Body of Lies

30 12 2008

Body of Lies mag dem einen oder anderen vielleicht kein Begriff sein. Spricht man von „Der Mann der niemals lebte“ wird der eine oder andere wissen worum es geht. Es ist ein relativ aktueller Film, welchen ich mir am zweiten Weihnachtstag mit meinen Kollegen aus Langeweile heraus im Kino angeguckt habe. Ich habe hier den originalen englischen Titel genommen, weil dieser einfach perfekt zur Story und zum Charakter passt. Der deutsche Titel macht einfach kaum Sinn und reißt den Titel irgendwie völlig aus dem Zusammenhang.

Die Story ist aaktueller denn je und natürlich wieder eine Terrorismusstory. So ausgelutscht das Thema eigentlich schon ist, verblüfft dieser Film durch seine Machart und liefert einen frischen Einblick in die Terrorismuswelt. Leonardo DiCaprio spielt dabei den CIA Undercover Agenten Roger Ferris, welcher im Nahen Osten versucht den Terroisten Al-Saleem in die Fittiche zu bekommen, der sich zu eine willkürliche weltweite Anschlagswelle bekannt hat. Er steht dabei ständig im Kontakt mit seinem Kontaktmann in Langley Ed Hoffmann (Russel Crowe), welcher Ferris meistens über Satelitenbilder überwacht und über ein Headset navigiert während er z.B. seine Kinder ins Bett bringt etc.

Der Film hat seine Daseinsberechtigung, weil er zum einen gut inszeniert ist. Die Locations im Nahen Osten wirken sehr authentisch und auch die Satelitenbilder sind gut platziert und liefern immer wieder einen Überblick über die Lage. Zudem ist dieser Film einer der Wenigen, welche die USA nicht als dominierende Macht darstellt, welche alles richtig macht und zum Schluss auch immer gewinnt, sondern dieser Film beleuchtet die realisitische, aktuelle Lage.

So wird zum Beispiel darauf hingewiesen, dass all die modernen Abhörmethoden der Amerikaner von den Terroristen dadurch gekontert werden, dass sie Botschaften nur von Angesicht zu Angesicht verbreiten und sie so den Amerikanern immer ein Stückchen Voraus bleiben. Auch die Politik des amerikanischen Geheimdienster was die Zusammenarbeit mit anderen Geheimdiensten angeht wird im Film deutlich hinterfragt. So arbeitet Ferris u.a. mit dem jordanischen Geheimdienst zusammen. Diese Kooperation ist sehr einseitig, sodass die Jordanier den Amerikanern ihre Männer und Informationen zur Verfügung stellen müssen aber keinen Gegenwert erhalten.

Letztendlich wird aber aufgezeigt, dass die alten „Old School“ Methoden immernoch Vorteile haben und man Gleiches mit Gleichem vergelten muss. Gehen die Terroristen unkonventionelle Wege, so sollten das die Geheimdienste auch tun und dies wird zumindest in diesem Film letztendlich auch belohnt.

Neben der Aufmachung des Films sind auch die Schauspieler ein weiterer Pluspunkt. DiCaprio, welcher lange Zeit nur über seine Titanic Rolle identifiziert wurde, grenzt sich immer weiter von dieser ab und zeigt, dass er auch andere Sachen spielen kann. Man nimmt ihn den Agenten durch und durch ab, hervorragend gespielt. Russel Crowe, welcher sich extra für diesen Film eine Pocke angefressen hat überzeugt ebenfalls wie gewohnt, wobei ihm sein Charakter kein großartigen Platz zum Entfalten gibt. Dennoch füllt er diese Rolle durchweg aus, genau wie alle anderen Nebenschauspieler gut besetzt sind.

Kritikpunkt des Films ist die etwas langatmige Story, welche durch eine Liebesbeziehung künstlich in die Länge gezogen wird. Für soviel Länge ist für einen Quasi Action Film dann auch ein bißchen zu wenig Action enthalten, sodass hier und da Langeweile aufkommt.

Dennoch kann der Film im Großen und ganzen einfach begeistern. Die Schauspieler liefern durchweg gute Leistungen und die Story bietet endlich mal auch andere Aspekte in der Terroristenbekämpfung. Wäre diese Film ein Stück kurzweiliger und hätte man gewisse Extras wie die unnötige Liebensgeschichte voller Klischees weggelassen wäre ein sehr guter, knackiger Actionfilm herausgekommen, so wirkt er teilweise etwas zu überfüllt.

Auf einer Skala bis 10 bekommt er dennoch 7 Punkte.





Poker Review #3

29 12 2008

Ich weiß noch wie ich hier angefangen habe meine Pokerreviews zu schreiben und mir immer wieder Mut gemacht habe, dass es irgendwann bergauf geht. Nunja diese Woche war durchaus erfolgreich und so schnell es bergab ging, so schnell ging es auch wieder bergauf. Aber von vorne.

Zunächst einmal habe ich meine üblichen 3 Full Tilt Poker SnGs pro Tag durchgezogen und dabei durch den Feiertagsbonus wieder 5$ von meinem Bonus clearen können. Ansonsten lief es eigentlich recht solide. Direkt am ersten Tag konnte ich 2 SnGs direkt gewinnen und dann lief es so lala nach alt bekanntem Muster.

Ich versage ein Turnier vollkommen und komm bei den anderen dann in the money bzw. zur entscheidenen Phase. Ein paar nette Suckouts waren auch schon dabei u.a. hab ich wieder einmal die Aces verloren aber passiert halt. Was mir zudem aufgefallen ist, dass ich häufig getrappt wurde, da sollte ich doch nich verstärkt drauf aufpassen. Zudem muss ich mich zu Beginn noch vermehrt zurückhalten. Wenn ich ein Freeplay bekomme und ein TT4 Flop liegt und ich 49o halte, rassel ich z.B. noch zu sehr rein. Hier sollte ich vielleicht zurückhaltender agieren. Denn so bin ich oft früh im Turnier gebustet.

