That’s Poker!

27 10 2008

Fast eine Woche ist nach meinem letzten Post vergangen und wirklich viel hat sich in meinem Leben nicht getan. Weder Fahrschule noch Jobsuche wurden bislang wirklich angepackt, soll sich aber zum Mittwoch hin ändern… Zudem gabs ein wenig trouble mit der Bundesagentur für Arbeit bzw. der Familienkasse aber das erläutere ich bestimmt nochmal in einem epischen Post.

Was ich mir ab November vornehmen werde, ist bis Anfang meines Studiums meine Konzentration auf das Pokern ein wenig zu erhöhen. Ich poker seit ungefär zwei Jahren. Angefangen hat alles auf einem regnerischen Stadt bzw. Dorffest. Ich und Kollegen haben ein warmes Haus aufgesucht und bedingt durch Langeweile angefangen zu pokern bzw. es wurde uns erklärt. Wirklich schwierig ist es ja auch nicht und somit waren die grundliegenden Sachen schnell klar.

Das Ganze steigerte sich dann peu a peu. So fing man aus Spaß an im Internet mal ein bißchen um Spielgeld zu zocken und dann wurde man auf Pokerstrategy und einem nahezu unglaublichem Angebot aufmerksam. Man musste nur ein kleines Quiz bestehen und erhielt 50$ zum Spielen auf einer Pokerplattform namens Titan Poker. Gesagt, getan. Zunächst hab ich mich von der Seriosität überzeugt und dann losgelegt.

Parallel dazu stieg dann auch das Interesse an die Feinheiten des Pokerspielens. Poker wurde modern und wurde ausführlich im TV gezeigt. Nun begann ich sehr grünschnablig und habe direkt 10$ meiner Bankroll bei einem 10$ Buyin Turnier verloren. Dumm wie ich damals noch war habe ich direkt das zweite mitgemacht, aber dies dann glücklich gewonnen und schwupps hatte ich 50$ mehr.

Mit der Zeit kamen dann weitere Erkenntnisse hinzu und meine Bankroll stieg mal heftig, mal eher langsam auf ca. 220€ an. Seit fast einem Jahr stagniere ich bei diesem Betrag. Ich hab aber nach diesem Pokerboom auch kaum gezockt und es nur aus Zeitvertreib mal wieder gespielt. Zwischendurch hatte ich eine kleine Phase, wo ich mal Cash Tables nach der SSS gespielt habe.

Allerdings liegt mir diese Strategie und das Cash Game nicht. Ich bin ein sehr kompetiver Mensch und daher eher für Turniere sprich SNGs geboren. Ich spiel daher im Moment 6€ SNGs und es geht mal bergauf und bergab.

Nach dem ich mich nun ein bißchen intensiver mit Pokerstrategy auseinander gesetzt hab und gesehen hab was man mit Poker so erreichen kann (einige sind durchs Pokern ausgewandert und finanzieren damit ihr Leben), hab ich mir mal gedacht, dass wenn ich es richti anpacke auch noch einen kleinen, zusätzlichen Nebenverdienst mit dem Pokern erreichen kann.

Ab November werde ich mich also ausführlich mit Pokertheorien beschäftigen und auch meine Anzahl an Turnieren deutlich erhöhen um mal anzutesten, wie es läuft. Ich werde euch dann über Erfolg / Misserfolg unterrichten.

Kleiner Statusbericht zur Aktion „Fat Man Walking“: Aus den 92KG wurden zwischenzeitlich 87KG, jetzt sind es 88. Für diese Woche ist angepeilt mal eine 86,x auf der Waage zu sehen. Fast-Food Rückschlage gabs ein wenig am Wochenende, daher auch der kleine Rückschlag. Sportlich läuft es auf jeden Fall ganz gut, ich merke, dass ich fitter werde und werd zum November hin auch die Trainingsintensität erhöhen. Zumindest in idesen Bereichen erreiche ich momentan etwas. Mal schaueb ob es demnächst auch in den anderen läuft.

