Ein großen Teil meiner im Moment reichlich vorhandenen Freizeit verbringe ich mit TV-Serien. Der Ursprung wurde schon früh gelegt, nämlich als GZSZ die gute alte Mini-Playback Show am Freitag Abend verdrängt hatte. Ich als kleiner Knabe musste daraufhin mit meiner Mama zwangsläufig GZSZ gucken, was denke ich mal ein wesentlicher Grund für meine heutige Serien-Affinität ist.
Ein zweiter Grund ist die US-Actionserie „24″. Als mitlerweile pubertierender Knabe war ich natürlich begeistert von der Action und von den zahlreichenden und spektakulären Twists und somit entstand auch ein Drang nach mehr. Heutzutage verfolge ich Serien wie „Heroes“, „Dr. House“ oder „Eli Stone“.
Gestern jedenfalls starteten zwei andere Serien mit dem Namen „Californication“ und „Dexter“. Beide wurden in der bislang größten Werbekampagne von RTL2 unter dem Namen „Der unmoralische Montag“ verkauft. Man musste schon sehr blind und taub sein um die Werbung im Radio, TV, Zeitung und auf Plakaten zu übersehen bzw. zu überhören. Ich jedenfalls bin schon vor einiger Zeit auf beide Serien aufmerksam geworden und habe sie mir angeguckt.
Im Großen und Ganzen handelt es sich bei beiden Serien um absolut sehenswerte Sachen. Generell bevorzuge ich mittlerweile immer öfter Serien vor Filme. Das liegt ganz und einfach daran, dass Serien die Charaktere viel genauer bescheiben und eine Story viel detaillierter wiedergeben können als das es ein Film kann.
Ein großer Pluspunkt bei Serien ist für mich immer die Wiedererkennung in den Charakteren um denen es in der Serie geht. Und diese ist bei „Dexter“ und „Californication“ sehr groß.
„Dexter“ handelt um einen Serienmörder namens Dexter Morgan, welcher trotz seines „Hobbys“ bei der Polizei als Blutspuranalytiker arbeitet. Die Serie sorgte in Amerika für heftige Kontroverse, da in der Serie ein Serienmörder sympathisch verkauft wurde. So tötet Dexter, der im Übrigen bedingt durch geschichtliche Ereignisse quasi einen Mordzwang hat, nur Menschen, die der Strafverfolgung zu Unrecht entgangen sind. Ich vergleiche mich von der Persönlichkeit her mit Dexter, da er der ganzen Welt einen anderen Menschen präsentiert, als er wirklich ist und sich dabei ziemlich geschickt anstellt. Ich bin jetzt nicht der Typ Selbstmörder aber von den Charaktereigenschaften doch sehr ähnlich, nämlich zurückhaltend, oft in meiner eigenen Welt und teilweise auch verlogen.
„Californication“ ist hingegen ein anderes Kaliber. Diese Serie handelt um einen Schriftsteller namens Hank Moody, dessen Leben nach den Umzug von New York nach Hollywood den Bach untergeht. Er verliert seine Familie, befindet sich in einer Schaffenskrise und schaut quasi nur zu. Aus Frust vögelt er sich durch die Frauenlandschaft und nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Serie besticht durch das radikale Brechen von Tabus und ist erfrischen offen. David Duchovny, den man sonst nur als Prototypen Fox Mulder aus Akte X kennt, spielt wirklich überragend. Ich hätte nie gedacht, dass er aus seiner Akte X Rolle mal herauskommt. Auf jeden Fall wird Hollywood in dieser Serie brutalst unterschwellig auf den Arm genommen und das zurecht.
Für alle die ähnlich serienbegeistert sind, sind diese beiden Serien Pflicht. Für alle anderen der perfekte Einstieg in die Serienlandschaft. RTL2 fabriziert nicht viel gutes Fernsehen aber in Sachen amerikanischen Serien beweisen sie einen guten Geschmack. (s. Heroes, 24)
Thumbs Up für den Unmoralischen Montag!
Morgen schreib ich dann mal was über das Wochenende.
Tschööörööö!