Poker Review #7

26 01 2009

Diese Woche habe ich mich in meinem Spiel deutlich komfortabler und sicherer gefühlt. Allerdings kam es mir so vor als ob ich nur noch ausgesuckt werde oder in Monster pushe.

Bei FTP habe ich dabei weiterhin brav meine 6 TURBO SnGs pro Tag vollendet. Ich habe gerade nochmal meine Ergebnisse geguckt und war geschockt wie oft ich in dominanter Position verloren habe. Am liebsten würde ich hier wirklich alle Hände aufzählen aber das würde wohl glatt den Rahmen sprengen. Meistens haben meine Kontrahenten lediglich 3 Outs, sind aber wahre Meister darin diese zu treffen. Hier mal eine kleine Ansammlung: AJ vs. A6, A6 vs. A3, TT vs. A4, 99 vs. A2, 66 vs. A2, AK vs. A6, AK vs. A7, 66 vs. A2 und A7 vs. A3

Mit diesen Händen bin ich allesamt gebustet also aus dem Turnier ausgeschieden. Hinzu kamen noch richtig schöne Suckouts mit den Assen: AA vs. J3 (Drilling gefloppt), AA vs. 89s (Flush gerivert) und AA vs. KT (Straight gebastelt)

Dabei bin ich schon seit längerer Zeit jemand der die Aces wirklich protectet und nicht irgendwelche Späßchen mit Minraises oder so macht. Ich spiele sie wie jede andere Hand, protecte sie gegen Flushs oder Straights und wenn sie so obvious sind bin ich auch jemand der sie mal foldet. Die drei Situationen war ich allerdings meistens schon preflop All’in. Dann gab es auch noch Situationen wo ich mit einem Nutflush auf dem River noch gegen ein FH verliere oder in höhere Flushs etc. etc. Ergo kann ich eigentlich zufrieden sein, dass ich nur -3,15$ Verlust gemacht habe. Zudem konnte ich einen weiteren Teil meines Bonus freispielen, weshalb ich insgesamt +36,09$ im Plus liege.

Ich halte mich weiterhin artig an das Bankroll Management und hoffe, dass ich bald den Bonus weiter clearen kann und demnächst auch ein paar Gewinne mache und dann auf die 2$ SnGs aufsteigen kann.

Bei Titan Poker lief es hingegen gut. Die Umstellung hat mir wirklich gut getan. Ich komm eigentlich immer sehr solide in die entscheidenen Phasen und kann mich dann auch meistens durchsetzen. Ab und an bin ich mal in Monster gerannt wie z.B. in höhere Two Pairs oder mit Two Pairs gegen einen Drilling oder mit QQ auf einem wunderschönen Flop in AA usw. Dennoch hat sich das Ganze letztendlich ausgezahlt und ich habe diese Woche +48$ erwirtschaftet was meinen Gewinn auf sagenhafte +215,02$ hat ansteigen lassen.

Insgesamt bin ich also doch zufrieden mit dem Verlauf der Woche. ICM technisch komme ich auch immer weiter voran. In der Theorie muss ich ein wenig nachsitzen und ich überlege mir demnächst mal SnG Wizard bei Bedarf und Zeit zu besorgen. Soviel zu dieser Pokerwoche.





Operation Walküre

22 01 2009

Gestern war mal wieder ein weiterer Kinobesuch fällig. Ich war mit meinen Kollegen in der Vorpremiere zu Walküre. Eigentlich war ich gar nicht so heiß auf den Film, habe mich aber breitschlagen lassen. Daher ging ich auch mit eher niedrigen Erwartungen ins Kino. Was sollte mich auch noch erwarten? Die Story um Staufenberg hat man in der Schule eingetrichtert bekommen indem man deutsche Filme zu dem Thema zu genüge gesehen hat.

Staufenberg war ein deutscher Oberst, welcher aufgrund kritischer Äußerungen zum NS Regime in Afrika stationiert war. Dort verlor er im Kampf ein Auge und ein Teil seiner rechten Hand. Zurück in Deutschland beschließt er sich den Widerstand anzuschließen und Pläne für ein Attentat auf Hitler zu schmieden. Bei einem Treffen mit Hitler würde Staufenberg eine Bombe platzieren und damit den Führer umbringen. Anschließend soll Operation Walküre ausgerufen werden. Staufenberg will den Verdacht für das Attentat auf die SS lenken und mit Hitlers Ersattzherr diese festnehmen und die Macht an sich bzw. seinen Mitgesandten reißen. Leider geht einiges schief und Hitler überlebt den Anschlag aber Staufenberg versucht dennoch die Macht an sich zu reißen.