Tschööörööö





TV Duell der anderen Art

20 10 2008

Am Freitagabend fand ein TV Duell der anderen Art stand, worüber ich gerne mal schreiben möchte und auch mal medial mal versuche mal Videos und Bilder in meinen Blogeinträgen eine Chance zu geben. Die Kontrahenten waren Thomas Gottschalk und Marcel Reich-Ranicki. Das Thema war das Niveau im deutschen Fernsehen.

Angefangen hat alles mit der Verleihung des deutschen Filmpreises. Marcel Reich-Ranicki sollte dort den Preis für sein Lebenswerk erhalten, lehnte diesen aber auf der Bühne bei seiner „Dankesrede“ ab und wetterte hingegen gegen die Veranstaltung und ihre Gewinner. Thomas Gottschalk rettete das Ganze indem er Reich-Ranicki beruhigte, ihn zu einer Diskussionsrunde im Fernsehen einlud und den Preis in Verwahrung nahm.

Als erstes kann ich überhaupt nicht nachvollziehen warum Herr Reich-Ranicki diesen Preis gewonnen hat. Sicherlich ist er eine wichtige Persönlichkeit, aber doch nicht im Fernsehen? Im Bereich der Literatur ist er einer der ganz Großen und auch seine Show „Das literarische Quartett“ habe ich mir öfters angeguckt. Viel mehr war er im Fernsehen allerdings nicht präsent. Für mich gehört er nicht zu jemanden der im Fernsehen was großartiges geleistet hat.

Wetten, dass... Moderator verteidigt das deutsche Fernsehen

Wetten, dass... Moderator verteidigt das deutsche Fernsehen

Am Freitag fand dann die Talkrunde zwischen Tommy Gottschalk und Herrn Reich-Ranicki statt. Während Reich-Ranicki seine Ansichten wiederholte, spielte Gottschalk den Gegenpart. Er bestätigt zwar, dass im Fernsehen auch geistiger Bullshit lief aber rechtfertigte dies u.a. damit, dass Fernsehsender auch auf die Quote angewiesen sind und geistig anspruchsvolle Sendungen generell eher geringere Quoten einfahren. Außerdem sei laut ihm die TV-Landschaft mittlerweile so breit gefächert, dass für jedem Geschmack was vorhanden ist.

In diesen Punkten stimmte ich mit Thomas Gottschalk absolut überein. Bei ca. 6 Millionen verschiedenen TV-Sendern läuft überall für jeden etwas. Den geistigen Bullshit kam man also ohne Mühe umgehen und sich kultiviertere Programme suchen. (s. ARTE)

In einem Punkt teile ich aber Reich Ranicki’s Ansichten. Und zwar bin ich der meinung, dass Kinder durchaus von Eltern kultiviertere Programme vorgesetzt bekommen sollten. Dies ist allerdings eine Sache der Erziehung der Eltern und nicht unbedingt der Medienlandschaft. Herr Reich-Ranicki sollte verstehen, dass die Zeiten sich ändern, auch im Fernsehen. Aus seiner Sicht mag das alles Quatsch sein aber wir sind damit aufgewachsen.

Genauso wird es sein wenn unsere Generation Ämter in der Politik übernehmen wird. Dann wird man sich auch kaum Gedanken über z.B. ein Killerspielverbot machen, weil wir damit aufgewachsen sind. Reich-Ranicki hat nicht das Recht das Fernsehen so runterzumachen und die Preisträger, die harte Arbeit in ihre Sachen investiert haben und die Preise größtenteils zurecht gewonnen haben so runterzumachen. Es ist aber auch nicht komplett sein Fehler, er passte nicht in die Veranstaltung, das hätte den Organisatoren auch ruhig auffallen dürfen.

Ich persönlich bin mit der Fernsehlandschaft so wie sie ist vollkommen zufrieden.