Sonst wurden meine Pushes halt gecallt, mal mit besseren, mal mit schlechteren Händen, nichts wirklich auffälliges, die Pushes waren in der Regel in Ordnung bis auf ein, zwei Ausnahmen wo ich mir aber im Klaren bin, dass ich so nicht noch einmal pushen werden. 

Insgesamt habe ich diese Woche nur von den SnGs her +3,75$ erwirtschaftet, zudem kam der Bonus, sodass ich insgesamt nun bei +13,92$ stehe.

Bei Titan Poker lief es noch besser. Ich habe von 14 gespielten Turnieren lediglich drei Mal kein Geld erhalten. Dabei habe ich einmal fragwürdig gepusht, einmal richtig aber in die höhere Hand gepusht und beim letzten bin ich ausgesuckt worden. Ansonsten habe ich bei allen DoNs solide verdoppelt. Ich fühl mich bei den Turnieren immer wohler und solange ich nicht ausgesuckt werde, komme ich immer sicher itm. Ich nutz die richtige Spielweise und werde diese DoNs auch weiter in meinem Programm behalten.

Bei den normalen SnGs habe ich gerade einen Lauf. Ich werde kaum ausgesuckt, dafür darf ich das eine oder andere Mal aussucken. Ich habe drei Turniere hintereinander gewonnen. Mir ist aber klar, dass einiges auch mit Glück verbunden war und ich weiterhin meine Spielweise kritisch hinterfragen muss. Dennoch hoffe ich, dass dieser Upswing natürlich lange, langge anhalten mag.

Insgesamt habe ich diese Woche auf Titan Poker nämlich 97,50$ gewonnen und bin somit bei meiner alten Bankroll vor dem Downswing angekommen. Diese werde ich jetzt auch als Maßstab für weitere Vergleiche heranziehen.

Nebenbei habe ich beim Silberturnier von Pokerstrategy einen beachtlichen 72. Platz belegt und damit noch 12,50$ gewonnen. Wäre ich zum Schluss am River nicht ausgesuckt worden, hätten es noch bedeutend mehr werden können. Dabei sah es anfangs nicht rosig aus aber ich konnte mit Kings  in einem 4-Way Allin AK, AJ und Queens schlagen und kam so in diese komfortable Position.

Für die nächste Woche habe ich mir nicht viel Neues vorgenommen. Die Turbos bei FTP lege ich nochmal eine Woche nach hinten, ich will dort erstmal noch solide weiterspielen. Bei Titan Poker muss ich aufpassen, dass ich durch den Upswing mich psychologisch nicht selbst in die Kacke haue. Wenn ich nun wieder denke „Alles beim alten“ und die Sache zu locker angehe, geht es ganz schnell bergab. Deswegen versuche ich die Konzentration aufrecht zu halten und weiter Cash zu machen.





Weihnachten ist vorbeigerast

29 12 2008

Zack ist Weihnachten auch schon wieder vorbei. Meistens wird so ein großes Tralala darum gemacht und dann vergehen die drei Tage wie im Flug. Wie bereits vorher erwähnt war ich Vorweihnachten eigentlich gar nicht in Weihnachtsstimmung und das sollte sich zu Weihnachten auch nicht wirklich ändern.

Heilig Abend begann wie jeder andere Tag auch. Zum Abend hin steig dann doch ein wenig die Vorfreude aber mehr auf das Wiedersehen mit der Familie als auf Weihnachten an sich. So ist mir z.B. aufgefallen, dass mir der Besuch der Kirche fehlt. Eigentlich bin ich nicht so der Kirchentyp, was bedeutet, dass ich nur hingehe wenn ich muss. Von mir selbst aus gehe ich eigentlich nie in die Kirche. Und als Kind habe ich es auch mehr oder weniger gehasst Weihnachten in die Kirche zu gehen. Aber dieses Weihnachten ist mir aufgefallen, dass der Kirchenbesuch doch ein richtiger Weihnachtsstimmungsindikator ist.

Nunja ansonsten verlief Heilig Abend eigentlich sehr gemütlich. Die Bescherung fiel recht üppig aus, ebenso das leckere Essen. Ich habe mir vorgenommen Weihnachten wieder richtig reinzuklotzen um dann im neuen Jahr aber auch wieder richtig runterzuklotzen. Nach dem Essen tat ich dann auch schon mein Bestes die gewonnen Pfunde wieder abzutrainieren mmithilfe einer Nintendo Wii.

Ich bin eigentlich nicht so der Spielekonsolentyp. Wir hatten mal einen Super Nintendo und irgendwann habe ich mir auch mal eine Playstation 2 gegönnt, weil mein damaliger PC einfach nicht mehr mitkam und ich mir keinen Neuen kaufen wollte aber wirklich viele Spiele für die PS2 habe ich mir nicht gekauft.

So wär ich auch nie auf die Idee gekommen mir z.B. eine XBox 360 oder Playstation 3 zu holen. Ausschlaggebend für die Wii war einfach der Fun Faktor.  Man bewegt sich beim Spielen und sitzt nicht nur statisch da. Außerdem macht es mit Freunden und Familie einfach richtig viel Spaß. In geselliger Runde ist die Wii einfach das Nonplusultra. Und so haben wir Heilig Abend mit der Familie anschließend auch nur noch Wii gezockt.