 

Tom Cruise als Staufenberg

Tom Cruise als Staufenberg

 

 

Da man die Story nahezu schon aus dem FF kennt, kommt eigentlich im ganzen Film kaum Spannung auf. Was am Film dennoch beeindruckt ist die Detailverliebtheit. Die historischen Fakten stimmen nahezu deckungsgleich, die Story wurde für das Kino nicht verändert, alles wird erzählt wie es wirklich war. Der Film wird also nicht hollywooldmäßig übertrieben dargestellt, sondern bleibt ganz nüchtern und bodenhaft. Die Atmosphäre die damals geherrscht hat wird gut übermittelt und auch die Bilder der Wofsschanze oder von Berlin sind beeindruckend.

Ebenfalls positiv aufgefallen ist die Besetzung des Films. Vor allen Dingen die Nebendarsteller sind sehr gut besetzt worden. Göbbels, Göring, Hitler und die Verschwörer kommen alle sehr glaubhaft rüber. Vor allen Dingen die Hintergründe der Mitbeschwörer werden gut aufgezeigt und dargestellt. Tom Cruise als Staufenberg spielt auch eine solide Rolle. Manchmal wird ein wenig  übertrieben und Staufenberg nahezu als Superman dargestellt ohne Fehl und Tadel. In dieser Hinsicht wird ab und an ein wenig übertrieben aber dennoch kommen auch seine Absichten gut rüber.

 

Staufenberg und ein Mitstreiter

Staufenberg und ein Mitstreiter

 

 

Insgesamt überzeugt der Film durch seine Machart und seine Besetzung. Er ist unheimlich detailliert was die historischen Fakten und Personen angeht als auch das Setting der Wolfschanze und Berlin etc. Abstriche muss man lediglich ein wenig bei Tom Cruise machen, der Staufenberg meiner Meinung nach ein wenig überspielt und natürlich der Spannung, die kaum vorhanden ist auch wenn man immer wieder enttäuscht ist, wenn das Attentat nicht klappt.

Zusammengefasst ein solider Film: 7/10





Poker Review #6

19 01 2009

Wieder eine weitere Woche rum und ich war eher semi erfolgreich. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl beim Spielen. Mir kam es so vor als dass ich immer ausgesuckt werde oder gegen Monster renne und dann teilweise auch sehr übel gespielt habe.

Dennoch habe ich bei Full Tilt Poker einen marginalen Gewinn von +2,3$ gemacht indem ich täglich 6 TURBO SnGs gespielt habe. Dabei hatte ich Tage wo ich extremen Gewinn hatte oder extremen Verlust. Selten, dass ich dazwischen lag. Wie bereits geschrieben bin ich häufig in Asse, Kings und Queens gelandet. Zudem gab es weitere Suckouts mit AK vs. A5, AA vs. K6 und 97, AK vs. KQ, KK vs. AQ usw. Diese Aneeinanderreihung von Beats hat auch dazu gefühlt, dass ich das erste Mal teilweise tilt gegangen bin und absolut ohne Nachdenken gespielt habe, was sich dann auch dementsprechend ausgewirkt hat. Ich gehe immernoch viel zu oft im BB mit einem Freeplay Broke z.B. mit J9 auf einem 33J Flop, wo ich ihm dann einfach nicht die Trips gebe usw. Die Krönung der Woche war dann ein gigantisches Heads Up gestern, was ich eigentlich sehr gut gespielt habe. Dennoch gelang es meinem gegner mich zu besiegen in dem er mit Q5 vs. Q9 gewann und meine Kings mit 53 aussuckte. Außerdem sind diese Woche sehr viele Straights am River angekommen. 