Was die anderen Dinge anbelangt stagniere ich größtenteils. Jobsuche, Führerschein hat sich nicht weiterentwickelt (morgen… wie immer) dafür aber mein Gewicht. 4 KG sind rüber, ein erster Schritt, jetzt gilt es den Kurs konsequent weiter zu verfolgen. Ich hoffe es gelingt mir, ich werde berichten.

Tschööörööö





Epic Battle #1

17 10 2008

Freitag Abend ist es und heut Abend ist bei mir wohl leider nichts / kaum was los. Die meisten meiner Kollegen sind ausgeflogen und mich jetzt noch irgendwohin zu gammeln und nen Film oder sowas zu gucken hab ich irgendwie kein Bock drauf. Eigentlich traurig, dass Freitag Abends nichts stattfindet aber so fühl ich mich eigentlich nicht. Bin eigentlich dut drauf und blicke optimistisch in die Zukunft. Wo ich hier nun sitze habe ich mir gedacht, lass ich die Woche mal Revue passieren, und zwar mal aus einer ezwas politischeren Sicht. Mittwoch Nacht fand nämlich das letzte TV Duell der beiden amerikanischen Präsidentschaftskandidaten statt.

Generell bin ich zwar politisch interessiert, aber nicht übermäßig. Dennoch habe ich den amerikanischen Wahlkampf in den letzten Wochen bzw. Monaten durchaus interessiert verfolgt. Schließlich wird diese Wahl auch große Auswirkungen auf uns haben. Nicht umsonst spricht man beim amerikanischen Präsidenten vom „mächtigsten Mann der Welt“. Darüberhinaus kann man mit der Politik wie sie in Amerika in den letzten Jahren betrieben wurde, alles andere als zufrienden sein.

Sei es die marode Außenpolitik (s. Irakkrieg), das fehlende Gesundheitssystem (s. „Sicko“ von Michael Moore) oder die momentan anhaltende Wirtschaftskrise. Ein Großteil der Schuld wird natürlich Bush gegeben und das teilweise zurecht. Allein weil McCain der selben Partei angehört, hat er natürlich schon schlechtere Karten.

Ich seh das ebenso. Obama hat mich mit seiner „Change“ Kampagne im Wesentlichen überzeugen können. Er ist jung, frisch und offen. All diese Attribute sind notwendig um einen „Change“ herbeizuführen, den Amerika wirklich nötig hat. Vor allen Dingen seine Offenheim imponiert mir. Zum einen ist er farbig und zum anderen gehört er dem Islam an. Dies ist vorteilhaft um die östliche Kultur verstehen zu können und daher denke ich, dass er das Konfliktpotenzial in dieser Region deutlich entschärfen könnte.

McCain hingegen kommt bei mir nicht so offen rüber. Er scheint verbohrt zu sein in der „alten“ Politik und keine große Veränderung zu Bush. Dies hat man dann auch bei dem letzten TV Duell gesehen. McCain liegt laut Umfragen schon ein ganzes Stück hinten und musste angreifen und das hat er auch getan. Das „Wie“ war allerdings nicht ganz so passend. Obama genoss die Rolle des souveränen Verteidigers, während McCain immerzu teilweise hilflose Angriffe unternahm.

So unterstellte er Obama den Kontakt mit Linksradikalisten, Steuererhöhungen usw. Obama hingegen blieb cool und entkräfigte diese Vorwürfe einen nach den anderen. Fakt ist z.B. dass das neue Modell zur „Rettung“ der Wirtschaft von Obama von unabhängigen Instituten als besser beurteilt wurde als das von McCain. McCain war Obama immer wieder vor die Steuern für mittelständische Unternehmen zu erhöhen, doch Fakt ist letztendlich, dass 95% der amerikanischen Bevölkerung von Steuererhöhungen befreit sein werden und lediglich die großen Unternehmer (und dabei nannte er z.B. einen seiner Wahlkampfhinanzierer) tiefer in die Tasche stecken müssen. Das halte ich für lobenswert.

