Poker Review #16

6 04 2009

Eine weitere Woche ist vergangen und es hat sich absolut nichts verändert. Das einzige was sich weiter angehäuft hat sind MCPs, aber keine Dollars. Solangsam frustriert das Ganze ein wenig. Ich hab vielleicht wieder den einen oder anderen Fehler gemacht aber dazu kamen auch mal wieder heftige Suckouts. Allein in der letzten Session TT vs. K4s und AJ vs. A2. 

Meine ITM Quote liegt mit 53% nicht im break-even Bereich und daher habe ich wieder -7,20$ erwirtschaftet. Diese Woche werd ich mich nochmal richtig auf mein Spiel fokussieren und auch versuchen den Sit N Go Wizard wieder am Start zu bringen. Sollte sich dann kein weiterer Erfolg einstellen werde ich das Projekt Mansion Poker eventuell beenden bevor es richtig angefangen hat.

Es macht für mich nicht Sinn viel rumzugrinden um nachher vielleicht nur ~10$ behalten zu können. Mit der Zeit kann ich meine andere Kohle in normalen SnGs easy Geld scheffeln.

Nunja ich hoffe einfach mal, dass diese Woche wesentlich erfolgreicher wird und ich nächste Woche wieder mal Gewinne verbuchen kann.





Poker Review #15

31 03 2009

Eine Woche Dauerzocken auf Mansion Poker ist vorbei und sie verlief eher unbefriedigend. Ich habe täglich 8 Dons hinter mir gebracht und wie befürchtet ist das Limit schwer zu schlagen, da der Rakeanteil einfach viel zu hoch ist. Aber für das Punktesammeln ist es wohl am einfachsten.

Dabei kam wieder alles zusammen. Ich habe größtenteils auch wohl eher schlecht als recht gespielt. Ich war vielleicht nicht ganz konzentriert und hab icherlich einige Fehler gemacht. Zudem kamen wieder Suckouts vom Feinsten dazu und die Sache geriet arg ins Negative.

Meine ITM Quote liegt lediglich bei 50%, was deutlich zu wenig ist. Ich habe immerhin mittlerweile 516 MCPs generiert aber werde morgen mal nachrechnen ob ich mit diesem Tempo mein Ziel erreiche oder ob ich nochmal umsattele.

Aufgrund des hohen Rakes habe ich einen Verlust von 11,20$ hinnehmen müssen, was meine Bankroll auf 30,39€ hat sinken lassen. Ich weiß nicht wie ich die Abwärtsspirale stoppen kann. Normalerweise ist man ohne Rake bei 50% breakeven. Vielleicht entscheide ich mich nochmal für eine andere Turnierform. Morgen werde ich das Ganze nochmals durchrechnen.

Inwiefern sich was ändert erfahrt ihr dann nächste Woche. Auf jeden Fall habe ich vor mich diese Woche wieder vermehrt auf das Pokern zu konzentrieren und es nicht als Nebensache neben das Chatten und Surfen verkommen zu lassen.





Auf Schalke brennt der Baum

26 03 2009

Ich als Schalke Fan der ersten Stunde beobachte momentan mit starken Bauchschmerzen, was auf Schalke gerade vorläuft. Heute gab Aufsichtsratchef Tönnies bekannt, dass Fred Rutten bis zum Saisonende weiterhin Trainer bei Schalke 04 bleiben wird. Zudem wurde die Vorstellung des neuen Managers auf die nächste Woche, passenderweise zum 1. April verschoben.

Dabei stellen sich mir direkt zwei Fragen. Die erste Frage ist warum Fred Rutten weiterhin Trainer bleiben darf. Die einzige logische Erklärung ist es, dass man die Abfindung, welche wohl um die 1,5 Mio € beträgt, sparen möchte. Da es Schalke finanziell wohl auch nicht gerade sehr gut vielleicht ein notwendiger Schritt?!

Aus sportlicher Sicht ist er auf jeden Fall fatal. Fred Rutten preist zwar weiterhin, dass er immernoch 100% für Schalke 04 gibt aber das kann ihn kein Mensch glauben. Selbst wenn er wirklich gewillt ist noch was zu reißen macht ihn sein eigenes Unterbewusstsein ein Strich durch die Rechnung. Wer gibt schon 100% wenn man weiß, dass der Ausgang der Gleiche ist, egal ob man erfolgreich ist oder nicht. Ebenso wird es die Mannschaft sehen. Warum soll sich die Mannschaft noch ins Zeug legen wenn sowieso klar ist, dass zum Saisonende ein radikaler Schnitt mit einem neuen Trainer gemacht wird. Das stellt die Mannschaft vor einer Charakterfrage, welche einige sicherlich annehmen werden aber viele auch nicht.

Der Tabellenplatz im Mittelfeld ändert nicht viel daran. Man kann sich kaum noch verbessern aber auch nicht verschlechtern. Schalke gurkt im Mittelmaß herum, sodass die letzten Spiele der Saison eigentlich kaum Bedeutung haben. Warum diese Phase nicht als Testphase mit einem neuen Trainer nutzen? Warum die Zeit einfach so verschenken?

Die zweite Frage, welche ich mir nach den heutigen Aktionen stelle ist warum man sich selber eine Frist setzt nur um diese im Nachhinein nicht einzuhalten? Das Image und die Seriösität des Vereins ist stark gefährdet wenn man solch wichtige Personalentscheidungen a) dermaßen öffentlich macht und b) immer weiter aufschiebt.

In meinen Augen hapert es bei Schalke nicht nur an Spielern / Trainern sondern vor allen Dingen auch an starken Leuten mit Ahnung. Das Führungsgespann Tönnies und Schnusenberg hat sich die letzten Monate einfach als inkompetent erwiesen. Beide scheinen einen unglaublichen Drang zur Selbstdarstellung zu haben und sich einfach gerne im Rampenlicht zu sehen.

Auf Schalke fehlt es an einen Mannn, der die Eier hat diesen beiden Paroli zu bieten und einen Maulkorb aufzuerlegen. Wenn ich allein die Situation um Müller nachträglich betrachte. Nach dem die Negativserie anfing hieß es, dass Müller ein Konzept vorgelegt hat, was die Verantwortlichen überzeugt hat mit ihm weiterzumachen. 2 Wochen später war das Konzept nicht mehr überzeugend genug?! Schnusenberg und Tönnies lassen sich leiten, gehen den populären, simplen und einfachen Weg. Sie sind letztlich einfach inkonsequent, was sich nun in der „Begnadigung“ für Rutten zeigt.

Ich weiß nicht wo Schalke mit diesen beiden Menschen zum Schluss noch landen wird. Es scheint als benutzen sie Schalke als eine Art persönliche Spielwiese. Richtig Ahnung was sie dort anstellen scheinen sie auf keinen Fall zu haben. Jeder vernünftige Verantwortliche bei einem Bundesligaverein castet den neuen Manager nicht derart öffentlich. Die Aktionen der beiden sind unbedacht und ganz nach der „Kopf durch die Wand“ Mentalität.

Ich hoffe Schalke findet jemanden mit gehörigem Fußballsachverstand mit gleichzeitiger Ahnung vom Managergeschäft und Authorität um Tönnies und Schnusenberg vollends in den Hintergrund zu drängen. Nur so kann man Schalke noch retten.





Der Amoklauf von Winnenden und seine Konsequenzen

23 03 2009

Nahezu zwei Wochen ist es her, dass der 17jährige Tim K. an seiner ehemaligen Schule und auf der folgenden Flucht 15 Leute tötete und anschließend selber starb. Das Thema wurde in den Medien bis auf das kleinste Detail aufgedröselt und eigentlich habe ich mich entschlossen nichts zu dem Thema zu schreiben, da jeder Heini jetzt einen 0815 Text zum Thema verfasst.

Jeder spricht drüber, jeder schreibt drüber und jeder gibt seine Meinung dazu hab. Ich hab eher im Stillen an die Opfer gedacht anstatt direkt auf Ursachen, Gründe und wilde Theorien einzugehen. Nun ist dieser Ammoklauf zwei Wochen her und wir spüren immer noch die Nachwehen.

Immernoch wird diskutiert, diskutiert und diskutiert warum Tim K. diese Tat ausgeübt hat. Zum einen wird aufgeführt, dass er psychische Probleme hat und in entsprechender Behandlung war und zudem von Schülern gemobbt wurde und von den beiden arbeitstätigen Eltern wohl vernachlässigt. Zudem ist das Waffenarsenal und die frei zugängliche Waffe des Vaters ein Punkt, welcher den Amooklauf erst möglich gemacht hat.

All diese Faktoren rücken momentan meines Erachtens aber zu Unrecht etwas in den Hintergrund und wie nach jedem Amoklauf eröffnet sich die Killerspieldiskussion. Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Letztendlich wäre ein Verbot der Killerspiele die einfachste Möglichkeit um zukünftige Amokläufe zu „verhindern“. Wie soll man denn Mobbing an den Schulen verhindern? Wie soll man herausfinden, dass so ein unscheinbarer Junge einen Amoklauf plant? 

Da ist es einfacher die Schuld auf die Spiele zu schieben und diese zu brandmarken. Es ist einfach der einfachste Ausweg aus der Sache aber wird dem Ganzen leider nicht gerecht. Killerspiele als Ursache für einen Amoklauf oder selbst als einen Faktor dafür zu titulieren halte ich für höchst fahrlässig.

Ich selber bin passionierter „Killerspielspieler“ und kann dementsprechend gut verstehen warum diese Spiele eben kein Faktor sind. Im Vordergrund steht nicht das wahllose Töten von Menschen, sondern Strategie, Taktik. Man verfolgt Missionen, Aufträge, Sachen die einen gewissen Sinn haben. Außerdem tötet man keine „Menschen“ sondern lediglich virtuelle Pixel. Auch wenn die Spiele immer realitätsnaher werden ist die Grenze zum Realen hin schon mehr als enorm.

Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, dass ein Mensch diese Grenze überschreitet, dass ein Mensch Leute im realen Leben umbringt weil es ihm virtuell Spaß macht. Dazu bedarf es schon psychische Probleme und andere gesellschaftliche Hintergründe, welche bei Tim K. ja anscheinend auch zu Haufe vorhanden waren.

Mittlerweile spielen Millionen Menschen weltweit dieses Spiel. Jedes Mal wenn ein Mord von diesen begangen wird ist die Wahrscheinlichkeit geringer kein solches Spiel auf dessen PC zu finden, da mittlerweile jedes Kind einen PC hat und auch über solche Spiele verfügt. Richtig düster ausgedrückt sind Amokläufe Ausnahmen, welche die Regel bestätigen. Millionen von Menschen können unterscheiden zwischen Realität und Virtualität. Einzelne Menschen scheinbar nicht und dann sollte man sich die Frage stellen warum diese es nicht können. An den Spielen liegt es nicht.

Mittlerweile denken Handelswarenketten darüber nach Spiele ab 18 Jahren aus dem Sortiment zu entfernen. Ein absolut sinnloser Schritt meiner Meinung nach. Zum einen ineffektiv, da man mittlerweile über Internet sowieso an alles herankommt und ein Verbot von Killerspielen keinen Einfluss auf zukünftige Amokläufe hätte.

Man muss sich nur mal selber die Frage stellen. Wäre dieser Amoklauf auch passiert, wenn es keine Killerspiele geben würde? Ganz eindeutig ja! Diese Kinder haben so große Probleme gehabt, waren so verzweifelt, dass es eine Frage der Zeit war bis sich ihre Agggression entlädt.

Fasst man alles zusammen kann ich nur feststellen, dass es keine „Universallösung“ zum Thema Amoklauf gibt. Die Ursachen für Amokläufe sind zu individuell und psychisch bedingt. Kein Mensch kann hervor ahnen, dass ein Kind solche Tendenzen hat. Höchstens die Eltern können soetwas mitbekommen und daher sehe ich auch eine große Verantwortung bei ihnen. Sie können selber entscheiden ob ein Kind solche Spiele spielen sollte, ob es gemobbt wird und dergleichen und entsprechende Schritte unternehmen, welche im Fall von Tim K. ausgelassen wurden.

Die Gesellschaft sollte aber aufhören einen unschuldigen Sündenbock herauszupicken und alles auf ihn abzumünzen nur weil es die simpelste Lösung ist und man nicht darauf klar kommt, dass solche Sachen nun mal nahezu unvermeidbar sind und sich eigentlich jeder an die eigene Nase packen müsste und auf seine Kinder aufpassen sollte.

Aktuell wurde bekannt gegeben, dass das Intel Friday Night Game, ein eSport Event mit den Disziplinen Counter Strike 1.6 und Counter Strike Source abgesagt wurde. Das Event sollte am Freitag in der Stuttgarter Liedhalle stattfinden. Ich gratuliere hiermit den Politikern zum zerstören eines kleinen Jungendkultes. Für die Allgemeinheit mag es vertretbar sein, dass nur 15km vom Tatort keine Killerspiele gespielt werden sollten. Aber das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun und daher halte ich es einfach für banal. Das eine Woche später nach dem Amoklauf eine große Waffenmesse in Nürnberg stattfand, interessiert keinen.





Poker Review #14

23 03 2009

Nun denn ich habe angefangen auf Mansion Poker zu spielen. Die Umstellung auf der Softwaren fiel mir recht einfach, da das Spielsystem komplett dem von Titan Poker ähnelt und lediglich das Design anders ist.

Zunächst begann ich mit den gewöhnlichen SnGs. Doch nachdem ich nachgerechnet habe wieviel SnGs ich spielen müsste um die erforderlichen MCP (Mansion Club Points) zu bekommen um den Bonus freizuschalten, habe ich mich entschlossen auf die Double-Or-Nothing (DoNs) SnGs umzusteigen.

Ganz einfach aus dem Grund, da diese Turniere wesentlich simpler zu spielen sind und sich somit besser eignen um noch mehr multitablen zu können. Ergo spiele ich jetzt täglich 8 DoN Turniere in zwei Sessions verteilt und bekomme mit der Rate auch locker den Bonus freigespielt.

Allerdings schlägt sich das Ganze eher negativ auf meine Gewinne aus, da man bei den DoNs kaum Gewinn macht aber auch ebenso wenig Verluste. Daher stelle ich mich darauf ein jetzt eine Weile ziemlich Break-Even zu spielen. In der ersten Woche hatte ich eine In-The-Money Quote von lediglich 60% bei den DoNs. Da der Rake ziemlich groß ist im Verhältnis zum Buyin entspricht das nur wenig Gewinn.

Zudem konzentriert man sich eher weniger auf die Mitspieler und stumpft ein wenig ab vom pokertechnischen her. Dementsprechend schleichen sich auch kleine Fehler ein und vermischt mit ein paar Bad Beats (z.B. AA vs. JJ, QQ vs. JJ) kamen insgesamt lediglich +1,2$ gesamtgewinn heraus. Aber der Fokus liegt nun mal auf das Freischalten des Bonusses und das geht mit dieser Spielweise am schnellsten und simpelsten.

Nächste Woche gibt es laos den nächsten Zwischenbericht.





Poker Review #13

16 03 2009

Eine anstrengende Woche liegt hinter mir, auch pokertechnisch. Denn bedingt durch meinen Zeitmangel im letzten Monat hatte ich in dieser Woche noch einen pending Bonus von 5$ freizuspielen bevor der Bonus abläuft und durch eine exzessive Session am Freitagmorgen ist mir das auch noch geglückt.

Da ich generell nicht viel Zeit hatte habe ich meinen Fokus dementsprechend nur auf Full Tilt Poker gelegt und dort pro Tag 6 TURBO SnGs bzw. teilweise auch mehr gespielt um den Bonus freizuschalten. Dabei habe ich mich immer auf dem 2$ Limit bewegt.

Generell lief die Woche eher schlecht als recht. Der Upswing ging zu Ende und es kam irgendwie alles zusammen. An diversen Tagen war ich irgendwie unzufrieden mit meinem Spiel, bin ein wenig getiltet und habe schlechte Entscheidungen getroffen, sodass ein Teil meiner Verluste auch auf Unvermögen beruht. Wenn es dann mal schlecht läuft kommt es knüppelhart und es mischten sich noch Bad Beats der übelsten Sorte mit ein.

So kam es vor, dass ich bestimmt fünfmal bis zum Turn die bessere Hand hatte aber mein Opponent immer am River eine Straight getroffen hat. Der selbe Verlauf fünfmal in einer Woche. Das war schon recht frustrierend. Zudem konnte ich viele 70% Situationen a la KK vs. AK, QQ vs. AK, 99 vs. A5 usw. nicht für mich entscheiden und bin oft mit solchen Händen aus dem Turnier geflogen. Außerdem bin ich diese Woche wieder häufiger in Asse gerannt und es kam zu einem famosen Aufeinandertreffen zwischen meinen Queens gegen Tens, Jacks und Kings, was die Kings letztendlich (verdient) gewonnen haben obwohl meine Damen und die Jacks einen Drilling getroffen haben.

Es war also eine Mischung aus teilweise schlechtem Play und auch ein wwenig bad luck, woraus der Verlust resultiert. Ich muss unbedingt zusehen, dass ich einen Ersatz für den SnG Wizard bekomme und mein Spiel im Nachhinein zu analysieren. Das fehlt mir doch wesentlich und ich denke, dass ich so mein Spiel noch weiter verbessern kann.

Letztendlich steht rein pokertechnisch ein Verlust von -13,60$ zu Buche, was sich aber durch den Bonus wieder ein wenig relativiert. Insgesamt bin ich mit +93,30$ im Plus. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meiner bisherigen Karriere auf Full Tilt Poker. Die Software hat mir auch entsprechend gefallen und ich überlege eventuell meine Bankroll zu sammeln und dann komplett auf Full Tilt Poker einzuzahlen und dort weiterzuspielen.

Bis es soweit ist muss ich aber erstmal den Bonus bei Mansion Poker erspielen, den ich nun meine vollste Aufmerksamkeit zukommen werden lasse. Über meine erste komplette Woche auf Mansion Poker werde ich dann nächste Woche berichten.





Watchmen

12 03 2009

Vergangenen Donnerstag war wieder ein Kinobesuch fällig. Der Film war „Watchmen“ und aufgrund einer filmstarts.de Bewertung von 9/10 ging ich auch mit entsprechenden Erwartungen hinein. Das Comic war mir leider kein Begriff und auch vom Trailer her hat mich der Film eigentlich nicht besonders angesprochen.

Der Film spielt auf jeden Fall in einer alternativen Realität, wo Nixon in den 80iger Jahren noch Präsident ist und die Amerikaner den Vietnamkrieg gewonnen haben. Amerika und Russland sind bis auf den Zahn bewaffnet und es fehlt nur noch ein Funke, welche den atomaren Super GAU auslöst. Die Watchmen, eine Gruppierung von Superhelden ohne wirkliche Supermächte wurden von Präsident Nixon in den Ruhestand geschickt. 

 

Watchmen vor ihrer Deaktivierung

Watchmen vor ihrer Deaktivierung

 

 

Die Watchmen bestehen dabei aus dem Comedian. Ein älterer, brutaler, betrunkener Anti Held, der immer ein Lächeln auf seinem Gesicht hat und vor nichts zurückschreckt. Ein weiteres düsteres Mitglied ist Rorschach, dessen Gesicht von einer Maske bedeckt ist. Er ist psychisch angeknackst und kehrt sich eher weniger um die Menschen und empfindet die Welt als Abschaum. Adrian Veidt hat aus seiner Superhelden Vergangenheit bare Münze gemacht und verkauft u.a. Spielfiguren seiner selbst und hat sich ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Night Owl II und Silk Specre II sind die einzig „normalen“, welche beide ihrer Superheldenvergangenheit nachtrauern und sich in ihrem normalen Leben eher langweiligen. Ergänzt wird die Crew durch den allmächtigen Dr. Manhattan. Bei einem schief gelaufenden Experiment erlangte er als einziger Held wirkliche Superkräfte und wird nahezu gottgleich dargestellt. So kann er durch Zeit und Raum wandeln wie er lustig ist. Allerdings hat er sich aufgrund seiner nahezu unendlichen Macht von der Gesellschaft immer weiter abgewandt  und kümmert sich kaum noch um irdische Belange.

 

Die Watchmen

Die Watchmen

 

 

Nun kommt es dazu, dass der Comedian von einer mysteriösen Person umgebracht wird. Rorschach vermutet daraufhin direkt ein Angriff auf die inaktiven Watchmen und leitet deren Reaktivierung ein. Der Film beginnt dann erst nach etlichem Vorgeplänkel an Fahrt aufzunehmen.

Das Setting ist auf jeden Fall wundervoll getroffen. Die Umwelt der Superhelden, die Menschen etc. wird richtig dreckig, korrupt, egoistisch dargestellt. Die Welt steuert auf eine Dystopia zu. Entsprechend sind auch die Bilder meist trostlos, meist dunkel und schlechtes Wetter. Das Setting lässt einen tief in die Comicwelt eintauchen und auch die Gedankengänge der Charaktere nachvollziehen.

 

Silk Spectre II

Silk Spectre II

 

 

Die Charaktere sind vielfältig und sehr interessant. Sie machen für mich den großen Pluspunkt des Films aus. Ähnlich wie in „Spiderman 3″ oder „The Dark Knight“ werden die Helden nicht als perfekt und ideal dargestellt sondern als Mörder, Vergewaltiger, egoistisch und geldgeil. Sie haben sich ihrer dreckigen Umwelt angepasst. Das macht den Film um einiges interessanter als einen 0815 Superheldenfilm. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet und man bekommt zahlreiche Hintergründe ausführlich dargelegt. Die schauspierische Leistung erbringt natürlich auch ihren Teil. Der gesamte Cast ist gut gewählt und spielt seine Rolle sehr glaubhaft. Rorschach, als Erzähler, ist vielleicht noch hervorzuheben, da sein Charakter mit am interessantesten und zwiegespaltesten ist.

Einzig alleine der Plot hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. Es wurde zu Beginn viel Augemerk auf die Charakterausarbeitung gelegt, was den Film auch durchaus interessant macht. Aber die eigentliche Story kommt zunächst wenig voran und am Ende erhöht sich das Tempo auf einmal enorm. Der gesamte Vorgang, welcher zur Reaktivierung der Watchmen führt ist teilweise etwas langggezogen und auch ein wenig zu romantisiert. Bei ~160 Minuten darf man sich aber auch die eine oder andere Länge erlauben.

Weitere Pluspunkte ist die teilweise aufblitzende Selbstironie und Satire im Film. (z.B. Nixon’s Nase) Außerdem nimmt der Film kein Blatt vor dem Mund. Es werden nackte Körper und brutale „Menschenexplosionen“ gezeigt, wo man sich durchaus wundert, dass der Film eine Freigabe ab 16 Jahren bekommen hat.

Insgesamt hinterlässt „Watchmen“ bei mir einen ganz guten, wenn auch nicht überragenden Eindruck. Die Comicwelt ist wirklich gut dargestellt, die Chraktere machen den Film aus und lassen den Plot allerdings ein wenig in den Hintergrund rücken auch wenn der Twist am Ende die Sache durchaus wieder spannend macht. Aber die ganzen Kleinigkeiten machen den Film zu einem durchaus unterhaltsamen Kinoerlebnis, weshalb der Film von mir glatte 8/10 bekommt.





Poker Review #12

9 03 2009

Eine weitere Woche ist vorbei. Leider konnte ich das erhoffte Pensum nicht einhalten. Die Gründe sind vielschichtig. Zum einen bin ich momentan auf Wohnungssuche in meiner zukünftigen Heimat in Münster und daher bleib irgendwie wenig Zeit fürs Pokern.

Ergo habe ich auch nur zwei Sessions gespielt. Diese liefen aber durchweg erfolgreich und der Upswing hat sich diese Woche weiter ausgebreitet. Zudem gab es die vorletzte Bonusfreischaltung. Die restlichen tage werde ich nun soviel zocken, damit ich mir die letzten 5 Dollarios auch noch sichern kann. Danach werde ich meine Aktivität auf FTP zunächst einstellen um meinen Fokus ganz auf Mansion Poker zu richten und dort das maximale an Bonus abzusammeln. Anschließend werde ich entscheiden auf welcher Plattform ich in welcher Intensität spielen werde.

Jedenfalls habe ich bei FTP diese Woche auch einige Male gute Suckouts verteilt, was sich heute allerdings auch wieder gerächt hat und ich die üble Breitseite abbekommen habe aber dazu mehr nächste Woche. Das Resultat auf FTP fällt auf jeden Fall sehr positiv mit einem Gesamtgewinn von +22,10$ aus. Inklusive Bonusauszahlung kommt ein Gesamtgewinn von +105,15$ zustande. Sollte es in diesem Tempo weitergehen (was sich momentan nicht so abzeichnet), wäre es innerhalb weniger Tage möglich das nächsthöhere Limit in Angriff zu nehmen. (3,50$ Buyin)

Auf Mansion Poker habe ich leider nur eine Session spielen können. Dort lief es aber nach Anfangsschwierigkeiten durchaus gut und ich konnte die Session mit einem Gesamtplus von +3,80$ abschließen. Natürlich wurden auch hier 6 1$ TURBO SnGs gespielt. Der Rake ist minimal geringer als bei FTP aber dennoch wird es auch hier wohl seine Zeit brauchen bis ich das Limit schlagen kann aber durch den Bonus wird die Sache halt richtig attraktiv.

Diese Woche versuche ich die Intensität so zu steigern, damit ich die verbliebenen Boni auf Full Tilt Poker und Mansion Poker einlösen kann. Ich hoffe es wird mir gelingen zusätzlich auch noch den Blog weiter zu füllen.





Poker Review #11

2 03 2009

Es ist mittlerweile schon zwei Wochen her seitdem ich meine letzte Review geschrieben habe. Aufgrund beschränkter Aktivitäten in Sachen Poke und einer anstrengenden Karnevalswoche habe ich mich dazu entschlossen das Spektrum einmalig auf zwei Wochen zu erweitern.

Demnächst wird es eine Umstellung meiner wöchentlichen Poker „Ration“ geben, da ich mir nun den 50$ Pokerstrategy Bonus bei Mansion Poker gesichert habe und dort nun den verbleibenden Bonus schnellstmöglichst clearen möchte. Da ich auch nicht unbegrenzt viel Zeit habe werde ich daher meine Aktivitäten auf Titan Poker erstmal vernachlässigen nachdem es dort auch nicht wirklich gut lief in letzter Zeit.

Fangen wir aber wie gewohnt bei Full Tilt Poker an. Eigentlich hatte ich ja schon letzte Woche geplant dort das nächsthöhere Limit zu besteigen. Aufgrund der Karnevalssache ist das allerdings noch im Hintergrund geblieben und ich habe weiterhin die 1$ SnGs besucht mit großen Erfolg. Endlich habe ich auch mal einen „kleinen“ Upswing.

Momentan scheint auf FTP nämlich wirklich alles zu klappen. Alles was ich anfasse wird buchstäblich zu Gold. So schaffte ich es in den letzten Wochen zu 70% ins Geld zu kommen und auch häufig das SnG als 1. zu beenden. Dementsprechend habe ich mächtig Gewinn in Höhe von +29,40$ gemacht, was mal eben gut 1/4 meiner Bankroll entspricht. Insgesamt habe ich bei FTP nun Gewinne in Höhe von 70,18$ eingefahren.

Ich habe heute das Limit gewechselt und werde absofort auf dem 2$ Limit die SnGs bestreiten und versuchen den Bonus bis Fristende zu clearen, was mir eigentlich gelingen sollte. Inwiefern ich danach mit Full Tilt Poker fortfahren werde, weiß ich noch nicht.

Auf Titan Poker hingegen lief es gar nicht gut. Dabei habe ich dort, auch in der Nachbetrachtung, ziemlich gut gespielt. Aber irgendwie wurden meine Pushes meistens an der Bubble von a) Monstern oder b) crappy Hands gecallt und ich wurde ausgesuckt. Ich würde mir mal wünschen, dass meine Gegner richtige Calls mit guten Händen machen und ich „verdient“ ausscheide. Aber wenn ich gecallt werde dann meistens mit Trash und dann fällt es mir auch schwerer die Niederlage zu akzeptieren. 

So bleibt letztendlich ein Verlust von -21$ stehen, was meine Bankroll und Gesamtgewinn weiter dezimiert hat.

Aber nun gut diese Woche werde ich auf Mansion Poker starten. Ich werde mich heute eingehend über die neue Software informieren. Allerdings gehört sie zum gleichen Netzwerk wie Titan Poker, weshalb ich mich recht schnell eingewöhnen sollte. Die Gegner werden auf jeden Fall die selben sein, wobei ich natürlich erstmal niedrigere Limits besuchen werden. Ich weiß noch nicht ob ich mich wieder auf das 1$ Limit begebe oder entgegen dem PS.de Bankrollmanagement direkt auf 2$ starte.

Nächste Woche gibt es dann wieder neues zu lesen.





Let’s get it started!

28 09 2008

Ich hab nicht sonderlich viel Lust großartig über meinen ersten Blogeintrag nachzudenken geschweige denn ihn irgendeiner Form zu zelebrieren. Er wird so nüchtern und simpel sein, wie alle anderen Einträge auch die hier folgen werden.

An sich hätte ich nie gedacht, dass ich dieser Bloggerwelle aufspringen werde. Aber genauso wie alle anderen trendigen Erscheinungen (s. StudiVZ etc.) kommt man dann irgendwie doch nicht drum herum. Das heißt nicht, dass ich diesen Blog schreibe, weil mittlerweile jeder Mensch einen hat. Im Gegenteil irgendwie hab ich gerade Bock mich in Form der geschriebenen Sprache über mein Leben zu äußern. Da ich ein Tagebuch mittlerweile zu veraltet und zu aufwendig finde, gibt es jetzt also diesen Blog.

Ich werde versuchen ihn recht aktuell zu halten und auch ein wenig zu „pimpen“. Das Ganze wird sich allerdings ein wenig ziehen, frei nach dem Motto „Learning by doing“.

Ziel des Blogs ist es eigentlich größtenteils mein eigenens Leben und insbesondere meine Gedanken später mal durch diesen Blog zurückverfolgen zu können. Eine große Herrschar an Besuchern erwarte und wünsche ich mir eigentlich nicht. Dennoch heiße ich die eine oder andere verwandte Seele gerne Willkommen.

Das solls dann auch sein mit dem historischen, ersten Eintrag. Ich denk mal die Tage haue ich mal etwas zu meiner Person und als Exempel für mein Leben einen ersten Wochenendsbericht rein.

Tschööröö!





It’s me Mario (Raulito)

29 09 2008

Nach dem der Startschuss mit dem historischen erstem Post gefallen ist, ist es jetzt wohl an der Zeit ein paar Worte über meine Wenigkeit loszuwerden. 

Ich bin bereits stolze 20 Jahre alt (eine hässliche Grenze, wenn man bedenkt, dass die nächste 10 die 30 ist) und so gesehen quasi in der „Prime of my life“. Nur fühl ich mich noch nicht sorecht. Das hat verschiedene Gründe.

Der wichtigste Grund ist wohl, dass ich momentan nicht richtig weiß was ich mit mir anzufangen habe. Abitur habe ich in der Tasche, danach den Alibi Zivildienst geleistet um die wohl wichtigste Entscheidung in meinem Leben weiter herauszögern zu können. Nämlich die welche berufliche Richtung ich einschlage.

Generell zögere ich alles ziemlich lange heraus. Frei nach dem Motto „Ich habe ein Motivationsproblem bis ich ein Zeitporblem habe“. Das Problem bei solchen Entscheidungen wie der über die berufliche Zukunft ist, dass niemand dir ein Zeitlimit vorgibt. 

Aufgrund von Bequemlichkeit steht jetzt aber wohl fest, dass ich zum Sommersemester 2009 mit einem BWL Studium beginnen werde. Quasi das nächste Alibi und die bequemlichste Lösung bis zum Berufsstart. Hinzu kommt noch das Massenfach BWL. Da drängt sich schnell der Gedanke auf, dass ich mich von der Masse mitziehen lasse in Ermangelung eigener Ideen. Dem ist aber nicht so. Ich habe ein Wirtschaftsgymnasium besucht und dort Spaß am BWL Unterricht gehabt und dementsprechend sehe ich meine Zukunft in diesem Bereich.

Dual Studiumplätze sind leider schwieirig zu bekommen und eine Lehre als z.B. Industriekaufmann halte ich nicht für besonders anspruchsvoll. Deswegen wird es für mich direkt zum Studium gehen. So solls in der Zukunft aussehen. Momentan machte ich rein gar nichts. Ich gammel Tag für Tag rum. Zögerlich such ich mir zwar ein Nebenjob um vor dem Studio noch ein bißchen Kohle zu scheffeln aber richtig motiviert gehe ich nicht gerade ran, was sich aber die nächsten Tage ändern soll. (wird hier auch berichtet)

Soviel zum Thema berufliches. Sesshaft bin ich in einem kleinen Kaff. Knapp 15.000 Einwohner umfasst unsere ländliche Gemeinde und viel ist dementsprechend nichts los. (mehr darüber im Wochenendbericht) Ich lebe zur Zeit mit meiner Schwester und meiner Mutter in einer eher kleinen aber feinen Wohnung. Meine Eltern sind geschieden, verstehen sich aber dafür noch sehr gut und meine Schwester macht gerade die Pubertät durch, was das Familienleben durcheinanderwirft. (dazu kommt auch noch das ein oder andere)

Von der Person her bin ich eher der ruhigere Typ. Kein Mann großer Worte. Ich bin sehr sportbegeistert. Jede Ballsportart liegt mir, insbesondere der Fußball. Leider bin ich aktuell kein aktiver Spieler, was u.a. an meiner Bequemlichkeit liegt. Trotzdem bin ich sportlich relativ aktiv. Ich mach ein bißchen Krafttraining, Jogge, fahre Fahrrad und am Wochenende wird ordentlich gebolzt. All das um die Zeit totzuschlagen bzw. um meinen Körper in shape zu halten. Leider zeichnet sich dort nämlich langsam aber sicher eine kleine Wampe ab, die ich den Kampf angesagt habe. (mehr oder minder erfolgreich)

Vielleicht interessiert es den einen oder anderen noch woher der Nick Raulitosn kommt. Wie schon erfahren bin ich ziemlich fußballbegeistert und dazu noch sprachlich gewandt. Dies hat sich insbesondere im Spanischunterricht bewährt und da ich dort einer der besten war und zudem (Eigenlob stinkt) ein durchaus talentierter Stürmer bin, lautet einer meiner Spitznahmen Raúl, angelehnt an den spanischen Stürmer, der zur Zeit bei Real Madrid spielt. Da ich mich aber eher als kleinen Raúl sehe, kam es zu Raulito und da dieser Nick hier schon besetzt war hab ich das „sytlische“ „sN“ drangehangen.