Dennoch ist das Ergebnis erfreulich, dass ich keine Verluste gemacht habe und dank einer weiteren Bonifreischaltung meinen Gewinn noch erhöht habe, sodass ich nun bei +33,36$ angekommen bin. Mit weniger Beats und mehr Konzentration sollte diese Woche dann auch im regulären Spiel mehr Gewinn drin sein.

Bei Titan Poker lief es daber gar nicht gut. Ich habe teilweise schlecht gespielt aber auch hier einige nette Suckouts einstecken müssen. Beispielweise verlor ich mit AA gegen 45s oder mit KK gegen JJ. Zudem kann ich selbst nicht mehr aussucken. Diese Fähigkeit scheint mir komplett abhanden gekommen. Ich habe in den entscheidenen Händen satte zwei mal in dieser Woche mit der schlechteren Hand gewonnen. Dabei treffe ich meistens am Flop was, werde aber am River wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Insgesamt bescherte mir mein durchschnittliches Play und das fehlende Glück einen satten Verlust von -29$.

Eine Ursache dafür sehe ich in den DoN Turnieren. Mittlerweile sind diese weitaus weniger fishy geworden. In der Anfangsphase haben sich meistens die Fische direkt zu Beginn rausgekegelt und man konnte dann ganz gut sich in the money folden oder auch pushen. Aber mittlerweile hat man kaum noch eine Edge mMn und dementsprechend werde ich diese Woche auch erstmal wieder nur zwei normale SnGs spielen und gucken wie das läuft. Denn momentan habe ich dort einfach das bessere Gefühl als bei DoNs. Mein Gesamtgewinn beläuft sich bei Titan Poker atm nur noch auf 179,53€.

Ich bin aber optimistisch, dass diese Woche wieder deutlich besser laufen wird. Ich werde mich auch wieder vermehrt mit der Theorie beschäftigen und hoffen daher auch mein Spiel weiter verbessern zu können. Weiteres Feedback gibt es dann wieder nächste Woche.





And The Golden Globe goes to…

17 01 2009

Diese Woche war es wieder soweit. Die 66. Golden Globe Preisverleihung fand statt. Wurden die Gewinner letztes Jahr plump auf einer Pressekonferenz von der Liste abgelesen, gab es dieses Jahr wieder eine feierliche Hollywoodzeremonie. Natürlich ließ sich alles was in Hollywood Rang und Namen hat nicht bitten und erschien. So war die absolute Creme de la Creme vor Ort und man vermisste kein bekanntes Gesicht.

Generell gelten die Golden Globes ja schon als Indikatoren für die möglichen Oscar Gewinner. Wenn dem so ist wird Slumdog Millionaire groß abräumen. Ich selbst habe diesen Film noch nicht gesehen, werde das aber in naher Zukunft mal in Angriff nehmen. Der Film räumte die Preise für Bestes Drama, Bestes Drehbuch, Beste Regie und Beste Filmmusik ab. Darafhin habe ich mir auch direkt den Original Soundtrack besorgt und muss sagen, dass dieser Award absolut zurecht verliehen wurde. 

 

Slumdog Millionaire

Slumdog Millionaire

 

 

Auch erwähnenswert ist das Double für Kate Winslet. Sie gewann nicht nur in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama, sondern auch noch die beste Nebenrolle für ihren Part in „Der Vorleser“. Man mag von ihr halten was man will aber sie ist durchweg sympathisch und „real“ geblieben und nicht so divenhaft wie die anderen Hollywoodstars und nimmt auch durchaus schwierige Rollen an und das wurde zurecht belohnt.

 

Kate Winslet

Kate Winslet

 

 

In der Serienkategorie war „30 Rock“ der Abräumer schlechthin. Ich werde mich in naher Zukunft auch der Serie mal widmen. Ich bin natürlich auch ein wenig enttäuscht, da meine favorisierten Serien wie „House“, „Dexter“ und vor allen Dingen „Entourage“ leer ausgingen. Zudem hätte Neil Patrick Harris mit seiner überragenden Darbietung als Barney Stinson in „How I Met Your Mother“ sicherlich einen Golden Globe verdient. Allerdings kann ich auch nachvollziehen, dass Tina Fey durch den Boom ihrer Saturday Night Live Performance von Sarah Palinn profitiert und momentan einfach das Maß aller Dinge in diesem Sektor ist.