Letztendlich war dieses TV Duell für McCain wie das immer wieder wiederholende Laufen gegen eine Wand. Obama hatte schon präsidiale Züge in seiner Gestik und Umgangsart. Er wirkte mehr als sicher und sehr von sich überzeugt. Ich hoffe, dass er gewinnen wird denn von ihm verspreche ich mir viel für Amerika und für uns. Auch wenn er bereits deutlich vorne liegt, ist sein Sieg alles andere als sicher.

Die Resultate der Umfragen sind mit Vorsicht zu genießen, so gibt es den sogenannten „Bradley“ Effekt. Das bedeutet, dass die Leute die in Umfragen angeben für Obama zu wählen, vielleicht doch nicht wählen gehen oder bei der Wahl sich anders entscheiden. Ich hoffe dieses trifft nicht ein, denn das wäre wohl ein Skandal und würde laute Rassismusvorwürfe mit sich bringen. Also blicken wir gespannt bis zur Wahl…

Tschöörööö





Genetic Jackhammer

16 10 2008

Eigentlich bin ich kein wirklich religiöser Mensch. Ich bete kaum, gehe nur zur Kirche wenn es unbedingt nötig ist. Allerdings würd ich mich schon als glaubenden Menschen bezeichnen. Ich glaube vielleicht nicht direkt an die Bibel aber ich glaube, dass es etwas über uns gibt. Etwas was die nicht Begreifbaren Dinge erklärt.

Ebenso denke ich, dass der Mensch von einigen Dingen einfach die Finger lassen sollte. Einer dieser Sachen ist das Klonen bzw. in der Frühform das „Designerbaby“.

In der Schule hat man mal mitbekommen, dass vielleicht Tomaten gentechnisch verändert werden damit sie fülliger sind oder Getreidefelder manipuliert werden um sie widerstandsfähiger machen. Selbst das habe ich schon eher kritisch betrachtet? Brauchen wir sowas wirklich? Einige Experten begründen diese ganze Genmanipulation der Nahrung damit, dass damit die dritte Welt Länder endlich mit Nahrung versorgt werden können. Fakt ist, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt schon mehr als genug Nahrung herstellen um alle Menschen auf der Welt zu ernähren. Allerdings ist die Nahrung ungerecht verteilt. Ich denke nicht, dass es sich ändert wenn die Nahrung nun gentechnisch hergestellt wird.

Warum ich aber hier schreibe ist etwas, was ich nicht für möglich gehalten habe. Ich habe vor ein paar Tagen die gute alte Tageszeitung durchgestöbert und rechts unten in der Ecke in einem kleinen Artikel stand etwas bzgl. einem Designerbaby. Es handelt sich hierbei um ein Baby was quasi produziert wurde um ein anderes Kind zu retten. 

Das Kind hatte irgendeine Blutkrankheit und brauchte besonderes Spenderblut. Da die Eltern es nicht bereitstellen konnten und auch auf normalem Wege kein Spender gefunden wurde, dachte man sich züchtet man einfach einen Spender. Es wurden vier Embryonen gezüchtet und schlussendlich derjenige selektiert dessen Material am besten für die Spende geeignet war. 3 Embryonen wurden danach getötet. Mir ist bewusst, dass diese Embryonen kaum entwickelt sind, nicht denken können, geschweige denn irgendwas machen können. Dennoch handelt es für mich schon um eine Art Lebewesen. Sie leben!

Und nun kommt Mensch daher und spielt Gott und entscheidet welches Lebewesen leben darf. Würde man den Eltern die ausgewachsenen Embryonen zeigen und entscheiden lassen welcher weiter leben sollen, würden sie sich sicherlich die Tragweite ihrer Entscheidung bewusst. Diese Art von Selektion halte ich schon für höchst moralisch verwerflich.