Wie man sieht bin ich keine wirklich interessante Person. Aber hinter der scheinbar langweiligen Fassade gibt es durchaus noch das eine oder andere zu berichten. Also Stay tuned!

Tschööröö!

Btw: Sieht vielleicht etwas unstrukturiert und lang aus aber ich bin zu bequem das Ganze nochmal zu überarbeiten. Der Grund warum ich näher auf meine Person eingehe (z.B. Name), ist der, dass ich es zukünftigen Arbeitgebern nicht zu einfach machen möchte meine Person zu ergründen und damit ich hier in Ruhe lästern kann ohne, dass mich Bekanntschafften dabei ertappen :P





Der unmoralische Montag

30 09 2008

Ein großen Teil meiner im Moment reichlich vorhandenen Freizeit verbringe ich mit TV-Serien. Der Ursprung wurde schon früh gelegt, nämlich als GZSZ die gute alte Mini-Playback Show am Freitag Abend verdrängt hatte. Ich als kleiner Knabe musste daraufhin mit meiner Mama zwangsläufig GZSZ gucken, was denke ich mal ein wesentlicher Grund für meine heutige Serien-Affinität ist.

Ein zweiter Grund ist die US-Actionserie „24″. Als mitlerweile pubertierender Knabe war ich natürlich begeistert von der Action und von den zahlreichenden und spektakulären Twists und somit entstand auch ein Drang nach mehr. Heutzutage verfolge ich Serien wie „Heroes“, „Dr. House“ oder „Eli Stone“.

Gestern jedenfalls starteten zwei andere Serien mit dem Namen „Californication“ und „Dexter“. Beide wurden in der bislang größten Werbekampagne von RTL2 unter dem Namen „Der unmoralische Montag“ verkauft. Man musste schon sehr blind und taub sein um die Werbung im Radio, TV, Zeitung und auf Plakaten zu übersehen bzw. zu überhören. Ich jedenfalls bin schon vor einiger Zeit auf beide Serien aufmerksam geworden und habe sie mir angeguckt.

Im Großen und Ganzen handelt es sich bei beiden Serien um absolut sehenswerte Sachen. Generell bevorzuge ich mittlerweile immer öfter Serien vor Filme. Das liegt ganz und einfach daran, dass Serien die Charaktere viel genauer bescheiben und eine Story viel detaillierter wiedergeben können als das es ein Film kann.

Ein großer Pluspunkt bei Serien ist für mich immer die Wiedererkennung in den Charakteren um denen es in der Serie geht. Und diese ist bei „Dexter“ und „Californication“ sehr groß.

„Dexter“ handelt um einen Serienmörder namens Dexter Morgan, welcher trotz seines „Hobbys“ bei der Polizei als Blutspuranalytiker arbeitet. Die Serie sorgte in Amerika für heftige Kontroverse, da in der Serie ein Serienmörder sympathisch verkauft wurde. So tötet Dexter, der im Übrigen bedingt durch geschichtliche Ereignisse quasi einen Mordzwang hat, nur Menschen, die der Strafverfolgung zu Unrecht entgangen sind. Ich vergleiche mich von der Persönlichkeit her mit Dexter, da er der ganzen Welt einen anderen Menschen präsentiert, als er wirklich ist und sich dabei ziemlich geschickt anstellt. Ich bin jetzt nicht der Typ Selbstmörder aber von den Charaktereigenschaften doch sehr ähnlich, nämlich zurückhaltend, oft in meiner eigenen Welt und teilweise auch verlogen. 

„Californication“ ist hingegen ein anderes Kaliber. Diese Serie handelt um einen Schriftsteller namens Hank Moody, dessen Leben nach den Umzug von New York nach Hollywood den Bach untergeht. Er verliert seine Familie, befindet sich in einer Schaffenskrise und schaut quasi nur zu. Aus Frust vögelt er sich durch die Frauenlandschaft und nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Serie besticht durch das radikale Brechen von Tabus und ist erfrischen offen. David Duchovny, den man sonst nur als Prototypen Fox Mulder aus Akte X kennt, spielt wirklich überragend. Ich hätte nie gedacht, dass er aus seiner Akte X Rolle mal herauskommt. Auf jeden Fall wird Hollywood in dieser Serie brutalst unterschwellig auf den Arm genommen und das zurecht.

Für alle die ähnlich serienbegeistert sind, sind diese beiden Serien Pflicht. Für alle anderen der perfekte Einstieg in die Serienlandschaft. RTL2 fabriziert nicht viel gutes Fernsehen aber in Sachen amerikanischen Serien beweisen sie einen guten Geschmack. (s. Heroes, 24)

Thumbs Up für den Unmoralischen Montag!

Morgen schreib ich dann mal was über das Wochenende.

Tschööörööö!





This is Vienna calling…

3 10 2008

Es hat nicht lange gedauert bis auch in diesem Blog sich die ersten Versäumnisse breitmachen. Eigentlich habe ich ja eine kleine Stichprobe aus meinem Leben in Form eines Wochenendberichts versprochen aber daraus wird wohl nichts mehr. Irgendwie hab ich kein Bock über das vergangene Wochenende zu berichten, denn in meiner momentan sehr kurzweiligen Welt liegt es schon gefühlte Jahre zurück.

Ich blicke lieber in die Zukunft und d.h. für mich auf eine Reise in die österreichische Hauptstadt Wien. Sicherlich ist Wien nicht gerade das attraktivste Ziel für junge Menschen meines Alters, weshalb ich auch mit geringen Erwartungen die Reise antrete. Letztendlich ist Wien ein weiterer Ort den ich auf meiner quasi „To Do List“ der europäischen Hauptstädte abhaken möchte.

Nach Paris, Rom und Barcelona (Madrid war mir zu langweilig) kommt jetzt nun also Wien. Ich kenne nicht viel von Wien abgesehen vom Opernball, dem Prater und das Wiener Schnitzel und bin gespannt was Wien so zu bieten hat. Ich fahr mit einer Truppe von lustigen Kollegen dahin, weshalb der Trip sowieso legendär wird und in Form von diversen Berichten bestimmt hier erscheinen wird. (sofern ich es nicht wieder versäume)

Abgesehen davon nutze ich die Wienreise mal wieder als ein Ereignis für einen Neuanfang aus. Nach Wien will ich die Dinge wie Jobsuche und Führerschein wieder motivierter anpacken und endlich mein Leben richtig starten. Daher hoffe ich, dass es hier demnächst etwas lebendiger wird, also stay tuned!

Tschööörööö





Auf Wiederschaun’ Wien

10 10 2008

Finally The Raul has come back to Velen! 4 Tage war ich in der österreichischen Hauptstadt, habe viel über Wien gelernt und zahlreiche Eindrücke gewonnen, welche ich nachfolgend schildern möchte.

Samstag Abend ging es los und nach einer gut neunstündigen Fahrt kamen wir gegen 11 in Wien an, was ein paar Stunden zu früh war, da wir erst gegen 15 Uhr im Hotel einchecken konnten. Also sind wir direkt mal durch die Stadt getingelt. Da wir keine Lust hatten uns eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien zu beschaffen, sind wir gelaufen, was sich später als fataler Fehler herausstellen sollte.

Wir sind zunächst einmal zum Parlament gekommen, haben dort ein kleines Päuschen eingelegt, sind dann über den Prater geschlendert und wussten zu guter Letzt überhaupt nicht wo wir waren, da wir die Stadtkarte natürlich im Auto liegen lassen haben. Direkt zu Beginn also in Wien gelaufen und wir haben gleich gemerkt, wie groß Wien doch ist. Größer als ich es mir vorgestellt habe. Letzten Endes sind wir gegen 3 Uhr dann doch wieder am Hotel angekommen, nach dem wir einige epische Umwege in Kauf genommen haben.

Nach kurzem Relaxen im Hotel und ein wenig Schlaf wollten wir uns Vienna by Night geben und sind losgezogen. Da die Motivation nicht sonderlich groß war was großartiges zu unternehmen sind wir letzten Endes in einem Kino in „Burn After Reading“ (Top Film!) gelandet und sind danach noch ein bißchen durch die Straßen zum Hotel geschlendert.

Das Hotel war nichts dolles. Drei Sterne, ziemlich ramponierte Dusche, ziemlich kleines Zimmer aber es hat gereicht und außerdem gab es noch ein gutes, vielseitiges Frühstück, was für einiges entschädigte. Am zweiten Tag begannen wir mit dem Sightseeing. So haben wir u.a. das UN Gebäude (sehr trostlos), die Innenstadt und diverse Kirchen angeguckt. Sah teilweise alles sehr pompös aus, versprühte aber diesen gewaltigen Eindruck wie es z.B. die Kirchen in Rom taten. Anschließend waren wir noch shoppen und haben uns schlau gemacht was Nachts in Wien so abgeht. Nach frischmachen und einem kleinen Mahl (Mc D, BK, KFC wurden präferiert) haben wir uns dann zum „Kaktus“ augemacht. Eigentlich als Disco beschrieben, war es mehr eine kleine Bar. Wir saßen drin und haben angefangen die komplette Karte zu trinken, doch es wurd schnell fad, weshalb wir wieder rausgingen und wieder durch Wien gelatscht sind.

Was mich an Wien seehr überrascht hat, war das allgegenwärtige Rotlichtmilieu. Teilweise jedes zweite geschäft war ein Sexshop, Gayshop o.ä. Man wurde von Nutten angesprochen, teilweise lagen Pennymärkte direkt neben Bordellen, ziemlich abgefahren. Ich hätte mir Wien als eher prüdere Stadt vorgestellt, aber ich wurd vom Gegenteil überzeugt. 

Am dritten Tag betrieben wir dann intensives Sightseeing. Wir haben das Ernst-Happel-Stadion besucht (sehr trostlos und unspektakulär), das Sissi-Schloß (beeindruckender Garten) und das Schloß Schönbrunn. Die beiden Schlößer waren für mich das Highlight des Sightseeings. Der Rest war kaum beeindruckend und spektakulär bis auf das Rathaus, was durch seine enorme Größe beeindruckte. 

Da es die letzte Nacht in Wien war, wollten wir dann auch dementsprechend auf den Putz hauen. Man hatte uns das „U4″ als die Disco Wiens empfohlen, also nichts wie hin. Leider hat uns unsere Rezeption die falsche Wegbeschreibung gegeben, weswegen wir nachts (ergo keine U-Bahn mehr) einen Riesenumweg gelaufen sind um dann festzustellen, dass die Disco voll ist und man wohl zwei Stunden warten muss um reinzukommen. Wir erkundigten uns nach anderen Möglichkeiten und entschieden uns für das „Passage“.

Diese Entscheidung kann man getrost als Epic Fail einstufen. Wir wurden vom Türsteher schon mit einem „Ich kenn euch nicht“ begrüßt, was uns eigentlich schon hätte warnen sollen. Doch er machte eine Ausnahme uns ließ uns rein, für 15 Euro Eintritt. Drinnen folgte Schock nach Schock. Die Musik war 70/80s, gar nicht nach unserem Geschmack. Das Alter war dementsprechend hoch und im Durchschnitt bestimmt über 30. War das noch nicht ausreichend, waren die Preise auch noch extrem hoch. (0,7l Flasche Vodka 200€ z.B.) Das Klientel bestand zum größten Teil aus reichen, alten Russen und blonden Plastikschlampen die wohl gehofft haben reich heiraten zu können.

Wir haben es kaum zwei Stunden in dem Club ausgehalten und sind schließlich raus, ins Taxi und ins Hotel gedackelt. Dort hab ich mir noch Obama vs. Mc Cail Teil 2 gegeben, sehr einschläfernd.

Am letzten Tag haben wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten mitgenommen, Erinnerungen gekauft und sind dann schon vorzeitig abgereist.

Insgesamt würde ich den Wien Trip nicht als kompletten Reinfall betrachten aber auch nicht als großen Erfolg. Wien ist unspekatkulärer als erwartet. Die Sehenswürdigkeiten reißen einem kaum aus dem Hocker. In der Stadt selbst ist auch nicht viel los. Der spezielle Flair wie z.B. in Rom fehlte, Wien war einfach eine gewöhnliche Großstadt, wie ich es mir aber auch im Vorraus vorgestellt hatte, also war ich nicht sonderlich enttäuscht. Die einzige Überraschung waren die vielen Sexshops in Wien, damit hätte ich nie gerechnet. Wir hatten trotz aller Probleme und Schwierigkeiten unseren Spaß und haben, denke ich, das Beste drauß gemacht. Es tat gut mal für ein paar Tage dem tristen Alltag zu entgehen.

Diese auszeit werde ich (mal wieder) für einen Neuanfang planen. Durch das viele Junkfood aber auch gute Essen (leckeres Wiener Schnitzel und geile Steaks im Maredo) werde ich versuchen vermehrt Sport zu treiben. Dafür habe ich mir Joggingsachen gekauft um die 90kg Marke wieder deutlich zu verlassen. Ziel sind <80kg! Darüberhinaus wird nächste Woche fleißig die Fahrschule besucht und intensiv nach nem Job gesucht sowie das zukünftige Studium in Angriff genommen. Also stay tuned!

 

Tschöörööö!





Fat Man Walking…

14 10 2008

Mittlerweile hat mich der Alltag wieder fest in der Hand nach dem kleinen Trip nach Wien. Viel geändert habe ich nichts. Fahrschule und Jobsuche hab ich auf die nächsten Tage aufgeschoben, mal sehen ob es was wird. Ihr solltet es ja mittlerweile kennen, ich kann es mir beinahe nicht mehr erklären.

Aber zu einem anderen Thema: Nachdem ich vor ein paar Wochen mal bei meinem Kollegn auf die Waage gestiegen bin und dabei 90 KG + herauskam, war ich schockiert.

Grundsätzlich war ich als Kind immer sehr, sehr dünn. Meine Mama meinte oft man könnte auf meinen Rippen Klavier spielen und so war es auch. Dabei hab ich schon immer viel und nicht gerade gesund gegessen, konnte es aber dennoch irgendwie ausgleichen. Hier gibt es auch Parallelen mit meinem Vater, welcher ebenfalls bis ~18 Jahre ziemlich dürr war und dann schlagartig zunahm und heute ebenfalls gut proportioniert ist.

Nunja ab 18 Jahren hört der menschliche Körper wohl generell auf zu wachsen und die Fettablagerung scheint auch anders zu laufen und der genetische Hammer trifft einem. Wenn man das dann mit ungesunden Fast-Food mischt (Bahnhof war direkt neben McD, wer kann da vor einem kleinen Mittagssnack widerstehen?) und dann noch eine richtige leckere Pizzeria im Ort entdeckt, kann es eigentlich nur so enden. Außerdem wurd ich bei meinem Zivildienst ebenfalls viel zu gut versorgt und oft mit Mittagessen und Kuchen versorgt plus späteres Mittagessen zu Hause etc. etc.

Darüberhinaus gibt es ja auch noch die Tatsache, dass ich momentan eh nicht viel zu tun hab unddie Hauptzeit eher in sitzender Position verbringe. Dennoch versuche ich eigentlich immer genug Sport zu treiben. Ich gehe zwei mal die Woche eine halbe Stunde joggen, drei mal ne halbe Stunde aufs Rad und bin am Wochenende regelmäßig vier Stunden bolzen. 

All dies scheint aber nicht großartig effektiv zu sein, da ich mir nun extra eine preisgünstige Waage angeschafft habe und diese satte 91,4 KG anzeigte. Natürlich liegt es sicherlich auch am Wien Trip, wo mir mehr als gut gegessen haben. Dennoch war ich überrascht.

Schon damals bei der Musterung war ich überrascht, dass ich die 80 KG geknackt habe, allerdings habe ich mich auch eigentlich nie wirklich für mein Gewicht interessiert. Nun erreicht es aber Dimensionen, wo ich mir schon langsam Sorgen mache. Auf die 100 KG möchte ich nicht wirklich zugehen. Ich merke auch wie es langsam anfängt zu schwabbeln, wenn ich mich bewege und das ekelt mich an.

Deshalb hab ich mir vorgenommen mein Gewichtsverlauf nun ein paar Wochen zu beobachten und ein bißchen mehr Sport zu treiben sowie den Fast-Food Konsum runterzuschrauben. Mal schauen ob ich so etwas abnehmen kann. Langfristig sind erstmal die 80kg wieder angepeilt. Sollte sich das erhöhte Sportprogramm nicht wirklich auszahlen, werd ich mich mal schlau machen und eventuell etwas an meinem Essen herumschrauben und es vielleicht etwas vielfältiger und gesünder zu gestalten ohne dabei geschmackliche Einbüße hinzunehmen, denn ich esse gerne.

Also Gewichtsabnsahme ist nun ebenfalls auf meiner To Do Liste und über die Entwicklung werde ich euch auf dem Laufenden halten.

 

Tschööörööö





Genetic Jackhammer

16 10 2008

Eigentlich bin ich kein wirklich religiöser Mensch. Ich bete kaum, gehe nur zur Kirche wenn es unbedingt nötig ist. Allerdings würd ich mich schon als glaubenden Menschen bezeichnen. Ich glaube vielleicht nicht direkt an die Bibel aber ich glaube, dass es etwas über uns gibt. Etwas was die nicht Begreifbaren Dinge erklärt.

Ebenso denke ich, dass der Mensch von einigen Dingen einfach die Finger lassen sollte. Einer dieser Sachen ist das Klonen bzw. in der Frühform das „Designerbaby“.

In der Schule hat man mal mitbekommen, dass vielleicht Tomaten gentechnisch verändert werden damit sie fülliger sind oder Getreidefelder manipuliert werden um sie widerstandsfähiger machen. Selbst das habe ich schon eher kritisch betrachtet? Brauchen wir sowas wirklich? Einige Experten begründen diese ganze Genmanipulation der Nahrung damit, dass damit die dritte Welt Länder endlich mit Nahrung versorgt werden können. Fakt ist, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt schon mehr als genug Nahrung herstellen um alle Menschen auf der Welt zu ernähren. Allerdings ist die Nahrung ungerecht verteilt. Ich denke nicht, dass es sich ändert wenn die Nahrung nun gentechnisch hergestellt wird.

Warum ich aber hier schreibe ist etwas, was ich nicht für möglich gehalten habe. Ich habe vor ein paar Tagen die gute alte Tageszeitung durchgestöbert und rechts unten in der Ecke in einem kleinen Artikel stand etwas bzgl. einem Designerbaby. Es handelt sich hierbei um ein Baby was quasi produziert wurde um ein anderes Kind zu retten. 

Das Kind hatte irgendeine Blutkrankheit und brauchte besonderes Spenderblut. Da die Eltern es nicht bereitstellen konnten und auch auf normalem Wege kein Spender gefunden wurde, dachte man sich züchtet man einfach einen Spender. Es wurden vier Embryonen gezüchtet und schlussendlich derjenige selektiert dessen Material am besten für die Spende geeignet war. 3 Embryonen wurden danach getötet. Mir ist bewusst, dass diese Embryonen kaum entwickelt sind, nicht denken können, geschweige denn irgendwas machen können. Dennoch handelt es für mich schon um eine Art Lebewesen. Sie leben!

Und nun kommt Mensch daher und spielt Gott und entscheidet welches Lebewesen leben darf. Würde man den Eltern die ausgewachsenen Embryonen zeigen und entscheiden lassen welcher weiter leben sollen, würden sie sich sicherlich die Tragweite ihrer Entscheidung bewusst. Diese Art von Selektion halte ich schon für höchst moralisch verwerflich.

Des Weiteren stell ich mir die Frage was aus dem „Retterbaby“ wird? Man stelle sich vor man erfährt in ein paar Jahren, dass man nur gezeugt wurde (noch nichtmal das man wurde produziert, man ist quasi nicht natürlich entstanden) um seinen Bruder bzw. seine Schwester zu retten. Mir tut der Retter leid und ich kann mir nicht vorstellen, dass er ohne psychische Probleme leben kann. Man könnte versuchen es vor ihm geheim zu halten aber bei der medialen Präsenz, die es um dieses Designerbaby gab, halte ich das für nahezu unmöglich.

Angemerkt sei, dass die gentechnische Selektion in Deutschland (zu Recht) verboten ist. Meiner Meinung muss aber ein globales Verbot her. Ich bin nicht gegen Genforschung allgemein. Mir ist bewusst, dass man damit evtl. in Zukunft z.B. bislang unheilbare Krankheiten heilen kann. Aber Babys zu „designen“ nur um andere Menschen zu retten? Nur um quasi als Ersatzteillager zu dienen? 

Wenn wir diesen Schritt schon gehen dann wird es nicht lange dauern bis wir die nächsten ethischen Grundsätze kippen und ans Klonen gehen. Die Möglichkeit scheint schon lange dazu sein und da wo das Geld fließt will ich nicht wissen was im Hintergrund passiert. Irgendwer muss die Stopptaste drücken ansonsten entwickelt es sich unreguliert weiter, was zu großem Schaden führen könnte.

Dies bringt mich wieder zu meinem Glauben an Gott zurück. Es gibt Dinge, die bewusst unerklärbar sein sollten und in die sich die Menscheit um ihretwillen nicht einmischen sollte. Dieses Designerbaby ist für mich ein Beispiel dafür. Der Artikel war für mich schockierend. Die tatsache, dass wir technisch soweit sind, wusste ich bereits. Aber dass es tatsächlich in die Tat umgesetzt wird außer bei Tieren (Schaf Dolly) war mir nicht bewusst. Es verärgert mich auch, dass über dieses Designerbaby lediglich in einem kleinen Artikel geschrieben wurde. Jeden, den ich auf den Artikel aufmerksam gemacht wurde, war schockiert. 

Meiner Meinung nach sollten die Medien ihrer Aufgabe gerecht werden und vermehrt darüber berichten. Die Wirtschaftskrise ist schlimm, aber bei der Gentechnik geht es um die existenzielle Zukunft des Menschen. Deshalb werde ich mich auch weiter mit dem Thema beschäftigen und eventuell Wege und Möglichkeiten suchen, das Thema in die breitere Öffentlichkeit zu rücken.

Ich hoffe, dass ich in ein paar Jahren beruhigt auf diesen Blog zurückschauen kann ohne schlechtes Gewissen, ohne im Nachhinein erkennen zu müssen, dass dies vielleicht der erste Fehler in einer desaströsen Fehlerkette war.

So jetzt aber genug düstere Weltuntergangsstimmung…

Tschööröö





Epic Battle #1

17 10 2008

Freitag Abend ist es und heut Abend ist bei mir wohl leider nichts / kaum was los. Die meisten meiner Kollegen sind ausgeflogen und mich jetzt noch irgendwohin zu gammeln und nen Film oder sowas zu gucken hab ich irgendwie kein Bock drauf. Eigentlich traurig, dass Freitag Abends nichts stattfindet aber so fühl ich mich eigentlich nicht. Bin eigentlich dut drauf und blicke optimistisch in die Zukunft. Wo ich hier nun sitze habe ich mir gedacht, lass ich die Woche mal Revue passieren, und zwar mal aus einer ezwas politischeren Sicht. Mittwoch Nacht fand nämlich das letzte TV Duell der beiden amerikanischen Präsidentschaftskandidaten statt.

Generell bin ich zwar politisch interessiert, aber nicht übermäßig. Dennoch habe ich den amerikanischen Wahlkampf in den letzten Wochen bzw. Monaten durchaus interessiert verfolgt. Schließlich wird diese Wahl auch große Auswirkungen auf uns haben. Nicht umsonst spricht man beim amerikanischen Präsidenten vom „mächtigsten Mann der Welt“. Darüberhinaus kann man mit der Politik wie sie in Amerika in den letzten Jahren betrieben wurde, alles andere als zufrienden sein.

Sei es die marode Außenpolitik (s. Irakkrieg), das fehlende Gesundheitssystem (s. „Sicko“ von Michael Moore) oder die momentan anhaltende Wirtschaftskrise. Ein Großteil der Schuld wird natürlich Bush gegeben und das teilweise zurecht. Allein weil McCain der selben Partei angehört, hat er natürlich schon schlechtere Karten.

Ich seh das ebenso. Obama hat mich mit seiner „Change“ Kampagne im Wesentlichen überzeugen können. Er ist jung, frisch und offen. All diese Attribute sind notwendig um einen „Change“ herbeizuführen, den Amerika wirklich nötig hat. Vor allen Dingen seine Offenheim imponiert mir. Zum einen ist er farbig und zum anderen gehört er dem Islam an. Dies ist vorteilhaft um die östliche Kultur verstehen zu können und daher denke ich, dass er das Konfliktpotenzial in dieser Region deutlich entschärfen könnte.

McCain hingegen kommt bei mir nicht so offen rüber. Er scheint verbohrt zu sein in der „alten“ Politik und keine große Veränderung zu Bush. Dies hat man dann auch bei dem letzten TV Duell gesehen. McCain liegt laut Umfragen schon ein ganzes Stück hinten und musste angreifen und das hat er auch getan. Das „Wie“ war allerdings nicht ganz so passend. Obama genoss die Rolle des souveränen Verteidigers, während McCain immerzu teilweise hilflose Angriffe unternahm.

So unterstellte er Obama den Kontakt mit Linksradikalisten, Steuererhöhungen usw. Obama hingegen blieb cool und entkräfigte diese Vorwürfe einen nach den anderen. Fakt ist z.B. dass das neue Modell zur „Rettung“ der Wirtschaft von Obama von unabhängigen Instituten als besser beurteilt wurde als das von McCain. McCain war Obama immer wieder vor die Steuern für mittelständische Unternehmen zu erhöhen, doch Fakt ist letztendlich, dass 95% der amerikanischen Bevölkerung von Steuererhöhungen befreit sein werden und lediglich die großen Unternehmer (und dabei nannte er z.B. einen seiner Wahlkampfhinanzierer) tiefer in die Tasche stecken müssen. Das halte ich für lobenswert.

Letztendlich war dieses TV Duell für McCain wie das immer wieder wiederholende Laufen gegen eine Wand. Obama hatte schon präsidiale Züge in seiner Gestik und Umgangsart. Er wirkte mehr als sicher und sehr von sich überzeugt. Ich hoffe, dass er gewinnen wird denn von ihm verspreche ich mir viel für Amerika und für uns. Auch wenn er bereits deutlich vorne liegt, ist sein Sieg alles andere als sicher.

Die Resultate der Umfragen sind mit Vorsicht zu genießen, so gibt es den sogenannten „Bradley“ Effekt. Das bedeutet, dass die Leute die in Umfragen angeben für Obama zu wählen, vielleicht doch nicht wählen gehen oder bei der Wahl sich anders entscheiden. Ich hoffe dieses trifft nicht ein, denn das wäre wohl ein Skandal und würde laute Rassismusvorwürfe mit sich bringen. Also blicken wir gespannt bis zur Wahl…

Tschöörööö





TV Duell der anderen Art

20 10 2008

Am Freitagabend fand ein TV Duell der anderen Art stand, worüber ich gerne mal schreiben möchte und auch mal medial mal versuche mal Videos und Bilder in meinen Blogeinträgen eine Chance zu geben. Die Kontrahenten waren Thomas Gottschalk und Marcel Reich-Ranicki. Das Thema war das Niveau im deutschen Fernsehen.

Angefangen hat alles mit der Verleihung des deutschen Filmpreises. Marcel Reich-Ranicki sollte dort den Preis für sein Lebenswerk erhalten, lehnte diesen aber auf der Bühne bei seiner „Dankesrede“ ab und wetterte hingegen gegen die Veranstaltung und ihre Gewinner. Thomas Gottschalk rettete das Ganze indem er Reich-Ranicki beruhigte, ihn zu einer Diskussionsrunde im Fernsehen einlud und den Preis in Verwahrung nahm.

Als erstes kann ich überhaupt nicht nachvollziehen warum Herr Reich-Ranicki diesen Preis gewonnen hat. Sicherlich ist er eine wichtige Persönlichkeit, aber doch nicht im Fernsehen? Im Bereich der Literatur ist er einer der ganz Großen und auch seine Show „Das literarische Quartett“ habe ich mir öfters angeguckt. Viel mehr war er im Fernsehen allerdings nicht präsent. Für mich gehört er nicht zu jemanden der im Fernsehen was großartiges geleistet hat.

Wetten, dass... Moderator verteidigt das deutsche Fernsehen

Wetten, dass... Moderator verteidigt das deutsche Fernsehen

Am Freitag fand dann die Talkrunde zwischen Tommy Gottschalk und Herrn Reich-Ranicki statt. Während Reich-Ranicki seine Ansichten wiederholte, spielte Gottschalk den Gegenpart. Er bestätigt zwar, dass im Fernsehen auch geistiger Bullshit lief aber rechtfertigte dies u.a. damit, dass Fernsehsender auch auf die Quote angewiesen sind und geistig anspruchsvolle Sendungen generell eher geringere Quoten einfahren. Außerdem sei laut ihm die TV-Landschaft mittlerweile so breit gefächert, dass für jedem Geschmack was vorhanden ist.

In diesen Punkten stimmte ich mit Thomas Gottschalk absolut überein. Bei ca. 6 Millionen verschiedenen TV-Sendern läuft überall für jeden etwas. Den geistigen Bullshit kam man also ohne Mühe umgehen und sich kultiviertere Programme suchen. (s. ARTE)

In einem Punkt teile ich aber Reich Ranicki’s Ansichten. Und zwar bin ich der meinung, dass Kinder durchaus von Eltern kultiviertere Programme vorgesetzt bekommen sollten. Dies ist allerdings eine Sache der Erziehung der Eltern und nicht unbedingt der Medienlandschaft. Herr Reich-Ranicki sollte verstehen, dass die Zeiten sich ändern, auch im Fernsehen. Aus seiner Sicht mag das alles Quatsch sein aber wir sind damit aufgewachsen.

Genauso wird es sein wenn unsere Generation Ämter in der Politik übernehmen wird. Dann wird man sich auch kaum Gedanken über z.B. ein Killerspielverbot machen, weil wir damit aufgewachsen sind. Reich-Ranicki hat nicht das Recht das Fernsehen so runterzumachen und die Preisträger, die harte Arbeit in ihre Sachen investiert haben und die Preise größtenteils zurecht gewonnen haben so runterzumachen. Es ist aber auch nicht komplett sein Fehler, er passte nicht in die Veranstaltung, das hätte den Organisatoren auch ruhig auffallen dürfen.

Ich persönlich bin mit der Fernsehlandschaft so wie sie ist vollkommen zufrieden.

Was die anderen Dinge anbelangt stagniere ich größtenteils. Jobsuche, Führerschein hat sich nicht weiterentwickelt (morgen… wie immer) dafür aber mein Gewicht. 4 KG sind rüber, ein erster Schritt, jetzt gilt es den Kurs konsequent weiter zu verfolgen. Ich hoffe es gelingt mir, ich werde berichten.

Tschööörööö





That’s Poker!

27 10 2008

Fast eine Woche ist nach meinem letzten Post vergangen und wirklich viel hat sich in meinem Leben nicht getan. Weder Fahrschule noch Jobsuche wurden bislang wirklich angepackt, soll sich aber zum Mittwoch hin ändern… Zudem gabs ein wenig trouble mit der Bundesagentur für Arbeit bzw. der Familienkasse aber das erläutere ich bestimmt nochmal in einem epischen Post.

Was ich mir ab November vornehmen werde, ist bis Anfang meines Studiums meine Konzentration auf das Pokern ein wenig zu erhöhen. Ich poker seit ungefär zwei Jahren. Angefangen hat alles auf einem regnerischen Stadt bzw. Dorffest. Ich und Kollegen haben ein warmes Haus aufgesucht und bedingt durch Langeweile angefangen zu pokern bzw. es wurde uns erklärt. Wirklich schwierig ist es ja auch nicht und somit waren die grundliegenden Sachen schnell klar.

Das Ganze steigerte sich dann peu a peu. So fing man aus Spaß an im Internet mal ein bißchen um Spielgeld zu zocken und dann wurde man auf Pokerstrategy und einem nahezu unglaublichem Angebot aufmerksam. Man musste nur ein kleines Quiz bestehen und erhielt 50$ zum Spielen auf einer Pokerplattform namens Titan Poker. Gesagt, getan. Zunächst hab ich mich von der Seriosität überzeugt und dann losgelegt.

Parallel dazu stieg dann auch das Interesse an die Feinheiten des Pokerspielens. Poker wurde modern und wurde ausführlich im TV gezeigt. Nun begann ich sehr grünschnablig und habe direkt 10$ meiner Bankroll bei einem 10$ Buyin Turnier verloren. Dumm wie ich damals noch war habe ich direkt das zweite mitgemacht, aber dies dann glücklich gewonnen und schwupps hatte ich 50$ mehr.

Mit der Zeit kamen dann weitere Erkenntnisse hinzu und meine Bankroll stieg mal heftig, mal eher langsam auf ca. 220€ an. Seit fast einem Jahr stagniere ich bei diesem Betrag. Ich hab aber nach diesem Pokerboom auch kaum gezockt und es nur aus Zeitvertreib mal wieder gespielt. Zwischendurch hatte ich eine kleine Phase, wo ich mal Cash Tables nach der SSS gespielt habe.

Allerdings liegt mir diese Strategie und das Cash Game nicht. Ich bin ein sehr kompetiver Mensch und daher eher für Turniere sprich SNGs geboren. Ich spiel daher im Moment 6€ SNGs und es geht mal bergauf und bergab.

Nach dem ich mich nun ein bißchen intensiver mit Pokerstrategy auseinander gesetzt hab und gesehen hab was man mit Poker so erreichen kann (einige sind durchs Pokern ausgewandert und finanzieren damit ihr Leben), hab ich mir mal gedacht, dass wenn ich es richti anpacke auch noch einen kleinen, zusätzlichen Nebenverdienst mit dem Pokern erreichen kann.

Ab November werde ich mich also ausführlich mit Pokertheorien beschäftigen und auch meine Anzahl an Turnieren deutlich erhöhen um mal anzutesten, wie es läuft. Ich werde euch dann über Erfolg / Misserfolg unterrichten.

Kleiner Statusbericht zur Aktion „Fat Man Walking“: Aus den 92KG wurden zwischenzeitlich 87KG, jetzt sind es 88. Für diese Woche ist angepeilt mal eine 86,x auf der Waage zu sehen. Fast-Food Rückschlage gabs ein wenig am Wochenende, daher auch der kleine Rückschlag. Sportlich läuft es auf jeden Fall ganz gut, ich merke, dass ich fitter werde und werd zum November hin auch die Trainingsintensität erhöhen. Zumindest in idesen Bereichen erreiche ich momentan etwas. Mal schaueb ob es demnächst auch in den anderen läuft.

Tschööörööö





Time is running out!