Der erste Weihnachtstag verlief hingegen eher langweilig. Wir blieben zu Hause, da keine Familienbesuche anstanden, da auch ein Großteil verreist waren und so plätscherte der Tag eigentlich nur vor sich hin. Der zweite Feiertag hingegen wurde zum Besuch bei den Großeltern genutzt. So gab es auch hier wieder eine üppige Bescherung und ein üppiges Mahl. Dabei war die ganze Sache lustiger als angenommen und nicht so trist und öde wie man es annehmen mag.

Letztendlich gehe ich also mit einem positiven Gefühl aus Weihnachten hervor. Zwar ist die richtige Weihnachtsstimmung nicht so aufgekommen aber dennoch war es schön die Familie wieder zu sehen. Abgerundet wurde das Ganze natürlich auch durch die richtigen Geschenke, denn mit der Wii werde ich bestimmt noch viel Freude haben. 

Ich hoffe ihr habt ebenso ein angenehmes Weihnachtsfest verlebt und nun geht es mit großen Schritten auf das Neujahr zu.





Vergeudete Talente

23 12 2008

Der Jahreswechsel bietet natürlich wieder die optimale Zeit zur Rekapitulation. Ich denke dabei momentan eher weniger an das vergangene Jahr, sondern mehr an das vergangene Jahrzehnt, da das vergangene Jahr einfach kaum was los war bei mir.

So überlege ich jetzt schon oft, was wäre wenn ich dies und das anders gemacht hätte. Ich denk jetzt schon nach, dass ich früher in der Schule mehr Gas hätte geben können und solche Sachen. Auch denke ich viel über Verfehlungen in der Zeit nach. Ich hoffe mit diesem Post vielleicht einen Abschluss finden zu können, denn letztendlich soll man sich nicht lange mit der Vergangenheit aufhalten, sondern in die Zukunft gucken und aus den Fehlern lernen.

Einen Fehler, den ich sehr bereut habe ist, dass ich z.B. aus dem Fußball ausgetreten bin aus damals pubertären Gründen. Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt bin ich ziemlich fußballbegeistert seit Kind an. Mein Onkel ist früher oft mit mir spazieren gegangen und hat mir Geschichten über Schalke erzählt. So fing ich früh an mit dem Fußball spielen. Ich hielt mich immer für einen ganz guten Fußballer. „Leider“ bin ich mit einem sehr zurückhaltenden Charakter gesegnet, sodass ich mich damals oft zurückgehalten habe und nicht sonderlich auf mich aufmerksam gemacht habe.

So habe ich meist in den 2. Mannschaften gespielt. Dort habe ich zwar sehr gut gespielt und wurde z.B. regelmäßig Torschützenkönig usw. aber sobald es eine Stufe höher ging, bekam ich irgendwie Probleme mit der Integration in die „ältere“ Mannschaft. Bei dem Wechsel von der C in die B Jugend habe ich dann aus einer pubertären Laune heraus und unter Vortäuschen verschiedener Gründe den aktiven Fußballbetrieb eingestellt und bereue das auch jetzt noch.

Ich glaube zwar nicht, dass ich es für höhere Zwecke geschafft habe aber ich hatte noch deutlich Steigerungspotenzial und merke das auch heute noch. So spiele ich meist aus Instinkt heraus und mache teilweise „unglaubliche“ Sachen ohne groß darüber nachzudenken und oft gelingen sie auch. Das ist für mich Talent. Dinge zu machen und zu schaffen ohne groß darüber nachzudenken. Andere Spieler z.B. stehen vor einem Gegenspieler und überlegen wie sie vorbeikommen, ich mache es einfach und oft gelingt es. Zudem habe ich diesen gewissen Torriecher. Ich weiß nicht wie ich das mache aber oftmals stehe ich da, wo der Ball hinkommt und schieß die Tore. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit auch mal mit Spielern gespielt, welche regelmäßig in Vereinen gespielt haben und habe auch dort oftmals am meisten Tore geschossen etc. Ich will mich jetzt hier auch nicht selbst beweihräuchern aber ich denke, dass ich hier ein gewisses Takent vergeudet habe. Allerdings habe ich mir auch vorgenommen während meiner Studienzeit wieder häufiger kicken zu gehen, vielleicht auch im Verein.

Ein weiteres Talent, was ich vergeude ist meine Lernbereitschaft und Leernfähigkeit. Ich kann ziemlich gut lernen. Allerdings habe ich diese Eigenschaft meist runtergefahren und runtergespielt und so in der Schule nicht genügend auf mich aufmerksam gemacht. Ich glaub ich hätte meinen Abischnitt durchaus um eine glatte Note senken können, wäre ich nicht zu bequem und faul gewesen, was wohl in meinem Charakter verankert ist.

Seit ich aus der Schule raus bin habe ich nicht mehr viel gelernt. Wozu auch? Aber wenn man so im Nachhinein darüber nachdenkt, hätte man die Zeit durchaus mit was Sinnvollerem verbringen können. Möglichkeiten hat man durch das Internet mehr als genug aber ich habe sie ungenutzt gelassen.

Diese beiden Talente habe ich im Nachhinein sprichweg vergeudet. Ich hätte viel mehr daraus machen können. Allerdings bin ich mir sehr wohl bewusst, dass ich noch jung bin und mit diesen Talenten noch viel machen kann. Ich werde nun versuchen häufiger in die Zukunft als in die Vergangenheit zu schauen. Sich mit 21 schon Gedanken zu machen, was man früher hätte besser machen können ist fast schon absurd. Damit kann ich in 60 Jahren anfangen. Letztlich hoffe ich, dass ich das Manko Faulheit einfach mal über Bord schmeißen kann und meine Talente dann auch gezielt einsetzen kann und viel mit ihnen erreiche. Angemerkt sei noch, dass dies zwei beispielhaffte Talente sind und ich bestimmt nicht mehr drandenke Fußballprofi oder dergleichen zu werden. Auch will ich mich hier nicht selbst beweihräuchern, so sind einfach meine Gedanken.