 

Neil Patrick Harris als Barney Stinson ging leer aus

Neil Patrick Harris als Barney Stinson ging leer aus

 

 

Der Höhepunkt der Veranstaltung war für mich aber die Kategorie Bester Nebendarsteller. Nominiert waren u.a. zwei meiner absoluten Favoriten Tom Cruise als Studioboss in „Tropic Thunder“ und sein Schauspielkollege Robert Downey Jr. Beide gingen leer aus, denn der Golden Globe ging an den verstorbenen Heath Ledger und das durchaus zurecht. Seine Darbietung des Jokers ist einfach phänomenal. Der Moment, wo Demi Moore ihn als Sieger ankündigt und dann die Dark Knight Musik eingespielt wird ist ein wahrer Gänsehautmoment.

Ansonsten gefiel mir der Ablauf der Preisverleihung nicht so richtig. Die Nominierten wurden meist einfach vorgelesen und dann direkt der Gewinner im Eiltempo ernannt. Hier hätte ich mich z.B. über kleine Videoeinspieler, die es nur teilweise gab, gefreut. Zudem präsentierten die meisten Preisverleiher ihre Globes sehr langweilig. Lediglich Sacha Baron Cohen und Sandra Bullock brachten mal etwas Abwechslung und Stimmung rein.

Insgesamt hat mir die Preisverleihung aber gefallen. Die Preise gingen größtenteils in Ordnung. Die Preisträger sind auch größtenteils sicherlich Favoriten auf den Oscar. Letztendlich hat man bei den Globes sogar schon fast mehr Prominenz angetroffen als auf den Oscarvelreihungen, so war der Abend sehr unterhaltsam und ich ziehe ein positives Fazit aus meinen ersten Globes, die ich live mitverfolgt habe.





Poker Review #5

12 01 2009

Die erste komplette Woche im neuen Jahr ist rum und somit auch die erste komplette Pokerwoche. Sie verlief sehr, sehr durchwachsen. Der Anfang war richtig stark, das Ende allerdings auch richtig schwach. Im Moment bin ich auch ein wenig unsicher ob ich daran Schuld bin oder letztendlich die Varianz. Ich lasse das jetzt hier noch einmal Revue passieren.

Bei Full Tilt Poker habe ich diese Woche begonnen jeweils 6 Turbo SnG’s pro Tag zu spielen und es klappt eigentlich ganz gut. Ich komm bei den schnelleren Blinderhöhungen eigentlich gut mit und habe an sich ein gutes Gefühl aber dennoch will es nicht so recht laufen. Ich werde diese Sessionart aber auf jeden Fall beibehalten, denn so cleare ich meinen Bonus auf jeden Fall bis Anfang März.

Hier mal die Statistik dieser Woche:

41 SnGs: 5x Platz 1, 7x Platz 2, 8x Platz 3 = 20x in the money, zudem noch 6x gebubbled und viele 5. Plätze.  Das macht insgesamt einen Gewinn von 3,3$ und zusätzlich mit freigespieltem Boni erhöht es den Gesamtgewinn auf 23,57$

Dennoch bin ich mit meinem Spiel nicht so wirklich zufrieden. Vor allen Dingen in der letzten Session war ich ein wenig auf Tilt und habe unnötig Chips und somit auch Geld verdonkt. Es gibt noch viele Leaks in meinem Game und etliches zu verbessern. Meine größte Schwäche ist immernoch, dass ich teilweise noch zu aggressiv mein Freeplay spiele und bessere Hände dort einfach ohne zu Zögern auszahle. Da muss ich noch viel viel disziplinierter werden.

Auch sollte ich mir mehr Zeit nehmen und mir mehr Gedanken bei meinen Entscheidungen machen. Mir ist häufig aufgefallen, dass ich meinen Gegner z.B. auf Aces oder generell eine bessere Hand setze und trotzdem drüberpushe. Außerdem fühl ich mich mit AK und AQ bei nicht gehitteten Flops sehr unwohl. Meine Continuation Bet wird meistens gecallt und wenn ich es direkt All’In Pushe werde ich sehr oft mit kleineren Pockets gecallt und verliere meistens einen großen Teil meines Stacks bzw. Alles. Ich weiß nich ob sich das Risiko in der frühen bzw. mittleren Phase schon lohnt.