2 11 2008

Es ist wieder einmal Sonntag Abends. Für mich ist Sonntag Abends immer der ideale Zeitpunkt um die vergangene Woche zu resümieren und grundsätzlich gute Vorsätze für die nächste Woche zu fassen, die ich wiederum eh nicht einhalten werde. (s. Jobsuche, Führerschein etc.) 

Außerdem mach ich mir dann oft so meine Gedanken zum Leben. Heute darüber wie schnell die Zeit doch vergeht. Nach der Zeitumstellung wird es mittlerweile schon um 5 Uhr dunkel und ich vermisse jetzt schon die langen Sommernächte. Ich bin überhaupt ein Sommerkind. Dieses Herbstwetter macht mich krank. Das einzig gute daran ist typische Herbstmusik, die ich mir gerne zu Hause antue. Aber draußen bin ich dann äußerst ungern.

Naja auf jeden Fall ist mir klar geworden, dass nächsten Monat bereits mein 21. Geburtstag ansteht und es war zwar kein Schock aber doch eine ziemliche Überraschung. Es kommt mir so vor, als ob der letzte Geburtstag erst ein paar Monate her ist. Damals hab ich mir schon ziemlich viele Gedanken gemacht. 20 war für mich schon so eine Grenze, die ich ziemlich ungern überschritten bin.

Zum einen würd ich mich noch als sehr kindlich charakterisieren und zum anderen ist der nächste runde Geburtstag bereits die 30. Und nun ist schon das erste zwanziger Jahr ziemlich unspektakulär über die Bühne gegangen.

Ich erinnere mich nur zu gerne an meine Kindheit zurück. Zum einen war die Welt damals noch um einiges einfacher, schöner und vor allen Dingen langwieriger. Damals konnte einem die Zeit zwischen zwei Geburtstagen nicht kurz genug sein. Sie kam einen immer so unendlich lang vor. Mittlerweile herrscht genau das Gegenteil bei mir.

Die Zeit vergeht im Fluge und ich weiß nich ob das wirklich an dieser Kind / Erwachsenen Umstellung liegt oder doch an unserer schnellebigen Gesellschaft? Mir kommt es zuvor als fliegt das Leben nur an einem vorbei. Und ich wundere, dass gerade mir das auffällt, wo ich keinen wirklich geregelten Alltag habe und nichts besonderes regelmäßig tue.

Eigentlich müsste ich vor Langeweile und zuviel Zeit umkommen, doch dem ist nicht so. Naja ich versuche auf jeden Fall die Zeit mehr zu genießen und wahrzunehmen,

Zur vergangenen Woche bleibt eigentlich nicht viel zu sagen. Jobsuche und Führerschein hab ich mich natürlich nicht großartig drum gekümmert. Fahrschule ist für nächste Woche aber wieder fest vorgesehen und diese Woche werd ich es hoffentlich endlich mal schaffen die Jobsuche zu intensivieren. Beim Sport läuft es uahcn icht so schlecht. Die 86,x KG sind zwar noch nichts geworden aber ich halte mich konstant bei 87,3 und bin optimistisch, dass ich diese Woche die Marke durchbreche. Beim Pokern läuft es so lala. Ich hab gesehen, dass ich mein Spiel weiter intensivieren muss um mein angestrebtes Ziel zu erreichen, mal sehen ob ich da die Motivation aufrecht erhalten kann.

Nächste Woche steht also einiges an und ich werd euch wie gewohnt auf dem Laufenden halten.

 

Tschööörööö





Epic Battle #1 wird ausgefochten

3 11 2008

Morgen ist es endlich soweit. Der Tag nach dem sich die ganze Welt sehnt: Die US-Wahlen. Der Wahlkampf hat gefühlte 600 Jahre gedauert und nun nimmt er endlich ein Ende. Zuerst hieß es Obama vs. Clinton und dann Obama vs. Clinton. Meine Meinung hat sich während des Wahlkampfes verändert. Ich war direkt nach der Wiederwahl von Bush überzeugt, dass Clinton die erste amerikanische Präsidentin wird und war dameigentlich auch vollkommen zufrienden. 

Hilary Clinton

Als dann aber Barack Obama die Gemahlen des ehemaligen US Präsidenten Bill Clinton den Kampf angesagt hatte, hab ich mich näher mit ihm befasst und bin zum Schluss gekommen, dass ich mehr mit ihm als mit ihr identifizieren kann. Von daher war der Wahlkampf für mich sehr aufschlussreich.

Barack Obama

Was sicherlich auch damit zu tun hatte wieviel Millionen Dollar die Kandidaten im Wahlkampf nur zu verschwendet haben. Imposante Wahlveranstaltungen gab es, unterhaltsame TV-Duelle und die typischen kleinen Skandälchen. Letztendlich konnte die Zeit nicht schnell genug rumgehen, denn wohl noch nie hat die Welt sich sehnlicher einen neuen Präsidenten gewünscht wie im Moment, woran zum großen Teil wohl auch der amtierende Präsident Bush dran schuld ist.

Nun bleibt nur zu hoffen, dass die Amis nicht so dumm sind und dieser „Bradley“ Effekt eintritt und Obama trotz Vorsprung in den Prognosen doch noch verliert. Dann wäre für mich die amerikanische Bevölkerung endgültig nicht zu retten. Ich meine der neue Skandal um Sarah Palin sagt eigentlich schon alles. Ein kanadischer Radiomoderator hat sich als französischer Staatspräsident Nicolas Sarkozy ausgegeben undFrau Palin unter anderem zur Robbenjagd eingeladen. Eine Einladung, die sie nur zu gern angenommen hat

Und das war bei weitem nicht die einzige Entgleisung. So steht sie aktuell sogar noch vor Gericht, weil sie angeblich einen Polizeipräsidenten gefeuert hat, nur weil dieser mit ihrer Schwester Schluss gemacht hat. Darüber hinaus gibt sie Wahlkampfgeld größtenteils für Designerklamotten aus und liefert immer wieder für Gelächter mit hohlem Unwissen. Man mag sich gar nicht vorstellen wollen, soetwas wird Präsident, sollte McCain was zustoßen.

Wenn ich an Palin denke muss ich im Moment aber unweigerlich auch an Frau Ypsilanti denken und bei mir kommt große Schadenfreude auf. Frau Ypsilanti zog es tatsächlich in Erwägung mit den Linken zusammenzuarbeiten aus Machtgeilheit auf den Ministerpräsidentenposten. Nun hat sie die Quitting in Form von abtrünnigen SPD Mitgliedern erhalten. An dieser Stelle kann ich nur meinen Respekt für diese Leute ausdrücken.

Trotz Parteizugehörigkeit gegen die Parteikandidatin zu stimmen zeugt von Mut und Autonomie. Sowas hält die Demokratie am Laufen. Nicht das stumpfe „ja“ sagen um wichtige Ämter zu bekommen, sondern die kritische Auseinandersetzung mit Themen, ob es jetzt populär ist oder nicht.

Da schließt sich der Kreis, denn auch beim amerikanischen Wahlkampf wurden unbequeme Wahrheiten wie z.B. zuletzt der Anschlag in Syrien eher außen vor gelassen. Es kommt mir teilweise so vor als ob die Politiker lediglich auf Stimmen aus sind und nur populäre Entscheidungen treffen. Umso mehr respektiere ich Politiker die auch mal gegen den Strom schwimmen wie z.B. auch Angela Merkel, welche die Mehrwwertsteuererhögung durchgesetzt hat. Das zeugt von „Eiern“.

Was mich am meisten beeindruckt hat im Wahlkampf waren die Maßnahmen der Politiker die Bevölkerung zum Wählen aufzufordern. Clever und effektiv gab es z.B. einige Videos auf Youtube oder anderen Portalen. Sowas würd ich mir in dem großen Ausmaße auch bei der nächsten Bundestagswahl wünschen.

Also hoffe ich morgen auf einen glatten Wahlvorgang mit dem richtigen Sieger. Möge dieses Mal alles gut klappen und ide Technik nicht versagen. Was wir überhaupt nicht bräuchten, wäre ein zweites „Florida“ und dass die Wahl vor Gericht entschieden wird.

Also Barack get ready to fight!





And the winner is…

9 11 2008

Barack Obama hat es letztendlich dann doch geschafft. Mit einer überzeugenden Mehrheit wird er am 20. Januar 2009 als 44. amerikanischer Präsident und überhaupt als erster farbiger Präsident vereidigt werden. Amerika hat die richtige Wahl getroffen und eine Euphoriewelle ergreift das Land. Die Bilder von der Wahlnacht haben mich persönlich an die Jubelarien in Deutschland bei der Weltmeisterschaft 2006 erinnert.

Amerika jubelt!

Barack Obama wird das Selbstbewusstsein der Amerikaner wieder stärken. Erstes Indiz sind Reportagen amerikanischer Fernsehsender die europäischen Länder wären „neidisch“ über den „Change“ in Amerika und würden sich solch einen ebenfalls wünschen. Typisch Amerikaner eben.

Der kommende Präsident wurde diese Woche in alle wichtigen Staatsgeheimnisse und Vertrautheiten eingeweiht und hat ebenfalls Kontakt zu den europäischen Regierungsvorsitzenden aufgenommen mit Ausnahme von Silvio Berlusconi, der Obama einst als „gut gebräunt“ bezeichnet hat.

Aber der italienische Ministerpräsident ist nicht der einzige welcher sich einen Fauxpas geleistet hat. Der ehemalige österreichische Fernsehchef hat in einer kleinen Diskussionsrunde am Morgen nach der Wahl verlauten lassen, dass er es nicht gutheißt, dass die westliche Welt von einem „Schwarzen“ regiert wird und dass ein „Schwarzer“ im „weißen“ Amerika vergleichbar wäre mit einem Türken als österreichischen Kanzler.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Oesterreichs_Obama-Skandal/626234?inPopup=true

Heftige Worte die der junge (80 jährige) Herr dort gewählt hat, welcher jetzt eine große Medienschelte über sich ergehen lassen muss, zurecht.

Auf jeden Fall kommen in den nächsten Tagen / Wochen / Monaten und Jahre einiges an Aufgaben auf Obama zu. Am dringlichsten wird er sich wohl um die Wirtschaftskrise müssen. Er ist bereits zu allen wichtigen Konferenzen eingeladen worden und wird dort sein Input einbringen.

Ich persönlich bin am meisten gespannt darauf, wie er sich im militärischen Sektor verhält. Er hat immer anklingen lassen, dass er gegen den Irakkrieg ist und nun bin ich gespannt wie er die Problematik dort lösen wird. Außerdem hat er betont, dass er für eine Verfolgung der Terroristen über die Grenzen von Afghanistan hinaus z.B. nach Pakistan ist.

Diese würde bedeuten, dass er sich eventuell ein Schlagabtausch mit den Pakistani liefern würde. Auf jeden Fall wird es sehr brisant zugehen aber ich traue Obama das gewisse Fingerspitzengefühl zu, was Bush nicht hatte. Auch wenn ich davon ausgehe, dass Obama soviel nicht anders machen kann.

Dennoch schlief ich mich den Hoffnungen an eine bessere Zukunft mit Obama an und schenke ihm mein Vertrauen. Möge er gerade biegen, was Bush verbogen hat. Viel Glück Barack!





Let the games end

9 11 2008

Dieses Wochenende fand in Köln abseits der großen Öffentlichkeit die Olympiade der Gamer statt. Der eSports gastierte in der Kölnmesse. Der eSports wird gerne auch als elektronischer Sport bezeichnet und umfasst das kompetitive Spielen von Videospielen. Wie bei der richtigen Olympiade gibt es eine Nationenwertung und viele, viele Länder nehmen teil, teilweise auch aus sehr exotischen Ländern, von denen man nicht erwartet, dass dort soviel Wert auf Spiele gelegt wird.

Ich selber bin über viele Umwege eher durch Zufall an eSports gekommen. Schuld daran war ein gamingaffiner Kollege und zahlreiche Lan Parties in meiner Jugend, die mich dazu veranlasst haben mich näher mit CS 1.6 zu beschäftigen. Damals habe ich aber kaum Spiele beobachtet, dennoch hat es mich verwundert, dass es z.B. richtige Nationalteams für Counter Strike gab. Da ich von den Profis lernen wollte, hab ich mir so die ersten Spiele angeguckt. Danach war das Kapitel CS für mich erstmal jahrelang geschlossen bis der eSports vermehrt im Sendeplan des Spartensenders GIGA vorkam.

Da ich regelmäßig GIGA geguckt habe, habe ich auch vermehrt eSportssendungen geguckt und war verwundert darüber, dass mehrere hundert (mittlerweile tausende) Menschen z.B. die sogenannten Intel Friday Night Games besuchten. So fing ich mich an für Spiele wie CS und WC3 zu interessieren und habe sie mit Freude beobachtet. Wie beim richtigen Sport kommt es bei CS auf die richtige Taktik an, auf das Teamwork aber auch auf gute Individualfähigkeiten an. Dieser kompetitive Faktor reizt mich immer und so hab ich die wichtigen Events in der eSport Branche regelmäßig verfolgt.

Mit den World Cyber Games 2008 fand eines der wichtigsten Events des Jahres diesmal in Köln statt. Die WCG wandert, wie die olympischen Spiele von Kontinent zu Kontinent und konnte in Asien, wo der eSports um Vielfaches populärer ist als hier schon mehrere tausend Menschen begeistern. Teilweise kommt schon Stimmung wie in einem Fußballstadion auf.

Ziel der Veranstalter der WCG in Köln war es sicherlich das Bewusstsein des eSports in Deutschland zu stärken und dieser Zielsetzung sind sie generell gerecht geworden. Im Vorfeld wurde breit gefächert vor Ort in Köln mit Plakaten Werbung gemacht und auch auf lokalen Radiosendern wie 1live liefen Spots. Damit war die Werbung für die große, allgemeine Masse getan. Allerdings hat man die wirklich Szeneinteressierten kaum nach Köln locken können. So wurde auf Szeneseiten kaum Werbung gemacht und bedingt durch den prall gefüllten Eventkalender im Oktober ging die WCG fast schon unter. Eine Euphorie wie bei der WM 2006 selbst im kleinen Kreise war kaum vorhanden.

Die Veranstaltung an sich war auch eher mittelmäßig organisiert. Die eigentlichen Kernspiele WC3 und CS wurden kaum in den Mittelpunkt gesetzt, viel mehr die Randsportarten. CS wurde bedingt durch die USK in einem abgesperrten Areal gespielt, weswegen dort überhaupt keine Stimmung aufkam. Eigentlich ist CS der Publikumsmagnet und Stimmungsmacher für solche Events, doch dafür war das Areal leider zu klein.

In den Tagen der Gruppenphase war also eigentlich nur die eSports Presse und die Spieler in den Zuschauerreihen vertreten. Dafür kamen dann bei den Playoffs und Finalspielen langsam auch mal Stimmung in die große Halle. Dennoch war es im Vergleich mit anderen WCGs oder teilweise auch IFNGs eher behaglich.

Wie bei jeder Olympiade gab es auch bei der WCG Skandälchen wie Manipulationsverdacht oder schlechte Organisation. Dennoch waren die WCG im Allgemeinen ein gelungenes Event meiner Meinung nach. Man hat den eSports in die Öffentlichkeit gebracht (z.B. ZDF und ide Bildzeitung berichteten) und für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft gesorgt. (Weg mit dem bösen Amokläufer Image) Trotzdem ist man in Punkto Atmosphäre und Zuschauerzahlen sicherlich unter den Erwartungen geblieben.

Aber die Professionalität wie das deutsche Nationalteam sich z.B. auf dem Adidas Firmengelände vorbereitet hat zeigt, dass eSports immer mehr akzeptiert wird und zur richtigen Sportart aufblüht. Ich jedenfalls bin Fan dieser „Sportart“ und hoffe als auch denke, dass sich mehr dafür begeistern lassen, wenn man sich erst darauf einlässt und die Klichees erstmal außer Acht lässt.





James Bond goes Amok!

10 11 2008

Ich bin bekennender Filmliebhaber. Ich gucke sehr gerne Filme um aus der realen Welt zu entfliehen und um abzuschalten. Ein Film auf den ich mich schon seit Wochen gefreut habe war der neue Bond „Ein Quantum Trost“. Ich bin aufgewachsen in der Zeit wo Pierce Brosnan James Bond verkörperte und war daher nicht der große Bond Fan. Die Brosnan Bonds waren mir zu sehr übertrieben, lächerlich, voller Klischees, dafür aber auch sehr actionreich. Teilweise habe ich mir alte Bond Filme, sofern sie mal im TV liefen angeguckt und fand diese schon besser.

Pierce Brosnan als James Bond

Vor zwei Jahren gab es dann die große Überraschung. Daniel Craig wird der neue James Bond. Ich hatte von Anfang an meine Zweifel, denn Daniel Craig spiegelte nicht gerade den typischen James Bond wieder. So bin ich mit viel Pessimismus in „Casino Royale“ gegangen, da ich sowieso nicht der große Bond Fan bin. Allerdings wurde ich überrascht und es stelle sich für mich heraus, dass „Casino Royale“ der beste Bond ist, den ich je gesehen habe. Daniel Craig spielt die Rolle einfach perfekt, er entspricht nicht dem Bond Stereotypen, sondern bringt dem Charakter was erfrischendes Eigenes. So wird im Film mit zahlreichen Klischees aufgeräumt (allein die Martini Szene ist göttlich) und gibt auch von der Story so einiges her. Ich war rundum überrascht und zufrieden mit dem Film.

Dementsprechend habe ich mich auch schon auf „Ein Quantum Trost“ gefreut, auch wenn ich mit dem Titel so rein gar nichts anfangen konnte. Zum ersten Mal in der Bond Saga baut ein Teil auf dem anderen auf. Die Story um die verstorbene Liebesgefährtin Bonds wird aufgegriffen und zu Ende gebracht. Allein diese Tatsache mundete mir schon sehr. Bond begibt sich quasi auf einen Amoklauf und tötet nahezu alles was sich ihm auf seinem Racheweg entgegenstellt. Dabei wird schön herauskristallisiert, dass im Leben von Bond alles vergänglich ist, die Leute mit denen er sich abgibt alle sterben, weil er sich nicht wirklich um sie kümmert. Die schmale Rache Story ist zwar etwas sehr dünn, wird aber durch die stimmungsvollen, pulsierenden, schnellgeschnittenen Actionszenen in den Hintergrund gedrückt.

Zwar ist auch bei „Ein Quantum Trost“ alles wieder ein wenig sehr übertrieben und teilweise auch logisch aber dennoch wirkt es um einiges authentischer als die Brosnan Bonds. Dennoch bin ich bedingt durch die dünne Story ein wenig enttäuscht aus dem Kino gekommen, auch aufgrund der geringen Laufzeit. (kürzester Bond aller Zeiten) Vielleicht bin ich dank „Casino Royale“ auch mit zu hohen Erwartungen in den Film gegangen. Dennoch bin ich gespannt wie die Story nun weiterverläuuft und freue mich auf den nächsten Bond und bedanke mich nochmal bei Daniel Craig, welcher mich zum Bond Fan gemacht hat.

Daniel Craig als modifizierter Bond

Zum Schluss gibt es noch einen kleinen Einblick in meinen Gemütszustand der momentan eher schlecht ist. Die vorgenommene Jobsuche und die Besuche in der Fahrschule haben natürlich nicht stattgefunden, soll sich aber wieder mal in den nächsten Tagen ändern. In Sachen Gewicht musste ich dank McD auch wieder ein Kilo zunehmen und beim Pokern verfolgt mich eine Pechsträhne, sodass ich über einen eventuellen Neustart bei einem anderen Pokeranbieter nachdenke. Ich hoffe die nächsten Tage entpuppen sich positiver und ich krieg endlich was gebacken.

Tschöörööö!





Jan Ullrich: Fail!

13 11 2008

Er schien in der Versenkung verschwunden zu sein. Niemand hat mehr ein Wort über ihn gehört, niemand mehr über ihn geschrieben, gelesen, gesehen oder sonst etwas. Aber gestern meldete sich Jan Ullrich mit einem Paukenschlag zurück.

Wer kennt Jan Ullrich nicht? Er hat die Tour de France 1997 zur Überraschung aller gewonnen und eröffnete den ersten deutschen Radsportboom. Durch ihn und Deutsche Telekom wurde der Radsport in Deutschland immer populärer. ARD und ZDF erfreuten sich an ungemein hohen Quoten. Außerdem schien er der einzige Mann der Rad Ikone Lance Armstrong zumindest ansatzweise das Wasser reichen konnte obwohl er ihn (fast) nie besiegen konnte. Dennoch sammelte Ulrich zahlreiche Erfolge wie z.B. Weltmeisterschaften, die olympische Goldmedaille und den Sieg einer Vuelta.

Trotz seines Erfolges leistete sich Jan Ulrich zahlreiche Eskapaden. Er konsumierte Extacy um über eine schwerwiegende Verletzung hinwegzukommen, die ihm den Tour Start versaute und wurde des Doping mit Amphetaminen überführt und vom Radverband gesperrt. Es folgte die Suspendierung bei Telekom, die dazu führte, dass Ullrich noch bei dem einen oder anderen Team sich wiederfand, aber nie zur alten Stärke.

Bereits in der Zeit seines Erfolges gab es immer wieder dunkle Kapitel im Radsport. Bei nahezu jeder Tour de France wurden mehrere Fahrer oder gleich ganze des Dopings überführt. Ein paar Jahre kam es dann zum „Big Boom“. Bei einer Razzia bei Dopingarzt Fuentes wurden mehrere Blutproben sichergestellt. Zahlreiche Fahrer wurden überführt, darunter Tour de France Gewinner und die populärsten Namen der Szene. Eine Welle von Dopinggeständnissen brach hinein und Telekom Legenden wie Udo Bölts oder Erik Zabel gaben Doping, teils unter Drogen zu. Nur ein einziger Radfahrer dieser Zeit wehrte sich wie ein kleines Dorf in Gallien, Jan Ullrich.

Jan Ullrich in Action!

Gestern war es also wieder soweit. Jan Ullrich trat vor Gericht. Er verklagte sein ehemaliges Team Coast um ausstehende Gehälter, die ihm verweigert wurden, weil das Team anführte, dass Jan Ullrich zu diesem Zeitpunkt gedopt war. Also war es Zeit für den offensichtlichsten Meineid aller Zeiten! Jan Ullrich dementierte unter Eid den Dopingkonsum.

Das Gericht befand die Aussage von Ullrich glaubwürdig und gestatte ihm die ausstehenden Gehälter zu. Dieses Urteil ist eine Farce. Anzunehmen, dass ein Leistungssportler wie Ullrich ohne Doping in der Lage ist nicht nur mit der gedopten Konkurrenz mitzuhalten sondern sie teilweise auch noch zu dominieren halte ich für gewagt und unlogisch. Darüber hinaus wurde der Drogenkonsum von Ullrich schon einmal öffentlich zugegeben und seine Akte beim Dopingarzt Fuentes sagt auch mehr als genug aus.

Dieses aktuelle Beispiel zeigt mir wieder einmal auf wie dreckig verlogen und verseucht der Radsport ist. Als kleines Kind habe ich mich immer auf die Tour de France gefreut. Radsport ist einfach ein Sport den jeder nachgehen kann und jeder weiß was für eine enorme Leistung die Athleten bringen. Und letztendlich war es doch nur eine Farce.

Die Krönung ist die Rückkehr von Lance Armstrong. Ein Mann, der verweigert alte Blutproben von sich auf Doping untersuchen zu lassen und seine reine Weste zu beweisen obwohl ein positiver Test noch nichtmal Konsequenzen hätte. Offensichtlicher geht es kaum und so jemand bekommt erneut die Chance an den Rundfahrten dieser Welt teilzunehmen und wird als bester Radsportler aller Zeiten in die Analen eingehen?!

Armstrong feiert seinen Sieg

Ich find es schade von Ullrich, dass er nicht die Eier hat das Doping zuzustehen. Viele Rennfahrer haben es getan, nur er quält sich damit rum. Dabei hab ich ihn als Person immer respektiert. Er macht einen sehr sympathischen Eindruck und jetzt da er vom Radsport fern ist, könnte er es endlich zugeben. Aber nein, lieber legt er den offensichtlichsten Meineid der deutschen Rechtsprechung ab! Danke schön!





This Is My Poker Life

17 11 2008

Ich hab ja schon vorher auf diesem Blog einige Ergüsse zu meinem Pokerleben zum besten gegeben. Angefangen hat das Ganze mit Spielgeld und dann hat mich ein Kollege zu Pokerstrategy gebracht und ich habe ohne große Theoriekenntnisse meine 50$ auf 250$ vervielfacht. Ich war immer ein Spieler, der nach Gefühl gespielt hab. Ich hab mich nicht groß mit mathematischen Grundsätzen beschäftigt allerdings waren sie in meinem „Gefühl“ quasi implementiert. Also ich würd mich definitiv nicht als Fisch bezeichnen, der irgendeinen Crazy Stuff macht.

Auf jeden Fall lief es nachdem ich bei den 250$ angekommen bin sehr stagnierend. Nahezu ein Jahr lang habe ich weder groß Gewinne gemacht noch groß Verluste. Dann kam auch für mich anscheinend eine Downswing Phase. Von 250$ bin ich innerhalb von nahezu einem Monat zurück auf 130$ gekracht. Ich habe mein Spiel nicht großartig geändert, bemerke allerdings, dass Hände die ich vorher gewonnen habe, jetzt verliere. Am krassesten fällt mir das bei den Aces auf. Ich verliere nahezu jeden Showdown mit ihnen. Ich kann nur hoffen, dass preflop alle folden.

Wie jeder Spieler mach ich mir nun natürlich auch meine Gedanken und hinterfrage mein Spiel. Hab icht vielleicht vorher die anderthalb Jahre einfach nur Glück gehabt? Nachdem ich beschlossen habe mein Pokerspiel zu intensivieren, hab ich mich auch weiter mit der Pokerstrategy Theorie beschäftigt und steige tiefer in die Materie ein. Ich benutze nun die speziellen Handcharts um mein Spiel zu verbessern, bislang hat sich kein großer Erfolg eingestellt aber ich bin optimistisch.

Ich habe jetzt sogar neben Titan Poker mich bei Full Tilt Poker angemeldet um zu schauen ob meine Pechsträhne auf einem anderen Anbieter vielleicht zum Erliegen kommt. Auf jeden Fall habe ich mir nun vorgenommen neben dem alltäglichen Blog auch einen Pokerblog zu führen, den ich hier allerdings integrieren werde, was bedeutet das vermehrt Pokereinträge auftauchen werden. Das Ganze hat den Zweck, dass ich mein Spiel im Nachhinein nochmal überdenke und so verbessern kann. Deswegen werde ich jetzt regelmäßig Sessionreviews posten und beginne mit dem heutigem Tag.

Sessionreview #1
Ich habe heute Angefangen mit dem 50$ Bonus auf Full Tilt zu spielen. Ich habe wie beim konservativem Bankrollmanagement üblich mit den 1$ Sit And Gos angefangen und direkt 3 eröffnet. Ich musste mich zuerst noch an die Software gewöhnen und denke ich brauch noch ein paar Tage bis ich die Abläufe automatisiert habe.
Deswegen habe ich auch direkt am ersten Tisch einen kleinen Fehler gemacht. Nach dem ich QJ suited einmal weggelegt habe, bekam ich die gleiche Hand nocheinmal und habe mal reingelimpt. Siehe da ich treffe den Q 8 2 flop und halte somit Toppaar mit respektablem Kicker. Ich spiel die Hand an und werde direkt gecallt. Nach einem für mich unbedeutendem Turn habe ich nochmal erhöht und habe direkt ein Reraise Allin bekommen. Ich habe für mich gedacht, dass der Gegner entweder Two-Pair oder AQ hat, wobei er zweiteres wohl preflop hätte raisen müssen. Es stellte sich heraus, dass er KQ hatte und somit auch verdient mich vom Tisch nahm. Ich werde mich also demnächst mit solchen Limpaments zurückhalten und vor allen Dingen zu Beginn der Sngs noch konservativer spielen müssen.
Am zweiten Tisch habe ich kaum gute Hände gehabt bis ich in der mittleren Phase Asse gefunden habe und natürlich von den Jacks ausgesuckt wurde nachdem wir beide preflop „All’ in“ gingen. That’s Poker aber ich habe mir vorgenommen mal Statistik zu führen wie oft ich die Asse verliere.
Beim dritten Turnier konnte ich wiederum früh mit Kings aufdoppeln und hatte so ein angenehmes Polster. Das Turnier zog sich lange hin und ich hoffe, dass gilt nicht für das Gros der FTP SnGs denn es war doch sehr anstrengend. Die Bubble hat gefühlte Stunden gedauert, doch letztendlich konnte ich als Shortie zweimal aufdoppeln und war Chipleader und kam in the money. Allerdings hab ich dann KTs in A6 geraised und habe die Hälfte meines Stacks verloren. Grundsätzlich war der Push glaub ich nicht verkehrt aber ich glaub in so einer angenehmen Situation hätte ich vielleicht etwas zurückhaltender spielen sollen um sicherer ins HU zu kommen. So war ich relativ shortstacked und habe dann A6 strategiekonform gepusht, wurde aber leider von A/ gecallt und vom Tisch genommen. Letztendlich bleibt ein Sessionverlust von -1,9$ aber ich denke, dass wenn ich so spiele wie am dritten Table und ausnahmsweise nicht ausgesuckt werde ich auf Full Tilt auf längere Zeit Gewinne einfahren werde.

Auf Titan Poker lief es hingegen wieder verflucht schlecht. Ich habe mich auch nicht komplett auf das Pokern und mein Spiel konzentriert, weswegen ich bestimmt einige Fehler gemacht habe. Letztendlich musste ich mich beim ersten Tisch auf Platz 6 verabschieden, da mein A9s von KQ besiegt wurde, wobei der Push so i.O. war nur der Faktor „Glück“ war mir diesmal nicht hold. Beim zweiten Turnier war die Blindsituation sehr prekär und ich war gezwungen mit K9s be 200/400 Blinds zu pushen und bin in KT gerannt. Ein fragwürdiger Call von meinem Gegner mMn, da er ca. die gleiche Anazahl von Chips hatte wie ich und ich eigentlich ein sehr starkes Blatt verkörpert hab, da ich nur selten pushen konnte und eigentlich immer starke Karten gezeigt hab. -11$

Was mir insgesamt an meinem Spiel noch auffällt, dass ich sehr selten mit einem hohen Chipstack in die Push Or Fold Phase gehe, was auch normal ist, da man zu Beginn nur sehr wenige Hände spielen sollte. Doch wenn ich einmal einen einigermaßen großen Stack habe, spiele ich sicherer als mit kleinen. Mal gucken wie sich das in Zukunft weiter verhalten wird.

Morgen gibt es dann neben dem Pokerblog auch wieder einen „regulären“ Eintrag.

Tschööörööö





Poker Session Review #2

18 11 2008

Heute hab ich wieder Tische bei Full Tilt Poker gespielt und ebenfalls 3 bei Titan Poker. Ich werde das Spiel wohl noch intensivieren um bei FTP an die 50$ Bonus heranzukommen und dank Titan Poker bei Pokerstrategy auf den Silberrank aufzusteigen.

Full Tilt Poker:
An Tisch Nummer 1 habe ich strategiekonform ein 9er Pair gelimpt und bin auf ein Raise mitgegangen. Der Flop war sehr lukrativ für mich: 8 2 2. Ich ging weitere Erhöhungen mit, habe dann aber am Ende doch aus Angst gefoldet. Ich hätte die 9er früher folden müssen um meine Chips zu schützen. Anschließend war ich schon relativ shortstacked, hab mich aber noch bis zur Bubble halten können. Dann wurde ich geraised und bin mit QQ All’in gemoved und traf leider auf die Kings und bin gebubbled. Shit happens…
Bei Tisch Nummer 2 hab ich recht solide und fehlerlos gespielt. Einmal hätte ich ein All’in mit Queens preflop vielleicht callen können aber ich hatte Angst früh rauszufliegen, deswegen wahrscheinlich der Queens Call am anderen Table. Auch hier bin ich bis an die Bubble gekommen und leider doch rausgeflogen weil die Enten gepushed habe und auf Jacks gelaufen bin. Der Push war zwar strategiekonform aber ich war eigentlich nicht richtig unter Zugzwang und werde wohl nicht mehr mit Enten pushe, weil sie mir einfach nicht liegen. Ich fühl mich einfach nicht wohl mit ihnen.
Tisch Nummer drei hingegen lief super. Ich konnte früh aufdoppeln, hab dieses Mal übrigens in der gesamten Session meine Aces durchgebracht. (einmal sogar den Showdown gewonnen) Gut gespielt und im Headsup gespielt und dort einfach einen total unsinnigen Call gemacht. Es war so obvious, dass er die Straight hat und ich calle ihn ohne Bedrängnis trotzdem. Da ist die Neugierde mit mir durchgegangen und das muss ich in den Griff bekommen. Ich hab mich als stärkeren Spieler gesehen und deswegen hätte ich das Turnier gewinnen müssen. So bleibt ein Sessionverlust von -1,05$.

Ich fühle mich aber zunehmend wohler mit der Software und die Tatsache, dass ich zwei Mal gebubbled bin und somit nur knapp am Geld vorbeigeschrammt bin, tröstet mich ein wenig, da ich weniger Fehler gemacht habe. Ich hoffe darauf morgen, dann endlich mal eine Session mit Gewinn abschließen zu können, so verläuft sich mein Gesamtverlust bei FTP auf -3$

Bei Titan Poker begann ich zunächst ein Turnier alleine zu spielen aufgrund von Zeitproblemen. Das Turnier hab ich auch total verplant und eher nebenbei gespielt und mit mittendrin rausgeflogen. Sowas darf ich mir nicht erlauben, ich spiel um Dimensionen besser wenn ich mich komplett auf das Pokern konzentrieren kann auch wenn das dieses Mal auch nicht ganz meine Schuld war. Gegen Abend habe ich dann noch einmal zwei Tische aufgemacht und bin bei beiden letztlich zweiter geworden. Ich habe gut und solide gespielt, lag bei jedem Showdown vorne und habe sie auch oft gewonnen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich weniger auf die Charts geguckt habe und wieder mehr nach Gefühl gespielt habe, was ganz gut geklappt hat. Da muss ich noch die richtige Mischung finden. In den beiden Headsups war ich relativ shortstacked und bin einmal gegen eine große Hand gefahren und hab einmal 60:40 vorneliegend verloren, sodass die zweiten Plätze in Ordnung gingen. Insgesamt verlief meine Titanpokersession also mit einem Plus von +13,50$ Somit liege ich bei Titan Poker insgesamt mit +2,50$ im Positiven. Ich hoffe ich kann morgen daran anschließen.