Zum Abschluss möchte ich nochmals auf meine Wochenziele hinweisen. Fahrschule und Nebenjob habe ich mich natürlich nicht großartig drum gekümmert. Ich hoffe, dass der Jahreswechsel und die „guten Vorsätze“ mich zum neuen Jahr dazu motivieren. Ich bin da eigentlich ganz zuversichtlich. Schalke hat es im UEFA Cup leider auch nicht geschafft. Das System ist einfach suboptimal, Man City und Twente sind teilweise mit der 3. Mannschaft angetreten und waren auch dementsprechend motivert. Das ist für Schalke sehr ärgerlich aber nun hat man die Möglichkeit sich auf die Meisterschaft zu konzentrieren und die Saison noch zu retten. Beim Pokern lief es eher durchwachsen und ich habe glaube ich insgesamt minimale Verluste eingefahren, dafür habe ich meine Strategievorsätze durchaus erfüllt.

Für diese Woche nehme ich mir eigentlich nur vor ein schönes Weihnachtsfest zu feiern. Die Dinge etwas ruhiger (wenn das überhaupt möglich ist) angehen zu lassen und das Fest einfach zu genießen. In diesem Sinne wünsche ich jedem Leser (falls es sie gibt) ebenfalls ein fröhliches Weihnachtsfest.





Poker Weekly Review #2

22 12 2008

Eine weitere Woche des Pokerns ist vergangen. Ich habe mein Programm straff durchgezogen und habe täglich 3 SnGs auf Full Tilt und ein DoN sowie ein SnG auf Titan Poker gespielt. Zudem habe ich auch angefangen weitere Pokerstrategy Artikel sowie Videos mir anzuschauen und fühle mich dadurch in meinem Spiel deutlich besser, besonders was Push oder Fold Situationen angeht.

Bei Full Tilt Poker hatte ich dabei eigentlich ein richtig gutes Gefühl. Ich bin auf dem niedrigen Limit angekommen und habe deren Spielweise gut adaptiert. So lief es eigentlich an den meisten Tagen auch super und ich landete jeweils immer im Plus. Aber es gan dann wiederum 2 richtig schwarte Tage, wo ich in keinem SnG ins Geld gekommen bin.  Aber grundsätzlich gelange ich immer in die entscheidende Phase, es sei denn ich bekomm ein Freeplay im BB und treffe den Flop ganz gut. Zum Beispiel habe ich einmal T8o im BB bekommen und traf auf einem 99T Board das Top Pair. Dort habe ich z.B. dumm runtergecallt und traf auf K9. Sowas muss ich einfach auslassen und disziplinierter spielen. Die Suckouts hielten sich eigentlich die Waage. Die meiste Zeit bin ich in stärkere Hände gelaufen bzw. habe 50:50 Situationen oder annähernd knappe Situationen häufig verloren, besonders als ich im Geld war.

Ein SnG lief aber von Grund auf schlecht und war die Krönung. Ich bekam die Aces und nach einiger Action preflop habe ich diese dann auch direkt All’ in gepusht. Mich callt jemand mit KT und gewinnt mit Straight. Eine weitere Hand später pushe ich mit JT und werde gecallt. Nach dem ich meinen Jack im Flop als Top Pair getroffen habe, setze ich meinen Gegner All’in und er callt und zeigt KQs. Der Turn beschert mir den Drilling, ihn aber dann auch einen Flushdraw den er am River verwerten kann. Platz 8 für mich war das Resultat.

Insgesamt habe ich allerdings +4,35$ Plus gemacht. Das Rake ist bei den niedrigen Buyins mit 25.% eigentlich eine Schande aber da muss ich wohl durch. Ich überlege auch nach Weihnachten bzw. im neuen Jahr mal eine Woche die Turbo SnGs zu spielen und somit meine SnG Anzahl wöchentlich zu verdoppeln. Ich fühle mich zunehmend wohler in den Push or Fold Situationen und denke, dass ich da einen Vorteil ausspielen kann. Mir ist bewusst, dass die schneller ansteigenden Blinds das Ganze auch durchaus varianzreicher machen aber ich sehe mich den Spielern auf diesem Limit ganz einfach in den wichtigen Situationen überlegen und werde es daher mal eine Woche auf Probe testen. Mein Zeil bei FTP ins Plus zu kommen habe ich nun aber erreicht. Insgesamt befinde ich mich dort mit 2,74$ im Plus. Das gilt es nun auszubauen.

Bei Titan Poker läuft es irgendwie nicht so richtig. Die DoN’s spiele ich momentan solide. Mitte der Woche  hatte ich mal eine schlechte Phase und wurde oft ausgesuckt z.B. mit AK vs. AQ aber zum Schluss bin ich eigentlich in jedem DoN ins Geld gekommen.

Die SnGs liefen dabei irgendwie überhaupt nicht. Auch wenn ich eigentlich ein gutes Gefühl habe, kam ich nur bei zwei oder SnGs in the money und bekleidete dort auch nur einmal den 2. Platz. Ein paar mal habe ich in bessere Hände gepusht und ein paar mal wurde ich auch stark ausgesuckt. So habe ich mit Aces an der Bubble gegen TT verloren oder auch mit AT vs T2o. Grundsätzlich habe ich meiner Meinung nach nicht viel falsch gespielt. Lediglich einmal mit QT vielleicht zu lose gepusht aber ansonsten waren die Pushes schon recht in Ordnung und ich hoffe daher, dass es nächste Woche auch bei den SnGs wieder besser läuft. Vielleicht steigere ich mich bei Titan auch wieder auf drei Tische mit 2 SnGs um einfach dorrt wieder mehr Gefühl für das Spiel zu bekommen. Insgesamt bin ich bei Titan Poker aber -8$ im Minus.