Des Weiteren stell ich mir die Frage was aus dem „Retterbaby“ wird? Man stelle sich vor man erfährt in ein paar Jahren, dass man nur gezeugt wurde (noch nichtmal das man wurde produziert, man ist quasi nicht natürlich entstanden) um seinen Bruder bzw. seine Schwester zu retten. Mir tut der Retter leid und ich kann mir nicht vorstellen, dass er ohne psychische Probleme leben kann. Man könnte versuchen es vor ihm geheim zu halten aber bei der medialen Präsenz, die es um dieses Designerbaby gab, halte ich das für nahezu unmöglich.

Angemerkt sei, dass die gentechnische Selektion in Deutschland (zu Recht) verboten ist. Meiner Meinung muss aber ein globales Verbot her. Ich bin nicht gegen Genforschung allgemein. Mir ist bewusst, dass man damit evtl. in Zukunft z.B. bislang unheilbare Krankheiten heilen kann. Aber Babys zu „designen“ nur um andere Menschen zu retten? Nur um quasi als Ersatzteillager zu dienen? 

Wenn wir diesen Schritt schon gehen dann wird es nicht lange dauern bis wir die nächsten ethischen Grundsätze kippen und ans Klonen gehen. Die Möglichkeit scheint schon lange dazu sein und da wo das Geld fließt will ich nicht wissen was im Hintergrund passiert. Irgendwer muss die Stopptaste drücken ansonsten entwickelt es sich unreguliert weiter, was zu großem Schaden führen könnte.

Dies bringt mich wieder zu meinem Glauben an Gott zurück. Es gibt Dinge, die bewusst unerklärbar sein sollten und in die sich die Menscheit um ihretwillen nicht einmischen sollte. Dieses Designerbaby ist für mich ein Beispiel dafür. Der Artikel war für mich schockierend. Die tatsache, dass wir technisch soweit sind, wusste ich bereits. Aber dass es tatsächlich in die Tat umgesetzt wird außer bei Tieren (Schaf Dolly) war mir nicht bewusst. Es verärgert mich auch, dass über dieses Designerbaby lediglich in einem kleinen Artikel geschrieben wurde. Jeden, den ich auf den Artikel aufmerksam gemacht wurde, war schockiert. 

Meiner Meinung nach sollten die Medien ihrer Aufgabe gerecht werden und vermehrt darüber berichten. Die Wirtschaftskrise ist schlimm, aber bei der Gentechnik geht es um die existenzielle Zukunft des Menschen. Deshalb werde ich mich auch weiter mit dem Thema beschäftigen und eventuell Wege und Möglichkeiten suchen, das Thema in die breitere Öffentlichkeit zu rücken.

Ich hoffe, dass ich in ein paar Jahren beruhigt auf diesen Blog zurückschauen kann ohne schlechtes Gewissen, ohne im Nachhinein erkennen zu müssen, dass dies vielleicht der erste Fehler in einer desaströsen Fehlerkette war.

So jetzt aber genug düstere Weltuntergangsstimmung…

Tschööröö





Fat Man Walking…

14 10 2008

Mittlerweile hat mich der Alltag wieder fest in der Hand nach dem kleinen Trip nach Wien. Viel geändert habe ich nichts. Fahrschule und Jobsuche hab ich auf die nächsten Tage aufgeschoben, mal sehen ob es was wird. Ihr solltet es ja mittlerweile kennen, ich kann es mir beinahe nicht mehr erklären.

Aber zu einem anderen Thema: Nachdem ich vor ein paar Wochen mal bei meinem Kollegn auf die Waage gestiegen bin und dabei 90 KG + herauskam, war ich schockiert.