Eigentlich wollte ich heute auch wieder einen normalen Eintrag schreiben, leider bin ich aus Krankheitsgründen nicht dazugekommen. Der Hals tut weh und auch so bin ich ein wenig verschnupft. Ich werde die Nacht mich nun schön schonen und morgen wieder voll durchstarten. Bis dahin!

Tschöörööö





Poker Session Review #3

20 11 2008

Heute war wohl der schwarzeste Tag meiner bisherigen Pokerkarriere. In allen Turnieren out of the money. Ich hab wiederum konform der Strategie gespielt und weiß nicht wo meine Fehler liegen. Im Moment treffe ich immer nur auf bessere Hände oder werde ausgesuckt. Es ist wie verhext. Ich habe mein Spiel nach anderthalb Jahren Pokern nicht großartig umgestellt und trotzdem gewinne ich keinen Pfennig mehr.

Im Einzelnen habe ich heute bei Full Tilt Poker wieder drei Tische gespielt. Die Anfangsphase verlief bei allen dreien auch recht solide. Ich habe zwar keine Hände bekommen, hab aber meine Chips gut geschützt und kam in allen 3 Turnieren in die Push or Fold Phase.
An Tisch Eins war ich eigentlich noch recht solide dabei, die Blinds waren relativ hoch und ich hatte noch gut 10 Blinds. Ich hatte Position und habe strategiekonform das Paar 5en gepusht, der BB hatte Jacks, den Rest kann man sich denken. Platz 7 und ich frage mich ob ich das Pushen mit diesen kleinen Pärchen vielleicht lieber sein lassen sollte?!
Tisch Nummer 2 habe ich wiederum auch ohne fatalem Fehler gespielt. Dann wurd vor mir gelimpt und ich habe beschlossen die Jacks zu raisen, mit dementsprechend All’in gemoved und treffe wiederum auf die Kings. Hier kann ich mir absolut keine Vorwürfe machen. Selbst wenn ich nicht direkt All’in gegangen wäre, wäre ich anhand des ungefährlichen Flops in die Kings gerannt.
Turnier Nummer 3 war dann sehr, sehr frustrierend. Ich hatte die beste Ausgangsposition von allen Turnieren an diesem Tisch, hatte nämlich hier die eine oder andere Hand um mal einen Blindsteal zu wagen. Nun kam ich an die Bubble und habe sogar mal AK mit A9s ausgesuckt, der Push war soweit i.O, dass ich wieder auf eine Hand treffe, die mich dominiert war klar. Ich traf die 9 und wurde Chipleader. Ich habe mich vermehrt zurückgehalten, da die anderen relativ aggressiv gespielt haben und sich so selber attackiert haben. Gute Hände zum Pushen bekam ich eh selten. Jedoch konnten die Shorties immer wieder aufdoppeln und so schmolz mein Vorsprng dahin. Ich hatte einmal die Möglichkeit ein All’in im BB mit A9 zu callen. Ich denke ich hatte die bessere Hand, wollte meine Chipleaderposition aber nicht leichtfertig verspielen. Es kam wie es kommen musste und ich callte mit K6s ein Minraise vom Button, was der Spieler recht häufig gemacht hatte. Ich trag auf einen 6 2 2 Flop und bin All’in gemoved und traf auf ein Overpair 9en und bin gebubbled.
Ich weiß nicht, was ich machen muss um endlich erfolgreicher auf FTP spielen zu können, ich werd mir vermehrt SnG Videos angucken, da ich von mir selbst überzeugt bin kaum eklatante Fehler gemacht zu haben. Es scheint im Moment einfach nur Pech zu sein. Macht heute ein Minus von -3,75$ und somit bin ich auf FTP gesamt in den Miesen von -6,75$

Bei Titan Poker lief es ebenso bescheiden. Turnier Nummer 1 setze ich direkt zu Beginn ein Großteil meines Stacks preflop in AK und treffe absolut nichts und werde direkt All’in gesetzt und muss folden. Davon konnte ich mich kaum erholen, musste früh pushen und hab dann wiederum in eine stärkere Hand gepusht.
Beim zweiten Turnier lief es recht gut. Wieder ohne große Fehler, solide gespielt. Dann habe ich KJ gefunden und aufgrund der großen Blinds und die Tatsache, dass ein Freund von mir im BB war entschloss ich mich zu pushen und wurde direkt von den Assen gecallt und bin rausgeflogen. -11$ also bei Titan heute was ein Gesamtminus von -8,50$ herbeiführt.

Persönlich geht es mir immer noch dreckig. Bin immernoch krank, habe wohl nen grippalen Infekt, der sich in Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Schnupfen äußert. Werde mich heute Abend nochmal dick einpacken und morgen endlich wieder Sport treiben zu können und um diverse Dinge in Angriff nehmen zu können. Bis dahin,

Tschööörööö





Poker Session Review #4

20 11 2008

Es läuft immernoch nicht rund. Im Vergleich zu gestern gibt es zwar eine minimale Steigerung, aber kaum beachtenswert. Ich habe immernoch das Gefühl, dass ich keine großen Fehler mache aber trotzdem verliere ich ständig. Hier mal die Zusammenfassung des heutigen Tages.

Full Tilt Poker:
Wieder die gewohnten 3 Tische. Wieder habe ich bei allen Tables sehr stabil gespielt, hab früh zu Beginn direkt gute Karten bekommen und damit paar mal die kleineren Blinds gestealt ohne aber mal richtig ausbezahlt zu werden. So komme ich immer mit kleinen Stacks in die entscheidende Phase, was mir anscheinend nicht gut liegt. Tisch 1 war ich recht gut dabei. Einer am Tisch hatte eine Glückssträhne und hat getroffen wie ein junger Gott und hat viele vom Tisch genommen. Irgendwann habe ich mich dann entschlossen ihn mit AQs zu pushen und wurde sofort son seinen Enten gecallt. Bei meinem Glück kam weder Ass, Dame, Straight, Flush oder sonst irgendwas was mir hätte helfen können, sodass ich direkt als 5. rausgeflogen bin. Komisch, dass ich mit Enten nie gewinne aber immer gegen sie verliere?! Jedenfalls ein konformer Push.
Tisch 2 lief ebenfalls gut, sogar ein wenig besser als Table 1. Ich bin ohne große Probleme in die entscheidende Phase gekommen und hab AK gefunden. Mein Raise wurde aber von QQ beantwortet und natürlich kam weder Ass noch König. Es ist zum verfluchen. Auch hier bin ich an 5. Position raus.
Tisch 3 lief dann ein wenig besser. Ich konnte gut pushen und wurde nicht direkt von Monstern gecallt oder von irgendwem ausgesuckt. Nach dem ich also in the money war, hab ich wieder ein wenig zurückhaltender gespielt bis ich AK bekam. Ich hab direkt ein Raise angesetzt und wurde ohne zu zögern von JQ gecallt. Natürlich kam die Queen, sodass ich direkt als 3. rausgeflogen bin, mein erster FTP SnG Sieg bleibt mir also weiterhin verwehrt. Ich fand seinen Call ziemlich schwach, da ich wenig gespielt hatte und eigentlich immer starke Blätter gezeigt habe aber das Ergebnis scheint ihm recht zu geben. Also bin ich in dieser Session satte -1,9$. Das erhöht den Gesamtverlust auf satte 8,65

Titan Poker habe ich wieder die gewohnten 2 Tische gespielt und wieder ein bisschen abweichend der Strategie, aber nicht sehr aggressiv. Direkt zu Beginn wurde mein Ak wieder gecallt und ich traf auf einen ziemlich beschissenen Flop bei dem ich seine Potbet nicht callen konnte. So war ich zu Beginn ziemlich shortstacked. Der Tisch war allerdings sehr aggressiv, sodass wir schon bei 30/60 Blinds nur noch 5 Leute waren. Ich bin dann nach der Blinderhöhung auch direkt mit AJ All’in gemoved und wurde von KQs gecallt, ihr wisst wer gewonnen hat, also wieder einmal 5.
Am zweiten Tisch lief es zu Beginn besser und ich konnte mir mal ein bisschen Chippolster aneignen, sodass ich es relativ problemlos bis an die Bubble geschafft habe. Im Small Blind habe ich dann A9s gepushed und wurde von A6 gecallt. Die 6 kam am Flop und meine Geldhoffnungen wurden wieder einmal vernichtet.

Zusammenfassend wirkt mein Spiel wieder einmal unglücklich. Auch wenn eine Steigerung zu gestern zu sehen ist. Bei den 50/50 Sachen darf ich mich eigentlich nicht beschweren, auch wenn es doof ist AQ gegen die Enten zu verlieren, aber darin liegt ihre Stärke. Ansonsten bin ich weiterhin der Meinung nicht viel falsch zu machen und werde mein Spiel weiter durchziehen. Irgendwann werde ich diese 50/50 Sachen bzw. 60/40 Sachen auch wieder gewinnen und dann geht es aufwärts. Ich hoffe ihr erlebt es noch.

Tschööörööö





Die Päpstin

20 11 2008

Ich lese generell eher wenige Bücher. Dabei weiß ich gar nicht warum ich sowenig lese, denn lesen macht mir eigentlich recht viel Spaß. Besonders Abends zum einschlafen lese ich gerne noch ein wenig. Für mich ist das auf jeden eindeutig befriedigender als noch ein bisschen Fernsehen zu gucken. Dennoch beschränkt sich meine Anzahl von Büchern pro Jahr auf maximal zwei. Ich habe die komplette Harry Potter Reihe verschlungen, alle Bücher von Dan Brown gelesen und ab und an mal einen Roman von Grisham oder was von meiner Schwester gelesen. Neulich hat sich meine Mama dann aufgrund eines Tipps das Buch „Die Päpstin“ gekauft.

Da sie es gerne in ihrem Winterurlaub lesen möchte, habe ich es mir schon vorher zur Gemüte geführt. Wie gesagt bin ich eigentlich ein recht begeisterter Leser und es gab bislang kein Buch, was mich nicht gefesselt hat oder was nicht spannend war. „Die Päpstin“ jedoch gehört nicht zu der Kategorie Bücher, welche ich mag.

Eigentlich kennt man die Geschichte von Johanna schon. Eine Frau, die sich als Mann verkleidet innerhalb der Kirche hocharbeitet und schließlich zur Päpstin wird und anschließend bei einer Totgeburt stirbt. Somit ist direkt jede Spannung, die normalerweise in einem Buch aufgebaut wird dahin, denn man kennt das Ende ja bereits. Von daher betrug der Spannungsgrad bei mir Null. Für mich war das Buch zwar interessant aber in keinster Weise fesselnd. Das erkennt man schon daran, dass ich bücher ab einer bestimmten Seitenanzahl einfach verschlinge und innerhalb kürzester Zeit durchlese wenn es spannend wird, bei „Die Päpstin“ war es nicht so und es hat sich lang gezogen und ich hab mich schwer getan.

Dabei hat das Buch durchaus seine positiven Aspekte. Zum einen wird der Zustand der damaligen Zeit sehr treffend beschrieben. Die historischen Details und Kleinigkeiten werden präzise beschrieben und man bekommt eine exakte Vorstellung vom damaligen Leben, insbesondere natürlich über die Rechte und Aufgaben einer Frau. Hier hat der Author wirklich überzeugende Arbeit geleistet und mich bei Laune gehalten. Auch die ganzen Intrigen etc. am Hofe des Papstes wurden anschaulich dargestellt und es wurde nie richtig kompliziert, sondern einfach und sachlich dargestellt.

Dennoch ist dieses Buch für mich kein wirklicher Roman, sondern eher ein Sachbuch. Eine geschriebene Aneinanderreihung geschichtlicher Tatsachen. Zwar wurde einiges hinzugedichtet und einiges zeitlich verschoben aber im Grunde genommen hält sich das Buch strikt an den Erzählungen und an den Tatsachen, die man eigentlich schon weiß. So war für mich das Nachwort des Authors am Interessantesten. Dort schrieb er darüber, inwiefern sich die tatsächliche Existenz Johannas beweisen und wiederlegen ließe und was er hinzugedichtet hat und was nicht.

Zusammengenommen hat der Autor ein Buch abgeliefert, was in keinster Weise wirklich spannend war aber trotzdem aufgrund der geschichtlichen Details und seiner Beschreibungen der damaligen Zeit und der Rolle der Frau durchaus interessant zu lesen ist. Als Schulnote würde ich dem Buch glatt ein „Ausreichend“ verpassen.

Trotzdem hat mich das Buch zum Nachdenke angeregt. Und zwar gibt es trotz unserem aufgeklärten Zeitalters einfach viel zu viele historische Geheimnisse. Man möge sich gar nicht vorstellen, welche Geheimnisse und Schriften die katholische Kirche in der Bibliothek im Vatikan verstaut hat. Nachdem sich mittlerweile jeder Mensch selber seine Gedanken machen kann, finde ich es an der Zeit, dass z.B. die katholische Kirche die Schriften über Johanna freigibt. Wen kümmert es heutzutage noch, dass vor zig Jahren es mal eine Päpstin gab? Dem Ruf der Kirche wird das auf keinen Fall mehr schaden, er ist sowieso schon ziemlich ramponiert. Meiner Meinung nach haben wir ein Anrecht auf das Wissen, was der Vatikan quasi vor uns zurückhält. Selbiges gilbt z.B. auch über Staatsgeheimnisse z.B. von den USA. Natürlich wäre es prekär aktuelle Geheimnisse offenzulegen aber Sachen, die schon vor hundert Jahren passiert sind, kann man mittlerweile doch getrost veröffentlichen. Interessant und historisch relevant sind diese für jeden Menschen.

Allerdings wird es wohl leider nie so kommen. Man muss schon zu den Privilegierten gehören um an so ein Wissen heranzukommen.





Poker Session Review #5

22 11 2008

HILFE! Ich habe das Bedürfnis zu schreien! Mir gelingt nichts mehr beim Pokern. Und damit untertreibe ich noch. Gestern Nacht war anstrengend, bin erst heut Mittag wieder zu Hause gewesen und ging gleich stressig weiter, sodass ich keine Zeit hatte mal ein bisschen zu schlafen oder zu chillen. Also habe ich den heutigen Abend eher ruhig angehen lassen und auch mal wieder eine Pokersession eingelegt.

Bei Full Tilt Poker habe ich die üblichen 3 Tische geöffnet. Auf Tisch Eins habe ich irgendwie extrem gabber gespielt. Ich dachte ich hätte ein paar Reads auf einen Gegner, weil er die ganze Zeit sehr crazy gespielt hat und mach direkt in der Anfangsphase einen sicken Call mit AJ. Glücklicherweise hatte er ebenfalls AJ und der Pot wurde gesplittet. Anscheinend wollte ich mein Glück herausfordern und hab ein paar Runden später wieder Ass Bube gepusht und wurde direkt gecallt. Der Flop bestand nur aus Kreuz und ich hab dann mal ein Bluff probiert und alle Chips reingesetzt. Leider hatte mein Gegner AK und seinen König getroffen und hatte nicht wirklich Angst vor dem vielen Kreuz, sodass ich mich direkt als 7. vom Tisch begeben durfte.
Das habe ich als Anlass genommen die anderen Tische wieder ruhiger angehen zu lassen. Ich habe kaum gute karten bekommen bis auf einmal AK, wo ich aber kaum Chips mit sammeln konnte. Also haben mich die Blinds mit der Zeit wieder aufgefressen und ich ging mal wieder als Shortie in die Bubblephase. Ich fand dann aber AK und einen Caller, der mit 77 zeigte. Zur Abwechslung habe ich dann auch mal das Ass gefloppt aber er hat sich einen lustigen Flush auf dem River gebastelt.
Tisch 3 verlief ebenfalls ordentlich. Noch weniger Action als an Tisch 2 aber auch hier bekam ich AQ zu Gesicht und habe gedacht, dass ich vielleicht mal aufdoppeln könnte. Ich würde dann eiskalt von 94s gecallt und ich ahnte schon böses. Meine dunkle Vorahnung sollte sich bewahrheiten und mein Kontrahent baute sich eine Straight.
Das macht dann wieder 3x out of money, einmal richtig dumm gespielt und zweimal hat mich das Glück verlassen macht wieder einmal -3,25, was die Verluste auf sagenhafte -11,90$ steigen lässt.

Der Pokerabend war für mich eigentlich schon gelaufen als mich ein Kollege zu zwei Tischen bei Titan Poker überredete. Auch hier lief es eigentlich gar nicht so schlecht. Ich konnte zwar nicht viel Chips gewinnen, hab aber auch kaum welche abgegeben. Als die Blinds dann stiegen und ich vermehrt gepushed wurde, musste ich irgendwann mit KT callen und siehe da der Gegner hat 6T. Ich dominiere ihn also (vor dem Flop!). Am Flop hat er ein Drilling, am River einen Vierling. Fortuna meint es absolut nicht gut mit mir.
An Tisch 2 habe ich dann absolut keine Hände bekommen und bin richtig krass weggeblindet worden. Immer wenn ich einigermaßen was hatte, was so am Rande von pushable war, wurd mir der Spot geklaut. Dann kamen einmal Jacks und einmal AQ mit denen ich Blinds sammeln konnte und letztendlich war ich so down, dass ich mit T5 All’in gepushed habe und von K8 gecallt wurde. Bei meinem Glück haben mir meine Live Cards nichts gebracht und ich bin hier als 6. raus. Das macht dann wieder stolze -12$ und erhöht hier den Gesamtverlust auf -30,50$

Solangsam drehe ich echt am Rad. Mir kommt es vor als ob ich machen kann, was ich will, ich drehe am Rad. Bei Full Tilt kann ich es eventuell nachvollziehen. Da spiele 1$ SnGs, da ist die Bereitschaft mit Bullshit zu callen natürlich größer aber trotzdem kann ich nicht erklären, was mir da wiederfährt. Es gibt im Steilflug nach unten, ich habe meine Zweifel, dass es jemals wieder hoch gehen wird. Es ist einfach bitter ein Jahr lang was aufzubauen, was innerhalb von einem Monat nahezu komplett zerstört wird. Aber ich werde weiterzocken bis „mein“ Geld aufgebraucht ist und sollte das irgendwann passieren, ist die Geschichte Online Poker für mich gelaufen.





Poker Session Review #6

23 11 2008

Ihr habt gedacht eine Steigerung ins Negative ist nicht mehr möglich? Ich beweise euch erneut das Gegenteil. Auch heute gab es wieder satte drei Tische bei Full Tilt Poker.

Ich habe heute mal ein wenig aggressiver gespielt, lief auch wieder einigermaßen. Ich bin wieder recht solide bis zur ernsten Phase durchgekommen und dann hat mich das Glück wieder verlassen. Leider konnte ich wieder kaum Chips anstapeln, da ich in der frühen Phase keine Hände bekommen habe außer ein, zwei Mal und dann war niemand bereit mir Chips zu schenken.
An Tisch 1 kam ich wieder als Shortstack in die entscheidende Phase und finde AQ. Da sah ich meine Gelegenheit natürlich zu verdoppeln. Ich wurde gecallt von TT und stellt euch vor ich hitte Two Pair am Flop! Natürlich kamen die Trips für ihm auf dem River. Dazu fällt mir nichts mehr ein.
Beim zweiten Tisch lief es eher nicht so rund. Ich hab durch eine dumme Aktion zu Beginn ziemlich viele Chips verloren und musste so recht früh pushen. Mit 77 sah ich meine Gelegenheit gekommen und fand mit 78s auch einen dankbaren Gegner, den ich dominiere. Bis selbstverständlich die 8 auftaucht und ich auch dieses SnG auf dem 5. Platz beende.
Alle guten Dinge sind 3 und so lief es auf dem dritten Table auch wesentlich entspannter. Im BB Freeplay traf ich auf dem Flop ein Monster und konnte mir einen soliden Stack aufbauen mit dem ich es ruhig in die Bubblephase geschafft habe. Dort angekommen pushe ich 99 und werde von JQ gecallt. Ihr wisst, wer sein Two Pair gemacht hat. Mir nur noch niedrigen Chips musste dann KT herhalten. Zum „Glück“ zeigte mein Gegner „nur“ 69o, gewann damit aber trotzdem.
Das macht dann nochmal 3 out of the money = -3,75$ und ein Gesamtverlust von 15,15$.

Dann habe ich mich entschlossen nochmal ein Titan Turnier zu starten und es lief gut. Mit Kings konnte ich einmal verdoppeln, nachdem ich trotz Ass im Flop die beste Hand mit Trips hielt. Zudem wollte der Flushdraw vom Gegner ausnahmsweise auch mal nicht ankommen. Ich kam also wieder mit gutem Polster an die Bubble. Dort pushe ich dann einmal A4 in den Big Blind. Werde gecallt, König im Flop und ich hau mal eine Continuation Bet raus, werde aber direkt All’in gesetzt. Natürlich habe ich weggelegt und den Rest habe ich dann in AJs investiert und fand mit K9 auch einen relativ „dankbaren“ Gegner. Der König am Flop vermasselte mir aber auch hier das Geld. Macht einen Tagesverlust von 5,50$ und einen Gesamtverlust von 36$

Es ist einfach nur traurig. Ich spiele definitv nicht schlecht aber komme irgendwie nirgendwo mehr ins Geld. Ich kann machen was ich will aber es läuft nicht. Vielleicht geht es zur neuen Woche endlich wieder bergauf. Heute bin ich dreimal am Geld vorbeigeschrammt. Ich hatte meistens die bessere Hand und verliere trotzdem, das sollte zu Denken geben. Also versuche ich den Kopf hochzuhalten und weiterzumachen. Vielleicht sehen die Resultate nächste Woche dann besser aus.





A Deciding Week

23 11 2008

So es ist mal wieder Sonntag Abends und wiedermal Zeit sich gute Vorsätze für die neue Woche zu machen. Ich hoffe ich pack es endlich mal sie umzusetzen. Ich werde am Ende der Woche mal ein Resumée ziehen, inwiefern ich es geschafft habe.
[] Fürs Studium bewerben
[] min. 3x zur Fahrschule gehen
[] 84,x KG packen
[] Bewerbungen für Nebenjob
[] Gewinne in der Pokerwoche
[] Schalke haut Manchester City weg

Ansonsten steht diese Woche eigentlich nicht viel an. Bis auf schlechtes Wetter. Also mal sehen, was ich dieses Mal alles umsetzen kann.

Tschööröö





Max Payne is on a killing spree

24 11 2008

Gestern Abend habe ich mir den neuen „Action Blockbuster“ Max Payne zur Gemüte geführt. Der Film ist eine Verfilmung des gleichnamigen PC-Spieles „Max Payne“, von dem es mehrere Teile gibt und welches von Genrefans geliebt wird. Auch ich habe mal ein Max Payne Teil gezockt und das war Grund genug für mich mir diesen Film zu geben.

Max Payne is in rage!

Grundsätzlich stehe ich Spielverfilmungen dank Uwe Boll eher skeptisch gegenüber. „Far Cry“, „Dungeon Siege“ und wie sie alle heißen waren absolute Reinfälle. Lediglich die „Resident Evil“ sowie „Hitman“ wussten teilweise zu überzeugen. Max Payne bietet allerdings ein schönes Setting und eine interessante Story sowie mehrere Charakter, sodass ich mir einiges von dem Film erwartet habe.

Natürlich ist es schwer den Inhalt eines ganzen Videospieles auf einen Film zu adaptieren. Allein die interaktive und aktive Ausrichtung der Spiele bleibt beim passiven gucken natürlich außen vor und so ist man zum Zugucken verdammt während man die Story aus aktiv interaktiver Sicht ganz anders wahrnimmt.

Max Payne handelt um einen Cop im Morddezernat, der seine Frau und sein kleines Baby bei einem „Raubüberfall“ verliert, weil er selbst 10 Minuten zu spät zu Hause ankommt. Dieser tragische Verlust nimmt ihn natürlich mit und er lässt sich vom Morddezernat in die Abteilung für unbekannte Fälle versetzen, wo er einen langweiligen Verwaltungsjob ausübt. Nachts hingegen streift er durch die Stadt in abgelegene Viertel, U-Bahnen und zwielichtigen Millieus um den Mörder seiner Frau zu finden, da die Polizei ihre Bemühungen eingestellt hat. Nach dem sein Freund und ehemaliger Kollege einen Zusammenhang zwischen einem aktuellen Mord und den Mord an Max Ehefrau herausfindet, ist Max Neugier geweckt. Er gerät in einen Strudel voller Intrigen, in die Welt des Bösen, wo die Grenzen zwischen Gut und Böse sich vermischen und wodurch er selbst zweier Morde beschuldigt wird, weshalb auch die Dienstaufsicht hinter ihm her ist.

Der Film bietet einige gute Aspekte. So ist das Setting einfach atemberaubend und die Atmosphäre vom Videospiel sehr gut transportiert worden. Das Setting ist dunkel gehalten, es ist kalt und es schneit. Der Schnee liefert einen schönen Schwarz-Weiß Kontrast, nahe dem „Noir“ Stil und liefert eine emotionale Bildgewalt. Der Film liefert einige hervorragende Bilder.

Zudem kommt die schauspielerische Leistung von Mark Wahlberg. Ich hatte anfangs meine Zweifel aber die hat er absolut weggeblasen. Er spielt den zurückgezogenen, in sich gekehrten, verbitterten und rachsüchtigen Cop ideal. Es gibt nicht viele Dialoge, aber die Mimik passt genau zur Situation in der sich Max Payne befindet. Außerdem sind die weiblichen Rollen mit „Bond Girl“ Olga Kurylenko als verführerische Natasha und Mila Kunis als ihre Schwester und Komplizin von Max Payne natürlich sehr attraktiv besetzt.

Mark Wahlberg als Max Payne und Mila Kunis als Mona

Das Setting und die Schauspieler lassen also schon auf einen großartigen Film schließen, doch dem ist leider nicht so. Der Film bietet soviel Potenzial und erfüllt es leider nicht annähernd. Man hätte mit dem Setting, was einige schon mit „Sin City“ vergleichen und der schauspielerischen Leistung ohne Probleme auf dne Olymp der Videospeiladaptionen kommen können. Doch man ist mit der dünnen Story leider gescheitert. Storytechnisch hat man die Geschichte vom Original leicht abgewandelt. So sind es nun Firmenbosse statt normale Drogendealer, welche die neue Droge auf dem Markt gebracht haben um Profit rauszuschlagen. Das ändert aber nichts daran, dass die Story sehr dünn und vorhersehbar ist. Man weiß im Film eigentlich ständig was als nächstes passiert, sodass kaum Spannung aufkommt.

Dem sehr guten Setting und der annehmbaren schauspielerischen Leistung gesellt sich also eine sehr dünne, vorausschaubare Story die den Film in den Durchschnitt zieht. Bei diesem Filme wurde soviel Potenzial verschenkt, dass es schon fast weh tut. Die Randbedingungen waren optimal, aber das Wichtigste stimmt einfach nicht und so kommt der Film eher unstimmig rüber. Auf einer Skala bis 10 würde ich ihn mit einer 6,5 bewerten.





Poker Session Review #7

24 11 2008

Ich glaube ich habe nach langer Talfahrt den endgültigen Tiefpunkt erreicht und es geht jetzt endlich vielleicht langsam bergauf. Aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben. Aber heute war zumindest eine kleine Steigerung erkennbar auch wenn ich wieder Verluste gemacht habe.

So gab es wie gewohnt wieder 3 Sngs bei Full Tilt Poker. Ich habe dieses Mal wieder etwas aggressiver und offensiver gespielt und versucht bei der Bubblephase nicht immer mit fast leeren Händen zu stehen. Das ist mir auch ganz gut geglückt. Ich bin insgesamt zufrieden mit meinem Spiel zu Anfang gewesen und kaume keine groben Schnitzer gemacht und konnte mehr spielen und hatte dementsprechend auch größere Stacks zur Verfügung.
Tisch 1 lief dementsprechend auch ganz gut. Ich bin solide in die spätere Phase gekommen, leider waren noch viele Spieler am Tisch. Ich hab preflop dann TT gepusht und wurde gereraised. Es war eine schwierige Entscheidung. Ich konnte mein Gegenüber überhaupt nicht einschätzen. Er hätte ebenso gut ein kleines Pocket halten können wie auch was größeres. Da mein Stack nach dem Raise schon ziemlich geschrumpft war habe ich gecallt und fand mich in einen aussichtlosen Kampf gegen die Kings wieder. Platz 6 war das Resultat.
Tisch 2 lief im Wesentlichen ähnlich. Ich habe oft Drucks gemacht und kam entspannt bis zur Bubble. Dort habe ich im BB 33 gefunden und der SB hat ein Minraise gemacht. Ich hab also mal gecallt, weil er es oft tut und habe auf einen unauffälligen Flop gehofft. Es kam besser als ich erwartet hatte mit 3 8 Q fand ich meine Trips. Nach einem Bet von ihm bin ich All’in gemoved und war in freudiger Erwarrtung als er mir Queens zeigte. Da war die Sache natürlich wieder gelaufen und ich begann schon wieder zu verzweifeln.
Tisch 3 lief dann allerdings sehr gut. Ich konnte früh mit Jacks aufdoppeln und konnte meine Mitspieler gut lesen. Sie waren alle relativ tight, sodass ich oft Blinds stealen konnte. Es war ein hartnäckiges SnG aber letztendlich kam ich ins Headsup nachdem der Chipleader zwei Spieler parallel mit AJ ausknockt, während sie KK bzw. KJ hielten. So kam ich ins Headsup als totaler Underdog. Ich habe mich nochmal hochgepusht und habe dann mit TJs eines seiner vielen All’Ins beantwortet. Ich habe einen Riecher gehabt aber ich glaube in einer ähnlichen Situation hätte ich es noch einmal weggelegt. Er zeigte 44 aber leider traf ich nichts und wurde somit 2. Mein erster SnG Gewinn muss ich also auf morgen verschieben.
Gesamt war ich trotzdem sehr zufrieden mit der Session. Kaum Fehler gemacht, mehr gespielt und ein besseres Gefühl gehabt. Trotzdem bleibt ein Verlust von -1,05$ und erhöht den Gesamtverlust auf 16,20$

Bei Titan Poker bin ich dementsprechend auch beflügelt in die üblichen zwei SnGs gegangen. Ich habe auch hier vermehrt angegriffen und kam gut bis zur Bubble. Tisch 1 habe ich sie auch noch überleben können. Es folgte eine lange Phase zu dritt, wo viel gepusht wurde und die Chips hin und herwanderten. Irgendwann wurden meine 77 dann von KJo gecallt und er machte wie üblich Two Pair. Dennoch Platz 3.
Das andere SnG habe ich wieder zusammen mit einem Kollegen gezockt und hier lief es nicht ganz so gut. Ich hatte einige Male starke Hände wie AK oder AQ, habe aber nicht gehittet, was mich viele Chips gekostet hat. Am Dealerbutton entschloss ich mich dann dazu KJo für einen Blindsteal zu pushen, da diese schon eine angemessene Größe hatten. Ich wurde gereraised und habe letztendlich doch weggelegt, da ich einfach bei vielen Sachen nur Außenseiter gewesen wäre und 50:50 das Maximum für mich gewesen wäre. Er zeigte dann aber Q9, was natürlich bitter war aber bei meinem Glück zurzeit hätte ich diese Situation wohl auch verloren. Direkt dann war ich CO mit AJo und das war natürlich optimal für ein All’In. Natürlich zeigt der BB dann QQ und das Ass bleib aus, weshalb ich hier nur 6. wurde und somit meine Titan Session mit -1$ abschließen musste. Gesamt macht das -37$.

Also wieder Verlustsessions aber im Vergleich zu denen davor wieder bessere. Ich hab mir vorgenommen vermehrt Videos zu gucken, da sie sehr anschaulich sind und viele Tipps beinhalten. Einen habe ich in der heutigen Session bereits beherzigt. Und zwar raise ich nun öfter auf 2 1/2 BBs statt auf 3 oder 4. Dies hat den Nutzen, dass ich bei hohen Blinds eine nahezu identische Foldequity habe und meinen eigenen Stack nicht allzu sehr belaste. Ich hoffe morgen schließe ich dann meine erste Winningsession ab.

Tschööörööö





Poker Session Review #8

26 11 2008

Ich hab mein Pokerspiel aufgrund von Zeitproblemen auf zwei Tage gesplittet. Nun folgt eine Review auf die erste Session bestehend aus 3 FTP SnGs und 2 TP SnGs. Ich werde später nochmal eine Session starten, denn mein Downswing scheint beendet. Endlich!

Auf Full Tilt habe ich die üblichen drei Tische gestartet. Ich habe hierbei wieder agrressiver und erfolgreicher gespielt. Mir ist auch aufgefallen, dass ich kaum die ausgedruckten Handcharts mehr benutze. Anscheinend rührten meine Selbstzweifel an mein „Gefühll“ wphl aufgrund des Downswings. Wobei ich natürlich erwähnen muss, dass ich mich schon an die Strategie grundlegend halte und nur kleine Abweichungen vornehme. Besonders in der mittleren Turnierphase spiel ich mehrere Hände um zum Schluss mehr Chips zur Verfügung zu haben, während von PS.de gelehrt wird quasi nur Monster zu spielen. Zudem pushe ich nun mit weit weniger Chips als von PS.de vorgeschrieben. Meistens raise ich um 2 1/2 BBs und habe die selbe Foldequity als wenn ich 44BB oder All’In pushe. Selbst wenn dann mal einer callt, ist mein Stack noch nicht allzu sehr angegriffen.
Bei Tisch 1 auf FTP wurd mir dann aber auch aufgezeigt, dass es nach hinten gehen kann. Wir haben uns noch in recht kleinen Blindlevel bewegt als der SB einen Minraise auf meinen BB macht. Ich hab mit A7s dann mal gecallt und der Flop war sehr vielversprechend. 2 4 7 fanden sich dort wieder, das macht Top Pair mit Top Kicker. Ich habe natürlich dementsprechend gebettet und bekam dann ein All’In ins Gesicht. Ich hätte auch gut weglegen können, weil ich schon dachte, dass er wahrscheinlich ein Overpair hält. Aber ich habe gecallt, in der Retrospektive würde ich es nicht nochmal machen. Er zeigte mir 88 und das war es dann schon für mich an Position 7.
An Tisch 2 lief es ungleich besser. Ich konnte früh einmal aufdoppeln und konnte mein Spiel richtig schön aufziehen mit platzierten Blindsteals. Die Bubble zog sich ein wenig hin und ich musste auch einige Rückschläge hinnehmen doch letztendlich hat sich jemand erbarmt und ist gebubbled. Zu dritt war es auch noch ein intensives und langes Spiel. Die Chips gingen hin und her doch letztendlich konnte ich ins Heads Up gelangen und bekam nach einigen Händen direkt Jacks. Der Flop war optimal für mich, sodass ich weiter bettete und mein Kontrahent All’In moved. Natürlich habe ich gecallt und gewonnen, da er nur ein Midpair auf der Hand hatte. Endlich der erste FTP SnG Sieg.
Tisch Nummer 3 verlief auch gut. Allerdings war ich meiste Zeit shortstacked. Wir hatten einen Fisch bis zur Bubble am Tisch der massig von Chips hatte und sehr viel gespielt hat. Deswegen fiel es mir oftmals schwer Blinds zu stealen. Doch ich habe die Bubble überlebt und letztendlich auch den Fisch rausgehauen, da dieser mit immer weniger Chips immer passiver gespielt hat und ich mir das zu Nutzen machen konnte. Im Headsup war ich leider sehr shortstacked und verbunden mit riesigen Blinds und sehr schlechten Händen zu Anfang musste ich dann irgendwann mit 49o All’in moven und wurde von einem 5er Paar gecallt. Das bedeutete leider die Niederlage für mich. Man kann auch nicht alles haben.