Die Jugend von Heute

19 12 2008

Ich hätte nie gedacht, dass ich mich in meinem jungen Alter von 21 bereits über die „Jugend von Heute“ echauffiere. Ich halte mich generell für einen sehr anpassungsfähigen und zeitgemäßen Menschen und denke von mir selbst, dass ich immer mit der Zeit gehe, immer jung bleibe und die Trends der Jugendlichen verstehen und akzeptieren kann. Aber wir leben mittlerweile in einer so schnelllebigen Welt, dass nahezu täglich Veränderungen von Statten gehen. Diese Veränderungen mit der aktuellen Jugend erlebt man heutzutage überall im alltäglichen Leben, besonders wenn man eine pubertierende Schwester hat.

Man spricht ja in dem Zusammenhang auch häufig von Generationenwechsel. Betrachtet man die Vergangenheit so liegen meist mehrere Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte zwischen verschiedenen Generationen. Diese generationenwechsel drücken sich aus meiner Sicht in Veränderungen in Verhalten, Kleidung, Musik und anderen geschallschaftlichen Bereichen aus.

Zum Beginn des 20. Jahrhunderts war z.B. alles sehr sittlich. Es wurde viel au Anstand Wert gelegt. So durfte keine aufreizende Kleidung getragen werden, man hatte sich sehr vornehm zu verhalten etc. Es dauerte lange bis diese „vernobbte“ Generation letztendlich abgelöst wurde. Ende der 60iger als das „HIppie-Zeitalter“ eintrat, begann man z.B. mit dem Thema Sex vollkommen anders umzuehen. Auch in Sachen Kleidung und Verhaltensweisen wurden grundlegende Änderungen vorgenommen. Ab diesen Zeitpunkt traten Generationswechsel eigentlich immer in Dekaden auf, nicht umsonst sprechen wir heute in der Retrospektive von den „70igern“, „80igern“ oder „90igern“. Jede Dekade hatte ihre eigene Mode, ihre eigenen Verhaltensweisen etc.

Heutzutage kommt es mir so vor als würde jährlich ein Generationswechsel von Statten gehen. Normalerweise beginnt man sich über die Jugend zu wundern, wenn man selbst Kinder im jugendlichen Alter hat und spricht über „Die Jugend von Heute“. Ich, welcher gerade der Jugendlichkeit entsprungen ist, kann mich jetzt schon nicht mehr mit der „Jugend von Heute“ identifizieren.

Man muss sich nur z.B. die Bereiche Musik und Mode zu Gemüte führen. Ein Jahr lang dominiert der Emorock und jeder Jugendlicher hört Tokio Hotel oder My Chemical Romance und im nächsten Jahr regieren Rotzrapper wie Bushido und Sido die Charts. Ich habe nichts gegen musikalische Abwechslung aber hier wechselt man ja quasi schon die Grundsätze. In den früheren Dekaden herrschte zumeist ein genereller Musikstil vor und wurde im Lauf der Jahre leicht abgewandet z.B. Die Neue Deutsche Welle.

Aber hier wechselt man zwischen verschiedenen Lebensstilen und Einstellungen hin und her. Auch in Sachen Mode macht sich das mehr als bemerkbar. Hier wird jedes Jahr was Neues gebastelt. Heißt es im Sommer 08 noch „Back to 80s“ ist man im Herbst 08 schon wieder „Back to 70s“. Modische Trends werden im selben Rhythmus gewechselt wie andere ihre Unterwäsche wechseln.

Aber darüber rege ich mich eigentlich nur nebensächlich auf. Was mich aufregt ist die Veränderung im Verhalten. Ich will zwar nicht die unmüdigen, braven Jugendlichen des frühen 20. jahrhunderts aber ein wenig Anstand und Respekt sollte man doch schon mitbringen. Heutzutage nimmt die Jugendkriminalität immer weiter zu. Überall wird Randale gemacht. Selbst bei uns im Dorf wird mehr denn je randaliert. Natürlich hat man als Jugendlicher auch mal seine Streiche gespielt aber nicht in den Dimensionen wie das Heute geschieht. Heute ist Sachbeschädigung der größeren Art nahezu an der tagesordnung. Gaststätten können ihr Biergartenmobiliar nicht mehr draußen rumstehen lassen ohne das damit Unfug geschieht.

Die Jugend verliert immer mehr Vertrauen. Wenn ich an meine Jugend zurückdenke so hätte ich nicht im Traum daran gedacht erwachsene Menschen zu beleidigen oder auch ältere Jugendliche verbal anzugreifen. Heutzutage muss man sich von jedem Kind „Deine Mutter Sprüche“ geben. Natürlich denkt man sich als Erwachsener, dass man da drüberzustehen hat. Aber es kommt teilweise so häufig vor, dass einem schon mal der Geduldsfaden reißen kann. 

Ich find es einfach erschreckend, dass sich die Jugend in der kurzen Zeit so verändert hat. Zu uns meinte man schon wir wären „schlimm“. Aber die aktuelle Jugend übertrifft alles Dagewesene. Ausnahmen bestätigen da natürlich die Regel. Aber man muss nur mal durch die Stadt gehen und man kann eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. 12 Jährige Kinder, welche rauchen, einen anpöbeln sofern man sie auch nur irgendwie komisch angucken sollte usw. Ich könnte Romane mit jugendlichen Stereotypen füllen.