Daran werde ich arbeiten. Darüberhinaus habe ich die 2,5fache Bet in den höheren Blindleveln in der letzten Zeit oftmals nicht mehr eingestreut obwohl ich damit recht gut gefahren bin. Ich werde darauf diese Woche noch vermehrt achten, mich mehr konzentrieren und versuchen meine Pushing Ranges zu überarbeiten, denn oftmals pushe ich mal zu tight und mal zu loose. Mir fehlt da noch das richtige Gefühl.

Mit meinem Play auf Titan Poker bin ich komplett unzufrieden. Ich habe es im vorherigen Blogeintrag geschrieben, dass ich nach dem Upswing wieder in mein altes Muster zurückffallen könnte und genau das ist auch geschehen. Ich habe teilweise einfach abgelenkt gespielt und absolut nicht mein A-Game gezeigt. Dazu kam noch ein wenig Pech und schon hat man den Salat. Bei den DoNs lief es diese Woche überhaupt nicht. Mal habe ich falsch gepusht, mal wurde ich ausgeluckt und oftmals verlor ich 50:50 Gelegenheiten. Bei den Tallinns ging ich oft nicht konzentriert genug zu Werke und habe sie mehr nebenbei gespielt und dafür letztendlich auch die Rechnung bezahlt.

Hier gilt es diese Woche ebenfalls konzentrierter zu spielen und sich mehr Zeit bei den Entscheidungen zu nehmen und weniger intuitiv zu handeln. Zum Beispiel pushe ich oft in Bigstacks, die von den Odds einfach nur callen müssen und und und. Letztendlich habe ich bei Titan diese Woche 7 DoNs gespielt und bin lediglich bei einem in the money gekommen. Bei den 7 SnGs kam ich immerhin dreimal ins Geld, belegte dort aber auch nur zwei mal den 2. und einmal den 3. Platz. Dies führt insgesamt zu einem Verlust von 27$, was den Gesamtgewinn auf 201,45€ relativiert.

Darüber hinaus habe ich mir nächste Woche vorgenommen mich vermehrt mit dem ICM Thema zu beschäftigen und dort ein wenig mit herumzuspielen und intensiver die Pokerstragtegy Artikel durchzuarbeiten. Also hoffe ich mal auf eine erfolgreiche Woche.





Transporter 3

11 01 2009

Das Jahr ist noch jung und der erste Kinobesuch liegt bereits hinter mir. Aufgrund von Langeweile und Zeitüberschuss entschloss ich mich mit meinen Kollegen in Transporter 3 zu gehen. Die ersten beiden Teile habe ich ebenfalls im Kino gesehen und so weiß ich bestens was mich erwartet: Ein absoluter Action No-Brainer.

Die Story ist also eher nebensächlich und somit auch schnell und simpel erzählt. Frank hat sich mittlerweile von seinem Transporterjob (er transportiert brisante Inhalte mit seinem Auto für kriminelle Menschen) zurückgezogen und genießt seinen Ruhestand bis ein alter Kollege direkt in sein Haus fährt. So wird Frank teil einer Erpressung. Der ukrainische Präsident soll einen Vertrag unterzeichnen, welchem einer Entsorgungsfirma das Recht zugesteht umweltbelastendes Material in die Ukraine zur transportieren. Frank muss dessen Tochter nun für den Boss der Firma in die Ukraine transportieren. Damit Frank seinen Job auch ernst nimmt, ist ihm ein Armband angelegt worden, welches explodiert, sofern sich Frank weiter als 20m vom Auto entfernen sollte.

 

Transporter 3

Transporter 3

 

 

Die Story ist also recht einfach und in der Transporter Reihe eigentlich auch nur im Hintergrund. Transporter steht mehr für eine ausgefeilte Kampfchoreographie, Actionszenen und Verfolgungsjagden en Masse. Transporter 3 erfüllt in dieser Hinsicht alle Wünsche. Die Kampfszenen sind sehr unterhaltend, die Verfolgungsjagden und Actionszenen kommen auf der Leinwand gut rüber und sind mit einem guten Stück Selbstironie versehen, sodass man gar nicht auf den Gedanken kommt den Film ernst zu nehmen.