Insgesamt eine erfolgreiche Session auf Full Tilt. Das frühe Ausscheiden an dem einen Table war natürlich vermeidbar, wenn auch ein wenig unglücklich. Die anderen Tische liefen dagegen sehr gut und ich bekomme mein Selbstbewusstsein im Spiel zurück. Mittlerweile habe ich keine „Angst“ mehr gute Hände zu pushen und dann instant in bessere Hände zu laufen oder ausgesuckt zu werden. Insgesamt liegt am Ende des Tages ein Plus von 5,45$ zu Buche, was den Gesamtverlust auf -10,75$ verringert. So kann es bitte weitergehen.

Die Titan Poker Session habe ich heute Morgen gespielt. Eigentlich sollte man morgens / mittags nicht zocken, da dort die Pros an den Tischen sitzen. So saß ich bei Titan Poker auch mit vielen Regulars am Tisch. Doch dies hat natürlich auch seine Vorzüge, da man sie ein Stück mehr berechnen kann als die Fische.

So lief es an Tisch 1 auch direkt sehr gut. Ich konnte mein Chipstack im Verlauf des Tisches bis zur entscheidenden Phase halten bzw. ein wenig vergrößern. In der Push or Fold Phase konnte ich dann mit AK gegen AQ auch verdoppeln und dann mein Spiel aufziehen. Blindsteals gelangten mit gut, ich hatte gute Spots und während ich fließig Chips sammelte, flog einer nach dem anderen aus dem Turnier. Teilweise gewann ich sogar 50:50 Situationen. So bahnte ich mir meinen Weg in die Top 3 und profitierte davon, dass sich meine Kontrahenten gegenseitig rauskegelten. Im Headsup fand ich direkt zu Beginn gute Hände um mein Gegner unter Druck zu setzen und konnte dann mit AQ schnell die Sache unter Dach und Fach bringen, Platz 1!

Turnier 2 war wesentlich komplizierter und intensiver. Ich habe in der mittleren Turnierphase aufgedoppelt und gelang problemlos zur Bubble. Auch diese wurde recht zügig übersprungen und dann waren wir noch zu dritt am Tisch. Ich konnte mich durch viele Steals zum Chipleader mausern. Dann habe ich einen Shortstack aufdoppeln lassen, da er 89 gegen AJ gewann. Ich arbeitete mich erneut hoch, verdoppelte wieder jemanden, arbeitete mich wieder hoch usw. Einer meiner Kontrahenten hatte dabei oftmals Glück, gewann mehrmals mit der schlechteren hand und überlebte so. Letztendlich haute er mit der schlechteren Hand auch unseren anderen Kontrahenten raus, sodass wir im Headsup waren. Dort fehlten mir zunächst die Hände. Er gewann einen leichten Vorsprung. Ich bekam A7o und pushte. Er callte. Der Flop war leider Müll, ich spielte trotzdem Mal an, doch fing mir ein All’In ein, sodass ich weglegen musste. Mit wenig Chips hab ich letztendlich K9s in 78 oder sowas gepusht und er gewann mal wieder mit der schlechteren Hand. Eigentlich war das mein Turniersieg, der Kollege hat schon viel Glück gehabt auch wenn ich ihm einmal mit einem Flushdraw nach dem Flop gecallt habe, wo ich mathematisch eigentlich hätte weglegen müssen. Dafür habe ich sein All’in auch mal mit A2 gecallt, als er Kings hielt. War auch eher doof, würde ich auch nicht unbedingt wiederholen, diesen Call.

Insgesamt macht das eine positive Session von +29$, was den Gesamtverlust auf -8$ relativiert. So kann es doch weitergehen.

Was mir sonst noch aufgefallen ist, ist dass ich ruhiger spielen muss. Gerade bei FTP spiel ich oftmal hastig obwohl ich eigentlich genügend Zeit habe. Das muss ich bei Multi Table noch lernen, mir vermehrt Zeit zu nehmen und nicht in Hektik auszubrechen.

Zur FTP Session sei noch gesagt, dass ich sie noch erfolgreicher hätte abschließen können, doch das Tele ging und ich musste TT und AQ folden in der entscheidenden Phase. Aber ich will mich ja nicht in Nachhinein beschweren, lief ja gut genug.





Poker Session Review #9

26 11 2008

Nach meinem Lauf von heute Morgen war ich natürlich dementsprechend motiviert weiteres Geld einzusammeln. Also gab es wieder die übliche Dosis: 3 Full Tilt Poker SnGs und 2 Titan Poker SnGs.

Bei Full Tikt Poker lief es auch wieder solide. habe meinen aggressiveren Stil beibehalten und konnte so oftmals meinen Stack stabil hochhalten und kam an allen drei Tischen problemlos an die Bubble.

Tisch 1 konnte ich recht früh verdoppeln und habe das Ganze dann solide runtergespielt. An der Bubble war dann noch Fisch beteiligt, den wir problemlos eliminierten. Das Spiel zu dritt verlief dann ohne besondere Vorkommnisse. Ich konnte gut stealen und hatte auch das nötige Quäntchen Glück um ins Heads Up zu gelangen. Dort hatte ich dann auch gute Karten und hab auch einigermaßen gehittet, sodass mein zweiter Turniersieg kein großer Akt war.

Tisch 2 lief mittelmäßig. Ich habe kaum Spots bekommen bzw. habe bei guten Karten nichts gehittet und war also durchgängig shortstacked. Allerdings haben sich meine Kontrahenten sehr lucky oft selbst vom Tisch genommen, sodass ich in die Top 3 gelangen konnte. Dort war ich mit einem Big Stack und einem Spieler auf meinem Stackniveau verblieben. Das Ganze dümpelte vor sich hin als der Big Stack meinen anderen Kollegen schlagen konnte und ich wiederum im Headsup gelandet bin. Dort konnte ich früh aufdoppeln, hab dann aber einen Semi Bluff gespielt und den Turniersieg quasi mit einem schrecklichen Call verschenkt. Ich hab die Karten nicht mehr vor Augen, auf jeden Fall hätte ich den Call unterlassen sollen, allerdings war ich auch ziemlich commited.

Tisch 3 verlief ebenfalls durchwachsen. Zu Beginn und in der mittleren Phase saß ich sehr oft auf Draws, die nicht ankamen. Flushdraws, OESDs etc. liefen gar nicht und so war mein Stack eher bescheidender Größe. Dennoch konnte ich mich bis zur Bubble retten und fand dann am Button AK. Klarer All’in Push, der von A6 gecallt wurde. Leider hat er die 6 gehittet und mich rausgeschmissen. Ärgerlich aber anhand der anderen Resultate natürlich erträglich.

Ich hab mich in Sachen Gewinn / Verluste bei FTP ein wenig verrechnet. Heute hab ich Gewinn von 3,40$ gemacht, was den Gesamtverlust auf -10,35$ relativiert.

Bei Titan Poker hab ich die üblichen zwei SnGs gespielt und es lief von Anfang nicht gut. Ich hatte kaum gute Hände und kaum Spots zum Stealen oder Pushen. Immer wenn ich was Pushbares hatte, wurde mir der Spot geklaut und so konnte ich kaum effektiv mir einen Stack aufbauen.

An Tisch 1 konnte ich immerhin mit Queens früh aufdoppeln. Hab dann allerdings kaum Hände bekommen, bin dennoch bis zur Bubble gekommen und habe von einem Big Stack profitiert, der einen Lauf hatte und reihenweise Leute vom Tisch genommen hat, sodass ich Top 3 gekommen bin. Dort war mit kleinem Stack nach einigem Hin und Her aber leider schon Ende.

Tisch 2 lief dagegen sehr zäh. Die Blinds wurden immer größer und ich kam nicht wirklich ans Stealen bzw. Pushen. Letztendlich fand ich AQ zum pushen, wurde aber von 33 gecallt. Weder Ass noch Dame tauchten auf, sodass ich dieses Turnier früher beenden musste.

Insgesamt macht das einen Verlust von einem Dollar, was den Gesamtverlust auf -9$ ansteigen lässt.

Trotz des relativ guten Ausgangs war ich heute nicht hundertprozentig zufrieden mit meinem Spiel. Teilweise habe ich Glück gehabt, teilweise aber auch einige Calls gebracht, die nicht hätten sein müssen. Ich muss weiterhin ruhiger werden auch wenn ich mich bei FTP zunehmends wohler fühle. Ich denke ich kann den Bergauf-Trend weiter fortsetzen.





Poker Session Review #10

28 11 2008

So jetzt ist es passiert. Die letzten Sessions haben mir den Rest gegeben. Nachdem ich es die letzten Tage eigentlich ganz gut lief, folgte nun der totale Absturz. Dabei trat eine Mischung aus Unvermögen meinerseits und dem üblichen Pech hinzu. Es kam die letzten beiden Tage einfach alles zusammen.

Gestern ging es los. Ich spielte die üblichen drei Tische bei FTP. Tisch 1 lief standardmäßig ab. Ich hab kaum gute Karten bekommen, kaum Spots zum Angreifen der Blinds bekommen, bis dann die langersehnten Kings kamen, das Zeichen zum Angriff. Mein Stack betrug rund 1k Chips. Ich bekam zwei Caller, einen Shortstack und einen Big Stack. Einer zeigte mir Q8 und der andere 88. Ich war schon am abfeiern als im Flop gnadenlos Q 8 erschien und ich als 7. ausschied. Und das sollte nur der Anfang sein.
Tisch 2 lief hingegen deutlich besser. Ich konnte gut Chips sammeln und lag bis zur Bubble an einer angenehmen Position. Dann habe ich einen dummen Pot verloren, nachdem ich wie üblich mit Aq geraised habe, nichts getroffen habe und sein All’in auch nicht bezahlen konnte. Das machte mich zum Shortstack und ich pushte dann KJ in AT und verlor und wurde 4.
Tisch 3 war hingegen sehr angenehm. Ich verdoppelte früh und konnte mein Spiel komplett durchziehen und habe problemlos due Bubble erreicht und überlebt. Das Spiel zu dritt war auch nicht von langer Dauer und schon waren wir im HeadsUp. Dort attackierte ich ihn mit Q9, er callte nur. Ich traf einen OESD und vollendete ihn am River. Nach meinem All’in callte er und zeigte mir ein FH, was er am Turn getroffen hat. Trap, machste nichts, 2. Platz ging aber in Ordnung.

Da heute von 15 Uhr an eine Phase startete, wo Bonus Titan Points ausgeschüttet wurden, entschloss ich mich direkt 2 Sessions nachzulegen.
Direkt am ersten flog ich als 7. raus. Ich habe mir die Hand auch nicht mehr notiert. Ich meine mich erinnern zu können mit AQ o. AK gepushed zu haben, nichts getroffen zu haben und wieder ein beachtliches Stück meines Stacks verloren zu haben. Danach folgte der Push mit AK und ich wurde von Random Pair gecallt und verlor die 50:50 Situation.
Der zweite Tisch verlief recht schnell. Es wurden schnell viele Spieler eliminiert und ich gelang recht einfach in die Top 3 ohne großartige Anstrengungen. Hatte dann allerdings nicht mehr viele Chips, habe einen Dummen Pot gespielt und bin dann eher dumm ausgeschieden. Hier war mehr drin.
Der dritte Tisch hingegen lief simpel. Ich doppelte früh auf. Allerdings schlug dann wieder das Phänomen zu, dass ich keine Karten bekam, keine Spots nutzen konnte und wenn ich Karten bekam (Asse, Kings) ich einen Walk bekomme?! Schlussendlich waren meine Mitspieler dann auch noch RICHTIG dumm. Wir hatten einen Ultrashortie am Tisch der alles gefoldet hat. Selbst als er noch 3 BBs hatte, legte er noch Karten weg. Ich konnte ihn kaum pushen, da ich wie gesagt nicht die Karten dazu hatte und auch nicht mehr den großen Stack um ein Verlust verkraften zu können. So ließen die Big Stacks sich von ihm die Blinds stehlen oder er doppelte auf und auf und auf. Nach einer sehr langen Bubble pushte ich dann AK und wurde von QQ gecallt. Natürlich kam nix. 4. Platz!

Gerade habe ich dann die letzte Session gespielt und die übertraf wiedermal alles. Tisch 1 lief suboptimal. Ich verlor direkt zu Beginn einen dummen Pot und konnte dann wiederum aufdoppeln. Danach spielte ich wieder AQ, traf nichts und zack segelten die Chips auch wieder weg. Dann wollte ich mit KTs die Blinds stealen, wurde aber vom BB gecallt. T52 hieß der Flop, er checkte zu mir hin, direkt volle All’in Attacke, er callt und zeigt mir Jacks und ich flog direkt als 7. raus.
Tisch 2 hingegen konnte ich paar mal Stealen und meinen Stack stagnierte bei 1,5k Chips. Ich bekam kaum Hände und wie es so war kamen dann einmal die Kings. Natürlich foldeten alle, bis auf der Big Stack, der lediglich mitging. Nun hab ich mir gedacht, movste mal nicht direkt All’in sondern generierst ein paar Chips. Das lief zunächst auch richtig gut. Ich minraiste ihn und er callte. Flop war Q 8 2. Ungefährlich für mich. Er raiste, ich All’in und er callte. Er zeigte mir Q 5. Bis zum River hielten meine Kings und dann kam die 5 und ich war endgültig tilt.
Hinzu kam, dass der andere Tisch auch nur aus Dummbatzen bestand. Ständig Minraises, die mir meine Spots versauten und zu fünft wurde dann ein Ultrashortie wieder richtig schön mit dummen Blindsgeschenke und richtig doofen Calls hochgepusht. Letztendlich wurde ich im BB gecallt, checkte auch nur mit 97s. Ich traf die 9, er callte runter. Ich traf auf dem River die Straight, er geht All’n und zeigt die bessere Straight. Einfach nur zum Weinen der Tag heute!
Sessionverlust von -6,75$ und Gesamtverlust von 17,10$

Bei Titan Poker habe ich heute morgen auch nur eine kurze Session gestartet und die reiht sich gnadenlos in den heutigen Tag ein.
Tisch 1 bekam ich wieder kaum Hände, pushte AK und verlor die 50:50, was in Platz 7 resultierte. Tisch 2 verlief richtig blöd. Wir waren noch bei hohen Blinds mit allen Leuten am Tisch, sodass man kaum vernünftig pushen konnte. Letztendlich wurde mein Stack von den Blinds angegriffen und ich pushte AJ in AK. Somit macht das auch wieder -11$ bei Titan Poker und ich falle wieder runter auf -20$

Ich weiß nicht ob ich mich von diesem Tag nochmal erholen kann. Es lief einfach alles schief und das gerade nach ein paar Tagen, wo ich wieder mein Spielgefühl zurückgewonnen habe. So tilt wie heute war ich nach den Bad Beats noch nie. So wie es ausschaut, verliere ich so langsam alle meine Kohle und höre dann mit dem Online Poker auf, womöglich besser so.





Poker Session Review #11

30 11 2008

So nach dem Rückschlag von vorgestern habe ich mich heute nochmal mit frischem Mute drangesetzt und es lief wieder einigermaßen.

Bei Full Tilt habe ich die üblichen drei Tische gespielt. An Tisch #1 lief es dabei direkt ausgezeichnet. Ich konnte früh mein Stack nahezu verdoppeln und dann in Ruhe mein Spiel aufziehen und ein paar gezielte Steals setzen und bin so problemlos bis zur Bubble gekommen. Diese verlief dann auch recht problemlos, ich konnte meine Spots nutzen und kam kaum in ernstzunehmender Schwierigkeiten. Zu dritt lief es dann aber eher suboptimal. Die Blinds waren schon sehr hoch und ich versuchte mit A3s was zu reißen, bekam aber noch ein Reraise und hab dann noch einmal weggelegt obwohl ich eigentlich schon relativ committed war. Davon habe ich mich dann auch nicht mehr richtig wiederholt. Ich habe A3 gepusht und das Ass im Flop getroffen aber leider machte mein Kontrahent auf dem River seinen Flush, weswegen für mich nur Platz rausgesprungen ist.
Tisch #2 lief ebenfalls sehr gut. Auch hier konnte ich, wenn auch recht glücklich früh aufdoppeln. Vom Sprung zwischen früher und mittlerer Phase bekam ich Jacks. Einer hatte vor mir gelimpt, weshalb ich geraised hatte. Er setzte mich All’in, weshalb ich ihn eher auf ein Pair unter meinem gesetzt habe. Doch er hatte Aces, aber ich traf mal meinem Jack und durfte das unbeschreibliche Gefühl des aussuckens erleben. Grandios! Der Rest war wiederum kaum ein Problem bis zur Bubble. Die war sehr intensiv und ging hin und her. Letztendlich konnte ich mich in the money retten. Dort bekam ich kaum Karten und Spots um meinen Stack zu vergrößern. Dann fand ich AJ und konnte verdoppeln. Direkt in der nächsten Hand habe ich K9s in den Shortie gepusht und konnte sein Q8 schlagen. Im Headsup ging es dann hin und her. Er spielte mit sehr vielen Moves und konnte mir oft viele Chips abnehmen obwohl es nicht zum Showdown gekommen ist. Irgendwann ist sein Credit bei mir dann verflogen und ich begann nachzuschauen ob er denn auch wirklich gute Karten hatte und konnte ihm so einige Chips aus der Tasche ziehen. Letztlich gewann ich mit der besseren Hand und kann einen weiteren Turniersieg für mich verbuchen.
Tisch #3 lief eher schlecht. Ich bekam kaum Hände und konnte meine Spots kaum nutzen. Einmal habe ich sogar KK auf einem AJT Board wegschmeißen müssen, was meinen Stack empfindlich geschmälert hat. Bis in die höheren Blinds waren wir noch mit 7, 8 Spielern unterwegs, weshalb es schwer fiel Blinds zu stealen. Letztendlich pushte ich mit AK in die Asse und musste bereits als 7. den Tisch verlassen.

Trotzdem habe ich in dieser Session insgesamt einen Gewinn von +2,55$ verbuchen können. Die Auszahlungsstruktur ist schon strange. Es relativiert den Gesamtverlust aber immerhin wieder auf -14,65$.

Bei Titan Poker habe ich dann aber erheblich abgebaut und bin nicht mit der nötigen Konzentration ans Werk gegangen. An Tisch #1 fand ich AK, zwei vor mir pushten All’In und ich hätte weglegen sollen, callte aber trotzdem und traf auf 88 und AA und flog raus. Tisch #2 überlebte ich lange, fand aber nicht richtig zu meinem Spiel und flog als 5. raus nachdem mich die Blinds aufgefressen hatten und ich lediglich zugesehen habe und einige Spots ungenutzt lief. Macht mal wieder -11$ und einen Gesamtverlust von -31$





Poker Session Review #12

1 12 2008

Neue Woche, neue Motivation, also hab ich meine tägliche Poker Dosis wieder zu mir genommen. Auf Full Tilt Poker gab es die gewöhnlichen drei Tische.

An Tisch 1 lief es zunächst schleppend. Ich bekam kaum gute Karten und so verringerte sich mein Stack im Zuge der ansteigenden Blinds immer weiter. Teilweise konnte ich Blinds stealen, aber ohne mir ein großes Polster anzuschaffen. Trotzdem habe ich es bis zur Bubble geschafft, war dann aber mal wieder Shortstack. Deswegen blieb mir nichts anderes übrig als 77 zu pushen und gegen K9s letztendlich zu verlieren.
Tisch 2 lief noch grausamer. Ich bekam zwei mal AK und einmal AQ in der frühen Phase. Ich raiste sie immer, traf am Flop aber nie und bekam sofort dicke Bets in mein Gesicht geklatscht, sodass ich kaum callen konnte. Dies griff mein Stack empfindlich an. Mit nur wenig Chips konnte ich letztendlich doch noch einmal aufdoppeln und gelang mit wenig Chips an die Bubble. Dort hatten wir einen Ultrashortie sitzen mit ca. 400 Chips. Er konnte noch einige Male verdoppeln und gelang an ca. 800 Chips als der BB bereits 200/400 betrug. Er war first to act und raiste All’in. Natürlich callte ich in der Annahme die beiden Blinds würden sinnvollerweise auch callen. Doch sie waren zu dumm und so wurde es trotz extremst attraktiver Odds für die Blinds zu einem 1on1 in dem ich unterlag und nur noch sehr wenig Chips hatte. Letztendlich completet der SB mit JJ. Ich hatte K2s und traf im Flop den König. Leider kam auf dem Turn ein Jack und ich schied wieder einmal als 4. auf. Insgesamt war der Verlauf extremst ärgerlich.
Tisch #3 lief zu Beginn auch nicht besser. Ich bekam absolut keine Karten und so schrumpfte mein Stack immer mehr. Ich konnte zwar noch einmal steelreraisen und nochmal aufdoppeln, doch befand ich mich immer na unterster Schmerzensgrenze. Letztendlich konnte ich die Bubble doch noch einmal überleben und gelang mit reichlich Glück sogar noch mit 800 Chips ins Headsup, wo ich dann natürlich gnadenlos unterlegen war.

Insgesamt macht das einen Verlust von -1,05$ und einen erhöhten Gesamtverlust von -15,70$.

Bei Titan Poker habe ich ebenfalls die üblichen zwei Tische gespielt. Tisch 1 lief zu Beginn grausam ab. Ich bekam absolut keine Hände. Das beste war noch AT in früher Position und somit wertlos. Die Luft wurde dünn und es wurde viel gepusht. Dann konnte ich mir aber dennoch einige Male in Folge beim Showdown durchsetzen und hatte auch Glück, dass der Big Stack mein 99 All’in mit Enten gecallt hat und ich so dominanter Chipleader war. Die Position spielte ich dann auch solide aus und gelang problemlos ins Headsup. Dort verlor ich zwar direkt ein All’in mit A9 vs. K7 aber ich erholte mich dank den Queens. Obgleich ich auf Aces traf, gelang mir der Drilling. Letztendlich baute ich mir mit A7 auch noch eine Straight und gewann das Turnier.
Tisch 2 lief ebenso bescheiden wie der erste Tisch. Ich bekam absolut keine Hände und es wurde relativ tight gespielt, sodass noch viele Spieler bei den hohen Blinds am Tisch saßen. Ich bahnte mir dennoch mit einigen guten Pushes (meist lag ich dominant vorne) meinen Weg in die Bubble. Dort sah die Situation relativ ausgeglichen aus. Ich pushte QT in den BB, der aber einen starken Call mit A7 hinlegte und letztendlich auch gewann. Der Push war aus meiner Sicht in Ordnung und ich glaube mit A7 hat er auch einigermaßen gewagt gecallt. Das macht einen Gewinn von +11$ und relativiert den Gesamtverlust wieder auf -20$.

Insgesamt bin ich mit meinem Spiel am heutigen Tage zufrieden. Trotz bescheidener Hände bin ich sehr weit gekommen. Bei FTP kam noch sehr viel Pech hinzu und auch bei Titan Poker hätte es noch besser laufen können. Besonders bei Titan Poker hat sich ausgezahlt, dass ich wieder mehr fokussiert war. So muss ich weiter spielen.





Fazit und weitere Vorsätze

1 12 2008

Letzte Woche Sonntag sprach ich von der „Deciding Week“. Nun möchte ich euch gerne aufklären inwiefern es mir gelungen ist meine Vorsätze auch in die Tat umzusetzen.

[x] Fürs Studium bewerben
Bewerbung für Münster ist raus, die anderen gehen im Laufe der nächsten zwei Wochen raus. Bewerbungsfrist ist der 15. Januar.
[] min. 3x zur Fahrschule gehen
Ist mir leider nicht gelungen, da ich gerne zum Themenbeginn dort wieder anfangen würde, was diese Woche wäre.
[x] 84,x KG packen
84,9 KG hieß es am Freitag, denkbar knapp, das gilt jetzt zu stabilisieren, wobei es am Wochenende wieder einen Rückschlag gab.
[] Bewerbungen für Nebenjob
Eiskalt ignoriert und nicht umgesetzt.
[x] Gewinne in der Pokerwoche
Zwar kleine aber insgesamt konnte ich den Gesamtverlust hauchdünn senken.
[] Schalke haut Manchester City weg
Schalke ist sang- und klanglos untergegangen. Hierzu werde ich meine Gedanken wohl auch demnächst in diesem Blog veröffentlichen.

Diese Woche steht an
[] Mittwoch, Donnerstag Fahrschule
[] 84 KG stabilisieren
[] Bewerbung Nebenjob
[] Blog füllen!
[] Schalke haut Twente weg!





Poker Session Review #13

2 12 2008

Auch heute wieder die übliche Dosis nachdem es ja gestern wieder einigermaßen lief. Dabei war das Spiel heute insgesamt ein Spiegelbild von gestern.

Bei FTP habe ich wieder drei Tische gespielt. Es lief wieder relativ solide. Ich bekam zwar kaum gute karten, hab mich aber gut bis zur Bubble gehalten, dort habe ich als SB KQs in 99 vom BB gepusht und leider nicht getroffen.
Der zweite Tisch verlief ebenso ernüchternd bis auf die Tatsache, dass ich früh aufdoppeln konnte und so mein Spiel bis zur Bubble solide gestalten konnte. Dort ging es dann hin und her und ich verlor einen großen Pot mit AJ, nachdem ich nichts getroffen habe und ein All’in hätte callen müssen. Dann war ich gezwungen Action zu machen und pushte so mit 89s wieder in die Neunen. Der Push generell war in Ordnung, doch in der Retrospektive hätte ich es trotzdem gelassen, da ein Spieler noch kritischer in Bedrängnis war als ich.
Tisch 3 lief am Anfang auch nicht sehr rund. Doch mit der Zeit konnte ich mir ein Chippolster aufbauen und einem nach dem anderen vom Tisch nehmen. Zu dritt war ich auch in einer recht sicheren Position und es gelang mir ins Headsup zu kommen wo ich letztlich nach einigen hin und her A8 in JT gepusht habe und unglücklicherweise verloren habe. Macht also wieder einen Tagesverlust von -1,05$ und einen Gesamtverlust von 16,75.

Bei Titan Poker habe ich auch wieder zwei Tische gespielt und bin am ersten nach ca. 3 Händen schon rausgeflogen. Ich habe 77 gelimpt und mein Set getroffen. Einer ging vor mir All’in, ich callte und noch ein anderer callte. Ich machte am Turn mein Full House, mein Kontrahent mit den 9ern allerdings seinen Vierling während der andere Kollege „lediglich“ ein Two Pair hatte.
Tisch 2 lief zu Beginn wieder sehr schleppend und ich blindete stark runter. Dann kam allerdings eine Phase mit guten Karten wie Kings, Queens, Jacks und Tens und ich wurde auch mit ein bißchen Glück Big Stack. Die Position habe ich bis zur Bubble gut ausgespielt und habe diese dann auch überlebt. Zu dritt hat mein Kontrahent den anderen rausgehauen und wir gingen mit ca. gleichem Stack ins Headsup. Es ging hin und her als ich mit TJ auf einem QQJ Board All’in gegangen bin. Er hatte die Eier mit A2o zu callen und traf dann unverdientermaßen auch noch sein Ass auf dem Turn. Das wäre eigentlich mein Turniersieg gewesen. Trotzdem macht das ein Tagesplus von +4$ und relativiert den Gesamtverlust wieder auf -16$.

Insgesamt bin ich zufrieden mit meinem Spiel. Bei Titan läuft es richtig gut und abgesehen von dem unglücklichen Set habe ich dort ein gutes Gefühl. Bei FTP fehlt mir noch das richtige Fingerspitzengefühl an der Bubble. Bis dahin komme ich jetzt aber oft ohne Probleme und mit ein bisschen mehr Glück werde ich dort demnächst auch wieder mehr Kohle absahnen.





Poker Session Review #14

3 12 2008

Heute gab es wieder die übliche Dosis. Ich bin aber kurz davor sie ein wenig zu ändern. zum einen scheint das mit dem Silberstatus durch die 2 bisherigen Titan SnGs nicht zu klappen. Daher werde ich diese Hoffnung eventuell in nächster Zeit begraben. Ich werde die Woche die SnGs noch zu Ende spielen und schauen wie sich mein Punktestand entwickelt. Wird er nicht sonderlich steigen, überlege ich eventuell zu den sogenannten Double Up SnGs zu wechseln. Dort verdoppelt man sofern man unter die Top 5 kommt. Es soll generell leichter sein als die normalen SnGs, sodass ich durchaus mehrere davon spielen könnte und so mehr Punkte sammeln könnte. Ansonsten würde ich mich noch mehr auf FTP konzentrieren um dort meinen Bonis freizuspielen.

Wenn wir gerade bei FTP sind, komme ich auch gleich zu den üblichen 3 SnGs, die ich dort gespielt habe. Tisch 1 war relativ tight, sodass sich zu Beginn nicht viele rausgekegelt haben und somit bei hohen Blinds noch viele Leute am Tisch waren. Nach dem ich meine Jacks dementsprechend gepusht habe, traf ich auf einen AKx Flop und die Hand war für mich somit nach einer misslungenen Contibet gegessen. Das hat meinen Stack empfindlich geschadet, sodass ich kurze Zeit später A9s in KQ gepusht habe und auf dem River dann verloren habe, sodass leider nur der 7. Platz rausgesprungen ist.
Tisch 2 lief hingegen wieder durchaus solide. Ich habe meinen Stack ein bisschen vergrößern können und dann einigermaßen stabil halten können. In der mittleren Phase habe ich dann durch Stealen und Pushen mir eine solide Ausgangsposition erarbeitet. Zur Bubble wurde es nochmal eng, doch ich profitierte davon, dass sich meine Kontrahenten gegenseitig ausgeschaltet haben. Zu dritt ging es dann lange hin und her, aber auch hier konnte ich gerade so überleben und ins Headsup einsteigen. Mit nur wenig Chips verbleibend, verlor ich indem ich K3s in die Queens pushte.
Tisch 3 lief zu Beginn perfekt. Ich konnte einmal mit den Assen aufdoppeln und im Anschluss im Big Blind mit KT noch einmal. Dann habe ich es erst einmal ruhig angehen lassen. Zu Fünft ging es dann hin und her. Es war sehr intensiv aber ich konnte letztendlich einen weiteren Spieler vom Tisch nehmen. Zu Viert war es dann sehr anstrengend und es ging hin und her. Ich hab mich vornehmlich zurückgehalten, sodass die Blinds meinen Stack langsam aufgefressen haben. Ich überlebte die Bubble dann aber recht sicher und zu dritt waren unsere Stackgrößen nahezu identisch. Letztendlich konnte ich einen großen Pot gewinnen und ins Headsup einziehen. Auch hier ging es hin und her. Zunächst konnte ich mit 88 seine Jacks aussucken und danach bekam ich lauter guter Hände und habe sie dementsprechend gepusht. Er hat aber immer wieder weggelegt, bis er teilweise nur noch 3BBs hatte und dann oft lucky verdoppelt hatte. So ging es hin und her bis mir meine guten Hände ausgingen, die er irgendwie immer aus dem Weg gegangen ist. Sehr diszipliniert der Junge. Er konnte dann den einen oder anderen Move ausspielen und wir hatten wieder identische Stacks und dann kam es mit A9 vs. 88 zum finalen Battle, den er für sich entscheiden konnte.
Das macht dennoch einen Gewinn von 1,80$ und zusätzlich 5$ Bonus was den Verlust auf -10$ schmälert.

Bei Titan lief es hingegen nicht ganz so gut. Reichlich angefressen durch die unglückliche Schalker Niederlage habe ich dort mein Glück gesucht. Ich habe 99 gelimpt und habe mit TT5 einen recht attraktiven Flop gefunden. Er hat meinen Einsatz gecallt. Leider habe ich die Flushgefahr auf dem Turn nicht erkannt und war wohl ein Stückchen zu neugierig, sodass ich ein Großteil meines Stacks verloren habe. Letztendlich habe ich dann AKs gegen A6 verloren und musste als 6. die Segel streichen.
Am anderen Tisch lief es besser, auch wenn ich nicht großartig Chips sammeln konnte. Ich kam dennoch bis an die Bubble und ide Blinds waren mittlerweile riesig. Meine Kontrahenten hatten identisch große Stacks, sodass ich Druck machen musste und schließlich mit K8s ind AK gerannt bin und als 4. leider ausgeschieden bin.
Das macht leider Gottes wieder -11$ Verlust und erhöht den Gesamtverlust wieder auf 27$





Poker Session Review #16

4 12 2008

Im Moment läuft eine besondere Aktion von Pokerstrategy. Vom 4. bis zum 6. Dezember bekommt man dort au Titan Poker die doppelte Anzahl von Strategypoints. Für mich Grund genug meine „Dosis“ auf Titan Poker zu verdoppeln und somit dem Silberstatus endlich noch einmal näher zu kommen.

Zuerst habe ich aber meine üblichen 3 SnGs bei FTP gespielt und es lief im Großen und Ganzen ganz ordentlich.
Tisch #1 war wieder relativ tight und mit vielen Spielern bis in den hohen Blindleveln bestückt. Ich habe meine AQ dann in die Jacks gepusht und habe einen erheblichen Teil meines Stacks einbüßen müssen. Im Anschluss habe ich QJs gepusht und bin auf KT getroffen und dann leider schon als 6. ausgeschieden.
Auf Tisch #2 habe ich eher zurückhaltend gespielt, da mir zum einen die Hände nicht so richtig zuflogen und zum Anderen meine Kontrahenten sich allesamt sehr früh selbst rausgekegelt haben, sodass wir bereits bei 30/60 Blinds an der Bubble waren. Dementsprechend lang und intensiv war sie dann auch, doch letztendlich bekam ich die guten Karten zum richtigen Zeitpunkt und habe auch gut getroffen und mit ca. 3 All’Ins in Folge das gesamte Turnier gewonnen.
Tisch #3 verlief wiederum sehr tight und sehr intensiv. Hier wurde viel gepusht und die Chips gingen hin und her. Letztendlich konnte ich mich aber bis zur Bubble solide durchsetzen und habe mein Spiel straight weitergespielt und konnte auch die Bubble überleben, nachdem sich meine Kontrahenten gegenseitig aus dem Spiel nahmen. Dann wurde es chiptechnisch allerdings eng, was mich veranlasste QJ zu pushen. Mein Gegenüber hatte die Kings und somit musste ich dieses Turnier als 3. beenden.
Das macht insgesamt aber wieder einen Tagesgewinn von +2,55$ und relativiert den Gesamtverlust auf -7,45. Break even ich komme!