Letztendlich bleibt natürlich die Frage der Ursache. Wir gehen finanziell vielleicht durch schwierige Zeiten und die Jugendlichen haben Probleme Arbeit zu finden etc. Aber soviel schwerer wie es die früheren Generationen hatten, haben sie es auch nicht. Meiner Meinung nach ist die Jugend im Zeitalter von Computer und den neuen Medien einfach zu faul. Sie nehmen was sie bekommen, aber nur wenn sie sich nicht anstrengen müssen. Bekommen sie es nocht ohne Anstrengung wird sich beschwert und groß rumgemault. Frühere Generationen hatten noch Gründe auf die Barrikaden zu gehen, diese Generation scheint keine zu brauchen und vandalliert teilweise aus Langeweile.

Der Ganze Eintrag mag vielleicht etwas unstrukturiert wirken, weil ich meine Gedanken nacheinander wild (si wie ich sie gedacht habe) niedergeschrieben habe aber dient vielleicht als gute aktuelle Zusammenfassung der Jugend. Ich freue mich jetzt schon hoffentlich in ein paar Jahren den Eintrag nochmal lesen zu können.





Poker Weekly Review #1

15 12 2008

Sooo dann werde ich mal meine Pokerwoche kurz und bündig zusammenfassen. Im Allgemeinen bin ich ziemlich zufrieden mit dir. Auf Full Tilt Poker hab ich mittlerweile den „Spielstil“ auf den 1$ SnGs gut adaptieren können und habe diese Woche lediglich eine Verlustsession hingelegt. Meistens buste ich in einem von drei SnGs relativ frühzeitig, komme dann aber in den beiden anderen meistens in the money und kann die Verluste dann auch mindestens ausgleichen.

Am ersten Tag lief es nicht so berauschend. Die 50:50 Sachen habe ich zumeist alle verloren und bin so in zwei SnGs ausgeschieden (99 vs. AQ, 55 vs. KQ und 66 vs A7, jeweils 5. Platz) und konnte im letzten SnG das Headsup leider nicht gewinnen, da ich mich zu sehr auf einen OESD verlassen habe. Der nächste Tage verlief wieder ein wenig erfreulicher, auch wenn ich das Künststück fertig gebracht habe mit KK gegen K7 (er baute sich eine Straight) zu verlieren. Zudem verlor ich gegen einen Fisch, der einfach alles gecallt hat und immer gewann. Hinzu kam im Headsup vom dritten SnG, dass ich mich beim Raise vertippt habe und mich direkt committed habe. Dennoch war ich mit A3 noch Favorit gegen KJ, verlor aber trotzdem. Die anderen Tage verliefen hingegen deutlich besser. Ich konnte jeweils ein SnG gewinnen und bei zwei anderen noch in the money kommen. Bei den anderen wurde ich entweder von Würsten gecallt und in 50:50 Sachen geschlagen oder verliere z.B. mit AK preflop All’in gegen AQ und A8.

Ansonsten fällt mir auf, dass ich bei den Showdowns zumeist die bessere Hand habe bzw. Minimum 50:50. So bin ich lediglich einmal bei den SnGs gegen eine dominierende Hand ausgeschieden, der Rest war oft 60/40 für mich und die Resultate passen in das Schema. Insgesamt habe ich diese Woche +3$ gemacht und auch dank Boni meinen Gesamtverlust auf 1,61$ gemindert. Diese Woche heißt das Ziel nun auch Gesamt ins Plus zu kommen.

Bei Titan Poker lief es in dieser Woche zunächst gut. Ich habe meistens DoNs und ein SnG gemixt. Bei den DoNs tue ich mich mittlerweile etwas schwer und überlege sie demnächst auch wieder zu meiden. Allerdings sind sie angenehm zu spielen und erfordern nicht viel Zeit. Ich werde diese Mischung bis zum Jahresende weiterspielen und dann ein Resumee ziehen. Gegen Ende hin der Woche bekam ich aber einige Badbeats serviert. So verlor ich u.a. mit AK gegen AQ und hatte oft Probleme mit AK und AQ. Die Hand der Woche war aber ein gelimptes Paar 8en von mir. Der Small Blind hat completet und der BB lediglich gecheckt. Ich habe auf einen J 8 3 Board dann mein Set gemacht. Der SB hat dann auch direkt gebettet und der BB drübergepusht. Der Flop war Rainbow und die einzige Hand die mich hier dominiert wären Jacks gewesen. Ich hab die Jungs maximal auf einen 3er Drilling bzw. Two Pair J8s oder sowas in die Richtung gesetzt, da jemand mit Jacks eigentlich erhöht hätte. Es kam aber anders als erwartet: Die beiden zeigten KK bzw. AA, wohl gemerkt dass sie preflop NICHTS gemacht haben. Ich war also deutlich in Führung bis der River dann das Ass zeigte und anschließend war ich deutlich bedient.

Ich habe leider die Aufführungen meiner Titan Ergebnisse nicht genau aufgeführt, habe aber bestimmt ca. 10-15$ Miese gemacht. Allerdings fällt mir auf, dass ich mich manschmal noch zu sehr vom Pokern durch z.B. Surfen etc. ablenken lasse. Das versuche ich die nächste Zeit endgültig abzustellen und somit wieder bessere Ergebnisse zu fabrizieren.

Nächste Woche werde ich mich auch vermehrt mit Theorie auseinandersetzen, da ich den Silberstatus bei Pokerstrategy erreicht habe und hoffe daher mein Spiel weiter zu verbessern.





Wer braucht noch Geburtstage?