Irgendwann fallen einem diverse Logikfehler dann doch auf, sodass die Erpressung eigentlich gar keinen Sinn macht, da der ukraine Präsident den Vertrag rückwirkend aufgrund von Erpressung für nichtig erklären könnte z.B.

Bei den Schauspielern ist natürlich wieder Jason Statham hervorzuheben. Er ist einfach Frank, der Transporter, die Rolle ist ihm auf dem Leib geschrieben und man wird ihn immer damit in Verbindung bringen. Bemerkenswert ist sein durchtrainierter Körper und auch die sanfte Seite, die bei Transporter 3 erstmals zum Vorschein kommt.

 

Jason Statham

Jason Statham

 

 

So bricht er z.B. einige seiner selbst auferstellten Regeln und beginnt eine Affäre mit der Tochter des ukrainischen Präsidenten. Diese ist auch der absolute Schwachpunkt des Films. Der Film mutiert teilweise zu einer Art Liebesschnulze und wird stellenweise langweilig. Ansonsten weist der Cast mit Prison Break T-Bag Darsteller Robert Knepper einen typischen Bösewichten auf, der seiner Rolle kaum Profil oder Inhalt gibt und daher eher stumpf bleibt. Überzeugend ist hingegen die „Geisel“ Natalya Rudakova. Sie sieht nicht nur atypisch zu den 0815 Hollywoood Frauen aus sondern ist noch nicht mal gelernte Schauspielerin. Sie wurde vom Regisseur quasi auf der Straße entdeckt. Teilweise merkt man ihr das Ganze auch an, dennoch spielt sie sehr überzeugend.

 

Robert Knepper

Robert Knepper

 

 

Insgesamt ist Transporter 3 ein stimmiger Film, der eigentlich alles beinhaltet, was man sich von einem Transporter Film verspricht. Jason Statham macht seinen Job wieder sehr gekonnt und prügelt, schießt und zerstört einfach alles. Lediglich die Liebensszenen passen für mich nicht wirklich in diese Reihe rein und ziehen den Film ein wenig Runter. Weitere Abzüge gibt es natürlich auch für die dünne und teilweise auch dumme Story. Letztendlich gibt es hier 6/10 Punkte für den Film.





Poker Review #4

4 01 2009

Die Woche 1 nach dem deutlichen Upswing und mein Spiel hat sich wieder stabilisiert. generell würde ich diese Woche als eine Woche voller kleiner Höhen und Tiefen beschreiben.

Bei Full Tilt Poker habe ich wie üblich meine drei SnGs pro Tag gespielt und es lief eher bescheiden. Was mir an meinen Spiel aufgefallen ist, ist das ich Karten wie AK, AQ preflop auch in der early Phase noch viel aggressiver spielen muss. Auf diesem Limit callen die Jungs einfach nahezu alles und da manmit AK und AQ sowieso nur selten im Flop was gescheites trifft, bietet sich hier eventuell ein früher All’in Push an. Ich habe schon Fälle gesehen wo die Fische dann auch noch mit schlechteren Assen ein All’in callen. Viel Chips bringt es mir wahrscheinlich nicht aber ich fühle mich sicherer und habe keine großen Postflopschwieirigkeiten wo die Leute eigentlich alles haben können.

Darüber hinaus sollte ich vielleicht ein wenig tighter squeezen. Mir ist in den letzten SnGs aufgefallen, dass ich jeweils von Limpern gecallt werde, wenn ich All’In pushe und meistens dominiert bin. Zumindest zur späteren Phase der SnGs wo die Leute anscheinend tighter limpen. Darauf sollte ich in Zukunft vermehrt aufpassen.

Ansonsten war diese Woche mal wieder mit mehr Suckouts und aufgewachten Monstern versehen. So habe ich z.B. JJ in QQ und AK gepusht oder auch mehrmals in Asse und Kings generell. Dann treffe ich auf höhere Two Pairs, höhere FHs oder auch gerne mit gefloppten Flush auf ein FH und und und. Die Krönung war ein 3-Way All’In bei dem ich mit Assen gegen 66 und A3 verlor, weil 66 sich eine Straight gebastelt hat. Insgesamt habe ich einen minimalen Verlust von 0,19 Cent hingelegt und meinen Gesamtgewinn somit auf 13,73 relativiert habe.