Anschließend habe ich dann Titan Poker gestartet und zunächst die üblichen zwei SnGs gespielt. Das erste verlief eher unglücklich. Ich bekam früh AK, AQ, hittete aber nie wirklich, sodass der Stack schon relativ angeschlagen war, was mich dazu veranlasste einen vermeintlichen Blindsteal auch mit AQ zu callen. Ich hitte wieder nichts im Flop, war aber schon relativ committed und habe dann gecallt. Am Turn habe ich zu meinem Glück dann auch die Straight gemacht, was meinem Gegner aber nicht davon abhielt sein Full House auf dem River zu machen, was den 7. Platz bedeutete.
Turnier 2 lief hingegen besser. Ich konnte früh meinen Stack vergrößern und konstant bis zur Bubble halten. Dort war die Situation so, dass ein dominierender Big Stack am Tisch war und wir anderen drei relativ gleiche Stacks hatten. Leider war meine Position direkt vor dem Big Stack, weshalb ich nicht allzu lose pushen durfte. Es hat sich dann aber doch noch ausgezahlt und ich kam in the money. Dort hatte ich dann auch noch das Glück, dass sich mein Kontrahent mit dem Big Stack angelegt hat und rausflog. Im Headsup war ich stacktechnisch dann allerdings deutlich unterlegen und bin nach kurzem Hin und Her als 2. geflogen.
Nachdem mich ein Kollege dann zum Pokern überredete habe ich mein erstes „Double Or Nothing“ gespielt. 10 Spieler sitzen an einem Tisch und wer unter die Top 5 verdoppelt seinen Einsatz. Das Ganze hörte sich in der Theorie ziemlich einfach an und so einfach war es in der Praxis dann auch. Die ersten drei gingen relativ schnell, da es auch ein TURBO SnG war. Dann traf ich nach einem Freeplay im BB meine Straight und bekam auch noch ein potenzielles Opfer. Auf mein Reraise, reraiste er aber nochmal, weshalb ich mich entschlossen habe nur zu callen. Das stellte sich als weise heraus, denn mein Gegner zeigte einen Vierling. Nun war mein Stack sehr stark angeschlagen aber ich kam bis zur Bubble. Die Blinds stiegen schnell und zu meinem Unglück gewann ein potenzieller Bubbleboy dann auch noch mit 33 gegen TT. Ich entschloss mich dann mit AQ ein finales All’in zu wagen und gewann gegen 88. Das verschaffte mir Polster und anschließend ist ein Shortstack geflogen, sodass ich meinen Einsatz verdoppeln konnte.
Bei dem SnG was ich mit meinem Kollegen gespielt habe, lief es zu Beginn gar nicht gut. Ich bekam AK, wurde gereraist, habe gecallt und nichts gehittet, sodass ich seine Potsitze Bet wieder nicht bezahlen konnte. Ich habe dann auf die geeigneten Karten gewartet um ein All’In zu wagen und als mein BB mit KT attackiert wurde, callte ich eiskalt mit KK und konnte verdoppeln. Meine Kontrahenten schossen sich bis zur Bubble wieder gegenseitig ab, als ich mit AK dann in the money gezogen bin. Dort war ich mit einem Kollegen und einen weiteren Big Stack. Dieser spielte aber eine riskante Hand mit meinem Kollegen und verlor einen Großteil seines Stacks und im Anschluss flog er dann auch. Ich war dann 6:1 Underdog im Headsup, mauserte mich nochmal mit A3s hoch, verlor dann aber letztendlich mit AJ vs. 88. Insgesamt macht das heute aber einen Tagesgewinn von 14$, was den Gesamtverlust wieder auf -13$ herabsinken lässt.

Ich werde auf jeden Fall nun häufiger die DoNs besuchen und gemütlich Kohle scheffeln.





Poker Session Review #17

8 12 2008

Soo ich habe mich nun dazu entschieden die Session Reviews einzustellen und dafür dann wöchentlich immer zum Montag hin eine Review zu schreiben. Mir ist aufgefallen, dass die täglichen Reviews sich nicht großartig von einander unterschieden und im Groben und Ganzen immer das selbe drinsteht.

Ich werde dennoch weiterhin meine Hände „aufzeichnen“ und Statistiken anlegen um mein Spiel besser nachzuvollziehen und es dann in der Wochenrückschau nochmal kritisch zu hinterfragen.

Grundsätzlich habe ich dieses Wochenende dann auch kaum Poker gespielt, weil ich zu sehr beschäftigt war. Lediglich gestern Abend habe ich einige Titan Poker Turniere gespielt um durch den Bonus auf den Silberstatus aufzusteigen, was mir heute im Laufe des Tages gelingen sollte.

Leider lief es nicht ganz so glücklich, was u.a. auch daran lag, dass ich mich ziemlich hab ablenken lassen von den Jahresrückblicken im TV und vielleicht auch ein unglückliches Händchen hatte.

Zunächst habe ich wieder ein DoN gespielt und bin leider gebustet, da ich zwei 50:50 Situationen nicht für mich nutzen konnte. Das nächste DoN hingegen lief optimal. Ich fand relativ früh AKs und floppte den ersten Royal Flush meines Lebens. Mir gelang es dann auch noch ein wenig Chips vom Gegner zu ziehen und hatte somit eine komfortable Ausgangssituation, die ich gnadenlos zum Pushen ausgelebt habe. So fielen mir aufgrund der recht tighten Spielweise bei den DoNs viele Blinds zu und ich konnte nach einem All’in mit AQ auch noch AJ dominieren und schlagen. Letztendlich habe ich einen Shortie gepusht und mein A6 hat gegen K9 gehalten und ich habe aufgedoppelt.

Anschließend habe ich noch ein SnG gespielt, wo ich direkt zu Beginn mit Queens in Asse gelaufen bin und anschließend ziemlich shortstacked war. Aufdoppeln konnte ich zwar noch einmal aber in der entscheidenden Phase bei größeren Blinds war ich gezwungen A4 zu pushen und traf gegen A6 auf eine nicht zu schlagende Hand.

Daraufhin habe ich noch ein DoN gespielt und habe in der entscheidenden Phase 66 als SB in den BB All’in gepusht. Er hatte eigentlich keinen Grund mit J9 zu callen, da er nicht gerade unweigerlich mehr Chips als ich hatte, tat es aber trotzdem und gewann. Das war natürlich ärgerlich.

Das Ganze macht dann wiederum ein Minus von -17,50$ und erhöht den Gesamtverlust bei Titan Poker wieder auf -30,50$.





Fazit der Woche

8 12 2008

Nach dem gestern mein sonntäglicher Fazitblog nicht erschienen ist, fasse ich jetzt ein kurzes Fazit:

Diese Woche steht an
[] Mittwoch, Donnerstag Fahrschule
[x] 84 KG stabilisieren
[] Bewerbung Nebenjob
[x] Blog füllen!
[] Schalke haut Twente weg!

Ziemlich ernüchternd. Fahrschule werde ich diese Woche versuchen Mittwoch hinzugehen, mal schauen ob das gut geht. Nebenjob verläuft ein wenig im Sande und die Schalke Partie ist natürlich unglücklich gelaufen. Mein Gewicht hat sich in der letzten Woche positiv entwickelt, allerdings gibt es immer zum Wochenende einen Rückschlag.

Diese Woche steht u.a. mein Geburtstag an, worüber ich mich auch hier noch auslassen werde. Zudem ist ein weiterer Eintrag zur Weihnachtsproblematik geplant. Hier aber mal die Vorsätze für diese Woche:

[] 84 KG stabilisieren (again)
[] Mittwoch Fahrschule
[] Blog: Geburtstag, Weihnachten, Der Tag An dem Die Erde Stillsteht
[] Schalke versaut Hoppenheim die Herbstmeisterschaft
[] Pokergewinne und Silberstatus
[] Nebenjob

Ansonsten steht diese Woche nicht viel an. Donnerstag werde ich mal wieder das Kino aufsuchen und mir „Der Tag An Dem Die Erde Stillsteht“ zur Gemüte führen. Der Trailer ist bombastisch und macht Laune auf mehr. Leider folgt nach einem guter Trailer meist ein enttäuschender Film aber mal schauen wie es bei diesem ist.





Holydays are comin’

11 12 2008

Wie schnell die Zeit doch vergeht… Da hatten wir gerade noch Sommer und gefühlte Tage später steht Weihnachten vor der Tür. Auch meine Ansicht zum Thema Weihnachten hat sich im Lauf der Jahre natürlich verändert. Als Kind war Weihnachten natürlich das Größte aller Dinge. Man hat sich immer unendlich darauf gefreut und war unendlich enttäuscht als es vorbei war.

Mittlerweile ist man „erwachsen“ geworden und materielle Dinge sind Weihnachten nicht mehr die Priorität. An sich sind mir Geschenke fast schon gänzlich egal geworden. Es fällt einem sogar teilweise schwer einen Wunschzettel zu verfassen. Meist schreibt man dann die gewöhnlichen Sachen wie Klamotten etc. drauf aber nichts wirklich außergewöhnliches mehr.

In den letzten Jahren habe ich mich auch noch richtig auf Weihnachten gefreut, einfach der Atmosphäre wegen. Winter, Schnee, gemütliches Zusammensein, all dies hat für mich Weihnachten ausgemacht und ich konnte es in den Tagen, Wochen davor nicht erwarten, dass endlich Weihnachten ist.

Heutzutage hat sich das aber wiederum geändert. Die letzten beiden Jahre ist mir Weihnachten insgesamt ziemlich egal geworden und ich kann auch nicht wirklich beschreiben warum. Die Atmosphäre fehlt mir einfach. Dieses Jahr hat es schon geschneit aber das Weihnachten vor der Tür steht bemerke ich kaum. Die Adventstage vergehen im Flug, alles ist so schnellebig und es wird kaum noch inne gehalten. Es ist als ob man im Zeitraffer durch die Zeit fliegt.

Zudem spielt die familäre Geschichte natürlich auch eine größere Rolle. Früher war Weihnachten meist durchgeplant. Heiligabend wurde zusammen mit der Verwandtschaft mütterlicherseits gespeist, am ersten Weihnachtstag ging es dann zu den Großeltern und am zweiten waren wir dann alle nochmals kegeln und anschließend im Restaurant essen. Diese Traditionen sind zum größten Teil leider abhanden gekommen.

Heilig Abend wird immernoch so fabriziert wie die Jahre zuvor aber es wirkt irgendwie mehr gezwungen als gewolt und in einer Art und Weise farblos. Am ersten Weihnachtstag findet dieses Jahr rein gar nichts statt. Quasi ein stinknormaler Tag zum abgammeln und am letzten Tag geht es dann wieder zu den Großeltern, wo die weihnachtliche Stimmung auch eher fehlt und mehr der Zwang im Spiel ist.

Vielleicht muss ich mal auf einen Weihnachtsmarkt oder etwas in die Richtung aber auf Weihnachten habe ich mittlerweile gar keinen Bock mehr. Es sind für mich fast schon stinknormale Tage, die an einen vorbeiziehen ohne dass man sie großartig wahrnimmt. 

Ich hoffe ich komm dieses Jahr nochmal in Stimmung um erlebe ein frohes Weihnachtsfest. Egal wie es ausfällt, ich werde hier meine Gedanken dazu äußern. Vielleicht ist es ja auch gut mit niedrigen Erwartungen ins Fest hineinzugehen, denn dann kann man immerhin nicht enttäuscht werden.





Der Tag an dem die Erde stillstand

12 12 2008

Gestern war mal wieder Kinotag und die Wahl fiel auf „Der Tag an dem die Erde stillstand“. Meiner Meinung nach der letzte gute Film der dieses Jahr ins Kino kommt und die Abrundung eines durchaus guten Kinojahres. ( werde gegen Jahresende nochmals zurückblicken) Hinzu kam ein überragender Trailer, welcher absolut erstaunliche Bilder zeigte z.B. ein Footballstadion welches sich „auflöst“. Von daher ging ich mit sehr hohen Erwartungen in dem Film, wohl bewusst, dass diese eigentlich nur enttäuscht werden können (bestes Beispiel: Miami Vice, geiler Trailer, dummer Film)

„Der Tag an dem die Erde stillstand“ ist eine Neuverfilmung des gleichnamigen Klassikers aus den 50iger Jahren. So konnte mir mein Opa tatsächlich einiges vom damaligen Film berichten. Er war damals in Sachen Technik und Science-Fiction ein Novum, ein Durchbruch. Das Gleiche von diesem Film in dieser Zeit zu erwarten wäre natürlich utopisch.

Die Story ist recht einfach gestrickt abeer dennoch zu jeder Zeit spannend. Der Film ist weder langweilig, noch weist er irgendwelche Längen auf. Die Wissenschaftlerin Dr. Helen Benson wird eines Abends von US Sondereinheiten aus ihrem alltäglichen Familienleben gerissen und zu einem US Militärstützpunkt gefahren. Es stellt sich heraus, dass in wenigen Minuten ein unbekanntes Flugobjekt auf die Erde treffen wird. So landet mitten im Central Park ein „Raumschiff“, welches den Außerirdischen Klaatu beinhaltet, welcher sich in einem menschlichen Körper befindet. Seine Botschaft ist klar aber dennoch nicht ganz eindeutig: Er will den Planeten Erde retten.

In visueller Sicht hat Regisseur Scott Derrickson einiges aufgeboten. Die Bilder von der Landung und der Zerstörungswelle, welche über die Erde fegt sind einfach unbeschreiblich und man sitzt mit offenem Mund im Kino. Die Atmosphäre ist ihm ebenfalls gut gelungen. Menschenleere Straßen, Panik, die „Apokalypse“ wird glaubhaft dargestellt. Der Film lebt von den Bildern, die er liefert und diese sind ein großartiger Pluspunkt.

Die Besetzung ist ebenfalls nicht zu verachten. Keanu Reeves ist für außergewöhnliche Rollen einfach geboren. Als Klaatu knüpft er an seinen Leistungen als z.B. Neo an und verkörpert ihn durchaus glaubhaft und gibt seinen Absichten mit seiner coolen und eiskalten Mikik Nachdruck. Während des ganzen Films kann man Klaatu nicht ganz durchschauen, auch ein Verdient des guten Spiels von Keanu Reeves. Der weibliche Gegenpart, die „Komplizin“ darrgestellt von Jennifer Connelly spielt ebenfalls überzeugend und gut. Lediglich Will Smith Sohn Jaden kann in den Szenen mit seiner Mutter nicht so ganz auftrumpfen, er „überspielt“ einige Situationen mit seinen Emotionen einfach zu sehr. Ansonsten ist am Cast nichts weiter Negatives auszumachen.

Der Schwachpunkt des Films liegt aber mal wieder an einer etwas dünnen Story. Zwar ist die unterschwellige Kritik an unserer Lebensweise und am Umweltschutz durchaus berechtigt und wird den Großteil (hoffentlich) auch zum Nachdenken anregen aber dennoch wird vor allen Dingen die USA wieder gnadenlos überspitzt dargestellt, indem sie als Staat dargestellt wird, die alle ihre Probleme mit stumpfer Waffengewalt löst. Zudem wird der „Wandel“ von Klaatu, eigentlich die wichtigste Szene im ganzen Film ein wenig zu schnell und zu simpel abgehandelt, sodass man diesen Wandel nicht wirklich nachvollziehen kann. Hier verliert der Film einiges an Boden und wird zum Ende hin leider immer schwächer.

Dennoch handelt es sich insgesamt um ein gemütliches Kinoerlebnis. Die Bilder sind imposant, die Schauspieler annehmbar und die Story bietet zumindest einen richtigen Ansatz und bringt eine Message rüber, sodass man sich nach dem Film auch noch seine Gedanken macht, so sollte es sein. Bei einer Wertung bis 10 wwürde dieser Film von mir persönlich 7/10 bekommen.

 

pics by http://www.filmstarts.de





Wer braucht noch Geburtstage?

14 12 2008

Vergangene Woche war eine ziemlich ereignisreiche Woche in der auch mein Geburtstag fiel. Zunächst möchte ich aber meine Ziele vor der Woche noch einmal aufgreifen:

[x] 84 KG stabilisieren (again)
[] Mittwoch Fahrschule
[x] Blog: Geburtstag, Weihnachten, Der Tag An dem Die Erde Stillsteht
[] Schalke versaut Hoppenheim die Herbstmeisterschaft
[x] Pokergewinne und Silberstatus
[] Nebenjob

Den Großteil der Woche lag ich bei 84,x KG aber nun habe ich glaub ich wieder mächtig auf die Kacke gehauen. Zudem stehen nun diverse Weihnachtsessen an, sodass ich mit soliden 85KG das Jahr beenden möchte und dann nächstes Jahr straight abbauen möchte und vielleicht noch ein wenig strenger auf mein Essen achten möchte.

Fahrschule am Mittwoch habe ich leider wieder nicht geschafft. So wie ich mich kenne werde ich vor Neujahr auch nicht mehr zur Fahrschule gehen. Meine Motivation die guten Vorsätze für das nächste Jahr zu erfüllen werden dann wohl die letzte Möglichkeit sein meinen Führerschein zeitig in den Händen zu halten.

Beim Pokern lief es eigentlich ganz gut. Bei Full Tilt Poker bin ich nahezu break even wieder und mache dort konsequent Gewinne. Bei Titan Poker hab ich geringe Verluste gemacht aber ich bin optimistisch diese Woche dort auch weiter nach vorne preschen zu können. Zudem habe ich endlich den Silberstatus erreicht und werde in der nächsten Woche vermehrt Strategie büffeln.

Nebenjob hat sich leider wiederum nichts ergeben und auch hier siehts ähnlich  aus wie bei der Fahrschule. Ich muss dort endlich den Dreh kriegen! Schalke hat wiederum heute ein gutes Spiel abgeliefert und endlich zumindest durch Kampf, Einsatz und Leidenschaft sich ein Unentschieden verdient, weshalb ich nicht allzu enttäuscht bin.

Mein Geburtstag verlief auch eher so lala. Nach dem 18. Geburtstag freut man sich nicht mehr wirklich auf Geburtstage. Hat man sie früher noch entgegengeblickt, sind sie mir mittlerweile richtig egal. Ich werde ihn denke ich im Januar mit meinen Kumpels nochmal nachfeiern, weil in dieser Zeit viele wegen Weihnachten und allem Drum und Dran verhindert sind. So habe ich diese Woche lediglich mit meiner Family gefeiert und es war besser als erwartet aber dennoch sehr fade.

Geburtstagsfeiern finde ich im Kreise der Familie eigentlich nicht schlimm, es sei denn es ist der Eigene, was auch wohl daran liegt, dass ich ungern im Mittelpunkt stehe. Von daher sind Geburtstage nicht wirklich mein Fall, aber ich habe ihn ja jetzt überlebt.

Für die nächste Woche ist der Terminkalender eigentlich gut gefüllt. Es geht straight auf Weihnachten zu und solangsam macht sich auch ein bißchen Vorfreude breit. Meine Ziele für diese Woche lauten jedenfalls:

[] Fahrschule (mich selbst überraschen! oO)

[] Nebenjob ( mich selbst überraschen)

[] 84KG wieder stabilisieren

[] Blog: Jahresrückblicke?!

[] Schalke kommt im UEFA Cup weiter

[] Pokergewinne

[] Silberstrategiekrams





Poker Weekly Review #1

15 12 2008

Sooo dann werde ich mal meine Pokerwoche kurz und bündig zusammenfassen. Im Allgemeinen bin ich ziemlich zufrieden mit dir. Auf Full Tilt Poker hab ich mittlerweile den „Spielstil“ auf den 1$ SnGs gut adaptieren können und habe diese Woche lediglich eine Verlustsession hingelegt. Meistens buste ich in einem von drei SnGs relativ frühzeitig, komme dann aber in den beiden anderen meistens in the money und kann die Verluste dann auch mindestens ausgleichen.

Am ersten Tag lief es nicht so berauschend. Die 50:50 Sachen habe ich zumeist alle verloren und bin so in zwei SnGs ausgeschieden (99 vs. AQ, 55 vs. KQ und 66 vs A7, jeweils 5. Platz) und konnte im letzten SnG das Headsup leider nicht gewinnen, da ich mich zu sehr auf einen OESD verlassen habe. Der nächste Tage verlief wieder ein wenig erfreulicher, auch wenn ich das Künststück fertig gebracht habe mit KK gegen K7 (er baute sich eine Straight) zu verlieren. Zudem verlor ich gegen einen Fisch, der einfach alles gecallt hat und immer gewann. Hinzu kam im Headsup vom dritten SnG, dass ich mich beim Raise vertippt habe und mich direkt committed habe. Dennoch war ich mit A3 noch Favorit gegen KJ, verlor aber trotzdem. Die anderen Tage verliefen hingegen deutlich besser. Ich konnte jeweils ein SnG gewinnen und bei zwei anderen noch in the money kommen. Bei den anderen wurde ich entweder von Würsten gecallt und in 50:50 Sachen geschlagen oder verliere z.B. mit AK preflop All’in gegen AQ und A8.

Ansonsten fällt mir auf, dass ich bei den Showdowns zumeist die bessere Hand habe bzw. Minimum 50:50. So bin ich lediglich einmal bei den SnGs gegen eine dominierende Hand ausgeschieden, der Rest war oft 60/40 für mich und die Resultate passen in das Schema. Insgesamt habe ich diese Woche +3$ gemacht und auch dank Boni meinen Gesamtverlust auf 1,61$ gemindert. Diese Woche heißt das Ziel nun auch Gesamt ins Plus zu kommen.

Bei Titan Poker lief es in dieser Woche zunächst gut. Ich habe meistens DoNs und ein SnG gemixt. Bei den DoNs tue ich mich mittlerweile etwas schwer und überlege sie demnächst auch wieder zu meiden. Allerdings sind sie angenehm zu spielen und erfordern nicht viel Zeit. Ich werde diese Mischung bis zum Jahresende weiterspielen und dann ein Resumee ziehen. Gegen Ende hin der Woche bekam ich aber einige Badbeats serviert. So verlor ich u.a. mit AK gegen AQ und hatte oft Probleme mit AK und AQ. Die Hand der Woche war aber ein gelimptes Paar 8en von mir. Der Small Blind hat completet und der BB lediglich gecheckt. Ich habe auf einen J 8 3 Board dann mein Set gemacht. Der SB hat dann auch direkt gebettet und der BB drübergepusht. Der Flop war Rainbow und die einzige Hand die mich hier dominiert wären Jacks gewesen. Ich hab die Jungs maximal auf einen 3er Drilling bzw. Two Pair J8s oder sowas in die Richtung gesetzt, da jemand mit Jacks eigentlich erhöht hätte. Es kam aber anders als erwartet: Die beiden zeigten KK bzw. AA, wohl gemerkt dass sie preflop NICHTS gemacht haben. Ich war also deutlich in Führung bis der River dann das Ass zeigte und anschließend war ich deutlich bedient.

Ich habe leider die Aufführungen meiner Titan Ergebnisse nicht genau aufgeführt, habe aber bestimmt ca. 10-15$ Miese gemacht. Allerdings fällt mir auf, dass ich mich manschmal noch zu sehr vom Pokern durch z.B. Surfen etc. ablenken lasse. Das versuche ich die nächste Zeit endgültig abzustellen und somit wieder bessere Ergebnisse zu fabrizieren.

Nächste Woche werde ich mich auch vermehrt mit Theorie auseinandersetzen, da ich den Silberstatus bei Pokerstrategy erreicht habe und hoffe daher mein Spiel weiter zu verbessern.





Die Jugend von Heute

19 12 2008

Ich hätte nie gedacht, dass ich mich in meinem jungen Alter von 21 bereits über die „Jugend von Heute“ echauffiere. Ich halte mich generell für einen sehr anpassungsfähigen und zeitgemäßen Menschen und denke von mir selbst, dass ich immer mit der Zeit gehe, immer jung bleibe und die Trends der Jugendlichen verstehen und akzeptieren kann. Aber wir leben mittlerweile in einer so schnelllebigen Welt, dass nahezu täglich Veränderungen von Statten gehen. Diese Veränderungen mit der aktuellen Jugend erlebt man heutzutage überall im alltäglichen Leben, besonders wenn man eine pubertierende Schwester hat.

Man spricht ja in dem Zusammenhang auch häufig von Generationenwechsel. Betrachtet man die Vergangenheit so liegen meist mehrere Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte zwischen verschiedenen Generationen. Diese generationenwechsel drücken sich aus meiner Sicht in Veränderungen in Verhalten, Kleidung, Musik und anderen geschallschaftlichen Bereichen aus.

Zum Beginn des 20. Jahrhunderts war z.B. alles sehr sittlich. Es wurde viel au Anstand Wert gelegt. So durfte keine aufreizende Kleidung getragen werden, man hatte sich sehr vornehm zu verhalten etc. Es dauerte lange bis diese „vernobbte“ Generation letztendlich abgelöst wurde. Ende der 60iger als das „HIppie-Zeitalter“ eintrat, begann man z.B. mit dem Thema Sex vollkommen anders umzuehen. Auch in Sachen Kleidung und Verhaltensweisen wurden grundlegende Änderungen vorgenommen. Ab diesen Zeitpunkt traten Generationswechsel eigentlich immer in Dekaden auf, nicht umsonst sprechen wir heute in der Retrospektive von den „70igern“, „80igern“ oder „90igern“. Jede Dekade hatte ihre eigene Mode, ihre eigenen Verhaltensweisen etc.

Heutzutage kommt es mir so vor als würde jährlich ein Generationswechsel von Statten gehen. Normalerweise beginnt man sich über die Jugend zu wundern, wenn man selbst Kinder im jugendlichen Alter hat und spricht über „Die Jugend von Heute“. Ich, welcher gerade der Jugendlichkeit entsprungen ist, kann mich jetzt schon nicht mehr mit der „Jugend von Heute“ identifizieren.

Man muss sich nur z.B. die Bereiche Musik und Mode zu Gemüte führen. Ein Jahr lang dominiert der Emorock und jeder Jugendlicher hört Tokio Hotel oder My Chemical Romance und im nächsten Jahr regieren Rotzrapper wie Bushido und Sido die Charts. Ich habe nichts gegen musikalische Abwechslung aber hier wechselt man ja quasi schon die Grundsätze. In den früheren Dekaden herrschte zumeist ein genereller Musikstil vor und wurde im Lauf der Jahre leicht abgewandet z.B. Die Neue Deutsche Welle.

Aber hier wechselt man zwischen verschiedenen Lebensstilen und Einstellungen hin und her. Auch in Sachen Mode macht sich das mehr als bemerkbar. Hier wird jedes Jahr was Neues gebastelt. Heißt es im Sommer 08 noch „Back to 80s“ ist man im Herbst 08 schon wieder „Back to 70s“. Modische Trends werden im selben Rhythmus gewechselt wie andere ihre Unterwäsche wechseln.

Aber darüber rege ich mich eigentlich nur nebensächlich auf. Was mich aufregt ist die Veränderung im Verhalten. Ich will zwar nicht die unmüdigen, braven Jugendlichen des frühen 20. jahrhunderts aber ein wenig Anstand und Respekt sollte man doch schon mitbringen. Heutzutage nimmt die Jugendkriminalität immer weiter zu. Überall wird Randale gemacht. Selbst bei uns im Dorf wird mehr denn je randaliert. Natürlich hat man als Jugendlicher auch mal seine Streiche gespielt aber nicht in den Dimensionen wie das Heute geschieht. Heute ist Sachbeschädigung der größeren Art nahezu an der tagesordnung. Gaststätten können ihr Biergartenmobiliar nicht mehr draußen rumstehen lassen ohne das damit Unfug geschieht.

Die Jugend verliert immer mehr Vertrauen. Wenn ich an meine Jugend zurückdenke so hätte ich nicht im Traum daran gedacht erwachsene Menschen zu beleidigen oder auch ältere Jugendliche verbal anzugreifen. Heutzutage muss man sich von jedem Kind „Deine Mutter Sprüche“ geben. Natürlich denkt man sich als Erwachsener, dass man da drüberzustehen hat. Aber es kommt teilweise so häufig vor, dass einem schon mal der Geduldsfaden reißen kann. 

Ich find es einfach erschreckend, dass sich die Jugend in der kurzen Zeit so verändert hat. Zu uns meinte man schon wir wären „schlimm“. Aber die aktuelle Jugend übertrifft alles Dagewesene. Ausnahmen bestätigen da natürlich die Regel. Aber man muss nur mal durch die Stadt gehen und man kann eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. 12 Jährige Kinder, welche rauchen, einen anpöbeln sofern man sie auch nur irgendwie komisch angucken sollte usw. Ich könnte Romane mit jugendlichen Stereotypen füllen.

Letztendlich bleibt natürlich die Frage der Ursache. Wir gehen finanziell vielleicht durch schwierige Zeiten und die Jugendlichen haben Probleme Arbeit zu finden etc. Aber soviel schwerer wie es die früheren Generationen hatten, haben sie es auch nicht. Meiner Meinung nach ist die Jugend im Zeitalter von Computer und den neuen Medien einfach zu faul. Sie nehmen was sie bekommen, aber nur wenn sie sich nicht anstrengen müssen. Bekommen sie es nocht ohne Anstrengung wird sich beschwert und groß rumgemault. Frühere Generationen hatten noch Gründe auf die Barrikaden zu gehen, diese Generation scheint keine zu brauchen und vandalliert teilweise aus Langeweile.

Der Ganze Eintrag mag vielleicht etwas unstrukturiert wirken, weil ich meine Gedanken nacheinander wild (si wie ich sie gedacht habe) niedergeschrieben habe aber dient vielleicht als gute aktuelle Zusammenfassung der Jugend. Ich freue mich jetzt schon hoffentlich in ein paar Jahren den Eintrag nochmal lesen zu können.





Poker Weekly Review #2

22 12 2008

Eine weitere Woche des Pokerns ist vergangen. Ich habe mein Programm straff durchgezogen und habe täglich 3 SnGs auf Full Tilt und ein DoN sowie ein SnG auf Titan Poker gespielt. Zudem habe ich auch angefangen weitere Pokerstrategy Artikel sowie Videos mir anzuschauen und fühle mich dadurch in meinem Spiel deutlich besser, besonders was Push oder Fold Situationen angeht.

Bei Full Tilt Poker hatte ich dabei eigentlich ein richtig gutes Gefühl. Ich bin auf dem niedrigen Limit angekommen und habe deren Spielweise gut adaptiert. So lief es eigentlich an den meisten Tagen auch super und ich landete jeweils immer im Plus. Aber es gan dann wiederum 2 richtig schwarte Tage, wo ich in keinem SnG ins Geld gekommen bin.  Aber grundsätzlich gelange ich immer in die entscheidende Phase, es sei denn ich bekomm ein Freeplay im BB und treffe den Flop ganz gut. Zum Beispiel habe ich einmal T8o im BB bekommen und traf auf einem 99T Board das Top Pair. Dort habe ich z.B. dumm runtergecallt und traf auf K9. Sowas muss ich einfach auslassen und disziplinierter spielen. Die Suckouts hielten sich eigentlich die Waage. Die meiste Zeit bin ich in stärkere Hände gelaufen bzw. habe 50:50 Situationen oder annähernd knappe Situationen häufig verloren, besonders als ich im Geld war.

Ein SnG lief aber von Grund auf schlecht und war die Krönung. Ich bekam die Aces und nach einiger Action preflop habe ich diese dann auch direkt All’ in gepusht. Mich callt jemand mit KT und gewinnt mit Straight. Eine weitere Hand später pushe ich mit JT und werde gecallt. Nach dem ich meinen Jack im Flop als Top Pair getroffen habe, setze ich meinen Gegner All’in und er callt und zeigt KQs. Der Turn beschert mir den Drilling, ihn aber dann auch einen Flushdraw den er am River verwerten kann. Platz 8 für mich war das Resultat.

Insgesamt habe ich allerdings +4,35$ Plus gemacht. Das Rake ist bei den niedrigen Buyins mit 25.% eigentlich eine Schande aber da muss ich wohl durch. Ich überlege auch nach Weihnachten bzw. im neuen Jahr mal eine Woche die Turbo SnGs zu spielen und somit meine SnG Anzahl wöchentlich zu verdoppeln. Ich fühle mich zunehmend wohler in den Push or Fold Situationen und denke, dass ich da einen Vorteil ausspielen kann. Mir ist bewusst, dass die schneller ansteigenden Blinds das Ganze auch durchaus varianzreicher machen aber ich sehe mich den Spielern auf diesem Limit ganz einfach in den wichtigen Situationen überlegen und werde es daher mal eine Woche auf Probe testen. Mein Zeil bei FTP ins Plus zu kommen habe ich nun aber erreicht. Insgesamt befinde ich mich dort mit 2,74$ im Plus. Das gilt es nun auszubauen.

Bei Titan Poker läuft es irgendwie nicht so richtig. Die DoN’s spiele ich momentan solide. Mitte der Woche  hatte ich mal eine schlechte Phase und wurde oft ausgesuckt z.B. mit AK vs. AQ aber zum Schluss bin ich eigentlich in jedem DoN ins Geld gekommen.

Die SnGs liefen dabei irgendwie überhaupt nicht. Auch wenn ich eigentlich ein gutes Gefühl habe, kam ich nur bei zwei oder SnGs in the money und bekleidete dort auch nur einmal den 2. Platz. Ein paar mal habe ich in bessere Hände gepusht und ein paar mal wurde ich auch stark ausgesuckt. So habe ich mit Aces an der Bubble gegen TT verloren oder auch mit AT vs T2o. Grundsätzlich habe ich meiner Meinung nach nicht viel falsch gespielt. Lediglich einmal mit QT vielleicht zu lose gepusht aber ansonsten waren die Pushes schon recht in Ordnung und ich hoffe daher, dass es nächste Woche auch bei den SnGs wieder besser läuft. Vielleicht steigere ich mich bei Titan auch wieder auf drei Tische mit 2 SnGs um einfach dorrt wieder mehr Gefühl für das Spiel zu bekommen. Insgesamt bin ich bei Titan Poker aber -8$ im Minus.