14 12 2008

Vergangene Woche war eine ziemlich ereignisreiche Woche in der auch mein Geburtstag fiel. Zunächst möchte ich aber meine Ziele vor der Woche noch einmal aufgreifen:

[x] 84 KG stabilisieren (again)
[] Mittwoch Fahrschule
[x] Blog: Geburtstag, Weihnachten, Der Tag An dem Die Erde Stillsteht
[] Schalke versaut Hoppenheim die Herbstmeisterschaft
[x] Pokergewinne und Silberstatus
[] Nebenjob

Den Großteil der Woche lag ich bei 84,x KG aber nun habe ich glaub ich wieder mächtig auf die Kacke gehauen. Zudem stehen nun diverse Weihnachtsessen an, sodass ich mit soliden 85KG das Jahr beenden möchte und dann nächstes Jahr straight abbauen möchte und vielleicht noch ein wenig strenger auf mein Essen achten möchte.

Fahrschule am Mittwoch habe ich leider wieder nicht geschafft. So wie ich mich kenne werde ich vor Neujahr auch nicht mehr zur Fahrschule gehen. Meine Motivation die guten Vorsätze für das nächste Jahr zu erfüllen werden dann wohl die letzte Möglichkeit sein meinen Führerschein zeitig in den Händen zu halten.

Beim Pokern lief es eigentlich ganz gut. Bei Full Tilt Poker bin ich nahezu break even wieder und mache dort konsequent Gewinne. Bei Titan Poker hab ich geringe Verluste gemacht aber ich bin optimistisch diese Woche dort auch weiter nach vorne preschen zu können. Zudem habe ich endlich den Silberstatus erreicht und werde in der nächsten Woche vermehrt Strategie büffeln.

Nebenjob hat sich leider wiederum nichts ergeben und auch hier siehts ähnlich  aus wie bei der Fahrschule. Ich muss dort endlich den Dreh kriegen! Schalke hat wiederum heute ein gutes Spiel abgeliefert und endlich zumindest durch Kampf, Einsatz und Leidenschaft sich ein Unentschieden verdient, weshalb ich nicht allzu enttäuscht bin.

Mein Geburtstag verlief auch eher so lala. Nach dem 18. Geburtstag freut man sich nicht mehr wirklich auf Geburtstage. Hat man sie früher noch entgegengeblickt, sind sie mir mittlerweile richtig egal. Ich werde ihn denke ich im Januar mit meinen Kumpels nochmal nachfeiern, weil in dieser Zeit viele wegen Weihnachten und allem Drum und Dran verhindert sind. So habe ich diese Woche lediglich mit meiner Family gefeiert und es war besser als erwartet aber dennoch sehr fade.

Geburtstagsfeiern finde ich im Kreise der Familie eigentlich nicht schlimm, es sei denn es ist der Eigene, was auch wohl daran liegt, dass ich ungern im Mittelpunkt stehe. Von daher sind Geburtstage nicht wirklich mein Fall, aber ich habe ihn ja jetzt überlebt.

Für die nächste Woche ist der Terminkalender eigentlich gut gefüllt. Es geht straight auf Weihnachten zu und solangsam macht sich auch ein bißchen Vorfreude breit. Meine Ziele für diese Woche lauten jedenfalls:

[] Fahrschule (mich selbst überraschen! oO)

[] Nebenjob ( mich selbst überraschen)

[] 84KG wieder stabilisieren

[] Blog: Jahresrückblicke?!

[] Schalke kommt im UEFA Cup weiter

[] Pokergewinne

[] Silberstrategiekrams





Der Tag an dem die Erde stillstand

12 12 2008

Gestern war mal wieder Kinotag und die Wahl fiel auf „Der Tag an dem die Erde stillstand“. Meiner Meinung nach der letzte gute Film der dieses Jahr ins Kino kommt und die Abrundung eines durchaus guten Kinojahres. ( werde gegen Jahresende nochmals zurückblicken) Hinzu kam ein überragender Trailer, welcher absolut erstaunliche Bilder zeigte z.B. ein Footballstadion welches sich „auflöst“. Von daher ging ich mit sehr hohen Erwartungen in dem Film, wohl bewusst, dass diese eigentlich nur enttäuscht werden können (bestes Beispiel: Miami Vice, geiler Trailer, dummer Film)

„Der Tag an dem die Erde stillstand“ ist eine Neuverfilmung des gleichnamigen Klassikers aus den 50iger Jahren. So konnte mir mein Opa tatsächlich einiges vom damaligen Film berichten. Er war damals in Sachen Technik und Science-Fiction ein Novum, ein Durchbruch. Das Gleiche von diesem Film in dieser Zeit zu erwarten wäre natürlich utopisch.

Die Story ist recht einfach gestrickt abeer dennoch zu jeder Zeit spannend. Der Film ist weder langweilig, noch weist er irgendwelche Längen auf. Die Wissenschaftlerin Dr. Helen Benson wird eines Abends von US Sondereinheiten aus ihrem alltäglichen Familienleben gerissen und zu einem US Militärstützpunkt gefahren. Es stellt sich heraus, dass in wenigen Minuten ein unbekanntes Flugobjekt auf die Erde treffen wird. So landet mitten im Central Park ein „Raumschiff“, welches den Außerirdischen Klaatu beinhaltet, welcher sich in einem menschlichen Körper befindet. Seine Botschaft ist klar aber dennoch nicht ganz eindeutig: Er will den Planeten Erde retten.

In visueller Sicht hat Regisseur Scott Derrickson einiges aufgeboten. Die Bilder von der Landung und der Zerstörungswelle, welche über die Erde fegt sind einfach unbeschreiblich und man sitzt mit offenem Mund im Kino. Die Atmosphäre ist ihm ebenfalls gut gelungen. Menschenleere Straßen, Panik, die „Apokalypse“ wird glaubhaft dargestellt. Der Film lebt von den Bildern, die er liefert und diese sind ein großartiger Pluspunkt.