Auf Titan Poker lief es ebenso wenig berauschend. Allerdings fand ich dort mein Spiel ein wenig besserer. Dies mag allerdings sehr subjektiv sein, da ich einfach weniger in minimal bessere Hände gepusht habe. Zumindest waren alle meine Pushes mit denen ich ausgeschieden bin richtig und entweder ich traf auf ein Monster oder wurde ausgesuckt. So hat sich meine DoN Winrate erheblich verschlechtert weil ich z.B. AQ vs. QQ oder AK vs. QQ  gepusht habe. Gemischt mit ein paar netten Suckouts wie AQ vs. KQ oder QQ vs KQ oder schlechten Calls wie AJo vs. 85s entstand eine Verlustwoche. Insgesamt habe ich 11,50$ verloren was meinen Gesamtgewinn auf 221,35€ reduziert.

Der Fahrplan für die nächste Woche ist intensiv. Zum einen möchte ich deutlich mehr Theorie pushen und mir das ICM (Independent Chip Model) vermehrt zu Gemüte führen um den Background für Push or Fold Entscheidungen zu erlangen. Außerdem möchte ich mir die ersten Silbervideos anschauen nachdem ich die Bronzesektion gänzlich durchgearbeitet habe.

Auf Titan Poker werde ich mein Programm wie gewohnt durchziehen während ich gedenke auf Full Tilt Poker eine bereits angekündigte Veränderung vorzunehmen. So werde ich von gewöhnlichen SnGs umsteigen auf Turbo SnGs und anbei meine tägliche SnG Ration verdoppeln. Ich fühle mich mittlerweile fit genug und muss mich außerdem sputen um meinen verbleibenden Bonus bis zum 31. März auf FTP zu clearen. Des Weiteren versuche ich mich bei der Iron Man Challenge ein wenig zu beteiligen auch wenn ich momentan noch nicht so den Plan habe wie das ganz genau läuft.

Auf jeden Fall habe ich große Ziele für diese Woche und dieses Jahr und hoffe sie erreichen zu können. Mehr erfahrt ihr dann Ende nächster Woche.





2009… Der endgültige Durchbruch?

3 01 2009

Nun ist es also soweit, das Jahr 2008 ist zu Ende gegangen und ein neues Jahr hat begonnen. Eigentlich wollte ich hier nohc einen dicken Rückblick auf das vergangene Jahr schreiben, aber was ist denn überhaupt passiert?

Ich habe zwar eine Menge Erfahrungen gemacht, war auch gut unterwegs aber bin immernoch nicht so ganz mit mir selbst im Reinen. Ich genieß zu wenig, bin immernoch viel zu faul und könnte soviel mehr aus mir machen. Also Zeit 2009 die Initiative in die Hand zu nehmen und durchzustarten.

Daher ist mein Plan so offensiv wie möglich die Dinge nun anzugehen. Ich weiß, dass ich mich nicht von jetzt auf heute ändern kann aber ich werde versuchen langfristig an mir zu arbeiten. So ein Jahr wie das Vergangene, so „ereignislos“, was den Alltag anbelangt, möchte ich nicht nocheinmal erleben. Es ist Zeit was zu verändern.

Im April fängt endlich mein Studium an und von dort an wird sich mein Leben wahrscheinlich sehr einschneidend verändern. Ob und wie ich das alles gebacken bekomme, weiß ich noch nicht. Das wird sich zeigen. Auf jeden Fall möchte ich die nächsten Monate dazu nutzen mich optimal auf die Zeit vorzubereiten.

Diese Art von Planung lag mir bisher immer fern. Ich bin der Typ, der immer solange wartet bis etwas unvermeidlich ist. Nun ist es Zeit das zu ändern. Allerdings bin ich ebenso ein Typ der gerne solche Reden schwingt, der gerne solche Blogeinträge schreibt und dann nichts von dem einhält.

Dies hier wird denke ich der letzte große „Vorsatz“ meines Lebens werden. Wenn ich es dieses Jahr nicht gebacken bekomme, werd ich es schwer haben. Also let’s get it started!