Vergeudete Talente

23 12 2008

Der Jahreswechsel bietet natürlich wieder die optimale Zeit zur Rekapitulation. Ich denke dabei momentan eher weniger an das vergangene Jahr, sondern mehr an das vergangene Jahrzehnt, da das vergangene Jahr einfach kaum was los war bei mir.

So überlege ich jetzt schon oft, was wäre wenn ich dies und das anders gemacht hätte. Ich denk jetzt schon nach, dass ich früher in der Schule mehr Gas hätte geben können und solche Sachen. Auch denke ich viel über Verfehlungen in der Zeit nach. Ich hoffe mit diesem Post vielleicht einen Abschluss finden zu können, denn letztendlich soll man sich nicht lange mit der Vergangenheit aufhalten, sondern in die Zukunft gucken und aus den Fehlern lernen.

Einen Fehler, den ich sehr bereut habe ist, dass ich z.B. aus dem Fußball ausgetreten bin aus damals pubertären Gründen. Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt bin ich ziemlich fußballbegeistert seit Kind an. Mein Onkel ist früher oft mit mir spazieren gegangen und hat mir Geschichten über Schalke erzählt. So fing ich früh an mit dem Fußball spielen. Ich hielt mich immer für einen ganz guten Fußballer. „Leider“ bin ich mit einem sehr zurückhaltenden Charakter gesegnet, sodass ich mich damals oft zurückgehalten habe und nicht sonderlich auf mich aufmerksam gemacht habe.

So habe ich meist in den 2. Mannschaften gespielt. Dort habe ich zwar sehr gut gespielt und wurde z.B. regelmäßig Torschützenkönig usw. aber sobald es eine Stufe höher ging, bekam ich irgendwie Probleme mit der Integration in die „ältere“ Mannschaft. Bei dem Wechsel von der C in die B Jugend habe ich dann aus einer pubertären Laune heraus und unter Vortäuschen verschiedener Gründe den aktiven Fußballbetrieb eingestellt und bereue das auch jetzt noch.

Ich glaube zwar nicht, dass ich es für höhere Zwecke geschafft habe aber ich hatte noch deutlich Steigerungspotenzial und merke das auch heute noch. So spiele ich meist aus Instinkt heraus und mache teilweise „unglaubliche“ Sachen ohne groß darüber nachzudenken und oft gelingen sie auch. Das ist für mich Talent. Dinge zu machen und zu schaffen ohne groß darüber nachzudenken. Andere Spieler z.B. stehen vor einem Gegenspieler und überlegen wie sie vorbeikommen, ich mache es einfach und oft gelingt es. Zudem habe ich diesen gewissen Torriecher. Ich weiß nicht wie ich das mache aber oftmals stehe ich da, wo der Ball hinkommt und schieß die Tore. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit auch mal mit Spielern gespielt, welche regelmäßig in Vereinen gespielt haben und habe auch dort oftmals am meisten Tore geschossen etc. Ich will mich jetzt hier auch nicht selbst beweihräuchern aber ich denke, dass ich hier ein gewisses Takent vergeudet habe. Allerdings habe ich mir auch vorgenommen während meiner Studienzeit wieder häufiger kicken zu gehen, vielleicht auch im Verein.

Ein weiteres Talent, was ich vergeude ist meine Lernbereitschaft und Leernfähigkeit. Ich kann ziemlich gut lernen. Allerdings habe ich diese Eigenschaft meist runtergefahren und runtergespielt und so in der Schule nicht genügend auf mich aufmerksam gemacht. Ich glaub ich hätte meinen Abischnitt durchaus um eine glatte Note senken können, wäre ich nicht zu bequem und faul gewesen, was wohl in meinem Charakter verankert ist.

Seit ich aus der Schule raus bin habe ich nicht mehr viel gelernt. Wozu auch? Aber wenn man so im Nachhinein darüber nachdenkt, hätte man die Zeit durchaus mit was Sinnvollerem verbringen können. Möglichkeiten hat man durch das Internet mehr als genug aber ich habe sie ungenutzt gelassen.

Diese beiden Talente habe ich im Nachhinein sprichweg vergeudet. Ich hätte viel mehr daraus machen können. Allerdings bin ich mir sehr wohl bewusst, dass ich noch jung bin und mit diesen Talenten noch viel machen kann. Ich werde nun versuchen häufiger in die Zukunft als in die Vergangenheit zu schauen. Sich mit 21 schon Gedanken zu machen, was man früher hätte besser machen können ist fast schon absurd. Damit kann ich in 60 Jahren anfangen. Letztlich hoffe ich, dass ich das Manko Faulheit einfach mal über Bord schmeißen kann und meine Talente dann auch gezielt einsetzen kann und viel mit ihnen erreiche. Angemerkt sei noch, dass dies zwei beispielhaffte Talente sind und ich bestimmt nicht mehr drandenke Fußballprofi oder dergleichen zu werden. Auch will ich mich hier nicht selbst beweihräuchern, so sind einfach meine Gedanken.

Zum Abschluss möchte ich nochmals auf meine Wochenziele hinweisen. Fahrschule und Nebenjob habe ich mich natürlich nicht großartig drum gekümmert. Ich hoffe, dass der Jahreswechsel und die „guten Vorsätze“ mich zum neuen Jahr dazu motivieren. Ich bin da eigentlich ganz zuversichtlich. Schalke hat es im UEFA Cup leider auch nicht geschafft. Das System ist einfach suboptimal, Man City und Twente sind teilweise mit der 3. Mannschaft angetreten und waren auch dementsprechend motivert. Das ist für Schalke sehr ärgerlich aber nun hat man die Möglichkeit sich auf die Meisterschaft zu konzentrieren und die Saison noch zu retten. Beim Pokern lief es eher durchwachsen und ich habe glaube ich insgesamt minimale Verluste eingefahren, dafür habe ich meine Strategievorsätze durchaus erfüllt.

Für diese Woche nehme ich mir eigentlich nur vor ein schönes Weihnachtsfest zu feiern. Die Dinge etwas ruhiger (wenn das überhaupt möglich ist) angehen zu lassen und das Fest einfach zu genießen. In diesem Sinne wünsche ich jedem Leser (falls es sie gibt) ebenfalls ein fröhliches Weihnachtsfest.





Weihnachten ist vorbeigerast

29 12 2008

Zack ist Weihnachten auch schon wieder vorbei. Meistens wird so ein großes Tralala darum gemacht und dann vergehen die drei Tage wie im Flug. Wie bereits vorher erwähnt war ich Vorweihnachten eigentlich gar nicht in Weihnachtsstimmung und das sollte sich zu Weihnachten auch nicht wirklich ändern.

Heilig Abend begann wie jeder andere Tag auch. Zum Abend hin steig dann doch ein wenig die Vorfreude aber mehr auf das Wiedersehen mit der Familie als auf Weihnachten an sich. So ist mir z.B. aufgefallen, dass mir der Besuch der Kirche fehlt. Eigentlich bin ich nicht so der Kirchentyp, was bedeutet, dass ich nur hingehe wenn ich muss. Von mir selbst aus gehe ich eigentlich nie in die Kirche. Und als Kind habe ich es auch mehr oder weniger gehasst Weihnachten in die Kirche zu gehen. Aber dieses Weihnachten ist mir aufgefallen, dass der Kirchenbesuch doch ein richtiger Weihnachtsstimmungsindikator ist.

Nunja ansonsten verlief Heilig Abend eigentlich sehr gemütlich. Die Bescherung fiel recht üppig aus, ebenso das leckere Essen. Ich habe mir vorgenommen Weihnachten wieder richtig reinzuklotzen um dann im neuen Jahr aber auch wieder richtig runterzuklotzen. Nach dem Essen tat ich dann auch schon mein Bestes die gewonnen Pfunde wieder abzutrainieren mmithilfe einer Nintendo Wii.

Ich bin eigentlich nicht so der Spielekonsolentyp. Wir hatten mal einen Super Nintendo und irgendwann habe ich mir auch mal eine Playstation 2 gegönnt, weil mein damaliger PC einfach nicht mehr mitkam und ich mir keinen Neuen kaufen wollte aber wirklich viele Spiele für die PS2 habe ich mir nicht gekauft.

So wär ich auch nie auf die Idee gekommen mir z.B. eine XBox 360 oder Playstation 3 zu holen. Ausschlaggebend für die Wii war einfach der Fun Faktor.  Man bewegt sich beim Spielen und sitzt nicht nur statisch da. Außerdem macht es mit Freunden und Familie einfach richtig viel Spaß. In geselliger Runde ist die Wii einfach das Nonplusultra. Und so haben wir Heilig Abend mit der Familie anschließend auch nur noch Wii gezockt.

Der erste Weihnachtstag verlief hingegen eher langweilig. Wir blieben zu Hause, da keine Familienbesuche anstanden, da auch ein Großteil verreist waren und so plätscherte der Tag eigentlich nur vor sich hin. Der zweite Feiertag hingegen wurde zum Besuch bei den Großeltern genutzt. So gab es auch hier wieder eine üppige Bescherung und ein üppiges Mahl. Dabei war die ganze Sache lustiger als angenommen und nicht so trist und öde wie man es annehmen mag.

Letztendlich gehe ich also mit einem positiven Gefühl aus Weihnachten hervor. Zwar ist die richtige Weihnachtsstimmung nicht so aufgekommen aber dennoch war es schön die Familie wieder zu sehen. Abgerundet wurde das Ganze natürlich auch durch die richtigen Geschenke, denn mit der Wii werde ich bestimmt noch viel Freude haben. 

Ich hoffe ihr habt ebenso ein angenehmes Weihnachtsfest verlebt und nun geht es mit großen Schritten auf das Neujahr zu.





Poker Review #3

29 12 2008

Ich weiß noch wie ich hier angefangen habe meine Pokerreviews zu schreiben und mir immer wieder Mut gemacht habe, dass es irgendwann bergauf geht. Nunja diese Woche war durchaus erfolgreich und so schnell es bergab ging, so schnell ging es auch wieder bergauf. Aber von vorne.

Zunächst einmal habe ich meine üblichen 3 Full Tilt Poker SnGs pro Tag durchgezogen und dabei durch den Feiertagsbonus wieder 5$ von meinem Bonus clearen können. Ansonsten lief es eigentlich recht solide. Direkt am ersten Tag konnte ich 2 SnGs direkt gewinnen und dann lief es so lala nach alt bekanntem Muster.

Ich versage ein Turnier vollkommen und komm bei den anderen dann in the money bzw. zur entscheidenen Phase. Ein paar nette Suckouts waren auch schon dabei u.a. hab ich wieder einmal die Aces verloren aber passiert halt. Was mir zudem aufgefallen ist, dass ich häufig getrappt wurde, da sollte ich doch nich verstärkt drauf aufpassen. Zudem muss ich mich zu Beginn noch vermehrt zurückhalten. Wenn ich ein Freeplay bekomme und ein TT4 Flop liegt und ich 49o halte, rassel ich z.B. noch zu sehr rein. Hier sollte ich vielleicht zurückhaltender agieren. Denn so bin ich oft früh im Turnier gebustet.

Sonst wurden meine Pushes halt gecallt, mal mit besseren, mal mit schlechteren Händen, nichts wirklich auffälliges, die Pushes waren in der Regel in Ordnung bis auf ein, zwei Ausnahmen wo ich mir aber im Klaren bin, dass ich so nicht noch einmal pushen werden. 

Insgesamt habe ich diese Woche nur von den SnGs her +3,75$ erwirtschaftet, zudem kam der Bonus, sodass ich insgesamt nun bei +13,92$ stehe.

Bei Titan Poker lief es noch besser. Ich habe von 14 gespielten Turnieren lediglich drei Mal kein Geld erhalten. Dabei habe ich einmal fragwürdig gepusht, einmal richtig aber in die höhere Hand gepusht und beim letzten bin ich ausgesuckt worden. Ansonsten habe ich bei allen DoNs solide verdoppelt. Ich fühl mich bei den Turnieren immer wohler und solange ich nicht ausgesuckt werde, komme ich immer sicher itm. Ich nutz die richtige Spielweise und werde diese DoNs auch weiter in meinem Programm behalten.

Bei den normalen SnGs habe ich gerade einen Lauf. Ich werde kaum ausgesuckt, dafür darf ich das eine oder andere Mal aussucken. Ich habe drei Turniere hintereinander gewonnen. Mir ist aber klar, dass einiges auch mit Glück verbunden war und ich weiterhin meine Spielweise kritisch hinterfragen muss. Dennoch hoffe ich, dass dieser Upswing natürlich lange, langge anhalten mag.

Insgesamt habe ich diese Woche auf Titan Poker nämlich 97,50$ gewonnen und bin somit bei meiner alten Bankroll vor dem Downswing angekommen. Diese werde ich jetzt auch als Maßstab für weitere Vergleiche heranziehen.

Nebenbei habe ich beim Silberturnier von Pokerstrategy einen beachtlichen 72. Platz belegt und damit noch 12,50$ gewonnen. Wäre ich zum Schluss am River nicht ausgesuckt worden, hätten es noch bedeutend mehr werden können. Dabei sah es anfangs nicht rosig aus aber ich konnte mit Kings  in einem 4-Way Allin AK, AJ und Queens schlagen und kam so in diese komfortable Position.

Für die nächste Woche habe ich mir nicht viel Neues vorgenommen. Die Turbos bei FTP lege ich nochmal eine Woche nach hinten, ich will dort erstmal noch solide weiterspielen. Bei Titan Poker muss ich aufpassen, dass ich durch den Upswing mich psychologisch nicht selbst in die Kacke haue. Wenn ich nun wieder denke „Alles beim alten“ und die Sache zu locker angehe, geht es ganz schnell bergab. Deswegen versuche ich die Konzentration aufrecht zu halten und weiter Cash zu machen.





Body of Lies

30 12 2008

Body of Lies mag dem einen oder anderen vielleicht kein Begriff sein. Spricht man von „Der Mann der niemals lebte“ wird der eine oder andere wissen worum es geht. Es ist ein relativ aktueller Film, welchen ich mir am zweiten Weihnachtstag mit meinen Kollegen aus Langeweile heraus im Kino angeguckt habe. Ich habe hier den originalen englischen Titel genommen, weil dieser einfach perfekt zur Story und zum Charakter passt. Der deutsche Titel macht einfach kaum Sinn und reißt den Titel irgendwie völlig aus dem Zusammenhang.

Die Story ist aaktueller denn je und natürlich wieder eine Terrorismusstory. So ausgelutscht das Thema eigentlich schon ist, verblüfft dieser Film durch seine Machart und liefert einen frischen Einblick in die Terrorismuswelt. Leonardo DiCaprio spielt dabei den CIA Undercover Agenten Roger Ferris, welcher im Nahen Osten versucht den Terroisten Al-Saleem in die Fittiche zu bekommen, der sich zu eine willkürliche weltweite Anschlagswelle bekannt hat. Er steht dabei ständig im Kontakt mit seinem Kontaktmann in Langley Ed Hoffmann (Russel Crowe), welcher Ferris meistens über Satelitenbilder überwacht und über ein Headset navigiert während er z.B. seine Kinder ins Bett bringt etc.

Der Film hat seine Daseinsberechtigung, weil er zum einen gut inszeniert ist. Die Locations im Nahen Osten wirken sehr authentisch und auch die Satelitenbilder sind gut platziert und liefern immer wieder einen Überblick über die Lage. Zudem ist dieser Film einer der Wenigen, welche die USA nicht als dominierende Macht darstellt, welche alles richtig macht und zum Schluss auch immer gewinnt, sondern dieser Film beleuchtet die realisitische, aktuelle Lage.

So wird zum Beispiel darauf hingewiesen, dass all die modernen Abhörmethoden der Amerikaner von den Terroristen dadurch gekontert werden, dass sie Botschaften nur von Angesicht zu Angesicht verbreiten und sie so den Amerikanern immer ein Stückchen Voraus bleiben. Auch die Politik des amerikanischen Geheimdienster was die Zusammenarbeit mit anderen Geheimdiensten angeht wird im Film deutlich hinterfragt. So arbeitet Ferris u.a. mit dem jordanischen Geheimdienst zusammen. Diese Kooperation ist sehr einseitig, sodass die Jordanier den Amerikanern ihre Männer und Informationen zur Verfügung stellen müssen aber keinen Gegenwert erhalten.

Letztendlich wird aber aufgezeigt, dass die alten „Old School“ Methoden immernoch Vorteile haben und man Gleiches mit Gleichem vergelten muss. Gehen die Terroristen unkonventionelle Wege, so sollten das die Geheimdienste auch tun und dies wird zumindest in diesem Film letztendlich auch belohnt.

Neben der Aufmachung des Films sind auch die Schauspieler ein weiterer Pluspunkt. DiCaprio, welcher lange Zeit nur über seine Titanic Rolle identifiziert wurde, grenzt sich immer weiter von dieser ab und zeigt, dass er auch andere Sachen spielen kann. Man nimmt ihn den Agenten durch und durch ab, hervorragend gespielt. Russel Crowe, welcher sich extra für diesen Film eine Pocke angefressen hat überzeugt ebenfalls wie gewohnt, wobei ihm sein Charakter kein großartigen Platz zum Entfalten gibt. Dennoch füllt er diese Rolle durchweg aus, genau wie alle anderen Nebenschauspieler gut besetzt sind.

Kritikpunkt des Films ist die etwas langatmige Story, welche durch eine Liebesbeziehung künstlich in die Länge gezogen wird. Für soviel Länge ist für einen Quasi Action Film dann auch ein bißchen zu wenig Action enthalten, sodass hier und da Langeweile aufkommt.

Dennoch kann der Film im Großen und ganzen einfach begeistern. Die Schauspieler liefern durchweg gute Leistungen und die Story bietet endlich mal auch andere Aspekte in der Terroristenbekämpfung. Wäre diese Film ein Stück kurzweiliger und hätte man gewisse Extras wie die unnötige Liebensgeschichte voller Klischees weggelassen wäre ein sehr guter, knackiger Actionfilm herausgekommen, so wirkt er teilweise etwas zu überfüllt.

Auf einer Skala bis 10 bekommt er dennoch 7 Punkte.





2009… Der endgültige Durchbruch?

3 01 2009

Nun ist es also soweit, das Jahr 2008 ist zu Ende gegangen und ein neues Jahr hat begonnen. Eigentlich wollte ich hier nohc einen dicken Rückblick auf das vergangene Jahr schreiben, aber was ist denn überhaupt passiert?

Ich habe zwar eine Menge Erfahrungen gemacht, war auch gut unterwegs aber bin immernoch nicht so ganz mit mir selbst im Reinen. Ich genieß zu wenig, bin immernoch viel zu faul und könnte soviel mehr aus mir machen. Also Zeit 2009 die Initiative in die Hand zu nehmen und durchzustarten.

Daher ist mein Plan so offensiv wie möglich die Dinge nun anzugehen. Ich weiß, dass ich mich nicht von jetzt auf heute ändern kann aber ich werde versuchen langfristig an mir zu arbeiten. So ein Jahr wie das Vergangene, so „ereignislos“, was den Alltag anbelangt, möchte ich nicht nocheinmal erleben. Es ist Zeit was zu verändern.

Im April fängt endlich mein Studium an und von dort an wird sich mein Leben wahrscheinlich sehr einschneidend verändern. Ob und wie ich das alles gebacken bekomme, weiß ich noch nicht. Das wird sich zeigen. Auf jeden Fall möchte ich die nächsten Monate dazu nutzen mich optimal auf die Zeit vorzubereiten.

Diese Art von Planung lag mir bisher immer fern. Ich bin der Typ, der immer solange wartet bis etwas unvermeidlich ist. Nun ist es Zeit das zu ändern. Allerdings bin ich ebenso ein Typ der gerne solche Reden schwingt, der gerne solche Blogeinträge schreibt und dann nichts von dem einhält.

Dies hier wird denke ich der letzte große „Vorsatz“ meines Lebens werden. Wenn ich es dieses Jahr nicht gebacken bekomme, werd ich es schwer haben. Also let’s get it started!





Poker Review #4

4 01 2009

Die Woche 1 nach dem deutlichen Upswing und mein Spiel hat sich wieder stabilisiert. generell würde ich diese Woche als eine Woche voller kleiner Höhen und Tiefen beschreiben.

Bei Full Tilt Poker habe ich wie üblich meine drei SnGs pro Tag gespielt und es lief eher bescheiden. Was mir an meinen Spiel aufgefallen ist, ist das ich Karten wie AK, AQ preflop auch in der early Phase noch viel aggressiver spielen muss. Auf diesem Limit callen die Jungs einfach nahezu alles und da manmit AK und AQ sowieso nur selten im Flop was gescheites trifft, bietet sich hier eventuell ein früher All’in Push an. Ich habe schon Fälle gesehen wo die Fische dann auch noch mit schlechteren Assen ein All’in callen. Viel Chips bringt es mir wahrscheinlich nicht aber ich fühle mich sicherer und habe keine großen Postflopschwieirigkeiten wo die Leute eigentlich alles haben können.

Darüber hinaus sollte ich vielleicht ein wenig tighter squeezen. Mir ist in den letzten SnGs aufgefallen, dass ich jeweils von Limpern gecallt werde, wenn ich All’In pushe und meistens dominiert bin. Zumindest zur späteren Phase der SnGs wo die Leute anscheinend tighter limpen. Darauf sollte ich in Zukunft vermehrt aufpassen.

Ansonsten war diese Woche mal wieder mit mehr Suckouts und aufgewachten Monstern versehen. So habe ich z.B. JJ in QQ und AK gepusht oder auch mehrmals in Asse und Kings generell. Dann treffe ich auf höhere Two Pairs, höhere FHs oder auch gerne mit gefloppten Flush auf ein FH und und und. Die Krönung war ein 3-Way All’In bei dem ich mit Assen gegen 66 und A3 verlor, weil 66 sich eine Straight gebastelt hat. Insgesamt habe ich einen minimalen Verlust von 0,19 Cent hingelegt und meinen Gesamtgewinn somit auf 13,73 relativiert habe.

Auf Titan Poker lief es ebenso wenig berauschend. Allerdings fand ich dort mein Spiel ein wenig besserer. Dies mag allerdings sehr subjektiv sein, da ich einfach weniger in minimal bessere Hände gepusht habe. Zumindest waren alle meine Pushes mit denen ich ausgeschieden bin richtig und entweder ich traf auf ein Monster oder wurde ausgesuckt. So hat sich meine DoN Winrate erheblich verschlechtert weil ich z.B. AQ vs. QQ oder AK vs. QQ  gepusht habe. Gemischt mit ein paar netten Suckouts wie AQ vs. KQ oder QQ vs KQ oder schlechten Calls wie AJo vs. 85s entstand eine Verlustwoche. Insgesamt habe ich 11,50$ verloren was meinen Gesamtgewinn auf 221,35€ reduziert.

Der Fahrplan für die nächste Woche ist intensiv. Zum einen möchte ich deutlich mehr Theorie pushen und mir das ICM (Independent Chip Model) vermehrt zu Gemüte führen um den Background für Push or Fold Entscheidungen zu erlangen. Außerdem möchte ich mir die ersten Silbervideos anschauen nachdem ich die Bronzesektion gänzlich durchgearbeitet habe.

Auf Titan Poker werde ich mein Programm wie gewohnt durchziehen während ich gedenke auf Full Tilt Poker eine bereits angekündigte Veränderung vorzunehmen. So werde ich von gewöhnlichen SnGs umsteigen auf Turbo SnGs und anbei meine tägliche SnG Ration verdoppeln. Ich fühle mich mittlerweile fit genug und muss mich außerdem sputen um meinen verbleibenden Bonus bis zum 31. März auf FTP zu clearen. Des Weiteren versuche ich mich bei der Iron Man Challenge ein wenig zu beteiligen auch wenn ich momentan noch nicht so den Plan habe wie das ganz genau läuft.

Auf jeden Fall habe ich große Ziele für diese Woche und dieses Jahr und hoffe sie erreichen zu können. Mehr erfahrt ihr dann Ende nächster Woche.





Transporter 3

11 01 2009

Das Jahr ist noch jung und der erste Kinobesuch liegt bereits hinter mir. Aufgrund von Langeweile und Zeitüberschuss entschloss ich mich mit meinen Kollegen in Transporter 3 zu gehen. Die ersten beiden Teile habe ich ebenfalls im Kino gesehen und so weiß ich bestens was mich erwartet: Ein absoluter Action No-Brainer.

Die Story ist also eher nebensächlich und somit auch schnell und simpel erzählt. Frank hat sich mittlerweile von seinem Transporterjob (er transportiert brisante Inhalte mit seinem Auto für kriminelle Menschen) zurückgezogen und genießt seinen Ruhestand bis ein alter Kollege direkt in sein Haus fährt. So wird Frank teil einer Erpressung. Der ukrainische Präsident soll einen Vertrag unterzeichnen, welchem einer Entsorgungsfirma das Recht zugesteht umweltbelastendes Material in die Ukraine zur transportieren. Frank muss dessen Tochter nun für den Boss der Firma in die Ukraine transportieren. Damit Frank seinen Job auch ernst nimmt, ist ihm ein Armband angelegt worden, welches explodiert, sofern sich Frank weiter als 20m vom Auto entfernen sollte.

 

Transporter 3

Transporter 3

 

 

Die Story ist also recht einfach und in der Transporter Reihe eigentlich auch nur im Hintergrund. Transporter steht mehr für eine ausgefeilte Kampfchoreographie, Actionszenen und Verfolgungsjagden en Masse. Transporter 3 erfüllt in dieser Hinsicht alle Wünsche. Die Kampfszenen sind sehr unterhaltend, die Verfolgungsjagden und Actionszenen kommen auf der Leinwand gut rüber und sind mit einem guten Stück Selbstironie versehen, sodass man gar nicht auf den Gedanken kommt den Film ernst zu nehmen.

Irgendwann fallen einem diverse Logikfehler dann doch auf, sodass die Erpressung eigentlich gar keinen Sinn macht, da der ukraine Präsident den Vertrag rückwirkend aufgrund von Erpressung für nichtig erklären könnte z.B.

Bei den Schauspielern ist natürlich wieder Jason Statham hervorzuheben. Er ist einfach Frank, der Transporter, die Rolle ist ihm auf dem Leib geschrieben und man wird ihn immer damit in Verbindung bringen. Bemerkenswert ist sein durchtrainierter Körper und auch die sanfte Seite, die bei Transporter 3 erstmals zum Vorschein kommt.

 

Jason Statham

Jason Statham

 

 

So bricht er z.B. einige seiner selbst auferstellten Regeln und beginnt eine Affäre mit der Tochter des ukrainischen Präsidenten. Diese ist auch der absolute Schwachpunkt des Films. Der Film mutiert teilweise zu einer Art Liebesschnulze und wird stellenweise langweilig. Ansonsten weist der Cast mit Prison Break T-Bag Darsteller Robert Knepper einen typischen Bösewichten auf, der seiner Rolle kaum Profil oder Inhalt gibt und daher eher stumpf bleibt. Überzeugend ist hingegen die „Geisel“ Natalya Rudakova. Sie sieht nicht nur atypisch zu den 0815 Hollywoood Frauen aus sondern ist noch nicht mal gelernte Schauspielerin. Sie wurde vom Regisseur quasi auf der Straße entdeckt. Teilweise merkt man ihr das Ganze auch an, dennoch spielt sie sehr überzeugend.

 

Robert Knepper

Robert Knepper

 

 

Insgesamt ist Transporter 3 ein stimmiger Film, der eigentlich alles beinhaltet, was man sich von einem Transporter Film verspricht. Jason Statham macht seinen Job wieder sehr gekonnt und prügelt, schießt und zerstört einfach alles. Lediglich die Liebensszenen passen für mich nicht wirklich in diese Reihe rein und ziehen den Film ein wenig Runter. Weitere Abzüge gibt es natürlich auch für die dünne und teilweise auch dumme Story. Letztendlich gibt es hier 6/10 Punkte für den Film.





Poker Review #5

12 01 2009

Die erste komplette Woche im neuen Jahr ist rum und somit auch die erste komplette Pokerwoche. Sie verlief sehr, sehr durchwachsen. Der Anfang war richtig stark, das Ende allerdings auch richtig schwach. Im Moment bin ich auch ein wenig unsicher ob ich daran Schuld bin oder letztendlich die Varianz. Ich lasse das jetzt hier noch einmal Revue passieren.

Bei Full Tilt Poker habe ich diese Woche begonnen jeweils 6 Turbo SnG’s pro Tag zu spielen und es klappt eigentlich ganz gut. Ich komm bei den schnelleren Blinderhöhungen eigentlich gut mit und habe an sich ein gutes Gefühl aber dennoch will es nicht so recht laufen. Ich werde diese Sessionart aber auf jeden Fall beibehalten, denn so cleare ich meinen Bonus auf jeden Fall bis Anfang März.

Hier mal die Statistik dieser Woche:

41 SnGs: 5x Platz 1, 7x Platz 2, 8x Platz 3 = 20x in the money, zudem noch 6x gebubbled und viele 5. Plätze.  Das macht insgesamt einen Gewinn von 3,3$ und zusätzlich mit freigespieltem Boni erhöht es den Gesamtgewinn auf 23,57$

Dennoch bin ich mit meinem Spiel nicht so wirklich zufrieden. Vor allen Dingen in der letzten Session war ich ein wenig auf Tilt und habe unnötig Chips und somit auch Geld verdonkt. Es gibt noch viele Leaks in meinem Game und etliches zu verbessern. Meine größte Schwäche ist immernoch, dass ich teilweise noch zu aggressiv mein Freeplay spiele und bessere Hände dort einfach ohne zu Zögern auszahle. Da muss ich noch viel viel disziplinierter werden.

Auch sollte ich mir mehr Zeit nehmen und mir mehr Gedanken bei meinen Entscheidungen machen. Mir ist häufig aufgefallen, dass ich meinen Gegner z.B. auf Aces oder generell eine bessere Hand setze und trotzdem drüberpushe. Außerdem fühl ich mich mit AK und AQ bei nicht gehitteten Flops sehr unwohl. Meine Continuation Bet wird meistens gecallt und wenn ich es direkt All’In Pushe werde ich sehr oft mit kleineren Pockets gecallt und verliere meistens einen großen Teil meines Stacks bzw. Alles. Ich weiß nich ob sich das Risiko in der frühen bzw. mittleren Phase schon lohnt.

Daran werde ich arbeiten. Darüberhinaus habe ich die 2,5fache Bet in den höheren Blindleveln in der letzten Zeit oftmals nicht mehr eingestreut obwohl ich damit recht gut gefahren bin. Ich werde darauf diese Woche noch vermehrt achten, mich mehr konzentrieren und versuchen meine Pushing Ranges zu überarbeiten, denn oftmals pushe ich mal zu tight und mal zu loose. Mir fehlt da noch das richtige Gefühl.

Mit meinem Play auf Titan Poker bin ich komplett unzufrieden. Ich habe es im vorherigen Blogeintrag geschrieben, dass ich nach dem Upswing wieder in mein altes Muster zurückffallen könnte und genau das ist auch geschehen. Ich habe teilweise einfach abgelenkt gespielt und absolut nicht mein A-Game gezeigt. Dazu kam noch ein wenig Pech und schon hat man den Salat. Bei den DoNs lief es diese Woche überhaupt nicht. Mal habe ich falsch gepusht, mal wurde ich ausgeluckt und oftmals verlor ich 50:50 Gelegenheiten. Bei den Tallinns ging ich oft nicht konzentriert genug zu Werke und habe sie mehr nebenbei gespielt und dafür letztendlich auch die Rechnung bezahlt.

Hier gilt es diese Woche ebenfalls konzentrierter zu spielen und sich mehr Zeit bei den Entscheidungen zu nehmen und weniger intuitiv zu handeln. Zum Beispiel pushe ich oft in Bigstacks, die von den Odds einfach nur callen müssen und und und. Letztendlich habe ich bei Titan diese Woche 7 DoNs gespielt und bin lediglich bei einem in the money gekommen. Bei den 7 SnGs kam ich immerhin dreimal ins Geld, belegte dort aber auch nur zwei mal den 2. und einmal den 3. Platz. Dies führt insgesamt zu einem Verlust von 27$, was den Gesamtgewinn auf 201,45€ relativiert.

Darüber hinaus habe ich mir nächste Woche vorgenommen mich vermehrt mit dem ICM Thema zu beschäftigen und dort ein wenig mit herumzuspielen und intensiver die Pokerstragtegy Artikel durchzuarbeiten. Also hoffe ich mal auf eine erfolgreiche Woche.





And The Golden Globe goes to…

17 01 2009

Diese Woche war es wieder soweit. Die 66. Golden Globe Preisverleihung fand statt. Wurden die Gewinner letztes Jahr plump auf einer Pressekonferenz von der Liste abgelesen, gab es dieses Jahr wieder eine feierliche Hollywoodzeremonie. Natürlich ließ sich alles was in Hollywood Rang und Namen hat nicht bitten und erschien. So war die absolute Creme de la Creme vor Ort und man vermisste kein bekanntes Gesicht.

Generell gelten die Golden Globes ja schon als Indikatoren für die möglichen Oscar Gewinner. Wenn dem so ist wird Slumdog Millionaire groß abräumen. Ich selbst habe diesen Film noch nicht gesehen, werde das aber in naher Zukunft mal in Angriff nehmen. Der Film räumte die Preise für Bestes Drama, Bestes Drehbuch, Beste Regie und Beste Filmmusik ab. Darafhin habe ich mir auch direkt den Original Soundtrack besorgt und muss sagen, dass dieser Award absolut zurecht verliehen wurde. 

 

Slumdog Millionaire

Slumdog Millionaire

 

 

Auch erwähnenswert ist das Double für Kate Winslet. Sie gewann nicht nur in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama, sondern auch noch die beste Nebenrolle für ihren Part in „Der Vorleser“. Man mag von ihr halten was man will aber sie ist durchweg sympathisch und „real“ geblieben und nicht so divenhaft wie die anderen Hollywoodstars und nimmt auch durchaus schwierige Rollen an und das wurde zurecht belohnt.

 

Kate Winslet

Kate Winslet

 

 

In der Serienkategorie war „30 Rock“ der Abräumer schlechthin. Ich werde mich in naher Zukunft auch der Serie mal widmen. Ich bin natürlich auch ein wenig enttäuscht, da meine favorisierten Serien wie „House“, „Dexter“ und vor allen Dingen „Entourage“ leer ausgingen. Zudem hätte Neil Patrick Harris mit seiner überragenden Darbietung als Barney Stinson in „How I Met Your Mother“ sicherlich einen Golden Globe verdient. Allerdings kann ich auch nachvollziehen, dass Tina Fey durch den Boom ihrer Saturday Night Live Performance von Sarah Palinn profitiert und momentan einfach das Maß aller Dinge in diesem Sektor ist.