Grundsätzlich war ich als Kind immer sehr, sehr dünn. Meine Mama meinte oft man könnte auf meinen Rippen Klavier spielen und so war es auch. Dabei hab ich schon immer viel und nicht gerade gesund gegessen, konnte es aber dennoch irgendwie ausgleichen. Hier gibt es auch Parallelen mit meinem Vater, welcher ebenfalls bis ~18 Jahre ziemlich dürr war und dann schlagartig zunahm und heute ebenfalls gut proportioniert ist.

Nunja ab 18 Jahren hört der menschliche Körper wohl generell auf zu wachsen und die Fettablagerung scheint auch anders zu laufen und der genetische Hammer trifft einem. Wenn man das dann mit ungesunden Fast-Food mischt (Bahnhof war direkt neben McD, wer kann da vor einem kleinen Mittagssnack widerstehen?) und dann noch eine richtige leckere Pizzeria im Ort entdeckt, kann es eigentlich nur so enden. Außerdem wurd ich bei meinem Zivildienst ebenfalls viel zu gut versorgt und oft mit Mittagessen und Kuchen versorgt plus späteres Mittagessen zu Hause etc. etc.

Darüberhinaus gibt es ja auch noch die Tatsache, dass ich momentan eh nicht viel zu tun hab unddie Hauptzeit eher in sitzender Position verbringe. Dennoch versuche ich eigentlich immer genug Sport zu treiben. Ich gehe zwei mal die Woche eine halbe Stunde joggen, drei mal ne halbe Stunde aufs Rad und bin am Wochenende regelmäßig vier Stunden bolzen. 

All dies scheint aber nicht großartig effektiv zu sein, da ich mir nun extra eine preisgünstige Waage angeschafft habe und diese satte 91,4 KG anzeigte. Natürlich liegt es sicherlich auch am Wien Trip, wo mir mehr als gut gegessen haben. Dennoch war ich überrascht.

Schon damals bei der Musterung war ich überrascht, dass ich die 80 KG geknackt habe, allerdings habe ich mich auch eigentlich nie wirklich für mein Gewicht interessiert. Nun erreicht es aber Dimensionen, wo ich mir schon langsam Sorgen mache. Auf die 100 KG möchte ich nicht wirklich zugehen. Ich merke auch wie es langsam anfängt zu schwabbeln, wenn ich mich bewege und das ekelt mich an.

Deshalb hab ich mir vorgenommen mein Gewichtsverlauf nun ein paar Wochen zu beobachten und ein bißchen mehr Sport zu treiben sowie den Fast-Food Konsum runterzuschrauben. Mal schauen ob ich so etwas abnehmen kann. Langfristig sind erstmal die 80kg wieder angepeilt. Sollte sich das erhöhte Sportprogramm nicht wirklich auszahlen, werd ich mich mal schlau machen und eventuell etwas an meinem Essen herumschrauben und es vielleicht etwas vielfältiger und gesünder zu gestalten ohne dabei geschmackliche Einbüße hinzunehmen, denn ich esse gerne.

Also Gewichtsabnsahme ist nun ebenfalls auf meiner To Do Liste und über die Entwicklung werde ich euch auf dem Laufenden halten.

 

Tschööörööö





Auf Wiederschaun’ Wien

10 10 2008

Finally The Raul has come back to Velen! 4 Tage war ich in der österreichischen Hauptstadt, habe viel über Wien gelernt und zahlreiche Eindrücke gewonnen, welche ich nachfolgend schildern möchte.

Samstag Abend ging es los und nach einer gut neunstündigen Fahrt kamen wir gegen 11 in Wien an, was ein paar Stunden zu früh war, da wir erst gegen 15 Uhr im Hotel einchecken konnten. Also sind wir direkt mal durch die Stadt getingelt. Da wir keine Lust hatten uns eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien zu beschaffen, sind wir gelaufen, was sich später als fataler Fehler herausstellen sollte.