Die Besetzung ist ebenfalls nicht zu verachten. Keanu Reeves ist für außergewöhnliche Rollen einfach geboren. Als Klaatu knüpft er an seinen Leistungen als z.B. Neo an und verkörpert ihn durchaus glaubhaft und gibt seinen Absichten mit seiner coolen und eiskalten Mikik Nachdruck. Während des ganzen Films kann man Klaatu nicht ganz durchschauen, auch ein Verdient des guten Spiels von Keanu Reeves. Der weibliche Gegenpart, die „Komplizin“ darrgestellt von Jennifer Connelly spielt ebenfalls überzeugend und gut. Lediglich Will Smith Sohn Jaden kann in den Szenen mit seiner Mutter nicht so ganz auftrumpfen, er „überspielt“ einige Situationen mit seinen Emotionen einfach zu sehr. Ansonsten ist am Cast nichts weiter Negatives auszumachen.

Der Schwachpunkt des Films liegt aber mal wieder an einer etwas dünnen Story. Zwar ist die unterschwellige Kritik an unserer Lebensweise und am Umweltschutz durchaus berechtigt und wird den Großteil (hoffentlich) auch zum Nachdenken anregen aber dennoch wird vor allen Dingen die USA wieder gnadenlos überspitzt dargestellt, indem sie als Staat dargestellt wird, die alle ihre Probleme mit stumpfer Waffengewalt löst. Zudem wird der „Wandel“ von Klaatu, eigentlich die wichtigste Szene im ganzen Film ein wenig zu schnell und zu simpel abgehandelt, sodass man diesen Wandel nicht wirklich nachvollziehen kann. Hier verliert der Film einiges an Boden und wird zum Ende hin leider immer schwächer.

Dennoch handelt es sich insgesamt um ein gemütliches Kinoerlebnis. Die Bilder sind imposant, die Schauspieler annehmbar und die Story bietet zumindest einen richtigen Ansatz und bringt eine Message rüber, sodass man sich nach dem Film auch noch seine Gedanken macht, so sollte es sein. Bei einer Wertung bis 10 wwürde dieser Film von mir persönlich 7/10 bekommen.

 

pics by http://www.filmstarts.de





Holydays are comin’

11 12 2008

Wie schnell die Zeit doch vergeht… Da hatten wir gerade noch Sommer und gefühlte Tage später steht Weihnachten vor der Tür. Auch meine Ansicht zum Thema Weihnachten hat sich im Lauf der Jahre natürlich verändert. Als Kind war Weihnachten natürlich das Größte aller Dinge. Man hat sich immer unendlich darauf gefreut und war unendlich enttäuscht als es vorbei war.

Mittlerweile ist man „erwachsen“ geworden und materielle Dinge sind Weihnachten nicht mehr die Priorität. An sich sind mir Geschenke fast schon gänzlich egal geworden. Es fällt einem sogar teilweise schwer einen Wunschzettel zu verfassen. Meist schreibt man dann die gewöhnlichen Sachen wie Klamotten etc. drauf aber nichts wirklich außergewöhnliches mehr.

In den letzten Jahren habe ich mich auch noch richtig auf Weihnachten gefreut, einfach der Atmosphäre wegen. Winter, Schnee, gemütliches Zusammensein, all dies hat für mich Weihnachten ausgemacht und ich konnte es in den Tagen, Wochen davor nicht erwarten, dass endlich Weihnachten ist.

Heutzutage hat sich das aber wiederum geändert. Die letzten beiden Jahre ist mir Weihnachten insgesamt ziemlich egal geworden und ich kann auch nicht wirklich beschreiben warum. Die Atmosphäre fehlt mir einfach. Dieses Jahr hat es schon geschneit aber das Weihnachten vor der Tür steht bemerke ich kaum. Die Adventstage vergehen im Flug, alles ist so schnellebig und es wird kaum noch inne gehalten. Es ist als ob man im Zeitraffer durch die Zeit fliegt.

Zudem spielt die familäre Geschichte natürlich auch eine größere Rolle. Früher war Weihnachten meist durchgeplant. Heiligabend wurde zusammen mit der Verwandtschaft mütterlicherseits gespeist, am ersten Weihnachtstag ging es dann zu den Großeltern und am zweiten waren wir dann alle nochmals kegeln und anschließend im Restaurant essen. Diese Traditionen sind zum größten Teil leider abhanden gekommen.

Heilig Abend wird immernoch so fabriziert wie die Jahre zuvor aber es wirkt irgendwie mehr gezwungen als gewolt und in einer Art und Weise farblos. Am ersten Weihnachtstag findet dieses Jahr rein gar nichts statt. Quasi ein stinknormaler Tag zum abgammeln und am letzten Tag geht es dann wieder zu den Großeltern, wo die weihnachtliche Stimmung auch eher fehlt und mehr der Zwang im Spiel ist.

Vielleicht muss ich mal auf einen Weihnachtsmarkt oder etwas in die Richtung aber auf Weihnachten habe ich mittlerweile gar keinen Bock mehr. Es sind für mich fast schon stinknormale Tage, die an einen vorbeiziehen ohne dass man sie großartig wahrnimmt. 

Ich hoffe ich komm dieses Jahr nochmal in Stimmung um erlebe ein frohes Weihnachtsfest. Egal wie es ausfällt, ich werde hier meine Gedanken dazu äußern. Vielleicht ist es ja auch gut mit niedrigen Erwartungen ins Fest hineinzugehen, denn dann kann man immerhin nicht enttäuscht werden.