 

Neil Patrick Harris als Barney Stinson ging leer aus

Neil Patrick Harris als Barney Stinson ging leer aus

 

 

Der Höhepunkt der Veranstaltung war für mich aber die Kategorie Bester Nebendarsteller. Nominiert waren u.a. zwei meiner absoluten Favoriten Tom Cruise als Studioboss in „Tropic Thunder“ und sein Schauspielkollege Robert Downey Jr. Beide gingen leer aus, denn der Golden Globe ging an den verstorbenen Heath Ledger und das durchaus zurecht. Seine Darbietung des Jokers ist einfach phänomenal. Der Moment, wo Demi Moore ihn als Sieger ankündigt und dann die Dark Knight Musik eingespielt wird ist ein wahrer Gänsehautmoment.

Ansonsten gefiel mir der Ablauf der Preisverleihung nicht so richtig. Die Nominierten wurden meist einfach vorgelesen und dann direkt der Gewinner im Eiltempo ernannt. Hier hätte ich mich z.B. über kleine Videoeinspieler, die es nur teilweise gab, gefreut. Zudem präsentierten die meisten Preisverleiher ihre Globes sehr langweilig. Lediglich Sacha Baron Cohen und Sandra Bullock brachten mal etwas Abwechslung und Stimmung rein.

Insgesamt hat mir die Preisverleihung aber gefallen. Die Preise gingen größtenteils in Ordnung. Die Preisträger sind auch größtenteils sicherlich Favoriten auf den Oscar. Letztendlich hat man bei den Globes sogar schon fast mehr Prominenz angetroffen als auf den Oscarvelreihungen, so war der Abend sehr unterhaltsam und ich ziehe ein positives Fazit aus meinen ersten Globes, die ich live mitverfolgt habe.





Poker Review #6

19 01 2009

Wieder eine weitere Woche rum und ich war eher semi erfolgreich. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl beim Spielen. Mir kam es so vor als dass ich immer ausgesuckt werde oder gegen Monster renne und dann teilweise auch sehr übel gespielt habe.

Dennoch habe ich bei Full Tilt Poker einen marginalen Gewinn von +2,3$ gemacht indem ich täglich 6 TURBO SnGs gespielt habe. Dabei hatte ich Tage wo ich extremen Gewinn hatte oder extremen Verlust. Selten, dass ich dazwischen lag. Wie bereits geschrieben bin ich häufig in Asse, Kings und Queens gelandet. Zudem gab es weitere Suckouts mit AK vs. A5, AA vs. K6 und 97, AK vs. KQ, KK vs. AQ usw. Diese Aneeinanderreihung von Beats hat auch dazu gefühlt, dass ich das erste Mal teilweise tilt gegangen bin und absolut ohne Nachdenken gespielt habe, was sich dann auch dementsprechend ausgewirkt hat. Ich gehe immernoch viel zu oft im BB mit einem Freeplay Broke z.B. mit J9 auf einem 33J Flop, wo ich ihm dann einfach nicht die Trips gebe usw. Die Krönung der Woche war dann ein gigantisches Heads Up gestern, was ich eigentlich sehr gut gespielt habe. Dennoch gelang es meinem gegner mich zu besiegen in dem er mit Q5 vs. Q9 gewann und meine Kings mit 53 aussuckte. Außerdem sind diese Woche sehr viele Straights am River angekommen. 

Dennoch ist das Ergebnis erfreulich, dass ich keine Verluste gemacht habe und dank einer weiteren Bonifreischaltung meinen Gewinn noch erhöht habe, sodass ich nun bei +33,36$ angekommen bin. Mit weniger Beats und mehr Konzentration sollte diese Woche dann auch im regulären Spiel mehr Gewinn drin sein.

Bei Titan Poker lief es daber gar nicht gut. Ich habe teilweise schlecht gespielt aber auch hier einige nette Suckouts einstecken müssen. Beispielweise verlor ich mit AA gegen 45s oder mit KK gegen JJ. Zudem kann ich selbst nicht mehr aussucken. Diese Fähigkeit scheint mir komplett abhanden gekommen. Ich habe in den entscheidenen Händen satte zwei mal in dieser Woche mit der schlechteren Hand gewonnen. Dabei treffe ich meistens am Flop was, werde aber am River wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Insgesamt bescherte mir mein durchschnittliches Play und das fehlende Glück einen satten Verlust von -29$.

Eine Ursache dafür sehe ich in den DoN Turnieren. Mittlerweile sind diese weitaus weniger fishy geworden. In der Anfangsphase haben sich meistens die Fische direkt zu Beginn rausgekegelt und man konnte dann ganz gut sich in the money folden oder auch pushen. Aber mittlerweile hat man kaum noch eine Edge mMn und dementsprechend werde ich diese Woche auch erstmal wieder nur zwei normale SnGs spielen und gucken wie das läuft. Denn momentan habe ich dort einfach das bessere Gefühl als bei DoNs. Mein Gesamtgewinn beläuft sich bei Titan Poker atm nur noch auf 179,53€.

Ich bin aber optimistisch, dass diese Woche wieder deutlich besser laufen wird. Ich werde mich auch wieder vermehrt mit der Theorie beschäftigen und hoffen daher auch mein Spiel weiter verbessern zu können. Weiteres Feedback gibt es dann wieder nächste Woche.





Operation Walküre

22 01 2009

Gestern war mal wieder ein weiterer Kinobesuch fällig. Ich war mit meinen Kollegen in der Vorpremiere zu Walküre. Eigentlich war ich gar nicht so heiß auf den Film, habe mich aber breitschlagen lassen. Daher ging ich auch mit eher niedrigen Erwartungen ins Kino. Was sollte mich auch noch erwarten? Die Story um Staufenberg hat man in der Schule eingetrichtert bekommen indem man deutsche Filme zu dem Thema zu genüge gesehen hat.

Staufenberg war ein deutscher Oberst, welcher aufgrund kritischer Äußerungen zum NS Regime in Afrika stationiert war. Dort verlor er im Kampf ein Auge und ein Teil seiner rechten Hand. Zurück in Deutschland beschließt er sich den Widerstand anzuschließen und Pläne für ein Attentat auf Hitler zu schmieden. Bei einem Treffen mit Hitler würde Staufenberg eine Bombe platzieren und damit den Führer umbringen. Anschließend soll Operation Walküre ausgerufen werden. Staufenberg will den Verdacht für das Attentat auf die SS lenken und mit Hitlers Ersattzherr diese festnehmen und die Macht an sich bzw. seinen Mitgesandten reißen. Leider geht einiges schief und Hitler überlebt den Anschlag aber Staufenberg versucht dennoch die Macht an sich zu reißen.

 

Tom Cruise als Staufenberg

Tom Cruise als Staufenberg

 

 

Da man die Story nahezu schon aus dem FF kennt, kommt eigentlich im ganzen Film kaum Spannung auf. Was am Film dennoch beeindruckt ist die Detailverliebtheit. Die historischen Fakten stimmen nahezu deckungsgleich, die Story wurde für das Kino nicht verändert, alles wird erzählt wie es wirklich war. Der Film wird also nicht hollywooldmäßig übertrieben dargestellt, sondern bleibt ganz nüchtern und bodenhaft. Die Atmosphäre die damals geherrscht hat wird gut übermittelt und auch die Bilder der Wofsschanze oder von Berlin sind beeindruckend.

Ebenfalls positiv aufgefallen ist die Besetzung des Films. Vor allen Dingen die Nebendarsteller sind sehr gut besetzt worden. Göbbels, Göring, Hitler und die Verschwörer kommen alle sehr glaubhaft rüber. Vor allen Dingen die Hintergründe der Mitbeschwörer werden gut aufgezeigt und dargestellt. Tom Cruise als Staufenberg spielt auch eine solide Rolle. Manchmal wird ein wenig  übertrieben und Staufenberg nahezu als Superman dargestellt ohne Fehl und Tadel. In dieser Hinsicht wird ab und an ein wenig übertrieben aber dennoch kommen auch seine Absichten gut rüber.

 

Staufenberg und ein Mitstreiter

Staufenberg und ein Mitstreiter

 

 

Insgesamt überzeugt der Film durch seine Machart und seine Besetzung. Er ist unheimlich detailliert was die historischen Fakten und Personen angeht als auch das Setting der Wolfschanze und Berlin etc. Abstriche muss man lediglich ein wenig bei Tom Cruise machen, der Staufenberg meiner Meinung nach ein wenig überspielt und natürlich der Spannung, die kaum vorhanden ist auch wenn man immer wieder enttäuscht ist, wenn das Attentat nicht klappt.

Zusammengefasst ein solider Film: 7/10





Poker Review #7

26 01 2009

Diese Woche habe ich mich in meinem Spiel deutlich komfortabler und sicherer gefühlt. Allerdings kam es mir so vor als ob ich nur noch ausgesuckt werde oder in Monster pushe.

Bei FTP habe ich dabei weiterhin brav meine 6 TURBO SnGs pro Tag vollendet. Ich habe gerade nochmal meine Ergebnisse geguckt und war geschockt wie oft ich in dominanter Position verloren habe. Am liebsten würde ich hier wirklich alle Hände aufzählen aber das würde wohl glatt den Rahmen sprengen. Meistens haben meine Kontrahenten lediglich 3 Outs, sind aber wahre Meister darin diese zu treffen. Hier mal eine kleine Ansammlung: AJ vs. A6, A6 vs. A3, TT vs. A4, 99 vs. A2, 66 vs. A2, AK vs. A6, AK vs. A7, 66 vs. A2 und A7 vs. A3

Mit diesen Händen bin ich allesamt gebustet also aus dem Turnier ausgeschieden. Hinzu kamen noch richtig schöne Suckouts mit den Assen: AA vs. J3 (Drilling gefloppt), AA vs. 89s (Flush gerivert) und AA vs. KT (Straight gebastelt)

Dabei bin ich schon seit längerer Zeit jemand der die Aces wirklich protectet und nicht irgendwelche Späßchen mit Minraises oder so macht. Ich spiele sie wie jede andere Hand, protecte sie gegen Flushs oder Straights und wenn sie so obvious sind bin ich auch jemand der sie mal foldet. Die drei Situationen war ich allerdings meistens schon preflop All’in. Dann gab es auch noch Situationen wo ich mit einem Nutflush auf dem River noch gegen ein FH verliere oder in höhere Flushs etc. etc. Ergo kann ich eigentlich zufrieden sein, dass ich nur -3,15$ Verlust gemacht habe. Zudem konnte ich einen weiteren Teil meines Bonus freispielen, weshalb ich insgesamt +36,09$ im Plus liege.

Ich halte mich weiterhin artig an das Bankroll Management und hoffe, dass ich bald den Bonus weiter clearen kann und demnächst auch ein paar Gewinne mache und dann auf die 2$ SnGs aufsteigen kann.

Bei Titan Poker lief es hingegen gut. Die Umstellung hat mir wirklich gut getan. Ich komm eigentlich immer sehr solide in die entscheidenen Phasen und kann mich dann auch meistens durchsetzen. Ab und an bin ich mal in Monster gerannt wie z.B. in höhere Two Pairs oder mit Two Pairs gegen einen Drilling oder mit QQ auf einem wunderschönen Flop in AA usw. Dennoch hat sich das Ganze letztendlich ausgezahlt und ich habe diese Woche +48$ erwirtschaftet was meinen Gewinn auf sagenhafte +215,02$ hat ansteigen lassen.

Insgesamt bin ich also doch zufrieden mit dem Verlauf der Woche. ICM technisch komme ich auch immer weiter voran. In der Theorie muss ich ein wenig nachsitzen und ich überlege mir demnächst mal SnG Wizard bei Bedarf und Zeit zu besorgen. Soviel zu dieser Pokerwoche.





Gesetz der Ehre

2 02 2009

Es ist schon fast zwei Wochen her, dass ich mir den Film mit ein paar Kollegen im Kino angeschaut habe. Hauptgrund dafür sind sicherlich die beiden Hauptdarsteller Edward Norton und Colin Farrell, wobei Edward Norton in seinen Film meistens mit einer herausragenden Performance auf sich aufmerksam machen kann. Zudem gefällt mir das Genre Copthriller und ich habe bereits vorher gehört, dass der Film hart und konsequent sein soll und nicht die typischen Hollywood Klichees und Happy Endings aufgreifen soll.

 

Gesetz der Ehre

Gesetz der Ehre

 

 

Die Story ist dabei recht simpel und gleicht anderen Genrevertretern. Es geht grundsätzlich um die Familie Tierney, welche als reine Copfamilie tituliert werden kann. Oberhaupt ist der ehemalige Polizeichef Francis sr. (Jon Voight), dessen Söhne Francis Jr. (Noah Emmerich) und Ray (Edward Norton) Leiter der Drogenabteilung bzw. Mitglied beim FBI sind. Zudem ist Schwiegersohn Jimmy ebenfalls im Drogendezernat angestellt. Es beginnt damit, dass 4 Cops bei einem Einsatz getötet werden und es offensichtlich wird, dass die Killer vorher einen Tipp bekommen haben, dass die Coops anmarschieren. Das führt Francis Sr. dazu Ray wieder zu reaktivieren. Dieser hat nach einem Fall bei dem nicht alles astrein gelaufen ist und an dem er immernoch mit moralischen Fragen knabbert, quasi selbst an den Bürostuhlgefesselt. Er übernimmt die Aufgabe letztendlich und es wird schnell klar, dass die Spuren in das eigene Polizeirevier und die eigene Familie führen.

 

Die Brüder Francis Jr. (Emmerich) und Ray (Norton)

Die Brüder Francis Jr. (Emmerich) und Ray (Norton)

 

 

Was den Film zum einen sehenswert macht ist die Atmosphäre. Die Bilder sind sehr kalt und grau gehalten, ebenso wie die Nebencharaktere. New York wird eben kalt und hart dargestellt und so verlaufen auch die Ermittlungen. Es wird keine Rücksicht genommen, alle Maßnahmen sind legal solange sie zum Ergebnis führen. Neben der Atmosphäre und der rauen Umgangsart sorgen auch diverse Folterszenen dafür, dass man sich schon mal selber im Kinosessel vor Schmerz wendet. Der Film ist in dieser Hinsicht auch in Schießerein und anderen Kämpfen sehr hart ohne groß hollywoodlike zu übertreiben.

 

Ray (Edward Norton) und sein Schwiegerbruder Jimmy (Colin Farrell)

Ray (Edward Norton) und sein Schwiegerbruder Jimmy (Colin Farrell)

 

 

Die andere Stärke des Films ist die Reihe der Schauspieler. Edward Norton brilliert in seiner Rolle als gebrochener Cop. Man sieht ihm die Bürde an, die er zu tragen hat und wie innerlich zerrissen er ist. Auch Colin Farrell liefert einen guten Job ab und verkörpert seinen Charakter durchaus glaubwürdig. Zudem wird der Rest der Familie sehr gut und detailliert beschrieben. Jeder hat seine eigenen Probleme. Francis Sr. hat ein Alkoholproblem und kehrt Probleme lieber unter den Tisch anstatt sie knallhart anzugehen und Sohn Francis Jr. hat mit einer todkranken Frau ebenfalls zu kämpfen. Viele Nebenschauplätze zur eigentlichen Story frischen diese auf und lassen sie nicht 0815 vorhersehbar werden, da man die Rolle der anderen Charaktere kaum wirklich einschätzen kann.

 

So entsteht ein kurzweiliger, interessanter und harter Cop Thriller, der sich von anderen Filmen in seinem Genre durch gelungene Umsetzung, gute schauspielerische Darbietungen und interessante Charakterausarbeitungen absetzen kann. Allerdings bleibt die Hauptstory zu vorhersehbar und somit büßt der Film einiges ein, auch wenn das durch ein konsequentes Ende nahezu ausgebügelt wird.

Ich würde 8/10 Punkten vergeben.





Poker Review #8

3 02 2009

Diese Woche verlief auch wieder eher ernüchternd. Ich wurde wieder oft ausgesuckt, habe irrsinnige Calls bekommen usw. Bei Full Tilt Poker hat sich das zum Ende hin relativiert und wurde durch einen weiteren Bonusschritt aufgefangen während ich bei Titan Poker in den letzten Tagen ziemlich leiden musste.

Angefangen bei Full Tilt Poker habe ich diese Woche wieder durchweg 6 TURBO SnGs / Tag gespielt. Dabei ist mir so einiges Wahnwitziges passiert, was eigentlich nur auf diesem Limit passiert. Es ist schwer dieses Limit ohne Boni zu schlagen, da man eigentlich nur ausgesuckt wird und dank des hohen Rakeanteils kaum voran kommt. Aber so langsam wird es was und sobald ich meine 50 Buy Ins komplettiert habe, findet ihr mich auch auf dem 2$ Limit, wobei ich mir hier auch kaum Verbesserung der Gegner verspreche.

In dieser Woche wurde ich ziemlich häufig getrapped. Aber selten mit Monstern wie AA oder KK sondern eher mit Sachen wie AK, AQ oder AJ. Meistens squeeze ich gegen diese Limps mit schwächeren Assen (natürlich bei dementsprechenden Blindleveln) und bin dann halt dominated. Zudem verliere ich außergewöhnlich oft gegen 3 Outer (meistens TT vs. Kx) aber „Shit Happens“. 

Mein schönster Suckout war mit Jacks gegen 53s, wo er einfach direkt ein 2 Pair floppt. Zudem habe ich ein richtig krankes SnG gespielt, nach dem ich auch vollends on Tilt war. Es ging eigentlich hin und her. Ich wurde ausgesuckt, hatte vielleicht noch 2 BB left und kämpf mich wieder ran. Danach werde ich abermals ausgesuckt, kämpfe mich aber nochmals heran. Letztendlich buste ich als Bubbleboy mit QT vs. 55, nachdem ich vorher mit einem FH gegen ein höheres FH verloren habe und mit A9 gegen A4.

Schlussendlich habe ich diese Woche exakt -7,45$ verspielt, wobei ich einen weiteren Bonus freigespielt habe, welcher den Verlust einigermaßen aufgefangen hat. Somit hat sich mein Gesamtgewinn auf 35,24$ relativiert.

Auf Titan Poker habe ich bei meinem Turnierverlauf irgendwie Bockmist gebaut und kann das Ganze nicht mehr komplett in meinen Aufzeichnungen nachvollziehen. Auf jeden Fall ging es am Anfang der Woche deutlich Up und gegen Ende hin nun 8 Buyins down, was leider alles wieder relativiert. Insgesamt habe ich -12,18€ verloren, was meinen Gesamtgewinn wieder auf 202,84€ beschränkt.

Dabei habe ich bei den letzten 8 Turnieren kaum Fehler gemacht außer das ich bei einem DoN mich vielleicht in the money hätte folden können. Meine Gegner haben hingegen auch meist richtig gecallt, bis auf einen irrsinnigen Call. Also kann ich mich eigentlich nicht beschweren, das scheint dann wohl die übliche Varianz zu sein.

Diese Woche habe ich nun den SnG Wizard installiert und habe mir vorgenommen meine Sessions damit grundlegend zu analysieren. Ich habe noch deutliche Leaks im Push-Or-Fold Spiel. Meistens pushe ich zu tight und hier und da (vornehmlich mit schwächeren Assen) auch mal zu lose. Das werde ich nun diese Woche versuchen zu optimieren.





Der seltsame Fall des Benjamin Button

4 02 2009

Vor ca. einem halben Jahr habe ich den ersten Trailer zu diesem Film gesehen und war sofort begeistert von der Story als auch von Hauptdarsteller Brad Pitt, welcher eindeutig einer meiner Lieblingsschauspieler ist. Er hat es geschafft trotz seines „Beauty Boy“ Images nicht nur 0815 Hollywood Filme zu drehen, sondern auch Klassiker wie „Fight Club“ oder „Sieben“. Er ist nicht nur auf Geld aus, sondern auch auf Inhalt.

Jedenfalls wurde ich schon früh auf den Film aufmerksam während andere noch skeptisch dem Film gegenüber waren. Aber auch Regisseur David Fincher steht für exzellente Filme wie „The Game“ welcher immernoch einer meiner Lieblingsfilme ist oder halt „Sieben“. Zudem erfuhr man ja noch vor Deutschlandstart, dass der Film für sagenhafte 13 Oscars nominiert wurde und somit ist Benjamin Button einer der Filme wo ich nicht nur aus Langeweile oder dergleichen reingegangen bin sondern wirklich aus richtigem Interesse an den Film.

Die Story spielt teilweise in der Gegenwart wo Caroline ihrer im Sterben liegenden Mutter Daisy (Cate Blanchett) aus dem Tagebuch ihres Liebsten Benjamin Button vorliest. Der Film wandert immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit her. Benjamin Button wird am letzten Tag des 1. Weltkrieges geboren. Er kommt zwar als Säugling auf der Welt aber mit der äußerlichen Erscheinungen eines Greises und auch mit den Krankheiten und Gebrechlichkeiten eines Gleises. Seine Mutter stirbt bei der Geburt und sein Vater kann den Anblick des Säuglinges nicht ertragen und setzt ihn aus. Er wird von einer farbigen Altenpflegerin in ein Altenheim aufgenommen, wo er Bekanntschaft mit der sehr jungen Daisy macht, welche dort ihre Oma besucht. Es entsteht eine interessante Beziehung, denn vom Kopf her sind beide gleich alt, doch vom Aussehen liegen Welten zwischen ihnen. Des Weiteren wird im Film das gesamte Leben von Benjamin Button dargestellt, wie er im Gegensatz zu anderen Menschen immer jünger wird und durch die Welt reist aber immer wieder die Beziehung zu Daisy auffrischt.

 

Brad Pitt als Benjamin Button

Brad Pitt als Benjamin Button

 

 

Der Film ist einfach exzellent gemacht. Das Setting und die Atmosphäre der 20iger und den folgenden Jahrzehnten sind einfach 1A eingefangen. Man fühlt sich wirklich in diese Zeit zurückversetzt mit all ihren Eigenarten. Zudem begeistert Fincher mit brillianten Szenen z.B. eine rückwärts verlaufende Schlacht oder einen Unfall, der in all seine Kausalitäten a la „Was wäre Wenn…“ aufgeschlüsselt wird. Diese kleinen Extras runden einen so schon runden und gelungenen Film ab und machen ihn zu etwas Besonderen.

Neben Fincher sind auch die Hauptdarsteller zu loben. Brad Pitt spielt einfach fantastisch und hat meiner Meinung nach seinen ersten Oscar, der sowieso überfällig war, verdient. Als alter Greis, der immer jünger wird, spielt er absolut glaubhaft und stellt die Probleme und Konflikte sehr gut dar, sodass dem Charakter keine Glaubwürdigkeit abhanden kommt. Ebenfalls stark spielt Tilda Swinton als kurze Affäre von Benjamin Button und Taraji P. Henson als Stefmutter Queenie. Zudem begeistert auch die junge Elle Fanning als kindliche Daisy und zeigt in dem Film, dass sie ihrer Schwester Dakota Fanning in Nichts nachsteht. Cate Blanchett als ältere Daisy gefällt mir wohl aber kommt meiner Meinung nach nicht so wirklich gut rüber. 

Ein großes Lob muss man wohl auch den Maskenbildnern und den Leuten die für die CGI Effekte zuständig waren machen. Wie sie Brad Pitt z.B. veraltert haben bzw. nachher auch deutlich verjüngern ist einfach atemberaubend und man erkennt keine auffälligen Bearbeitungen oder Computereffekte. 

Insgesamt begeistert der Film also durch Story, den Darstellern und dem Setting. Alles greift gut ineinander und wird noch von ein paar Glanzmomenten abgerundet, sodass man den Film nie vergessen wird. Lediglich die Länge ist zwar wohl nötig aber überfordert teilweise, sodass man hier nd da eine gewisse Länge im Film wahrnimmt.

 

Benjamin Button und seine Geliebte Daisy

Benjamin Button und seine Geliebte Daisy

 

 

Auf jeden Fall hat es der Film verdient zahlreiche Oscars mit nach Hause zu nehmen und bekommt von mir 9/10.





Poker Review #9

9 02 2009

Eine weitere Woche ist vergangen und es wurde wieder fleißig gepokert. Zum einen mit den üblichen 6 TURBO SnGs auf Full Tilt Poker und dann natürlich ein DonN bzw. 2 normale SnGs auf Titan Poker.

Auf Full Tilt Poker verlief die Woche eher weniger berauschend. Dieses Mal wurde ich zwwar nur sehr selten ausgesuckt aber ich habe immer in Monster gepusht. Zwei mal habe ich mit Kings in Aces gepusht, mit Jacks in Aces, mit Ax in Queens und und und. Es nahm kein Ende und letztendlich steht ein Verlust von -2,1$ zu Buche, welcher aber von einer weiteren Bonuszahlung aufgefangen wurde und der Gewinn somit auf +40,13$ anstieg. 10$ fehlen mir noch, bei bei 15$ Bonusdollar verbleibend, um auf das nächste Limit aufsteigen zu können. Ob sich da eine Verbesserung einstellt ist fraglich. Mein Plan sieht sowieso aus, dass ich nach dem FTP Bonus mich eh auf Mansion Poker fokussiere. Pokerstrategy hat nämlich das Angebot eröffnet dort ebenfalls nochmal mit 50$ Startkapital zu beginnen. Dort würde ich dann auch noch einen weiteren Bonus aufgabeln. Anschließend würde ich mir überlegen vielleicht meine verschiedenen Bankrolls zu verschmelzen und mich dann für einen Anbieter und ein Limit zu entscheiden.

Auf Titan Poker lief es ähnlich wie bei Full Tilt. Ich wurde zwar kaum ausgesuckt, bin aber öfters in Monster reingerannt. Allerdings werde ich immer selbstbewusster, was das pushen angeht. SnG Wizard hilft mir dabei viel. Ich analysiere die Spiele im Nachhinein immer und schaue, wo ich dort noch Leaks habe. Zum Beispiel im Small Blind pushe ich meistens viel zu tight aber das hat sich letzte Zeit schon deutlich bessert, weshalb auch ein Gewinn von +14,5$ herum gekommen ist. Dementsprechend ist meine Bankroll auch wieder auf +214,01€ angewachsen.

Ich bin mit der Woche ziemlich zufrieden. Ich habe viel gelernt und versuche nun das Erlernte auch gewinnbringend einzusetzen. Mal schauen, wie es diese Woche läuft.





The International

13 02 2009

Donnerstag war mal wieder Kinotag. Dank billigen Eintritt und der Tatsache, dass ich nichts Besseres zu tun hatte bin ich dann einfach mal mit Kollegen ins Kino gegangen. Frisch gestartet ist der Polit-Thriller „The International“ mit Clive Owen in der Hauptrolle, welcher mit bei Filmen wie „Shoot’Em Up“ oder „Sin City“ schon sehr gut gefallen hat. Als weibliche Ergänzung fungiert quasi Naomi Watts („The Ring“), welcher auch immer schön anzuschauen ist.

Aufmerksam geworden bin ich auf den Film durch einen Trailer im Kino. Dort kam er ganz stylisch rüber und auch den aktuellen Bezug zur Wirtschaftskrise fand ich interessant. Zudem eröffnete der Film die diesjährige Berlinale. Skeptisch war ich gegenüber Regisseur Tom Twyker, der einen meiner absoluten Hassfilme „Das Parfürm“ inszeniert hat.

 

Hauptdarsteller Clive Owen und Regisseur Tom Twyker

Hauptdarsteller Clive Owen und Regisseur Tom Twyker

 

 

„The International“ handelt von einer Bank, welche in zwielichtige Geschäfte mit Waffen verwickelt ist. Interpol Agent Lous Salinger (Clive Owen) ist schon längere Zeit den dubiösen Machenschaften auf der Spur und ermittelt. Allerdings wird jeder potenzielle Zeuge oder Helfer unter mysteriösen Umständen umgebracht. Es zeigt sich, dass die Bank einfach überall drin verwickelt ist und das sie mit legalen Mitteln kaum zu stoppen ist, da Regierungen und Gerichte diese Bank und ihre illegalen Methoden nahezu decken.

In Punkto Atmosphäre kann der Film schon mal Pluspunkte verbuchen. Die Szenerie ist groß, modern und eher farblos gehalten, was einen gewissen modernen Style entwickelt. Die Bilder bei den Actionszenen und der Schnitt sind ebenso gut gelungen. An der Machart des Films kann man also kaum meckern. 

Auch die schauspielerische Darbietung lässt kaum was zu wünschen übrig. Clive Owen spielt seinen klischeehaften Charakter gut und verleiht ihm eine gute Prise Glaubwürdigkeit, die nicht jeder Schauspieler dem Charakter hätte zutun können. Naomi Watts wird nicht groß gefordert, spielt ihre Rolle aber ebenfalls durchaus solide. Bei den Nebenrollen kann man ebenso kaum meckern. Mit Armin Müller-Stahl tritt auch ein deutscher Schauspieler öfters in Erscheinung.

Der Schwachpunkt des Films ist in der Story zu suchen. Der Film hat bei knapp zwei Stunden Spielzeit die eine oder andere Länge. Zudem sind einige Sachen stark überzeichnet und auch durchaus unrealistisch. (z.B. das Untersuchen der Schussbahnen) Interessant ist wiederum, dass einige Elemente laut Filmverantwortlichen durchaus in der Realität vorkommen, was den Film durchaus brisanter und interessanter macht. Das Ende wiederum ist meiner Meinung nach kein wirkliches Ende, auch wenn es letztendlich konsequent und realistisch ist. Dennoch hat mich die Story trotz vieler positiver Aspekte und Ansätze nicht vollkommen überzeugt. Meiner Ansicht nach wurde hier ein wenig Potenzial vergeudet.

 

Clive Owen als Interpol Agent Salinger

Clive Owen als Interpol Agent Salinger

 

 

Insgesamt handelt es sich aber um einen gelungen Polit-Thriller, welcher stylisch inszeniert wurde und mit einer interessanten Story aufwartet, die allerdings auch teilweise ins Unrealistische abdriftet. Im gesamteindruck würd ich den Film 6,5 / 10 geben.





Let The Party Begin…

15 02 2009

Endlich ist es soweit. Ich werde heraus gezogen aus meinem tristen, eher langweiligen Leben zu Hause. Letzte Woche habe ich die Zulassung für das Studium bekommen und werde ab dem 1. April 2009 mein BWL Studium in Münster aufnehmen.

Damit einher geht ein Umzug. Ich werde die elterliche Stube das erste Mal in meinem Leben verlassen und mit zwei Kollegen in eine hübsche WG ziehen. Zwar haben wir noch nichts Festes aber ich bin optimistisch, dass sich in dieser Hinsicht in einigen Tagen was ergibt.

Auf jeden Fall bin ich aufgeregt, denn das Ganze ist doch ein gravierender Schnitt in mein Leben. Ich werde endlich gezwungen sein auf eigenen Füßen zu stehen und mich selbst durchzuschlagen. Mir ist bewusst, dass der Anfang sicherlich holprig und hart wird aber ich freue mich auf die Aufgabe, denn endlich habe ich wieder eine.

Nach dem ich zum vergangenen Semester schon einen Ablehnungsbescheid bekommen hatte und im Januar bereits von der Uni Bochum nicht genommen wurde, hatte ich schon Angst. Doch letztendlich hat mich jede weitere Uni aufgenommen, was mein Selbstbewusstsein stärken sollte.

Die übrige Zeit bis zum Semesteranfang wird natürlich jetzt mit Planungen etc. verbracht. Zudem bin ich nun wieder, nach einer längeren Krankheitsphase, wieder fit um endlich weiter abnehmen zu können. Bis Semesteranfang ist geplant noch weitere 4kg abzunehmen.

Ich freue mich riesig auf das Studentenleben und riesig auf meine neue, zweite Heimat Münster. Ich denke es wird eine lustige, ereignisreiche Zeit in meinem Leben. Ich werde euch hier weiterhin auf dem Laufenden halten und mich auch aus Münster regelmäßig melden.





Poker Review #10

17 02 2009

Und mal wieder ist eine Woche verflogen. Diese Woche lief pokertechnisch mal wieder gar nicht so toll. Ich habe wie üblich meine 6 TURBO SnGs / Tag auf Full Tilt Poker gespielt und zusätzlich noch 2 5$ SnGs / ein 5$ DoN täglich bei Titan Poker mit mäßigem Erfolg.

Dabei schaut es auf Full Tilt Poker gar nicht mal so schlecht aus. Nachdem ich heute die 100$ Marke durchbrochen habe, werde ich wahrscheinich nächste Woche auf das 2$ Limit wechseln.

Dabei lief es diese Woche sehr sehr schlecht. Ich habe viele Suckouts erlitten und an einigen Tagen war mein Play auch einfach grottenschlecht. Ich hatte wieder einige Brainlags und habe unüberlegte, stumpfe Sachen gemacht. Das hat mir aber wiederum geholfen zu sehen, was nötig ist um fokussiert spielen zu können. Dies habe ich in der aktuellen Woche bislang auch ganz gut umgesetzt und es läuft wieder besser. Letzte Woche aber gab es wieder famose Suckouts wie AK vs. A7, KQ vs. K3, KK vs. A7, AQ vs. QJ, AA vs. 47o, A9 vs. A5, KK vs. 74s, KK vs. TJ uvm. Das sind alles nur Hände mit denen ich gebustet bin und so hat sich das ganze leider summiert, sodass insgesamt ein Verlust von -3,3$ zu Buche steht, was meinen Gesamtgewinn auf 36,83$ schrumpfen lassen hat. Allerdings gab es wieder eine Bonuszahlung, sodass die Sache wieder entspannter aussieht.

Auf Titan Poker hat es auch Verluste gehagelt obwohl mein Play dort wesentlich besser war als FTP. Allerdings wurde ich auch nicht ungewöhnlich oft ausgesuckt. Sondern habe leider oft in entscheidenen Situationen (meistens Bubble) in Monster gepusht oder wurde mit dem letzten Crap gecallt und hab verloren. Das geschah meistens, wenn ich selber mal Crap (natürlich korrekt) gepusht habe. Alles in allem ist ein satter Verlust von -31$ herumgekommen, was meinen Gesamtgewinn auf 194,22€ hat schrumpfen lassen. Ich hoffe, dass es diese Woche wieder besser läuft.

Ich werde diese Woche wie gewohnt weiter pokern. Nächste Woche steht dann auf FTP ein Limitwechsel an und ich hoffe dort dann bald meinen Bonus gecleart zu haben um bei Mansion Poker beginnen zu können.