur ausgesuckt wird und dank des hohen Rakeanteils kaum voran kommt. Aber so langsam wird es was und sobald ich meine 50 Buy Ins komplettiert habe, findet ihr mich auch auf dem 2$ Limit, wobei ich mir hier auch kaum Verbesserung der Gegner verspreche.

In dieser Woche wurde ich ziemlich häufig getrapped. Aber selten mit Monstern wie AA oder KK sondern eher mit Sachen wie AK, AQ oder AJ. Meistens squeeze ich gegen diese Limps mit schwächeren Assen (natürlich bei dementsprechenden Blindleveln) und bin dann halt dominated. Zudem verliere ich außergewöhnlich oft gegen 3 Outer (meistens TT vs. Kx) aber „Shit Happens“. 

Mein schönster Suckout war mit Jacks gegen 53s, wo er einfach direkt ein 2 Pair floppt. Zudem habe ich ein richtig krankes SnG gespielt, nach dem ich auch vollends on Tilt war. Es ging eigentlich hin und her. Ich wurde ausgesuckt, hatte vielleicht noch 2 BB left und kämpf mich wieder ran. Danach werde ich abermals ausgesuckt, kämpfe mich aber nochmals heran. Letztendlich buste ich als Bubbleboy mit QT vs. 55, nachdem ich vorher mit einem FH gegen ein höheres FH verloren habe und mit A9 gegen A4.

Schlussendlich habe ich diese Woche exakt -7,45$ verspielt, wobei ich einen weiteren Bonus freigespielt habe, welcher den Verlust einigermaßen aufgefangen hat. Somit hat sich mein Gesamtgewinn auf 35,24$ relativiert.

Auf Titan Poker habe ich bei meinem Turnierverlauf irgendwie Bockmist gebaut und kann das Ganze nicht mehr komplett in meinen Aufzeichnungen nachvollziehen. Auf jeden Fall ging es am Anfang der Woche deutlich Up und gegen Ende hin nun 8 Buyins down, was leider alles wieder relativiert. Insgesamt habe ich -12,18€ verloren, was meinen Gesamtgewinn wieder auf 202,84€ beschränkt.

Dabei habe ich bei den letzten 8 Turnieren kaum Fehler gemacht außer das ich bei einem DoN mich vielleicht in the money hätte folden können. Meine Gegner haben hingegen auch meist richtig gecallt, bis auf einen irrsinnigen Call. Also kann ich mich eigentlich nicht beschweren, das scheint dann wohl die übliche Varianz zu sein.

Diese Woche habe ich nun den SnG Wizard installiert und habe mir vorgenommen meine Sessions damit grundlegend zu analysieren. Ich habe noch deutliche Leaks im Push-Or-Fold Spiel. Meistens pushe ich zu tight und hier und da (vornehmlich mit schwächeren Assen) auch mal zu lose. Das werde ich nun diese Woche versuchen zu optimieren.





Gesetz der Ehre

2 02 2009

Es ist schon fast zwei Wochen her, dass ich mir den Film mit ein paar Kollegen im Kino angeschaut habe. Hauptgrund dafür sind sicherlich die beiden Hauptdarsteller Edward Norton und Colin Farrell, wobei Edward Norton in seinen Film meistens mit einer herausragenden Performance auf sich aufmerksam machen kann. Zudem gefällt mir das Genre Copthriller und ich habe bereits vorher gehört, dass der Film hart und konsequent sein soll und nicht die typischen Hollywood Klichees und Happy Endings aufgreifen soll.

 

Gesetz der Ehre

Gesetz der Ehre

 

 

Die Story ist dabei recht simpel und gleicht anderen Genrevertretern. Es geht grundsätzlich um die Familie Tierney, welche als reine Copfamilie tituliert werden kann. Oberhaupt ist der ehemalige Polizeichef Francis sr. (Jon Voight), dessen Söhne Francis Jr. (Noah Emmerich) und Ray (Edward Norton) Leiter der Drogenabteilung bzw. Mitglied beim FBI sind. Zudem ist Schwiegersohn Jimmy ebenfalls im Drogendezernat angestellt. Es beginnt damit, dass 4 Cops bei einem Einsatz getötet werden und es offensichtlich wird, dass die Killer vorher einen Tipp bekommen haben, dass die Coops anmarschieren. Das führt Francis Sr. dazu Ray wieder zu reaktivieren. Dieser hat nach einem Fall bei dem nicht alles astrein gelaufen ist und an dem er immernoch mit moralischen Fragen knabbert, quasi selbst an den Bürostuhlgefesselt. Er übernimmt die Aufgabe letztendlich und es wird schnell klar, dass die Spuren in das eigene Polizeirevier und die eigene Familie führen.

 

Die Brüder Francis Jr. (Emmerich) und Ray (Norton)

Die Brüder Francis Jr. (Emmerich) und Ray (Norton)

 

 

Was den Film zum einen sehenswert macht ist die Atmosphäre. Die Bilder sind sehr kalt und grau gehalten, ebenso wie die Nebencharaktere. New York wird eben kalt und hart dargestellt und so verlaufen auch die Ermittlungen. Es wird keine Rücksicht genommen, alle Maßnahmen sind legal solange sie zum Ergebnis führen. Neben der Atmosphäre und der rauen Umgangsart sorgen auch diverse Folterszenen dafür, dass man sich schon mal selber im Kinosessel vor Schmerz wendet. Der Film ist in dieser Hinsicht auch in Schießerein und anderen Kämpfen sehr hart ohne groß hollywoodlike zu übertreiben.

 

Ray (Edward Norton) und sein Schwiegerbruder Jimmy (Colin Farrell)

Ray (Edward Norton) und sein Schwiegerbruder Jimmy (Colin Farrell)

 

 

Die andere Stärke des Films ist die Reihe der Schauspieler. Edward Norton brilliert in seiner Rolle als gebrochener Cop. Man sieht ihm die Bürde an, die er zu tragen hat und wie innerlich zerrissen er ist. Auch Colin Farrell liefert einen guten Job ab und verkörpert seinen Charakter durchaus glaubwürdig. Zudem wird der Rest der Familie sehr gut und detailliert beschrieben. Jeder hat seine eigenen Probleme. Francis Sr. hat ein Alkoholproblem und kehrt Probleme lieber unter den Tisch anstatt sie knallhart anzugehen und Sohn Francis Jr. hat mit einer todkranken Frau ebenfalls zu kämpfen. Viele Nebenschauplätze zur eigentlichen Story frischen diese auf und lassen sie nicht 0815 vorhersehbar werden, da man die Rolle der anderen Charaktere kaum wirklich einschätzen kann.

 

So entsteht ein kurzweiliger, interessanter und harter Cop Thriller, der sich von anderen Filmen in seinem Genre durch gelungene Umsetzung, gute schauspielerische Darbietungen und interessante Charakterausarbeitungen absetzen kann. Allerdings bleibt die Hauptstory zu vorhersehbar und somit büßt der Film einiges ein, auch wenn das durch ein konsequentes Ende nahezu ausgebügelt wird.

Ich würde 8/10 Punkten vergeben.