Finally The Raul has come back to Velen! 4 Tage war ich in der österreichischen Hauptstadt, habe viel über Wien gelernt und zahlreiche Eindrücke gewonnen, welche ich nachfolgend schildern möchte.
Samstag Abend ging es los und nach einer gut neunstündigen Fahrt kamen wir gegen 11 in Wien an, was ein paar Stunden zu früh war, da wir erst gegen 15 Uhr im Hotel einchecken konnten. Also sind wir direkt mal durch die Stadt getingelt. Da wir keine Lust hatten uns eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien zu beschaffen, sind wir gelaufen, was sich später als fataler Fehler herausstellen sollte.
Wir sind zunächst einmal zum Parlament gekommen, haben dort ein kleines Päuschen eingelegt, sind dann über den Prater geschlendert und wussten zu guter Letzt überhaupt nicht wo wir waren, da wir die Stadtkarte natürlich im Auto liegen lassen haben. Direkt zu Beginn also in Wien gelaufen und wir haben gleich gemerkt, wie groß Wien doch ist. Größer als ich es mir vorgestellt habe. Letzten Endes sind wir gegen 3 Uhr dann doch wieder am Hotel angekommen, nach dem wir einige epische Umwege in Kauf genommen haben.
Nach kurzem Relaxen im Hotel und ein wenig Schlaf wollten wir uns Vienna by Night geben und sind losgezogen. Da die Motivation nicht sonderlich groß war was großartiges zu unternehmen sind wir letzten Endes in einem Kino in „Burn After Reading“ (Top Film!) gelandet und sind danach noch ein bißchen durch die Straßen zum Hotel geschlendert.
Das Hotel war nichts dolles. Drei Sterne, ziemlich ramponierte Dusche, ziemlich kleines Zimmer aber es hat gereicht und außerdem gab es noch ein gutes, vielseitiges Frühstück, was für einiges entschädigte. Am zweiten Tag begannen wir mit dem Sightseeing. So haben wir u.a. das UN Gebäude (sehr trostlos), die Innenstadt und diverse Kirchen angeguckt. Sah teilweise alles sehr pompös aus, versprühte aber diesen gewaltigen Eindruck wie es z.B. die Kirchen in Rom taten. Anschließend waren wir noch shoppen und haben uns schlau gemacht was Nachts in Wien so abgeht. Nach frischmachen und einem kleinen Mahl (Mc D, BK, KFC wurden präferiert) haben wir uns dann zum „Kaktus“ augemacht. Eigentlich als Disco beschrieben, war es mehr eine kleine Bar. Wir saßen drin und haben angefangen die komplette Karte zu trinken, doch es wurd schnell fad, weshalb wir wieder rausgingen und wieder durch Wien gelatscht sind.
Was mich an Wien seehr überrascht hat, war das allgegenwärtige Rotlichtmilieu. Teilweise jedes zweite geschäft war ein Sexshop, Gayshop o.ä. Man wurde von Nutten angesprochen, teilweise lagen Pennymärkte direkt neben Bordellen, ziemlich abgefahren. Ich hätte mir Wien als eher prüdere Stadt vorgestellt, aber ich wurd vom Gegenteil überzeugt.
Am dritten Tag betrieben wir dann intensives Sightseeing. Wir haben das Ernst-Happel-Stadion besucht (sehr trostlos und unspektakulär), das Sissi-Schloß (beeindruckender Garten) und das Schloß Schönbrunn. Die beiden Schlößer waren für mich das Highlight des Sightseeings. Der Rest war kaum beeindruckend und spektakulär bis auf das Rathaus, was durch seine enorme Größe beeindruckte.
Da es die letzte Nacht in Wien war, wollten wir dann auch dementsprechend auf den Putz hauen. Man hatte uns das „U4″ als die Disco Wiens empfohlen, also nichts wie hin. Leider hat uns unsere Rezeption die falsche Wegbeschreibung gegeben, weswegen wir nachts (ergo keine U-Bahn mehr) einen Riesenumweg gelaufen sind um dann festzustellen, dass die Disco voll ist und man wohl zwei Stunden warten muss um reinzukommen. Wir erkundigten uns nach anderen Möglichkeiten und entschieden uns für das „Passage“.
Diese Entscheidung kann man getrost als Epic Fail einstufen. Wir wurden vom Türsteher schon mit einem „Ich kenn euch nicht“ begrüßt, was uns eigentlich schon hätte warnen sollen. Doch er machte eine Ausnahme uns ließ uns rein, für 15 Euro Eintritt. Drinnen folgte Schock nach Schock. Die Musik war 70/80s, gar nicht nach unserem Geschmack. Das Alter war dementsprechend hoch und im Durchschnitt bestimmt über 30. War das noch nicht ausreichend, waren die Preise auch noch extrem hoch. (0,7l Flasche Vodka 200€ z.B.) Das Klientel bestand zum größten Teil aus reichen, alten Russen und blonden Plastikschlampen die wohl gehofft haben reich heiraten zu können.
Wir haben es kaum zwei Stunden in dem Club ausgehalten und sind schließlich raus, ins Taxi und ins Hotel gedackelt. Dort hab ich mir noch Obama vs. Mc Cail Teil 2 gegeben, sehr einschläfernd.
Am letzten Tag haben wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten mitgenommen, Erinnerungen gekauft und sind dann schon vorzeitig abgereist.
Insgesamt würde ich den Wien Trip nicht als kompletten Reinfall betrachten aber auch nicht als großen Erfolg. Wien ist unspekatkulärer als erwartet. Die Sehenswürdigkeiten reißen einem kaum aus dem Hocker. In der Stadt selbst ist auch nicht viel los. Der spezielle Flair wie z.B. in Rom fehlte, Wien war einfach eine gewöhnliche Großstadt, wie ich es mir aber auch im Vorraus vorgestellt hatte, also war ich nicht sonderlich enttäuscht. Die einzige Überraschung waren die vielen Sexshops in Wien, damit hätte ich nie gerechnet. Wir hatten trotz aller Probleme und Schwierigkeiten unseren Spaß und haben, denke ich, das Beste drauß gemacht. Es tat gut mal für ein paar Tage dem tristen Alltag zu entgehen.
Diese auszeit werde ich (mal wieder) für einen Neuanfang planen. Durch das viele Junkfood aber auch gute Essen (leckeres Wiener Schnitzel und geile Steaks im Maredo) werde ich versuchen vermehrt Sport zu treiben. Dafür habe ich mir Joggingsachen gekauft um die 90kg Marke wieder deutlich zu verlassen. Ziel sind <80kg! Darüberhinaus wird nächste Woche fleißig die Fahrschule besucht und intensiv nach nem Job gesucht sowie das zukünftige Studium in Angriff genommen. Also stay tuned!
Tschöörööö!