Wir sind zunächst einmal zum Parlament gekommen, haben dort ein kleines Päuschen eingelegt, sind dann über den Prater geschlendert und wussten zu guter Letzt überhaupt nicht wo wir waren, da wir die Stadtkarte natürlich im Auto liegen lassen haben. Direkt zu Beginn also in Wien gelaufen und wir haben gleich gemerkt, wie groß Wien doch ist. Größer als ich es mir vorgestellt habe. Letzten Endes sind wir gegen 3 Uhr dann doch wieder am Hotel angekommen, nach dem wir einige epische Umwege in Kauf genommen haben.

Nach kurzem Relaxen im Hotel und ein wenig Schlaf wollten wir uns Vienna by Night geben und sind losgezogen. Da die Motivation nicht sonderlich groß war was großartiges zu unternehmen sind wir letzten Endes in einem Kino in „Burn After Reading“ (Top Film!) gelandet und sind danach noch ein bißchen durch die Straßen zum Hotel geschlendert.

Das Hotel war nichts dolles. Drei Sterne, ziemlich ramponierte Dusche, ziemlich kleines Zimmer aber es hat gereicht und außerdem gab es noch ein gutes, vielseitiges Frühstück, was für einiges entschädigte. Am zweiten Tag begannen wir mit dem Sightseeing. So haben wir u.a. das UN Gebäude (sehr trostlos), die Innenstadt und diverse Kirchen angeguckt. Sah teilweise alles sehr pompös aus, versprühte aber diesen gewaltigen Eindruck wie es z.B. die Kirchen in Rom taten. Anschließend waren wir noch shoppen und haben uns schlau gemacht was Nachts in Wien so abgeht. Nach frischmachen und einem kleinen Mahl (Mc D, BK, KFC wurden präferiert) haben wir uns dann zum „Kaktus“ augemacht. Eigentlich als Disco beschrieben, war es mehr eine kleine Bar. Wir saßen drin und haben angefangen die komplette Karte zu trinken, doch es wurd schnell fad, weshalb wir wieder rausgingen und wieder durch Wien gelatscht sind.

Was mich an Wien seehr überrascht hat, war das allgegenwärtige Rotlichtmilieu. Teilweise jedes zweite geschäft war ein Sexshop, Gayshop o.ä. Man wurde von Nutten angesprochen, teilweise lagen Pennymärkte direkt neben Bordellen, ziemlich abgefahren. Ich hätte mir Wien als eher prüdere Stadt vorgestellt, aber ich wurd vom Gegenteil überzeugt. 

Am dritten Tag betrieben wir dann intensives Sightseeing. Wir haben das Ernst-Happel-Stadion besucht (sehr trostlos und unspektakulär), das Sissi-Schloß (beeindruckender Garten) und das Schloß Schönbrunn. Die beiden Schlößer waren für mich das Highlight des Sightseeings. Der Rest war kaum beeindruckend und spektakulär bis auf das Rathaus, was durch seine enorme Größe beeindruckte. 

Da es die letzte Nacht in Wien war, wollten wir dann auch dementsprechend auf den Putz hauen. Man hatte uns das „U4″ als die Disco Wiens empfohlen, also nichts wie hin. Leider hat uns unsere Rezeption die falsche Wegbeschreibung gegeben, weswegen wir nachts (ergo keine U-Bahn mehr) einen Riesenumweg gelaufen sind um dann festzustellen, dass die Disco voll ist und man wohl zwei Stunden warten muss um reinzukommen. Wir erkundigten uns nach anderen Möglichkeiten und entschieden uns für das „Passage“.

Diese Entscheidung kann man getrost als Epic Fail einstufen. Wir wurden vom Türsteher schon mit einem „Ich kenn euch nicht“ begrüßt, was uns eigentlich schon hätte warnen sollen. Doch er machte eine Ausnahme uns ließ uns rein, für 15 Euro Eintritt. Drinnen folgte Schock nach Schock. Die Musik war 70/80s, gar nicht nach unserem Geschmack. Das Alter war dementsprechend hoch und im Durchschnitt bestimmt über 30. War das noch nicht ausreichend, waren die Preise auch noch extrem hoch. (0,7l Flasche Vodka 200€ z.B.) Das Klientel bestand zum größten Teil aus reichen, alten Russen und blonden Plastikschlampen die wohl gehofft haben reich heiraten zu können.

Wir haben es kaum zwei Stunden in dem Club ausgehalten und sind schließlich raus, ins Taxi und ins Hotel gedackelt. Dort hab ich mir noch Obama vs. Mc Cail Teil 2 gegeben, sehr einschläfernd.

Am letzten Tag haben wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten mitgenommen, Erinnerungen gekauft und sind dann schon vorzeitig abgereist.

Insgesamt würde ich den Wien Trip nicht als kompletten Reinfall betrachten aber auch nicht als großen Erfolg. Wien ist unspekatkulärer als erwartet. Die Sehenswürdigkeiten reißen einem kaum aus dem Hocker. In der Stadt selbst ist auch nicht viel los. Der spezielle Flair wie z.B. in Rom fehlte, Wien war einfach eine gewöhnliche Großstadt, wie ich es mir aber auch im Vorraus vorgestellt hatte, also war ich nicht sonderlich enttäuscht. Die einzige Überraschung waren die vielen Sexshops in Wien, damit hätte ich nie gerechnet. Wir hatten trotz aller Probleme und Schwierigkeiten unseren Spaß und haben, denke ich, das Beste drauß gemacht. Es tat gut mal für ein paar Tage dem tristen Alltag zu entgehen.

Diese auszeit werde ich (mal wieder) für einen Neuanfang planen. Durch das viele Junkfood aber auch gute Essen (leckeres Wiener Schnitzel und geile Steaks im Maredo) werde ich versuchen vermehrt Sport zu treiben. Dafür habe ich mir Joggingsachen gekauft um die 90kg Marke wieder deutlich zu verlassen. Ziel sind <80kg! Darüberhinaus wird nächste Woche fleißig die Fahrschule besucht und intensiv nach nem Job gesucht sowie das zukünftige Studium in Angriff genommen. Also stay tuned!

 

Tschöörööö!





This is Vienna calling…

3 10 2008

Es hat nicht lange gedauert bis auch in diesem Blog sich die ersten Versäumnisse breitmachen. Eigentlich habe ich ja eine kleine Stichprobe aus meinem Leben in Form eines Wochenendberichts versprochen aber daraus wird wohl nichts mehr. Irgendwie hab ich kein Bock über das vergangene Wochenende zu berichten, denn in meiner momentan sehr kurzweiligen Welt liegt es schon gefühlte Jahre zurück.

Ich blicke lieber in die Zukunft und d.h. für mich auf eine Reise in die österreichische Hauptstadt Wien. Sicherlich ist Wien nicht gerade das attraktivste Ziel für junge Menschen meines Alters, weshalb ich auch mit geringen Erwartungen die Reise antrete. Letztendlich ist Wien ein weiterer Ort den ich auf meiner quasi „To Do List“ der europäischen Hauptstädte abhaken möchte.

Nach Paris, Rom und Barcelona (Madrid war mir zu langweilig) kommt jetzt nun also Wien. Ich kenne nicht viel von Wien abgesehen vom Opernball, dem Prater und das Wiener Schnitzel und bin gespannt was Wien so zu bieten hat. Ich fahr mit einer Truppe von lustigen Kollegen dahin, weshalb der Trip sowieso legendär wird und in Form von diversen Berichten bestimmt hier erscheinen wird. (sofern ich es nicht wieder versäume)

Abgesehen davon nutze ich die Wienreise mal wieder als ein Ereignis für einen Neuanfang aus. Nach Wien will ich die Dinge wie Jobsuche und Führerschein wieder motivierter anpacken und endlich mein Leben richtig starten. Daher hoffe ich, dass es hier demnächst etwas lebendiger wird, also stay tuned!

Tschööörööö